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Selbst- und Fremdsozialisation durch Medien. Der Einfluss digitaler Medien auf Kinder und Jugendliche

Title: Selbst- und Fremdsozialisation durch Medien. Der Einfluss digitaler Medien auf Kinder und Jugendliche

Term Paper , 2013 , 29 Pages , Grade: 1

Autor:in: Bianca Reinisch (Author)

Sociology - Children and Youth
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Die westliche Gesellschaft des 21. Jahrhunderts beschäftigt sich vor allem mit einem: der Kommunikation. Jeder der nicht kommuniziert, wird vom kulturellen und sozialen Leben, sowie der Gesellschaft sanktioniert, ja gar ausgeschlossen, denn es existiert kein Leben, kein Aufwachsen ohne Medien. Insbesondere Kinder und Jugendliche wachsen in mediengesättigten Haushalten auf und ihre Lebenswelten werden immer mehr von der Fülle an Medien durchdrungen. Die Nutzung von digitalen Medien steigt stetig an und Kinder beschäftigen sich heutzutage lieber mit dem Fernseher anstatt Bücher zu lesen.

In dieser Arbeit beziehen wir uns auf die drei Leitmedien der Kinder und Jugendlichen: dem Fernseher, gefolgt vom Handy, welches besonders bei den Mädchen beliebt ist und dem Computer samt Internet, welchen die Jungen bevorzugen.

In den ersten Schritten dieser Ausarbeitung, befassen wir uns theoretisch mit den Begriffen der Selbst- und Fremdsozialisation und versuchen, sie zu definieren. Darauf folgt die kritische Auseinandersetzung verschiedener Sozialisationsforscher, da keine Einigung über eine feste Definition der oben genannten Begriffe herrscht. Es folgen die Chancen und Risiken der drei Leitmedien in der Mediensozialisation für den Sozialisanten, bevor wir zum Schluss einen Ausblick in Bezug auf Fremd- und Selbstsozialisation, sowohl auf der individuellen wie auch institutionellen Ebene durch Förderprogramme darstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Sozialisation durch Medien

1.1 Mediennutzung als Selbstsozialisation

1.2 Mediennutzung als Fremdsozialisation

1.3 Kritik an den Definitionen

1.4 Anwendung auf die Social Network Plattform „Facebook“

2 Chancen und Risiken der drei Leitmedien

2.1 Handy

2.2 Fernsehen

2.3 Internet/Computer

3 Fazit

4 Ausblick für den schulischen Kontext

4.1 individuelle und institutionelle Förderprogramme

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die mediale Sozialisation von Kindern und Jugendlichen, wobei der Fokus auf dem Zusammenspiel von Selbst- und Fremdsozialisation in einer zunehmend mediatisierten Gesellschaft liegt. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Heranwachsende Medien als Lernfelder für ihre Identitätsentwicklung nutzen und wie pädagogische Instanzen dabei unterstützen können, Risiken zu minimieren und Chancen zu fördern.

  • Bedeutung von Selbst- und Fremdsozialisation in medialen Kontexten.
  • Analyse der drei Leitmedien Handy, Fernsehen und Computer/Internet.
  • Wechselwirkung zwischen Mediennutzung und Identitätsbildungsprozessen.
  • Rolle des schulischen Kontexts und medienpädagogischer Förderprogramme.
  • Konstruktive Balance zwischen Alpha- und Beta-Welt zur Stärkung der Medienkompetenz.

Auszug aus dem Buch

1.1 Mediennutzung als Selbstsozialisation

Wie bereits angesprochen, stellt die Selbstsozialisation einen Teilbereich in der medialen Sozialisation Heranwachsender und somit auch der Medienpädagogik dar. Süss (2007) versteht unter der medialen Selbstsozialisation, dass Heranwachsende „die Wahl von Medien und Medieninhalten selbst steuern, über die Medienzeiten und Medienorte in relativer Autonomie entscheiden und die Bedeutung der Medien in Rezeptionsprozessen eigenständig konstruieren“ (S.110).

Die freie Wahl von Medien und Medieninhalten wird in unserer Gesellschaft durch die ausgeprägte Medienausstattung in den Haushalten und anderen Lebensräumen von Heranwachsenden begünstigt. In immer mehr Haushalten sind Medien wie Fernseher, Computer samt Internet sowie Radio und Handy in vielfältiger Art vorhanden als auch der Zugang zu diesen immer mehr freigestellt ist (vgl. ebd., passim Süss 2007: 120f). So sind beispielsweise im Lebensraum Kinderzimmer immer öfter Medien wie Fernsehen oder Computer mit Internetanschluss vorhanden. Es ist zu einem Raum geworden, in dem Kinder und Jugendliche selbst über die Medien und Medieninhalte, aber auch über die Medienzeiten bestimmen dürfen und dies auch nutzen (vgl. ebd.). Somit fungieren die Medien auch immer häufiger als Zeitgeber für Heranwachsende, mit denen sie ihren Tag aktiv strukturieren (vgl. Süss 2007: 11). Der Tag wird beispielsweise so gestaltet, dass man rechtzeitig zur Lieblingsserie zu Hause ist oder das Zubettgehen erst nach dem Sendeschluss des bevorzugten Fernsehfilms in Betracht kommt. Allerdings sind die Heranwachsenden nicht mehr gezwungen, sich nach den festgelegten Ausstrahlungszeiten eines Medienangebots zu richten, da die Möglichkeit besteht, viele Medienangebote wie Fernsehserien im Internet zur gewünschten Zeit als Wiederholung anzuschauen. Und da internetfähige Mobiltelefone immer mehr Verbreitung finden, sind die Heranwachsenden auch nicht mehr auf einen festgelegten Mediennutzungsort wie dem Kinderzimmer oder dem Wohnzimmer angewiesen, sondern können auch von anderen Orten aus auf diese Medien zurückgreifen. Somit fungiert oft nur noch der Kostenfaktor eines Mediums als Kontrollinstanz für das Mediennutzungsverhalten (vgl. Süss 2007: 111).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Relevanz der Kommunikation in der modernen Gesellschaft und Darstellung der drei Leitmedien von Kindern und Jugendlichen.

1 Sozialisation durch Medien: Erörterung der theoretischen Grundlagen von Selbst- und Fremdsozialisation sowie deren Bedeutung für die Identitätsbildung.

1.1 Mediennutzung als Selbstsozialisation: Analyse, wie Heranwachsende durch die freie Wahl und Nutzung von Medien ihre Autonomie und Identität eigenständig konstruieren.

1.2 Mediennutzung als Fremdsozialisation: Beschreibung des Einflusses von Personen und Institutionen, die versuchen, Mediennutzung auf fremdbestimmte Ziele hin zu lenken.

1.3 Kritik an den Definitionen: Auseinandersetzung mit der Uneinigkeit in der Sozialisationsforschung bezüglich der Abgrenzung und begrifflichen Fassung von Selbst- und Fremdsozialisation.

1.4 Anwendung auf die Social Network Plattform „Facebook“: Exemplarische Anwendung der erarbeiteten Theorie auf die Funktionsweisen und Nutzungsbedingungen von sozialen Netzwerken.

2 Chancen und Risiken der drei Leitmedien: Darstellung der Einflussnahme von Fernsehen, Handy und Internet auf die kindliche Entwicklung und Identitätsfindung.

2.1 Handy: Untersuchung der Chancen und Risiken des Handys hinsichtlich Flexibilität, ständiger Erreichbarkeit und sozialer Anforderungen.

2.2 Fernsehen: Analyse der Rolle des Fernsehens als Leitmedium und dessen Auswirkungen auf die Persönlichkeitsbildung und Kommunikation innerhalb der Peergroup.

2.3 Internet/Computer: Erläuterung der Potenziale und Gefahren des Internets, insbesondere im Hinblick auf Informationsflut, Suchtgefahr und Selbstausdruck.

3 Fazit: Zusammenführung der Erkenntnisse und Betonung der Notwendigkeit einer Balance zwischen Alpha- und Beta-Welt für eine gelungene Mediensozialisation.

4 Ausblick für den schulischen Kontext: Diskussion über die Verantwortung der Schule bei der Integration von Medienkompetenz in den Lehrplan.

4.1 individuelle und institutionelle Förderprogramme: Vorstellung praktischer Projekte und Ansätze zur Förderung der Internetkompetenz bei Kindern und Eltern.

Schlüsselwörter

Mediensozialisation, Selbstsozialisation, Fremdsozialisation, Medienkompetenz, Leitmedien, Handy, Fernsehen, Internet, Identitätsbildung, Peergroup, Medienpädagogik, Sozialisationsinstanz, Alpha-Welt, Beta-Welt, Förderprogramme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die mediale Sozialisation von Kindern und Jugendlichen unter dem Einfluss der drei zentralen Leitmedien: Handy, Fernsehen und Computer/Internet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen Selbst- und Fremdsozialisation, die Identitätsentwicklung im digitalen Zeitalter sowie pädagogische Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Jugendliche Medien nutzen, welche Chancen und Risiken damit verbunden sind und wie eine ausgewogene Balance für eine gesunde Identitätsbildung erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die durch die Analyse mediensozialisationstheoretischer Ansätze und aktueller Studien (wie der KIM-Studie) begründet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition von Sozialisationsformen, eine detaillierte Analyse der drei Leitmedien sowie eine Diskussion über schulische Kontexte und Förderprogramme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mediensozialisation, Medienkompetenz, Identitätsbildung sowie das Modell der Alpha- und Beta-Welt nach Millner.

Inwiefern beeinflusst das Modell von Millner die Schlussfolgerung?

Das Modell der Alpha- und Beta-Welt dient dazu, die Notwendigkeit einer Balance zwischen unmittelbarer Primärerfahrung und medialer Sekundärerfahrung als Grundlage für ein positives Mediennutzungsverhalten zu belegen.

Warum wird Facebook als spezifisches Fallbeispiel gewählt?

Facebook dient als praktisches Beispiel, um zu verdeutlichen, wie standardisierte technische Vorgaben (Fremdsozialisation) auf individuelle Nutzungsentscheidungen (Selbstsozialisation) treffen.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Schule bei der Medienerziehung?

Der Autor konstatiert einen großen Nachholbedarf und fordert, dass Medienpädagogik verpflichtend in die Lehrerausbildung integriert wird, um Schülern einen reflexiven Medienumgang zu ermöglichen.

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Details

Title
Selbst- und Fremdsozialisation durch Medien. Der Einfluss digitaler Medien auf Kinder und Jugendliche
College
Bielefeld University  (Fakultät für Soziologie)
Course
Sozialisation und Medien
Grade
1
Author
Bianca Reinisch (Author)
Publication Year
2013
Pages
29
Catalog Number
V427414
ISBN (eBook)
9783668715684
ISBN (Book)
9783668715691
Language
German
Tags
Medien Sozialisation Kinder Jugendliche Lebenswelten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bianca Reinisch (Author), 2013, Selbst- und Fremdsozialisation durch Medien. Der Einfluss digitaler Medien auf Kinder und Jugendliche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427414
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