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Welche Rolle spielen die Eltern bei Anorexia nervosa?

Title: Welche Rolle spielen die Eltern bei Anorexia nervosa?

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Giulia Alí (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Immer mehr Jugendliche leiden heutzutage an Essstörungen, besonders junge Frauen und Mädchen. Anorexia nervosa kann durch verschiedene Ursachen entstehen, meistens wird sie durch Autonomie- und Anpassungsanforderungen an die Betroffenen bewirkt. Besonders interessant erscheint das Verhältnis zwischen den Eltern und dem Kind, wobei sich die Frage stellen kann, ob sie als Ursache der Erkrankung betrachten werden können. Die sich daraus entwickelnden Fragen, sind überaus wichtig bei einem anorektischen Mädchen, in dessen Leben die Familie und besonders die Eltern eine sehr wichtige Rolle spielen und ihre elterliche Beziehung zum Kind sich als elementar für eine psychische Stabilität erweist. Im Verlaufe dieser Arbeit konzentrieren wir uns auf die Essstörung Anorexia nervosa, um herauszufinden, ob und wie sehr die Eltern die Betroffene beeinflussen und versuchen ihre Störung unter Kontrolle zu bringen. Helfen die Eltern den anorektischen Kindern, oder sind diese der eigentlichen Ursprung der Störung?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erscheinungsbild von Anorexia nervosa

2.1 Geschlechtsspezifische Aspekte

2.2 Symptome

2.3 Auswirkungen und Folgen

3. Psychodynamik

3.1 Familien-Beziehung

3.2 Mutter-Kind Beziehung

3.3 Vater-Kind Beziehung

4. Therapie

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle der Eltern bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Anorexia nervosa bei Jugendlichen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie elterliche Einflüsse sowie familiäre Dynamiken zur psychischen Stabilität oder Instabilität der erkrankten Kinder beitragen.

  • Psychodynamische Entstehungsfaktoren der Anorexia nervosa
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Erkrankung
  • Einfluss der Mutter-Kind-Beziehung auf Körperbild und Identität
  • Die Bedeutung der Vater-Kind-Beziehung und ödipale Aspekte
  • Therapeutische Ansätze unter Einbeziehung des familiären Umfelds

Auszug aus dem Buch

3.2. Mutter-Kind Beziehung

In der Familienbeziehung spielt die Mutter natürlich eine sehr wichtige Rolle im Leben ihres Kindes und lenkt demnach deren Verlauf. Die Abgrenzung zur Mutter ist besonders schwierig und wird im selbst aufgebaut. Anstatt den eigenen Körper zu ernähren, füttert es die Mutter durch kalorienreiche Mahlzeiten. Nach Hirsch (1989) sehen Anorexie Erkrankte ihren Körper als gut an wenn sie Untergewicht haben und dieser somit nicht dem „bösen“ Mutter ähnlichen Körper, also dem schlechten Objekt ähnelt. Der Körper, sowie die Nahrung, werden zu Mutter-Objekten und können somit verändert werden, sodass die Selbst-Objekt Grenzen scheinbar erhalten bleiben. Anorexie soll ein Versuch sein, die Trennungs- und Verschmelzungsängste in der Pubertät zu beherrschen.

„Die Betonung der Störung der frühen Mutterbeziehung lässt außer acht, dass in der Adoleszenzkrise nicht nur die Übernahme weiblicher Identität als Entwicklungsaufgabe ansteht, sondern auch die Integration der Sexualität.“ (Heinemann 2012, S.225) Der Körper eines jungen Mädchens verändert sich in der Adoleszenz, dieser wird als zu schwer und unerträglich erwachsen, weiblich und sexuell angesehen. Um diesen Vorgang zu stoppen verringern sie die Nahrungsaufnahme. Der bis dahin vertraute Körper, der bedrohlich weiblich wird, wird nun laut Selvini-Palazzoli (1978) als Fremdkörper angesehen, welcher die negativen Aspekte der weiblichen Mutter verkörpert, somit wird der weibliche Körper der „Inbegriff alles Bösen“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Anorexia nervosa ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Rolle der Eltern für die erkrankten Jugendlichen.

2. Erscheinungsbild von Anorexia nervosa: Das Kapitel erläutert die Symptome, den Verlauf sowie die biologischen und psychologischen Merkmale der Erkrankung in der Pubertät.

2.1 Geschlechtsspezifische Aspekte: Hier werden Unterschiede im Auftreten der Erkrankung sowie spezifische Anzeichen bei männlichen und weiblichen Patienten verglichen.

2.2 Symptome: Dieses Kapitel beschreibt diagnostische Kriterien nach ICD-10 und DSM-V, insbesondere den selbst herbeigeführten Gewichtsverlust.

2.3 Auswirkungen und Folgen: Die körperlichen und psychischen Konsequenzen der Mangelernährung sowie die Auswirkungen auf das soziale Leben werden hier detailliert dargestellt.

3. Psychodynamik: Es werden die psychologischen Hintergründe der Magersucht beleuchtet, insbesondere die Schwierigkeit der Patienten, ihre eigene Identität und Selbstwertkontrolle zu behaupten.

3.1 Familien-Beziehung: Dieses Kapitel untersucht, wie sich familiäre Strukturen und das elterliche Verhalten auf den Krankheitsverlauf auswirken.

3.2 Mutter-Kind Beziehung: Hier wird analysiert, wie der anorektische Körper als Mutter-Objekt fungiert und welche Rolle Trennungsängste dabei spielen.

3.3 Vater-Kind Beziehung: Dieses Kapitel beleuchtet die oft unterschätzte Rolle des Vaters und die Bedeutung ödipaler Konflikte bei anorektischen Töchtern.

4. Therapie: Die verschiedenen Behandlungsansätze, von stationärer bis ambulanter Psychotherapie, werden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit diskutiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der elterlichen Rolle zusammen und betont die Notwendigkeit der Familientherapie bei der Heilung von Anorexie.

Schlüsselwörter

Anorexia nervosa, Essstörung, Magersucht, Pubertät, Mutter-Kind-Beziehung, Vater-Kind-Beziehung, Familientherapie, Psychodynamik, Körperbild, Adoleszenz, Identität, Gewichtsphobie, Objektbeziehung, Autonomie, Selbstkontrolle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychodynamischen Perspektive auf Anorexia nervosa bei Jugendlichen und untersucht insbesondere, welche Rolle die Eltern bei der Entstehung und dem Verlauf der Erkrankung spielen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen das klinische Erscheinungsbild der Anorexie, psychodynamische Erklärungsmodelle, familiäre Beziehungsstrukturen sowie therapeutische Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist es zu klären, inwieweit Eltern die betroffenen Kinder beeinflussen und ob ihr Verhalten als Ursprung der Essstörung angesehen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse psychodynamischer Konzepte sowie auf die Auswertung klinischer Fallbeschreibungen und bestehender Forschungsergebnisse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Erscheinungsbildes, eine psychodynamische Analyse der Familienbeziehungen – unterteilt in Mutter- und Vaterrolle – sowie einen Überblick über therapeutische Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Anorexia nervosa, Familienbeziehungen, Psychodynamik, Adoleszenz, Identitätsfindung und Familientherapie.

Warum wird der Körper bei Anorexie laut Autor oft als "Mutter-Objekt" bezeichnet?

Der Autor erläutert, dass Erkrankte den Körper durch Untergewicht manipulieren, um sich vom "bösen" Mutter-Objekt abzugrenzen und ein Gefühl von Autonomie gegenüber dem elterlichen Einfluss zu gewinnen.

Welche besondere Bedeutung kommt dem Vater laut der Analyse zu?

Der Vater spielt eine zentrale Rolle bei der Dynamik der Magersucht, da anorektische Töchter häufig ödipale Konflikte erleben und versuchen, durch die Rolle des "Vaters-Sohns" eine enge Bindung zu sichern.

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Details

Title
Welche Rolle spielen die Eltern bei Anorexia nervosa?
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,7
Author
Giulia Alí (Author)
Publication Year
2017
Pages
13
Catalog Number
V427751
ISBN (eBook)
9783668720619
ISBN (Book)
9783668720626
Language
German
Tags
Magersucht Anorexie nervosa Essstörung Eltern Sonderpädagogik Psychoanalystisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Giulia Alí (Author), 2017, Welche Rolle spielen die Eltern bei Anorexia nervosa?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427751
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