Als dezentrale und digitale Währung ist der Bitcoin im letzten Kalenderjahr 2017 immer populärer geworden und wurde dabei zunehmend in entsprechenden Fachzeitschriften behandelt.
In dieser Arbeit werden zunächst die technischen Grundlagen und die Funktionsweise des Bitcoins erarbeitet. Dazu wird der Bitcoin von der gesetzlichen Fiat Währung abgegrenzt und generell erläutert wie der Bitcoin einzuordnen ist. Weiterhin werden die grundsätzlichen Chancen und Risiken des Bitcoins gegenübergestellt. Abschließend folgen ein Überblick über die aktuelle Situation und ein Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ursprung und Funktionsweise des Bitcoins
2.1. Geld: Definition und Funktionsweise
2.2. Welcher Währungsform kann der Bitcoin zugeordnet werden?
2.3. Dezentralisation der Blockchain
2.4. Konsensus und Mining
3. Risiken
3.1. (Pseudo-)Anonymität
3.2. Verlustrisiko
4. Chancen
4.1. Dezentralisationschance
4.2. Marktchance
5. Aktuelle Situation
6. Fazit
7. Bibliographie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die technischen Grundlagen, Funktionsweisen sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken der Kryptowährung Bitcoin, um deren ökonomische Einordnung und Relevanz im aktuellen Finanzumfeld zu bewerten.
- Technische Architektur: Blockchain-Technologie und dezentrale Datenbanken.
- Geldtheoretische Einordnung: Bitcoin im Vergleich zu Fiat-Währungen.
- Sicherheitsanalyse: Anonymität, Transaktionsschutz und Verlustrisiken.
- Marktentwicklung: Akzeptanz durch Onlinehändler und Trends wie ICOs.
- Regulierung und Zukunftsperspektiven: Staatliche Eingriffe und technologische Weiterentwicklungen.
Auszug aus dem Buch
2. Ursprung und Funktionsweise des Bitcoins
Der Ursprung des Bitcoins liegt bei dem Entwickler mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto. Im Jahr 2008, am 31. Oktober, veröffentlichte er sein Paper „Bitcoin: A Peer-to Peer Electronic Cash System“. Auf technischer Ebene basiert das Bitcoin-System darauf, dass alle Computer untereinander kommunizieren können, sprich in einem Peer-to Peer System sind. Der Vorteil dieser Verbindungen sind die Verschlüsselungen, die die Transaktionen der Nutzer schützen. Diese Transaktionen werden wiederum durch Passwörter freigegeben und dabei ist keine dritte Instanz nötig. Zum einen sind die Transaktionen damit privat und zum anderen wird keine dritte Person, z.B. ein Institut, benötigt um die Transaktion durchzuführen.
Die Transaktionen werden in der dezentralen Datenbank, „distributed ledger“, gesammelt. Bei der „distributed ledger“, einer verteilten Datenbank, arbeiten die Teilnehmer zusammen um die Gültigkeit der Daten zu stärken. Die Blockchain-Technologie vereint diese Merkmale und kann als „distributed ledger“ bezeichnet werden, andersherum ist die Bezeichnung nicht möglich. Die Datensätze, sprich Transaktionen, werden in der geschehenen Reihenfolge in der Blockchain chronologisch abgebildet und zu Blöcken zusammengefasst. Somit werden einerseits die Werte der Transaktionen und andererseits auch die Besitzverhältnisse erfasst.
Durch die „transparente, nachvollziehbare und fälschungssichere Datenbank“ sind nachträgliche Manipulationen der Transaktionen nicht möglich, da diese bereits im System verankert sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Popularität des Bitcoins im Jahr 2017 ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung zu dessen technischen Grundlagen, Chancen und Risiken.
2. Ursprung und Funktionsweise des Bitcoins: In diesem Kapitel werden die Entstehungsgeschichte, die Peer-to-Peer-Struktur, die Blockchain-Technologie sowie die Definition von Geld und die Rolle des Minings dargelegt.
3. Risiken: Hier werden Sicherheitsaspekte wie die (Pseudo-)Anonymität und das Verlustrisiko bei der Aufbewahrung oder bei Hackerangriffen detailliert untersucht.
4. Chancen: Dieses Kapitel beleuchtet das Potenzial der Dezentralisierung und die zunehmende Marktintegration des Bitcoins im Onlinehandel sowie neue Finanzierungstrends wie ICOs.
5. Aktuelle Situation: Der Abschnitt bietet einen Überblick über das tägliche Transaktionsvolumen und setzt dieses in den Kontext der aktuellen Marktentwicklung sowie regulatorischer Verbote.
6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass trotz technischer Komplexität und offener Sicherheitsfragen das Potenzial der Blockchain-Technologie über den Finanzsektor hinaus besteht und ein Verbot kontraproduktiv wäre.
7. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die für die Hausarbeit verwendete Primärliteratur, Fachartikel und Internetquellen auf.
Schlüsselwörter
Bitcoin, Kryptowährung, Blockchain, Distributed Ledger, Mining, Peer-to-Peer, Dezentralisierung, Transaktionssicherheit, Fiat-Währung, Pseudoanonymität, Finanzmarkt, Volatilität, Regulation, ICO, Wallet
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit analysiert das Bitcoin-System unter ökonomischen Gesichtspunkten, wobei der Fokus auf der technischen Funktionsweise sowie einer kritischen Abwägung von Chancen und Risiken liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen umfassen die Blockchain-Technologie, Geldtheorie, Cybersicherheit im Kontext von Kryptowährungen, Marktzulassung und die regulatorischen Herausforderungen durch staatliche Institutionen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Hausarbeit?
Ziel ist es, ein Verständnis für das komplexe Bitcoin-System zu schaffen und die Frage zu beantworten, ob Bitcoin als zukunftsfähige Währung oder lediglich als spekulatives Objekt zu betrachten ist.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung aktueller Fachartikel sowie Wirtschaftsdaten, um die theoretischen Grundlagen und die aktuelle Marktsituation zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die technische Funktionsweise, die ökonomische Einordnung, eine Risikoanalyse bezüglich Anonymität und Verlusten sowie eine Darstellung der Chancen durch Dezentralisierung und Marktintegration.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind Blockchain, Dezentralisierung, Mining, Double Spending, Fiat-Geld, Volatilität und Sicherheit.
Warum spielt das Thema Sicherheit eine so zentrale Rolle bei Bitcoin?
Die Sicherheit ist entscheidend, da das System ohne zentrale Instanz auskommt und Nutzer für die Verwaltung ihrer privaten Schlüssel selbst verantwortlich sind, was neue Angriffsflächen bietet.
Was ist das „Double Spending“-Problem?
Es bezeichnet die Problematik, dass eine digitale Währungseinheit theoretisch doppelt ausgegeben werden könnte, was beim Bitcoin durch die chronologische Verkettung von Blöcken in der Blockchain verhindert wird.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der staatlichen Regulierung?
Die Autorin stellt fest, dass staatliche Regulierungsversuche oder Verbote oft kontraproduktiv sind, da die zugrunde liegende Blockchain-Technologie Potenzial über das klassische Finanzwesen hinaus bietet.
Was sind ICOs im Kontext der Arbeit?
Initial Coin Offerings (ICOs) werden als neuer Trend zur Risikokapitalbeschaffung durch die Ausgabe eigener Token vorgestellt, wobei die rechtliche Einordnung derzeit noch als unsicher und unreguliert eingestuft wird.
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- Katharina Seitz (Autor), 2018, Bitcoin. Chancen und Risiken einer Kryptowährung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427378