Dieses Paper thematisiert die digitale Transformation im Spannungsfeld von Familienunternehmen und einer zunehmenden Veränderung des Wettbewerbsumfelds. Es wird gezeigt, dass die spezifischen Herausforderungen von Familienunternehmen die digitale Reife und damit das Geschäftsmodell beeinflussen können. Damit gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen der digitalen Reife und der Wettbewerbsfähigkeit von Familienunternehmen, der sich durch frühe Planung des Nachfolgeprozesses und strategische Investitionen positiv auswirken kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund und Literaturüberblick
2.1 Digitalisierung und digitalisierte Geschäftsmodelle
2.1.1 Digitales Reifegradmodell
2.2 Familienunternehmen
2.2.1 Spannungsfelder
2.3 Zwischenfazit und Forschungsfrage
3 Methodik
3.1 Forschungsdesign
3.2 Selektionsprozess
3.3 Datenerhebung
3.3.1 Fallstudienforschung
3.3.2 Datenerhebung I: Tiefeninterviews
3.3.3 Datenerhebung II: Weitere Daten
3.4 Datenauswertung
3.4.1 Datenauswertung I: Tiefeninterviews
3.4.2 Datenauswertung II: Weitere Daten
3.4.3 Datenauswertung III: Digitales Reifegradmodell
4 Resultate
5 Diskussion
6 Limitationen und Implikationen
6.1 Limitationen
6.2 Implikationen für die Forschung
6.3 Implikationen für die Praxis
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Masterarbeit untersucht den Einfluss der digitalen Transformation auf Geschäftsmodelle von Familienunternehmen. Dabei wird analysiert, inwieweit spezifische familienunternehmerische Merkmale und Spannungsfelder die digitale Reife sowie die strategische Ausrichtung beeinflussen und welche Rolle dabei der Nachfolgeprozess spielt.
- Analyse des Einflusses der digitalen Transformation auf das Geschäftsmodell von Familienunternehmen.
- Entwicklung eines eigenen digitalen Reifegradmodells als Messinstrument.
- Untersuchung der Bedeutung von familiären Spannungsfeldern (Eigentum, Nachfolge, Führung) für Digitalisierungsprojekte.
- Vergleichende Fallstudienforschung in den Branchen Anlagen- und Maschinenbau sowie Handel.
- Ableitung von Implikationen für die Unternehmenspraxis und zukünftige Forschung.
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Mit der Digitalisierung wurden bahnbrechende und fundamentale Veränderungen in fast allen Industriezweigen ausgelöst (Vgl. Veit, 2014). Dieser Veränderungen betreffen den gesamten Kontext des unternehmerischen Handelns und zeigen sich besonders deutlich und zum Teil kurzfristig in drei wesentlichen Bereichen (Vgl. Riemensperger, Hagemeier, Pfannes, Wahrendorff & Feldmann, 2016; Westerman, Tannou, Bonnet, Ferraris & McAfee, 2012):
Traditionelle Märkte verändern sich, indem der stetig zunehmende, kanalübergreifende Handel den Preisdruck erhöht, während gleichzeitig die Markteintrittsbarrieren durch geringere technologische und finanzielle Hürden für Start-Ups und branchenfremde Konkurrenz den Wettbewerbs- und Innovationsdruck erhöhen (Vgl. Roland Berger, 2015; Schweer & Sahl, 2016). Kundenbedürfnisse verändern sich (Vgl. Brenner et al., 2014), indem durch zunehmend nicht-materielle und gemietete (digitale) Produkte im Sinne der „Share Economy“ das Eigentum in den Hintergrund rückt (Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie [BMWi], 2014), während Qualität, permanente Verfügbarkeit, Nachhaltigkeit und Transparenz an Bedeutung gewinnen (Vgl. Gutsche et al., 2014).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Das Kapitel führt in die grundlegenden technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen durch die Digitalisierung ein und leitet daraus die Forschungsfrage zur Relevanz für Familienunternehmen ab.
2 Theoretischer Hintergrund und Literaturüberblick: Hier werden Definitionen zu Geschäftsmodellen und digitaler Transformation dargelegt sowie ein eigenes Reifegradmodell entwickelt, welches die Grundlage für die empirische Analyse bildet.
3 Methodik: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign, den Selektionsprozess der Fallstudien sowie die Datenerhebungs- und Auswertungsmethodik mittels qualitativer Interviews und quantitativer Daten.
4 Resultate: Die Ergebnisse der vier durchgeführten Fallstudien werden detailliert dargestellt, um den spezifischen Digitalisierungsgrad der Unternehmen aufzuzeigen.
5 Diskussion: Die gewonnenen Erkenntnisse werden kritisch diskutiert, wobei insbesondere der Zusammenhang zwischen Nachfolgeregelung, Ressourcenallokation und digitaler Reife hervorgehoben wird.
6 Limitationen und Implikationen: Das Kapitel reflektiert die methodischen Grenzen der Arbeit und gibt Empfehlungen für die zukünftige Forschung sowie die praktische Unternehmensführung.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, die den direkten Zusammenhang zwischen digitaler Reife und der Wettbewerbsfähigkeit von Familienunternehmen bestätigt.
Schlüsselwörter
Digitale Transformation, Familienunternehmen, Geschäftsmodell, Wettbewerbsfähigkeit, Reifegradmodell, Unternehmensnachfolge, Fallstudienforschung, Digitalisierung, Innovationsmanagement, Strategie, Prozessmanagement, Wertschöpfung, Wissensmanagement, KMU, Industrie 4.0
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie die digitale Transformation das Geschäftsmodell von Familienunternehmen beeinflusst und welche Faktoren diesen Prozess fördern oder hemmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert auf die Schnittmenge von digitaler Transformation, Familienunternehmen, Geschäftsmodellinnovation und den spezifischen Herausforderungen der Unternehmensnachfolge.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: „Hat die digitale Transformation einen Einfluss auf das Geschäftsmodell von Familienunternehmen?“
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz in Form von fallzentrierten Fallstudien, ergänzt durch Kurzfragebögen und Dokumentenanalysen, um eine methodische Triangulation zu gewährleisten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die methodische Vorgehensweise, die Darstellung der Einzelfallstudien aus dem Anlagen- und Maschinenbau sowie dem Handel und deren anschließende Diskussion.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind neben der digitalen Transformation insbesondere die familiären Spannungsfelder, das digitale Reifegradmodell und der Einfluss der Nachfolgegeneration auf strategische Investitionsentscheidungen.
Welchen Einfluss hat die Nachfolge auf die Digitalisierung in Familienunternehmen?
Eine geplante und rechtzeitige Nachfolge, bei der die nachfolgende Generation technologische Offenheit einbringt, wirkt oft als Innovationstreiber, während ein Investitionsstau bei ungelöster Nachfolge die digitale Reife verzögern kann.
Gibt es Unterschiede in der digitalen Reife zwischen den untersuchten Branchen?
Ja, Unternehmen im Anlagen- und Maschinenbau zeigten einen deutlich höheren Grad an digitaler Transformation über alle Dimensionen hinweg als die untersuchten Handelsunternehmen.
- Arbeit zitieren
- Fabian Grupe (Autor:in), 2016, Der Einfluss der digitalen Transformation auf das Geschäftsmodell von Familienunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426849