Effektive Einarbeitung neuer Mitarbeiter durch Ermitteln des individuellen Einarbeitungsbedarfs


Hausarbeit, 2005

15 Seiten, Note: sehr gut


Leseprobe

Gliederung

1. Erklärung

2. Einleitung

3. Welches Ziel soll mit der Einarbeitung neuer Mitarbeiter erreicht werden?

4. In welcher Form findet Einarbeitung neuer Mitarbeiter (auf Intensivstationen) derzeit statt?

5. Wie sehen existierende Einarbeitungskonzepte derzeit aus?

6. Können mit den bestehenden Konzepten und den angewandten Methoden die Ziele der Einarbeitung erreicht werden?

7. Wie kann die Einarbeitung neuer Mitarbeiter verbessert werden?

8. Aufzeigen neuer Perspektiven zur effektiveren Einarbeitung neuer Mitarbeiter

9. Entwicklung eines Systematisierungsinstrumentes zur Verbesserung des Einarbeitungsprozesses.

10. Schlusswort

11. Literaturverzeichnis

1. Erklärung:

Ich versichere, die vorliegende Arbeit selbstständig, ohne fremde Hilfe oder Beratung und lediglich unter Verwendung der im Literaturverzeichnis angegebenen Quellen verfasst zu haben.

Die Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus der Literatur oder sonstigen Quellen entnommen wurden, sind als solche kenntlich gemacht.

Alle Recht bezüglich Veröffentlichung oder Vervielfältigung behalte ich mir vor!

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Einleitung

8:30 Uhr am Tag X:

Krankenschwester Nelly Neuling wird von der Pflegedienstleitung in einer „Herde“ mit sechs weiteren Neuanfängern durch das Krankenhaus Y auf die Intensivstation des Hauses gebracht.

Mit der beiläufigen Bemerkung: „Das ist Schwester Nelly, eure Neue, passt gut auf sie auf!“, wird sie an die Stationsleitung übergeben. Stationsschwester Lena Leiterin, sichtlich genervt und in Erwartung der gerade bevorstehenden Chefarztvisite, nimmt Sr. Nelly in Empfang. Mit der Aufforderung, sich doch schon 'mal in blau zu „schmeißen“, sie müsse noch die Röntgenbilder vorbereiten, schickt sie Nelly in die Umkleide, wo sie nun ungefähr 15 Minuten damit zubringt, sich durch die Wäschestapel zu arbeiten, um schließlich tatsächlich eine passende Garnitur zu finden.

Als sie, nun endlich uniformiert, wieder auf den Flur tritt, fühlt sie sich doch etwas unwohl, denn die Chefvisite ist bereits in vollem Gange und Schwester Lena Leiterin somit leider unabkömmlich.

Nachdem Nellys unsichere Schritte sie 'mal hierhin und 'mal dorthin gebracht haben, und sie im lebhaften Treiben auf der Station niemand so richtig zu bemerken scheint, fasst sie sich ein Herz und spricht Schwester Lena zwischen zwei Zimmern an, „... was sie denn im Moment 'mal tun könne.“ Schwester Lena Leiterin ruft eine gerade vorbeihastende Kollegin zu sich und mit den Worten: „Petra, nimm die Neue doch 'mal mit und zeig' Ihr alles, anschließend kann sie sich ja schon mal die Einarbeitungsmappe vornehmen!“ überlässt sie Nelly Ihrer neuen Kollegin und Ihrem Schicksal, um sich wieder der Visite zuzuwenden.

Nachdem Schwester Petra im Eiltempo eine Kurzführung über die Station durchgeführt hat (eine Mitarbeiterin der Röntgenabteilung wartet sichtlich ungeduldig bereits geschlagene 3 Minuten mit dem fahrbaren Röntgengerät auf dem Flur, um endlich den angeordneten „Thorax zu machen“), bekommt Nelly die Gelegenheit, sich in der Abgeschiedenheit der Teeküche die Einarbeitungsmappe der Station „schon 'mal vorzunehmen“.

Was sie dort liest, bereitet Ihr doch ein wenig Magenschmerzen; die Einarbeitungsmappe besteht aus einer mehrseitigen Liste mit Tätigkeiten die auf der Station zu erlernen sind. Weiterhin enthält sie Angaben darüber, wie viel Zeit zum Erlernen der Inhalte vorgesehen ist. Von einigen dieser Tätigkeiten hat Nelly, die gerade im vergangenen Jahr ihr Examen gemacht hat, gerade einmal eine vage Vorstellung, andere kennt sie zwar theoretisch, hat sie aber praktisch noch nie gemacht, und unter einigen Begriffen kann sich Nelly nicht einmal etwas vorstellen.

Nachdem Nelly dann noch etwas beim Lagern eines komatösen Patienten „geholfen“ hat, wird sie noch kurz der nach und nach eintreffenden Spätschicht vorgestellt und dann von Schwester Lena Leiterin („ich glaub' es reicht auch für den ersten Tag, Frühdienst beginnt bei uns um 5:40h, dann kannste morgen erst `mal mit jemandem mitlaufen und dann machen wir uns an die Mappe... . Bis morgen dann... . Tschüs“) nach Hause geschickt.

Betrübt und mit der Gewissheit, ihrer neuen Aufgabe in Form der Anforderungen der „Einarbeitungsmappe“ nie und nimmer gerecht werden zu können, verlässt Nelly Neuling die Station.

Dieses kleine Horrorszenario ist frei erfunden, aber hat es mit der Realität nichts gemein? Gibt es Einstiege in den Einarbeitungsprozess und Einarbeitungskonzepte wie oben beschrieben wirklich nur in der Phantasie?

Ich behaupte nein, dass nämlich Einarbeitung neuer Mitarbeiter in Bereichen der Intensivpflege wenn nicht gar unsystematisch und rein intuitiv, vielfach immer noch nach starren „Einarbeitungsfahrplänen“ erfolgt, die die individuellen Voraussetzungen des einzelnen Mitarbeiters, sprich den individuellen Einarbeitungsbedarf, außer acht lassen, und den einzuarbeitenden Mitarbeiter an der Planung der Einarbeitung nicht beteiligen, was jedoch meiner Ansicht nach für die Effektivität und Qualität der Einarbeitung von entscheidender Bedeutung ist. Auf eben diese Überlegungen möchte ich nachfolgend etwas näher eingehen.

3. Welches Ziel soll mit der Einarbeitung neuer Mitarbeiter erreicht werden?

Um eine Qualitätsanalyse von praktischer Einarbeitung vornehmen zu können, gilt es vorab die Frage zu klären, welches Ziel mit der Einarbeitung neuer Mitarbeiter erreicht werden soll.

Sicherlich steht außer Frage, dass die Einarbeitung neuer Mitarbeiter vorrangig das Ziel verfolgt, baldmöglichst einen qualifizierten und voll einsetzbaren Mitarbeiter zu erhalten, der schnell die Aufgaben übernehmen kann, die ihm im Mitarbeiterteam zugedacht sind. Dies ist allein schon aus betriebsökonomischer Sicht ein nur allzu verständliches Motiv, denn ein neuer Mitarbeiter kann erst dann für eine Station tatsächlich auch ökonomisch einen Nutzen bringen, wenn er nicht mehr zusätzlich zu den ohnehin benötigten Mitarbeitern eingesetzt werden muss. Andererseits gilt es, gerade auch aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus, zu berücksichtigen, dass eine Einarbeitung stattzufinden hat, die nicht allein den zeitlichen Aspekt beim Erreichen des o.g. Zieles berücksichtigt, sondern auch die Tatsache, dass Mitarbeiter nur dann nutzbringend für ein Unternehmen sprich für ein Krankenhaus sein können, wenn sie ausreichend lange ihre Aufgaben in einem Team erfüllen und nicht schon nach kurzer Zeit das Unternehmen wieder verlassen, (was zur Folge hätte, dass wieder ein neuer Mitarbeiter eingearbeitet werden muss) bzw. auf eine andere Abteilung wechseln, um dort erneut eingearbeitet werden zu müssen.

Aus diesem Grund muss Einarbeitung meiner Ansicht nach also nicht nur rein pädagogischen Aspekten genügen, sprich dem Mitarbeiter sachliche und fachliche

Kompetenz vermitteln, sondern auch psychologischen. Das bedeutet, dass man schon bei der Einarbeitung danach streben sollte, einen Mitarbeiter zu erhalten, der ins Team integriert wird und sich in ihm wohl fühlt, der weder unter- noch überfordert ist und somit keinen Grund hat, seinem neuen Arbeitsbereich all zu schnell wieder den Rücken zu kehren.

Ein weiteres, nicht minder wichtiges Ziel des Einarbeitungsprozesses gerade auf Intensivstationen besteht meiner Auffassung nach darin, Mitarbeiter zu „erhalten“, die mündig und in der Lage sind eigene Gedanken und Meinungen zu entwickeln, eigene Ziele zu formulieren, eigene Entscheidungen zu treffen und diese zu vertreten.

Habe ich eben meine Auffassung darüber zum Ausdruck gebracht, welches die Ziele der Einarbeitung neuer Mitarbeiter sind, so will ich nachfolgend eine Analyse des derzeitigen „Ist- Zustandes“ der gängigen Praxis bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter auf Intensivstationen versuchen. Als erstes soll mich hierbei die Frage beschäftigen:

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Effektive Einarbeitung neuer Mitarbeiter durch Ermitteln des individuellen Einarbeitungsbedarfs
Veranstaltung
Weiterbildung zum Praxisanleiter Pflegeberufe
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2005
Seiten
15
Katalognummer
V42666
ISBN (eBook)
9783638406574
ISBN (Buch)
9783638763189
Dateigröße
889 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einarbeitung, Mitarbeiter, Berücksichtigung, Einarbeitungsbedarfs, Weiterbildung, Praxisanleiter, Pflegeberufe
Arbeit zitieren
Torsten Eggelmann (Autor), 2005, Effektive Einarbeitung neuer Mitarbeiter durch Ermitteln des individuellen Einarbeitungsbedarfs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42666

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