eTools zur Unterstützung der internen Kommunikation in Unternehmen


Projektarbeit, 2017

23 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Leitfragen und Hypothesen
1.2 Methodik der Recherche

2 eTools in der internen Kommunikation
2.1 Aktueller Forschungsstand
2.2 Mögliche Barrieren und Probleme beim Einsatz

3 Diskussion
3.1 eTools im Einsatz
3.1.1 Beispiel: Vodafone GmbH
3.1.2 Beispiel: Singapore Airlines
3.2 Analyse und Bewertung der Leitfragen und Hypothesen
3.3 Weitere Forschungsmöglichkeiten

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Welche der folgenden Aussagen über Trends im Corporate Learning stimmen Sie eher zu?

Abbildung 2: Welche aktuellen Probleme oder Hindernisse stehen einer schnelleren Entwicklung des digitalen Lernens in Deutschland derzeit im Weg?

1 Einleitung

Die Nutzung digitaler Wegbegleiter hat in den letzten Jahren bereits in vielen Unternehmen zugenommen. Ein Anstieg der Nutzung von eTools zur Unterstützung der internen Kommunikation, wird in den nächsten Jahren weiter fortschreiten. Die vorliegende Projektarbeit soll zeigen, wie der bisherige Einsatz war, welches Potential noch aussteht und welche Barrieren es zu überwinden gilt.

Golightly erklärt in einem Artikel aus dem Jahre 1983, dass eine einfache Kommunika- tion im Unternehmen nicht ausreicht und entsprechende Systeme bzw. Programme die Effizienz steigern. Solche Programme ermöglichen eine angemessene Unternehmensin- formation für alle Führungskräfte und Mitarbeiter auf allen Ebenen des Unternehmens. Allerdings ist es ebenso wichtig, das richtige Werkzeug für sich und seine Anforderungen zu identifizieren.1

Nach Tkalac Verčič et al. wird interne Kommunikation im Jahr 2012 wie folgt definiert: „Internal communication is the aspiration (starting from the vision and proceeding to po- licy and mission statement and eventually to strategy) of achieving a systematic analysis and distribution of information at all strata simultaneously coordinated in the most effi- cient way possible.“2

Die Ergebnisse von Bruhn aus dem Jahr 2006 zum Thema „Integrierte Kommunika- tion“ verdeutlichen, wie wichtig die interne Kommunikation für Unternehmen ist. Wenn alle Mitarbeiter über interne Prozesse informiert sind, die Relevanz verstehen und den Ablauf unterstützen können, werden Probleme und Barrieren bei der Umsetzung redu- ziert.3 Die interne Kommunikation umfasst verschiedene Bereiche. Es kann sich dabei um die interne Kommunikation innerhalb eines Projektes, innerhalb einer Abteilung oder auch zwischen den Abteilungen handeln.4 Die optimale Informationsverbreitung spielt auch in der Lebensmittelindustrie eine wichtige Rolle laut Jacobsen et al. im Jahr 2014.5 Nach Omilion-Hodges et al. ist der Fokus auf externe Kommunikation bislang stark im Vordergrund gewesen. Dabei kann die interne genauso weitreichende Folgen mit sich bringen wie die externe Kommunikation. Viele Mitarbeiter werden als Botschafter ein- gesetzt und vermitteln allgemein die Identität eines Unternehmens an ihr Umfeld.6

Der Begriff eTool wird als Überbegriff in der vorliegenden Projektarbeit verwendet. Es wird davon ausgegangen, dass der Begriff eTool, ein elektronisches Werkzeug jeglicher Art darstellt.7 Laut einer Umfrage von Statista aus dem Jahre 2015 wurden Experten nach ihrer Einschätzung bzgl. Trends im Bereich Corporate Learning befragt. Dabei sehen 72 Prozent soziale Lernformen in Zukunft als unverzichtbar an. Weitere 71 Prozent sehen in videobasiertem Lernen eine dominante Rolle für den Bereich Aus- und Weiterbildung im Unternehmen.8

Im Jahre 2016 wurden drei eLearning als die kommerziell erfolgreichsten Anwendungen in den nächsten Jahren prognostiziert: Mobile Anwendungen bzw. Apps, Blended Learning und Micro-Learning.9

Die gesamten Ergebnisse als graphische Darstellung, sieht wie folgt aus:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Welche der folgenden Aussagen über Trends im Corporate Learning stimmen Sie eher zu?

Quelle: Vgl. Statista, 2015

Die Bedeutung einer guten Kommunikation innerhalb eines Unternehmens und die Zuhilfenahme entsprechender Systeme, ist bereits seit einigen Jahren wissenschaftlich diskutiert. Aufgrund des immer weiterwachsenden Angebots an möglichen Kommunikationstools, ist die Entscheidung für ein System auch keine leichte Aufgabe.

1.1 Leitfragen und Hypothesen

Anhand der folgenden Leitfragen und Hypothesen soll die Zielsetzung der vorliegenden Projektarbeit herausgestellt werden:

L1: Welche Instrumente nutzen Unternehmen für die interne Kommunikation? L2: Welche Herausforderungen stellen eTools an die Mitarbeiter dar?

Nach Beantwortung der Leitfragen, folgt die Überprüfung folgender Hypothesen: Der Einsatz von eTools in Unternehmen…

H1: … steigert die Effektivität und Effizienz der internen Kommunikation. H2: … wirkt sich positiv auf die Arbeitsprozesse aus.

H3: … wirkt sich positiv auf dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens aus.

Im Kapitel „Diskussion“ werden die Leitfragen und die Hypothesen noch mal aufgegriffen und entsprechend der gewonnenen Kenntnisse bewertet.

1.2 Methodik der Recherche

Für die Literaturrecherche wurden zuerst entsprechende Kernbegriffe des Titels sowie der Fragestellung herausgearbeitet. Mithilfe von Proximitäts-Operatoren und den identi- fizierten Kernbegriffen wurde ein Such-Algorithmus entwickelt, der sich wie folgt zu- sammensetzt: "internal communication" AND "electronical tools". Darüber hinaus wurde noch speziell nach eLearning, Corporate Social Media und ähnlichen Suchbegriffen ge- zielt gesucht. In den wissenschaftlichen Portalen Science Direct, Google Scholar, Sprin- ger Link, Web of Science und IEEE Explore wurde der Such-Algorithmus für die Litera- turrecherche verwendet. Um ebenfalls Informationen über aktuelle Statistiken miteinzu- beziehen, wurden neben der Literaturrecherche in den Portalen auch auf Statista recher- chiert. Hier ging es hauptsächlich um den Nutzen und die Entwicklung von elektroni- schen Werkzeugen.

Der Begriff eTools wird in der vorliegenden Projektarbeit als ein elektronisches Werkzeug jeglicher Art verstanden. Dabei kann es sich z. B. um eLearnings, Tutorials aber auch soziale Netzwerke handeln.10

„Social Interaction Technologies“ ist ein sehr breites Feld und umfasst unter anderem interaktives und vernetztes „Computing“, Web-basierte Zusammenarbeit, Blogs und Wi- kis. Viele Unternehmen sozialisieren ihre Aktivitäten, wie es in einem sozialen Netzwerk der Fall ist. Die Leitmotive einer sozialen Software sind schaffen, verbinden, beitragen und zusammenarbeiten. In den vergangenen Jahren zeichnet sich ein exponentielles Wachstum der Fähigkeiten elektronische Daten zu sammeln, zu verarbeiten, zu speichern, abzurufen und zu verbreiten. Diese Mensch-Computer-Interaktion wird in der Literatur auch als „Social Web“ bezeichnet. Dieses wird als Synonym für Online Communities verwendet. Eine Online-Community ist eine soziale Gruppe, die über eine internetbasierte Plattform interagiert. Das Social Web lässt sich durch drei Perspektiven definieren: tech- nisch, sozial und wirtschaftlich. Die technische Perspektive bezieht sich auf das Medium Internet oder die Plattform der Community. Die soziale Perspektive beinhaltet das Thema Bildung und die Gemeinschaftsfunktion. Die ökonomische Perspektive legt ihren Fokus auf potentielle Gewinne. Eine soziale Software verbindet mehrere Werkzeuge:

-Inhalte erstellen, verteilen und veröffentlichen

-Menschen mit ähnlichen Interessen und Ziele zusammenbringen

-Aktivitäten koordinieren, gemeinsame Projekte planen und durchführen Gemeinsame Innovationsentwicklung

-Ein gutes Beispiel für eine gemeinsame Innovationsentwicklung ist das Betriebssystem Linux.11 Eine Social Software dient der Interaktion innerhalb einer Gruppe. Seit der Einführung des iPhones 2007, sind auch mobile Netzwerke möglich. In der Praxis werden verschiede Social Interaction Tools unterschieden, wie zum Beispiel:

Foren: Online-Austausch von verschiedenen Inhalten zwischen registrierten Nutzern über ein bestimmtes Thema.

Blogs und Wikis: Blogs sammeln Inhalte, stellen diese chronologisch dar und geben Lesern die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen, wodurch sie eine Unter- haltung führen können. Wikis ermöglichen das gemeinsame Erstellen einer individu- ellen Datenbank.

Podcasts und Webcasts: Es handelt sich um Audio- und Videodateien, die über das Internet bereitgestellt werden. Ein Podcast ist in der Regel in einem MP3 Format und jederzeit abspielbar. Ein Webcast hingegen ist eine visuelle Kommunikationstechnologie, wie zum Beispiel eine Videokonferenz.12

2.1 Aktueller Forschungsstand

O’Donovan untersuchte bereits im Jahre 1998 die Auswirkungen der Informationstech- nologie auf die interne Kommunikation. Während dieser Studie kam es zu dem Ergebnis, dass zwar der persönliche Kontakt bevorzugt wird, aber die Mitarbeiter seit Einführung zum Beispiel von E-Mail-Programmen, deutlich besser informiert sind. 50 Prozent der Befragten sind darüber hinaus auch offen für weiterer System-Einführungen.13

Bereits vor dem Jahr 2008 hat die Nutzung von Social Media Netzwerken stark zugenom- men und dadurch auch der Einfluss auf die Mitarbeiter in ihrem geschäftlichen Kontext. Eine Studie aus dem Jahre 2008 untersucht die Einbindung von Social Media Netzwerken in die interne Kommunikation des Unternehmens. Mitarbeiter sollen sich nicht nur in ihrer Freizeit damit auseinandersetzen, sondern Social Media Netzwerke auch für die Kommunikation untereinander im Unternehmen verwenden. Baltatzis et al. beschreibt die die Entstehung von virtuellen Communities. Diese ermöglichen einen gegenseitigen Aus- tausch von Informationen in diversen Formen wie zum Beispiel Bilder oder Dokumente. Es hat sich inzwischen ein dynamisches Internet entwickelt, welches als Portal für Mas- senzusammenarbeit genutzt werden kann. Dadurch können Inhalte entwickelt, bewertet und verteilt werden. Seit 2007 steigt die Bereitschaft für Investitionen in Technologien seitens des Managements. Als Wissensmanagement-Tools sind gerade auch Blogs und eigene Wikis eine zentrale Plattform für Unternehmen. 14 Durch eine Studie aus dem Jahr 2007 von 200 Unternehmen, durchgeführt von der Info-Tech Research Group Inc. in Lon- don, hat sich herausgestellt, dass 46 Prozent der Unternehmen explizit den Zugang zu Social Media Netzwerken blockieren. Hingegen 49 Prozent die Mitarbeiterbenutzung die- ser Netzwerke tolerieren und 3 Prozent ihre Nutzung fördern. 15

2015 beschreibt Teófilo Social Interaction Technologies als ein weites Feld. Dazu gehören vernetzte Computer, mobile Dienste und das soziale Web. Neben den „Freundschaftsnetzwerken“ existieren noch einige andere Netzwerke aus dem Business (Xing, LinkedIn) oder im Unternehmensbereich (Yammer).16

2.2 Mögliche Barrieren und Probleme beim Einsatz

Bereits 1980 stellte Allen et al. die Bedeutung interner Kommunikation im Forschung & Entwicklungsprozess heraus. Gerade im Bereich der Forschung & Entwicklung sind die Projektleistung und die Informationsquelle ein entscheidender Faktor für ein erfolgreiches Ergebnis.17

Das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung führte 2017 eine Umfrage durch, in der 68 Experten aus Deutschland auf einer 6er-Skala nach Schulnotenprinzip bewerten sollten, wo sie die Schwierigkeiten bei der schnelleren Entwicklung des digita- len Lernens sehen. Das größte Hindernis stellt dabei die fehlende Aufgeschlossenheit der Entscheider dar und beinhaltet ein generelles Problem zwischen der vorhandenen Lern- kultur und einer zukunftsweisenden digitalen Lernkultur. Ein weiteres Hindernis sind die hohen Kosten für die Entwicklung solcher Lernangebote. Da es aktuell noch einige Defi- zite im vorhanden Lernangebot gibt, ist ein passendes Angebot zur Verfügung zu stellen mit einer entsprechenden Investition verbunden. Alle Ergebnisse der Umfrage sind der folgenden Abbildung zu entnehmen.18

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Welche aktuellen Probleme oder Hindernisse stehen einer schnelleren Entwicklung des digitalen Lernens in Deutschland derzeit im Weg?

Quelle: Vgl. Statista, 2017

[...]


1 Vgl. Golightly, H. O. (1983): S. 47.

2 Tkalac Ver č i č , A. et al. (2012): S. 225.

3 Vgl. Bruhn, M. (2006), S. 316.

4 Vgl. Allen T. J. et al. (1980), S. 3ff.

5 Vgl. Jacobsen L. F. et al. (2014), S. 106.

6 Vgl. Omilion-Hodges L. M. et al. (2014): S. 435.

7 Eigene Interpretation.

8 Vgl. Statista (2015): Trends im Corporate Learning.

9 Vgl. Statista (2016): Die kommerziell erfolgreichsten eLearnings.

10 Eigene Interpretation.

11 Vgl. Te ó filo, R. (2015): S. 17.

12 Vgl. Te ó filo, R. (2015): S. 17 ff.

13 Vgl. O ’ Donovan, T. (1998): S. 3.

14 Vgl. Baltatzis, G. et al (2008): S. 76 ff.

15 Vgl. Baltatzis, G. et al (2008): S. 77 nach (McGillicudy 2007).

16 Vgl. Te ó filo, R. (2015): S. 19 ff.

17 Vgl. Allen, T. J. et al (1980), S. 2.

18 Vgl. Statista (2017): Probleme und Hindernisse einer schnellen Entwicklung des digitalen Lernens.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
eTools zur Unterstützung der internen Kommunikation in Unternehmen
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
23
Katalognummer
V426768
ISBN (eBook)
9783668709614
ISBN (Buch)
9783668709621
Dateigröße
490 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterstützung, kommunikation, unternehmen
Arbeit zitieren
Jana Albrecht (Autor), 2017, eTools zur Unterstützung der internen Kommunikation in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426768

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