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Zwischen Autobiographie und Roman. Gabriel García Márquez‘ "Vivir para contarla" (2002) und "Cien años de soledad" (1967) im Vergleich

Titre: Zwischen Autobiographie und Roman. Gabriel García Márquez‘ "Vivir para contarla" (2002) und "Cien años de soledad" (1967) im Vergleich

Thèse de Bachelor , 2016 , 37 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Anja Kempny (Auteur)

Romanistique - Philologie espagnole
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Diese Arbeit untersucht, inwiefern García Márquez in Form einer anekdotischen Sichtweise über sein Leben berichtet und dabei das Erzählen selbst in seiner Autobiographie in den Vordergrund rückt. Der Ausgangspunkt ist also das autobiographische Werk. Im Fokus steht darüber hinaus die Frage ob der Autor das Schreiben seiner Autobiographie nutzt, um persönliche Erlebnisse und Erfahrungen, die er bereits in seinem berühmten Roman Cien años de soledad (1967) auf fiktive Weise eingebettet hat, nun in einem „angemessenen“ und wahrhaftigen Rahmen erneut zu thematisieren. Inwieweit lässt sich das Verhältnis von Fakten und Fiktionen voneinander abgrenzen, wo liegen Differenzen und Schnittstellen zwischen Autobiographie und Roman?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Gabriel García Márquez

2. Die Autobiographie

2.1. Forschungsansätze und Theorien

2.2. Aufbau und Form

2.3. Autobiographie und Roman = ‚Autofiktion‘?

2.4. Erinnerung, Gedächtnis und Wahrheit

3. Faktuales und fiktionales Erzählen

Exkurs: Wirklichkeitserzählungen

3.1. Erzählstruktur in Vivir para contarla (2002)

3.2. Erzählstruktur in Cien años de soledad (1967)

3.3. Die Erzählperspektive

4. Analyse der Werke

4.1. Orte

4.2. Personen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Faktualität und Fiktionalität in den Werken von Gabriel García Márquez, speziell im Vergleich zwischen seiner Autobiographie "Vivir para contarla" und dem Roman "Cien años de soledad". Ziel ist es zu analysieren, wie der Autor persönliche Lebenserfahrungen in seinen Roman einbettet und inwieweit die Autobiographie literarische Mittel nutzt, um ein authentisches Abbild des Lebens zu schaffen, wodurch beide Werke als Grenzfälle zwischen den Gattungen betrachtet werden.

  • Vergleichende Analyse von autobiographischem und fiktionalem Erzählen.
  • Untersuchung der Erzählstrukturen und Erzählperspektiven in beiden Werken.
  • Analyse der narrativen Verarbeitung von Orten und Personenstrukturen.
  • Diskussion theoretischer Gattungsbegriffe wie "Autofiktion" und "autobiographischer Pakt".
  • Reflexion über die Rolle von Erinnerung, Gedächtnis und Wahrheit in der Literatur.

Auszug aus dem Buch

4.1. Orte

Cien años de soledad spielt im Dorf Macondo, dessen idyllische Erscheinung im ersten Satz des Romans verbildlicht wird. Derselben wörtlichen Ausschmückung bedient sich García Márquez auch in seiner Autobiographie, als er sein Heimatdorf Aracataca beschreibt:

Lo recordaba como era: un lugar bueno para vivir, donde se conocía todo el mundo, a la orilla de un río de aguas diáfanas que se precipitaban por un lecho de pierdas pulidas, blancas y enormes como huevos prehistóricos (García Márquez 2002: 11).

Auf diese Weise lässt sich die in Kolumbien vorherrschende Gewalt und Brutalität der Bürgerkriege nicht erkennen, da García Márquez ihr das Bild eines Paradieses entgegensetzt. An dieser Stelle wird bereits seine literarische Fähigkeit deutlich, welche die Realität auf metaphorische Weise zu verschleiern bzw. zu verschönern scheint. Auch im Roman beschreibt er möglicherweise nicht nur den fiktiven Ort Macondo, sondern würdigt auf diese Art seine Heimat Aracataca.

In Vivir para contarla erzählt García Márquez, wie er auf dem Weg in seinen Heimatort an einer Finca vorbeifährt, deren Namen er vom Zug aus lesen kann: „Finca Macondo“. Sie lag am Ufer eines Flusses namens Sevilla und war die erste Finca in der Bananenregion der Karibikküste. In ihrem Innenhof befanden sich zwei große ‚Macondos‘, Bananenbäume, die der Finca ihren Namen verliehen. An dieser Stelle liefert die Autobiographie eine Erklärung oder Rechenschaft über das literarische Werk des Autors.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Gabriel García Márquez: Diese Einleitung führt in das Leben und Werk von García Márquez ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Verhältnis von Fakten und Fiktion in seinem autobiographischen und fiktionalen Schreiben.

2. Die Autobiographie: Hier werden theoretische Grundlagen der Autobiographie-Forschung erarbeitet, inklusive des "autobiographischen Pakts" und der Abgrenzung zu anderen literarischen Gattungen.

3. Faktuales und fiktionales Erzählen: Dieses Kapitel differenziert zwischen faktualen und fiktionalen Erzählformen und analysiert die spezifischen Erzählstrukturen und Perspektiven von "Vivir para contarla" und "Cien años de soledad".

4. Analyse der Werke: Die Analyse vergleicht konkret die Darstellung von Orten und Personen in beiden Werken, um intertextuelle Bezüge und die narrativen Strategien des Autors herauszuarbeiten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass in den Werken von García Márquez Fakten und Fiktionen ineinander verschmelzen und ein hoher literarischer Wert entsteht.

Schlüsselwörter

Gabriel García Márquez, Autobiographie, Roman, Cien años de soledad, Vivir para contarla, Faktualität, Fiktionalität, Erzählstruktur, Autofiktion, Erinnerung, Narrativität, Erzählperspektive, Macondo, Literaturtheorie, Philippe Lejeune.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die autobiographischen Aufzeichnungen von Gabriel García Márquez mit seinem berühmten Roman "Cien años de soledad", um die Schnittstellen zwischen Wahrheit und Dichtung zu untersuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Gattungstheorie der Autobiographie, die erzähltheoretische Differenzierung von faktualem und fiktionalem Erzählen sowie die intertextuelle Verknüpfung von realer Biographie und fiktiver Erzählwelt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, ob und wie García Márquez eigene Erlebnisse in seine fiktionalen Werke einfließen lässt und ob die Autobiographie als "Grenzfall" zwischen Fakten und Fiktion zu bezeichnen ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf literaturwissenschaftliche Gattungstheorien, insbesondere auf Konzepte von Philippe Lejeune (autobiographischer Pakt), Gérard Genette (Erzählanalyse) und Stanzel (Erzählsituationen).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Erzählstrukturen beider Werke, untersucht die Darstellung von Orten und Personen und stellt diese in den Kontext der theoretischen Gattungsdefinitionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Narrativität, Autofiktion, Faktizität, Erinnerung und literarische Fiktion charakterisiert.

Wie definiert der Autor das Verhältnis von Leben und Erzählen?

García Márquez betont in seinem Motto, dass nicht das Erlebte an sich entscheidend ist, sondern wie man sich erinnert und wie man es erzählt.

Inwieweit spielt die "Autofiktion" eine Rolle für die Analyse?

Der Begriff der Autofiktion dient als theoretisches Hilfsmittel, um Werke zu beschreiben, in denen reale biographische Daten und fiktive Ausgestaltung so verschmelzen, dass eine klare Trennung unmöglich wird.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Erzählers in den beiden Werken?

Während "Vivir para contarla" als Ich-Erzählung eine Identität zwischen Autor und Erzähler aufweist, nutzt der Roman einen allwissenden Erzähler, der sich später als Figur innerhalb der fiktiven Welt entlarvt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Verfasserin zur Rolle der Erinnerung?

Erinnerung wird als Konstruktionsprozess verstanden, bei dem Erlebtes selektiert, ergänzt und fiktionalisiert wird, um den Erzählzwecken zu dienen.

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Résumé des informations

Titre
Zwischen Autobiographie und Roman. Gabriel García Márquez‘ "Vivir para contarla" (2002) und "Cien años de soledad" (1967) im Vergleich
Université
University of Siegen
Note
2,3
Auteur
Anja Kempny (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
37
N° de catalogue
V427232
ISBN (ebook)
9783668716537
ISBN (Livre)
9783668716544
Langue
allemand
mots-clé
Autobiographie Roman García Márquez Vivir para contarla Cien anos de soledad
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anja Kempny (Auteur), 2016, Zwischen Autobiographie und Roman. Gabriel García Márquez‘ "Vivir para contarla" (2002) und "Cien años de soledad" (1967) im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427232
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Extrait de  37  pages
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