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Aggression und ihre Ausdrucksformen

Title: Aggression und ihre Ausdrucksformen

Textbook , 2017 , 24 Pages

Autor:in: Torsten Ulff (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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Summary Excerpt Details

Einblick in ein Phänomen, genannt: „Aggression“

Einleitung

„Aggression“ , was ist das eigentlich? Was weiß ich darüber? Was davon darf sein, was nicht? Wo und wie lebt „Aggression“ in meinem Leben? Was bewirkt sie? Wie drückt sie sich aus? Was ist meine Vorstellung davon, gegeben durch meine Lebenserlebnisse? - außerhalb von bekannten Theorien und Ansichtsweisen aus Soziologie und Psychologie. Ich habe mir das alles näher angesehen. Aus mehreren Blickwinkeln. Oft kommen uns zu diesem Thema direkt die extremen Einseitigkeiten in den Kopf. Somit auch die damit verbundenen Rollen: „Opfer“ und „Täter“. Denken Menschen an Aggression, verbinden sie es oft direkt mit etwas Gewaltsamen. Etwas, was in sehr roher Form an uns herantritt. Grenzen überschreitet, oder gar Themen liefert, mit denen wir einfach nichts zu tun haben wollen. Krieg, körperliche Gewalt, Grenzüberschreitungen. Was mir dabei aufgefallen ist, unabhängig von mannigfaltiger Facettierung innerhalb des Themenspektrums, dass oft etwas fehlte, wenn diese Thematik, oder aggressive Verhaltensweisen zur Sprache kamen. Die eigene Positionierung zu dem Thema „Aggression“ und „persönliche Grenzüberschreitungen“ scheinen nicht so einfach. Die Meinung, Aggression sei etwas, dass sich nur in „extremer“ Art zeige, veränderte sich bei mir. Durch die eigene Beobachtung und Recherche eröffnete sich ein anderes, vielfältigeres Spektrum. Und ein Sinnvolles. Denn nur, was ich wahrnehme, kann ich erkennen und verstehen. Und aus dem Verständnis heraus fällt dann Entwicklung wesentlich leichter.

Weitere Bücher des Autors erschienen im Grin – Verlag:

„Welche Möglichkeiten bietet die Arbeit an der eigenen Biografie?“

Torsten Ulff

Executive Coaching I Private

www.torstenulff.de

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kapitel - Was ist Aggression?

1.1 Aggression im geschichtlichen Kontext

1.2 Begriffsdarstellung und Klärung

1.3 Wie ist Aggression in uns angelegt ?

1.4 Grundrichtungen der Aggressionen

1.5 Aggressionstheorien

2. Kapitel - Aggression als Teil der Entwicklung zum autonomen Ich

2.1 Formen / Aggression als Suche nach Grenze

2.2 Wiederherstellung verletzter Grenzen

2.3 Spannungsabbau

2.4 Chronische Aggressivität

2.5 Kalte Aggression

3. Kapitel - Wissenswertes im pädagogischen Kontext

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Aggression, um dessen Funktionen und Ausdrucksformen jenseits rein destruktiver Rollenbilder zu verstehen. Das primäre Ziel ist es, Aggression als potenziell gesunden Mechanismus zur Grenzbehauptung und Selbstfindung im pädagogischen sowie zwischenmenschlichen Kontext zu beleuchten und Strategien für einen kompetenten Umgang damit aufzuzeigen.

  • Psychologische und soziologische Grundlagen der Aggressionsforschung
  • Differenzierung zwischen natürlicher Selbstbehauptung und destruktiver Gewalt
  • Die Rolle der Aggression in der kindlichen Ich-Entwicklung
  • Analyse spezieller Verhaltensphänomene wie Trotz, Gummierziehung und kalte Aggression
  • Pädagogische Empfehlungen für den Umgang mit Aggression im Erziehungsalltag

Auszug aus dem Buch

2.5 Kalte Aggression

Nun kommen wir zu einer Form, die vollkommen anders ist, als die Formen, die bisher beschrieben wurden. Wir betreten jetzt den Bereich der Aggression, die situativ grundlos in Erscheinung tritt. Wahrscheinlich wurde jeder durch Fälle in den Medien schon mit dieser Erscheinungsform konfrontiert. In der Psychologie und Soziologie nennt man diese Art von Aggressionsausdruck „Intrinsisch“. Das bedeutet „von innen kommend“. Die Bezeichnung „Kalte Aggression“ beruht auf der Beobachtung, dass bei diesem Aggressionsausdruck keine Gefühlswallung vorausgeht. Die psychiatrische Abteilung der Uniklinik in Ulm verbindet mit dieser Verhaltensart in der psychologischen Struktur folgende Eigenschaften: Mangelnde Affektregulation, Bindungsschwäche, Empathiedefizit, fehlende Gewissensbildung und Attributionsfehler ( die Tendenz von Beobachtern, Personen als Ursache für ihre Handlungen zu sehen ) .

„Eine Gruppe von Jugendlichen, zwischen 16 und 18 Jahre alt, streift mit einer Stimmung aus Langeweile und Aufgedrehtheit durch eine Stadt. Gezielt und amüsiert werfen sie leere Bierdosen oder Zigarettenschachteln auf parkende Autos oder Häuserwände. In der Fußgängerzone sitzt ein Bettler mit verkrüppeltem Fuß auf dem Boden. Er ist angetrunken. Die Gruppe sieht ihn, und geht grinsend und sich über ihn amüsierend auf ihn zu. Freundlich, auf Grund der Bierdosen in ihren Händen verwandte Seelen vermutend, schaut er zu ihnen auf, strafft sich etwas. Er murmelt zu sich, dass es Zeit sei zu gehen. Die Jugendlichen entgegnen, dass er nicht mehr weit kommen würde. Dann geschieht zunächst nichts weiter. Der Bettler sucht seinen Schuh, und versucht sich umständlich aufzurichten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor stellt die persönlichen Beweggründe für die Auseinandersetzung mit Aggression dar und hinterfragt gängige einseitige Sichtweisen.

1. Kapitel - Was ist Aggression?: Es werden geschichtliche Kontexte, theoretische Definitionen und verschiedene psychologische Ansätze wie Triebtheorien und Lernmodelle erläutert.

2. Kapitel - Aggression als Teil der Entwicklung zum autonomen Ich: Dieses Kapitel beleuchtet Aggression als notwendigen Bestandteil der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung und diskutiert Phänomene wie Trotz sowie Grenzverletzungen.

3. Kapitel - Wissenswertes im pädagogischen Kontext: Hier werden praktische Empfehlungen für Erziehende gegeben, um den konstruktiven Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen zu fördern.

Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Aggression als gesunder Mechanismus zur Wahrung der eigenen Würde dienen kann, sofern sie nicht in destruktive Bahnen gerät.

Schlüsselwörter

Aggression, Aggressivität, Gewalt, Grenzbehauptung, Ich-Entwicklung, Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Trotz, Gummierziehung, kalte Aggression, Affekt, Selbstbehauptung, Grenzverletzung, Entwicklungspsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen „Aggression“ als vielschichtigen Prozess und beleuchtet es abseits der bloßen Assoziation mit Gewalt als wesentliches Element menschlicher Entwicklung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Neben psychologischen Theorien werden besonders der pädagogische Kontext, die Entwicklung des autonomen „Ich“ sowie die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Aggressionsausdruck behandelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Aggression als natürliche Kraft zur Grenzbehauptung zu verstehen und pädagogisch Verantwortlichen einen reflektierten Umgang mit diesem Phänomen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturrecherche psychologischer und soziologischer Standardwerke sowie auf Beobachtungen aus seinem beruflichen Kontext als Coach und Lehrer.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Aggression, ihre Funktion bei der Identitätsbildung und diskutiert konkrete Formen wie Trotz, Nachahmung und „kalte Aggression“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Aggression, Grenzbehauptung, pädagogischer Kontext, Identitätsentwicklung und Selbstbehauptung.

Was versteht der Autor unter dem Begriff „Gummierziehung“?

Dies bezeichnet eine inkonsequente Erziehung, bei der mangelnde Grenzsetzung zu Verhaltensauffälligkeiten führt, da das Kind kein stabiles „Ich“ entwickeln kann.

Wie unterscheidet sich die „kalte Aggression“ von anderen Formen?

Im Gegensatz zu affektgesteuerten Handlungen tritt die kalte Aggression grundlos und ohne emotionale Wallung auf; sie zeichnet sich durch Empathielosigkeit und gezielte Opferauswahl aus.

Warum spielt die Grenzbehauptung eine so wichtige Rolle?

Der Autor sieht in der Fähigkeit, Grenzen zu setzen und zu schützen, eine elementare Voraussetzung für Selbstachtung, Würde und ein gesundes Selbstbewusstsein.

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Details

Title
Aggression und ihre Ausdrucksformen
Author
Torsten Ulff (Author)
Publication Year
2017
Pages
24
Catalog Number
V427423
ISBN (eBook)
9783668722774
ISBN (Book)
9783668722781
Language
German
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torsten Ulff (Author), 2017, Aggression und ihre Ausdrucksformen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427423
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