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Kompetenzprofile, Leistungsvermögen und Arbeitsmarktvulnerabilität älterer Arbeitnehmer. Empirische Befunde und Zukunftsprognosen

Titre: Kompetenzprofile, Leistungsvermögen und Arbeitsmarktvulnerabilität älterer Arbeitnehmer. Empirische Befunde und Zukunftsprognosen

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 33 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Diplom-Volkswirtin Friederike Krieger (Auteur)

Politique - Système politique de l'Allemagne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Situation Älterer auf dem Arbeitsmarkt ist von einer hohen Verletzbarkeit gegenüber einer angespannten wirtschaftlichen Situation gekennzeichnet: Langzeitarbeitslosigkeit und eine frühe Verrentung prägen häufig die Perspektiven dieser Altersgruppe – ein Abbild der Bemühungen vieler Unternehmen, mittels Frühausgliederung älterer Mitarbeiter Personal „sozialverträglich“ abzubauen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. An der so genannten „Koalition des Frühstands“, welche daran mitwirkt diesen Status Quo fortzuschreiben, haben auch politische und gewerkschaftliche Kräfte sowie die betroffenen Arbeitnehmer selbst ihren Anteil.
Doch auch wenn sich alle relevanten Akteure mit dieser Praxis der Frühausgliederung mehr oder weniger anfreunden können, bringt sie verheerende Konsequenzen für die Älteren selbst, die Unternehmen, die sozialen Sicherungssysteme sowie die Volkswirtschaft insgesamt betrachtet mit sich: Den Älteren wird das Recht auf Arbeit abgesprochen, in den Betrieben entstehen Probleme beim Wissens- und Erfahrungstransfer, Arbeitslosen- und Rentenversicherung werden enorm belastet und das volkswirtschaftliche Produktionspotential ist nicht voll ausgelastet. Auch angesichts des demografischen Wandels, der Deutschland in den nächsten 50 Jahren bevorsteht, wird ein Umdenken unumgänglich sein: Schrumpfung und zunehmende Alterung der Erwerbsbevölkerung werden das Fortbestehen der Frühausgliederungspraxis schier unmöglich machen.
Die Unternehmen werden aufgrund des knapper werdenden Angebots an jungen Arbeitskräften in Zukunft verstärkt ältere Arbeitnehmer einstellen und diese länger als bisher im Betrieb halten müssen.
Ein Produktivitätseinbruch ist dadurch nicht zu befürchten. Denn Defizite wie mangelnde Lern- und Leistungsfähigkeit, die Unternehmen pauschal ihrer älteren Belegschaft zuschreiben, sind in erster Linie hausgemachte Probleme. Häufig werden sie aufgrund dieser Vorurteile von Weiterbildungsmaßnahmen ausgespart bis sie das Lernen selbst verlernen. Nur mit veralteten Kenntnissen und Fähigkeiten ausgestattet können sie dann nicht mit den Leistungen ihrer jüngeren Kollegen mithalten – womit sich die Vorurteile der Arbeitgeber selbst bestätigen.
Daher ist eine Umorientierung in Richtung einer präventiven Personalpolitik nötig, die gezielt auf Humankapitalerhaltung setzt.
Von Seiten der Politik müssen die Anreize zum frühzeitigen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben beseitigt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Arbeitsmarktvulnerabilität älterer Arbeitnehmer

1.1 Definitionen

1.2 Erwerbslosigkeit und Frühruhestand

1.3 Hintergründe: Die „Koalition des Vorruhestands“

1.4 Die negativen Auswirkungen der Frühausgliederungspraxis

2. Zukunftsprognosen: Ältere Arbeitnehmer und der demographische Wandel

3. Leistungsvermögen und Kompetenzprofile älterer Arbeitnehmer

3.1 Interne Faktoren: Einbußen und Ressourcen des alternden Menschen

3.2 Externe Faktoren: Vorurteile der Umwelt und Auswirkungen auf berufliche Lern- und Leistungsfähigkeit

4. Fazit: Umdenken

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert die prekäre Situation älterer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt, die durch Frühausgliederungspraktiken und Vorurteile gegenüber dem Leistungsvermögen Älterer gekennzeichnet ist. Angesichts der Herausforderungen durch den demographischen Wandel und einen drohenden Fachkräftemangel untersucht die Autorin, warum ein Umdenken in der Personalpolitik von Unternehmen sowie in der staatlichen Sozialpolitik zwingend erforderlich ist.

  • Arbeitsmarktvulnerabilität und Frühverrentung
  • Demographischer Wandel und Fachkräftemangel
  • Berufliche Leistungsfähigkeit und Kompetenzprofile Älterer
  • Die Rolle von Vorurteilen („Defizit-Modell“) in der Arbeitswelt
  • Handlungsoptionen für Politik und Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3.1 Interne Faktoren: Einbußen und Ressourcen des alternden Menschen

Nicht zu leugnen ist, dass sich mit fortschreitendem Alter die körperlichen und geistigen Fähigkeiten des Menschen verringern. In welchem Maße dies geschieht, hängt aber ganz von der jeweiligen Person ab, denn wie wir nicht zuletzt im Rahmen unseres Seminars festgestellt haben, existieren große interindividuelle Unterschiede, was die Schnelligkeit und Intensität des Alterungsprozess angeht.

Zu den physischen Einbußen zählen beispielsweise die Reduktion der meisten Organfunktionen, das Nachlassen der Muskelkraft und der Sinnesleistungen wie des Seh- und Hörvermögens. Auch der allgemeine Gesundheitszustand verschlechtert sich. So treten im Alter häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schäden an Knochen und Muskeln auf. Folglich sind bei älteren Mitarbeitern auch längere krankheitsbedingte Fehlzeiten zu beobachten als bei jüngeren Arbeitnehmern. Im psychischen Bereich verringern sich die sogenannten „fluiden Fähigkeiten“, die die „grundlegenden Prozesse der Informationsverarbeitung“ umfassen. So nehmen beispielsweise Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung, Reaktionsgeschwindigkeit, Arbeitsgedächtnis und selektive Aufmerksamkeit mit dem Alter ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Arbeitsmarktvulnerabilität älterer Arbeitnehmer: Dieses Kapitel definiert die Zielgruppe der Älteren und analysiert, warum diese überdurchschnittlich von Langzeitarbeitslosigkeit und Frühverrentung betroffen sind.

2. Zukunftsprognosen: Ältere Arbeitnehmer und der demographische Wandel: Es wird dargelegt, wie die demographische Entwicklung den Fachkräftemangel verschärft und die bisherige Ausgliederungspraxis volkswirtschaftlich ineffizient macht.

3. Leistungsvermögen und Kompetenzprofile älterer Arbeitnehmer: Die Analyse unterscheidet zwischen biologischen Leistungseinbußen und der Kompetenzsteigerung durch Erfahrung, wobei Letztere oft unterschätzt wird.

4. Fazit: Umdenken: Das abschließende Kapitel formuliert Handlungsempfehlungen für eine präventive Personalpolitik und eine Anpassung der Sozialpolitik, um ältere Arbeitnehmer länger im Erwerbsleben zu halten.

Schlüsselwörter

Arbeitsmarktvulnerabilität, Ältere Arbeitnehmer, Frühverrentung, demographischer Wandel, Fachkräftemangel, Leistungsfähigkeit, Humankapital, Defizit-Modell, Erfahrungswissen, Personalpolitik, Alterungsprozess, Beschäftigungsfähigkeit, Sozialpolitik, lebenslanges Lernen, Erwerbsquote

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Arbeitsmarktsituation älterer Arbeitnehmer in Deutschland, insbesondere mit den Gründen für ihre frühe Ausgliederung aus dem Erwerbsleben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Auswirkungen der Frühausgliederung, der demographische Wandel, die berufliche Leistungsfähigkeit von Älteren sowie betriebliche und politische Strategien zur Humankapitalerhaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass die derzeitige Praxis der Frühverrentung aufgrund demographischer Entwicklungen ineffizient ist und ein Umdenken hin zu einer stärkeren Einbindung älterer Mitarbeiter notwendig macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Studien sowie eine Analyse aktueller Arbeitsmarktdaten und Bevölkerungsprognosen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die Ursachen für die hohe Arbeitslosigkeit Älterer als auch die internen (biologischen) und externen (betrieblichen) Faktoren ihrer Leistungsfähigkeit detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Arbeitsmarktvulnerabilität, demographischer Wandel, Humankapitalerhaltung und berufliche Erfahrung.

Was versteht man unter dem „menschengemachten Altern“?

Dieser Begriff beschreibt, dass Lern- und Leistungsprobleme Älterer oft nicht biologisch determiniert sind, sondern durch eine Fehlgestaltung der Arbeitsumgebung und mangelnde Förderung in den Betrieben entstehen.

Welche Rolle spielt die Erfahrung für die Leistungsfähigkeit?

Erfahrung ermöglicht es älteren Arbeitnehmern, durch eine höhere Handlungsökonomie und Sicherheit altersbedingte Einbußen in den „fluiden Fähigkeiten“ zu kompensieren, besonders bei komplexen Aufgaben.

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Résumé des informations

Titre
Kompetenzprofile, Leistungsvermögen und Arbeitsmarktvulnerabilität älterer Arbeitnehmer. Empirische Befunde und Zukunftsprognosen
Université
University of Cologne  (Seminar für Sozialpolitik)
Cours
Theorie und Politik der sozialen Sicherung
Note
2,3
Auteur
Diplom-Volkswirtin Friederike Krieger (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
33
N° de catalogue
V42654
ISBN (ebook)
9783638406468
ISBN (Livre)
9783638706865
Langue
allemand
mots-clé
Kompetenzprofile Leistungsvermögen Arbeitsmarktvulnerabilität Arbeitnehmer Empirische Befunde Entwicklung Lichte Bevölkerungsprognosen Theorie Politik Sicherung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom-Volkswirtin Friederike Krieger (Auteur), 2005, Kompetenzprofile, Leistungsvermögen und Arbeitsmarktvulnerabilität älterer Arbeitnehmer. Empirische Befunde und Zukunftsprognosen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42654
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Extrait de  33  pages
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