Am Beispiel einer fiktiven Person wird nach einer Anamnese (Erfassung der allgemeinen und biometrischen Daten) sowie einer Leistungsdiagnostik der Gesundheits- und Leistungsstatus der Person ermittelt, eine Zielsetzung/Prognose abgeleitet sowie ein Ausdauertrainingsplan (Mesozyklus) erstellt und begründet.
Inhaltsverzeichnis
1 DIAGNOSE
1.1 Allgemeine und biometrische Daten
1.2 Leistungsdiagnostik/Ausdauertestung
1.3 Gesundheits- und Leistungsstatus der Person
2 ZIELSETZUNG/PROGNOSE
3 TRAININGSPLANUNG MESOZYKLUS
3.1 Grobplanung Mesozyklus
3.2 Detailplanung Mesozyklus
3.3 Begründung zum Mesozyklus
4 LITERATURRECHERCHE
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit fokussiert sich auf die Erstellung eines sportwissenschaftlich fundierten Trainingsplans für eine 36-jährige Probandin mit dem Ziel, die Grundlagenausdauer für einen Volkslauf zu verbessern, den Blutdruck präventiv zu senken und die Körperzusammensetzung zu optimieren.
- Durchführung einer biometrischen Anamnese und Leistungsdiagnostik (IPN-Test).
- Entwicklung eines 6-wöchigen Mesozyklus zur Steigerung der relativen Watt-Leistung.
- Berücksichtigung von gesundheitlichen Faktoren bei hochnormalem Blutdruck.
- Analyse relevanter wissenschaftlicher Studien zur blutdrucksenkenden Wirkung von Ausdauertraining.
- Integration verschiedener Trainingsmethoden (Dauermethoden) zur nachhaltigen Leistungsentwicklung.
Auszug aus dem Buch
1.2 Leistungsdiagnostik/Ausdauertestung
Wie bereits unter 1.1 erwähnt, soll durch Training eine Zustandsänderung bzw. ein definiertes Trainingsziel erreicht werden. Voraussetzung dafür ist eine systematische Trainingssteuerung, die sich neben den Trainingszielen und der verfügbaren Trainingszeit vor allem an der individuellen Ausdauerleistungsfähigkeit des Sportlers orientiert und diese als Basis für die konkrete Planung von Trainingsarten, -methoden, -umfängen sowie Trainings- und Belastungsintensitäten heranzieht. Unter Berücksichtigung der eingangs ermittelten Daten, erfolgt die Bestimmung von Frau X‘ aktueller Ausdauerleistungsfähigkeit (also ihrer „… aerob erreichte(n) Leistung in Watt pro Kilogramm Körpergewicht …“ (Trunz-Carlisi, 2004, S.1)) im Rahmen des IPN-Tests® (Stufen-Ausdauertest) auf dem für therapeutische Zwecke geeigneten Fahrradergometer.
Dieser lässt die ergometrische Einstellung von Sattel, Lenker und Tretkurbellänge zu, funktioniert drehzahlunabhängig und erlaubt dank geeigneter Schwungmasse ein ‚rundes‘ Treten (Rost, 2001, S.52). Der Ergometer ist programmierbar und gestattet eine Belastungsdosierung in 5-Watt-Schritten sowie eine kontinuierliche Erfassung der gefahrenen Zeit, der Trittfrequenz (höchster Wirkungsgrad bei Untrainierten: 60-80 Umdrehungen pro Minute; Rost, 2001, S.53) sowie der Herzfrequenz via Pulsmesser mit Brustableitung (Trunz-Carlisi, 2004, S.2).
Die Vorzüge des IPN-Tests® sind: a) Verzicht auf die maximale körperliche Ausbelastung, die für Frau X mit hochnormalem Blutdruck unter Umständen zu belastend wäre; b) die „… zuverlässige Identifizierung der individuellen aeroben Kapazität …“ (Trunz-Carlisi, 2004, S.1) bei submaximaler Belastung; c) „… die Zuweisung des passenden Belastungsschemas …“ (Trunz-Carlisi, 2004, S.1), also des WHO- oder H&V-/Hollmann-Venrath-Schemas; d) „… die Orientierung an einer Norm-Soll-Leistung …“ (Trunz-Carlisi, 2004, S.1) sowie e) „… die konsequente Verwertung der Ergebnisse für individuelle sportart- und trainingsspezifische Trainingsempfehlungen“ (Trunz-Carlisi, 2004, S.1).
Zusammenfassung der Kapitel
1 DIAGNOSE: Erfassung der biometrischen Daten, Anamnese und Bestimmung der aktuellen Ausdauerleistungsfähigkeit durch einen IPN-Test.
2 ZIELSETZUNG/PROGNOSE: Definition konkreter Ziele für die Leistungssteigerung, Blutdrucksenkung und Körperfettreduktion basierend auf den Diagnoseergebnissen.
3 TRAININGSPLANUNG MESOZYKLUS: Erstellung eines strukturierten 6-wöchigen Trainingsplans mit wöchentlicher Detailplanung zur Steigerung der Grundlagenausdauer.
4 LITERATURRECHERCHE: Wissenschaftliche Untersuchung der Effekte von Ausdauertraining bei arterieller Hypertonie anhand von zwei Fallstudien.
Schlüsselwörter
Trainingslehre, Gesundheitsmanagement, Grundlagenausdauer, IPN-Test, Blutdrucksenkung, Mesozyklus, Leistungsdiagnostik, Dauermethode, arterielle Hypertonie, Trainingssteuerung, Körperzusammensetzung, Leistungsfähigkeit, Belastungsdosierung, Sporttherapie, Herzfrequenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung und wissenschaftlichen Begründung eines individuellen Trainingsplans für eine 36-jährige Frau zur Verbesserung der Grundlagenausdauer und zur Prävention von Bluthochdruck.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Leistungsdiagnostik, die Trainingsplanung unter Berücksichtigung gesundheitlicher Parameter sowie die Effektivität von Sporttherapie bei leichter Hypertonie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Steigerung der relativen Watt-Soll-Leistung der Probandin um 15% innerhalb von sechs Wochen sowie die Senkung des Blutdrucks durch gezieltes aerobes Ausdauertraining.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es kommt primär die Methode des submaximalen Stufentests (IPN-Test) zur Leistungsdiagnostik zum Einsatz, ergänzt durch die Anwendung der Karvonen-Formel zur Trainingsherzfrequenzberechnung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Diagnose, die Zielsetzung, die detaillierte Mesozyklus-Planung (inklusive Trainingsmethoden wie extensiver und intensiver Dauermethode) und eine Literaturrecherche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe wie Trainingssteuerung, Grundlagenausdauer, IPN-Test, Blutdrucksenkung und Dauermethode beschreiben den Kern der Untersuchung.
Warum wurde für den Ausdauertest das WHO-Belastungsschema gewählt?
Das WHO-Schema wurde gewählt, da die Probandin moderat trainiert ist und ihr Körpergewicht unterhalb des Schwellenwerts liegt, bei dem das H&V-Schema indiziert wäre.
Welche Rolle spielen die wöchentlichen REKOM-Einheiten?
Die REKOM-Einheiten dienen der bewussten Regeneration nach intensiveren Belastungsphasen, um den Organismus bei der Anpassung zu unterstützen und Überlastungen zu vermeiden.
- Citar trabajo
- Marion Steiner (Autor), 2016, Trainingsplanung Ausdauertraining. Anamnese, Leistungsdiagnostik, Zielsetzung/Prognose, Ausdauertrainingsplan, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427340