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Krisenfestigkeit Hamburger Unternehmen

Title: Krisenfestigkeit Hamburger Unternehmen

Term Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Markus Massar (Author), Katrin Blume (Author)

Business economics - Operations Research
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In der wirtschaftswissenschaftlichen Fachliteratur zur Analyse und Überwindung von Unternehmenskrisen finden sich zahlreiche Definitionen zum Begriff "Krise". Das Verständnis des Krisenbegriffs von Böckenförde (1996: 16) gibt eine einfache und allgemeine Definition, die andere Autoren teilen: "Grundsätzlich hat man es bei einer Unternehmenskrise – gemäß der Krisendefinition im Sinne dieser Arbeit – mit einer nachhaltigen existentiellen Bedrohung des gesamten Unternehmens zu tun. Diese ist ungeplant, ungewollt und kann sehr unterschiedliche Züge aufweisen. Die Art des bedrohten existentiellen Zieles und das Ausmaß der Bedrohung bestimmen den Schweregrad der Krise." Es werden verschiedene Merkmale zur Abgrenzung und Klassifikation von Krisen verwendet, unter anderem die Gefährdung des strategischen Unternehmenspotenzials, die Verfehlung erfolgswirtschaftlicher Ziele und die Unfähigkeit anstehenden Zahlungsverpflichtungen betrags- und fristgemäß nachzukommen (Böckenförde 1996: 18; Schwarzecker und Spandl 1996: 13). Eine weitere Möglichkeit für die Einteilung von Krisen ist die Betrachtung, ob Krisen von außen (exogene) oder von innen (endogene) verursacht sind. Als eine exogene Krisenursache wird die Verschlechterung von konjunkturellen Bedingungen genannt, die unter anderem mit weiteren Symptomen wie Verschlechterung der Zahlungsmoral von Kunden, Verteuerung von Kreditzinsen und Verschlechterung der Wechselkurse auftritt. Als endogene Ursache von Unternehmenskrisen wird eine zu geringe Ausstattung mit Eigenkapital angeführt. Weitere endogene Faktoren, wie die Qualität des Managements u.a., sind nicht Inhalt dieser Arbeit. (Böckenförde 1996: 27-36; vgl. Schwarzecker und Spandl 1996: 12)
Zur besseren Vergleichbarkeit der Unternehmen wurden Unternehmen aus der SPSS-Datenbank (Hörnstein und Kreth 2003) zur näheren Untersuchung ausgewählt, die seit 1990 regelmäßig Jahresabschlüsse veröffentlichen. Das Vorhandensein der Jahresabschlüsse lässt den Schluss zu, dass alle Unternehmen die aufgetretenen Krisen gemeistert oder zumindest vorläufig überwunden haben. Durch die Untersuchung sollen die folgenden Fragen beantwortet werden:
1. In welchen Jahren sind anhand von Konjunkturindikatoren Krisen erkennbar?
2. Welchen Einfluss haben gewisse Konstellationen von Gewinnabführungsverträgen und der Kapitalstruktur innerhalb von Branchen auf die Kennzahlen Cashflow und Verschuldung im Verlauf von festgestellten konjunkturellen Krisen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 UNTERSUCHUNG VON KRISEN

2 ANALYSE DER VERSCHIEDENEN MERKMALE

2.1 DER KONJUNKTURZYKLUS IM ZEITRAUM VON 1992 BIS 2000

2.2 UNIVARIATE DESKRIPTIVE UNTERSUCHUNGEN

2.2.1 Betrachtung der Branchen

2.2.2 Betrachtung der Beschäftigten

2.2.3 Betrachtung der Eigenkapitalquote

2.3 UNTERSUCHUNG DER BRANCHEN "INDUSTRIE" UND "HANDEL"

2.3.1 Detailuntersuchung der Eigenkapitalquote

2.3.2 Detailuntersuchung des Cashflow

2.3.3 Detailuntersuchung des Schuldentilgungspotenzials

2.3.4 Zusammenhänge Eigenkapitalquote und Schuldentilgungspotenzial

3 SCHLUSSFOLGERUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Krisenfestigkeit Hamburger Unternehmen im Zeitraum von 1992 bis 2000, indem sie wirtschaftliche Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Cashflow und Schuldentilgungspotenzial analysiert, um den Einfluss von Branchenzugehörigkeit und Gewinnabführungsverträgen auf die Unternehmensstabilität in konjunkturellen Krisenphasen zu identifizieren.

  • Analyse konjunktureller Auswirkungen mittels BIP und Arbeitslosenquote
  • Einfluss von Gewinnabführungsverträgen auf die Kapitalstruktur
  • Vergleichende Untersuchung der Branchen "Industrie" und "Handel"
  • Methodische Auswertung mittels univariater und bivariater deskriptiver Statistik
  • Ableitung von Schlussfolgerungen zur krisenresistenten Unternehmensführung

Auszug aus dem Buch

2.3.3 Detailuntersuchung des Schuldentilgungspotenzials

Das Schuldentilgungspotenzial (STP) ist eine Verhältniszahl in Prozent, die sich aus dem Cashflow im Zähler und dem durchschnittlichen Fremdkapital zusammensetzt. Es "[...] gibt an um wie viel Prozent das Fremdkapital in einem Jahr aus eigener innerer Kraft des Unternehmens bei ausschließlicher Verwendung des Cashflow getilgt werden könnte. Je höher das STP ist, desto unabhängiger ist das Unternehmen von Fremdkapitalgebern." (Hörnstein et al 2002: 50-51).

Das STP steigt an, wenn folgende Veränderungen eintreten: Bei verhältnismäßig konstantem Cashflow verringert sich das durchschnittliche Fremdkapital oder bei verhältnismäßig konstantem durchschnittlichem Fremdkapital erhöht sich der Cashflow oder der Cashflow erhöht sich während das durchschnittliche Fremdkapital sinkt. Im letzten Fall ist der Effekt der Erhöhung wesentlich höher als bei Veränderung nur einer der beiden Variablen. Das STP sinkt, falls bei verhältnismäßig konstantem Cashflow das durchschnittliche Fremdkapital steigt oder bei verhältnismäßig konstantem durchschnittlichen Fremdkapital der Cashflow sinkt oder bei fallendem Cashflow das durchschnittliche Fremdkapital ansteigt. Auch in diesem letzten Fall ist der Effekt der Verringerung des Schuldentilgungspotenzials wesentlich höher als bei Veränderung nur einer der beiden Variablen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 UNTERSUCHUNG VON KRISEN: Dieses Kapitel definiert Unternehmenskrise als existenzielle Bedrohung und ordnet sie in exogene sowie endogene Ursachen ein, während es die Datengrundlage der Untersuchung festlegt.

2 ANALYSE DER VERSCHIEDENEN MERKMALE: In diesem Kapitel werden die theoretischen und statistischen Rahmenbedingungen geschaffen, um die Krisenfestigkeit der untersuchten Branchen und deren Kennzahlen zu bewerten.

2.1 DER KONJUNKTURZYKLUS IM ZEITRAUM VON 1992 BIS 2000: Hier werden Wirtschaftsindikatoren wie das BIP und die Arbeitslosenquote genutzt, um die Konjunkturverläufe für Deutschland und Hamburg im Untersuchungszeitraum darzustellen.

2.2 UNIVARIATE DESKRIPTIVE UNTERSUCHUNGEN: Dieses Kapitel widmet sich der statistischen Beschreibung und Analyse der Kennzahlen zur Repräsentativität des gewählten Unternehmens-Panels.

2.2.1 Betrachtung der Branchen: Vorstellung der Branchenkategorien und deren prozentuale Verteilung innerhalb der verwendeten Datenbank.

2.2.2 Betrachtung der Beschäftigten: Statistische Analyse der Mitarbeiterzahlen und deren Veränderung über den Untersuchungszeitraum inklusive Erläuterungen zu Branchenwechseln.

2.2.3 Betrachtung der Eigenkapitalquote: Definition und Untersuchung der Eigenkapitalquote als Indikator für Finanzierungssicherheit und Investitionsfähigkeit der Unternehmen.

2.3 UNTERSUCHUNG DER BRANCHEN "INDUSTRIE" UND "HANDEL": Detaillierte Betrachtung der beiden ausgewählten Branchen, um Aussagen über deren Krisenfestigkeit unter Berücksichtigung von Gewinnabführungsverträgen zu treffen.

2.3.1 Detailuntersuchung der Eigenkapitalquote: Analyse der Verteilung der Eigenkapitalquote in Industrie- und Handelsunternehmen mittels Boxplots.

2.3.2 Detailuntersuchung des Cashflow: Untersuchung des Cashflows als zentrale Kennzahl zur Erkennung von Krisenverläufen in den ausgewählten Branchen.

2.3.3 Detailuntersuchung des Schuldentilgungspotenzials: Erläuterung und Analyse der Kennzahl zur dynamischen Verschuldung als Maß für die Unabhängigkeit von Fremdkapitalgebern.

2.3.4 Zusammenhänge Eigenkapitalquote und Schuldentilgungspotenzial: Korrelationsanalysen zwischen Eigenkapitalquote und Schuldentilgungspotenzial zur Identifikation linearer oder monotoner Zusammenhänge.

3 SCHLUSSFOLGERUNG: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Ableitung der Erkenntnisse zur Krisenfestigkeit von Unternehmen in Abhängigkeit von Branche und Organisationsform.

Schlüsselwörter

Krisenfestigkeit, Unternehmenskrise, Eigenkapitalquote, Cashflow, Schuldentilgungspotenzial, Konjunkturzyklus, Bruttoinlandsprodukt, Arbeitslosenquote, Gewinnabführungsvertrag, Industrie, Handel, Bilanzanalyse, Unternehmenssanierung, Wirtschaftsstatistik, Kapitalstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Krisenfestigkeit von Hamburger Unternehmen im Zeitraum von 1992 bis 2000, indem sie Bilanzkennzahlen analysiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Konjunkturverlauf, die Kapitalstruktur (Eigenkapitalquote), die Liquidität (Cashflow) und das Schuldentilgungspotenzial von Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch einen Branchenvergleich und die Analyse von Gewinnabführungsverträgen aufzuzeigen, wie Unternehmen auf wirtschaftliche Krisen reagieren und wie krisenfest sie sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen Methoden der univariaten und bivariaten deskriptiven Statistik, einschließlich Korrelationsanalysen nach Pearson und Spearman.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst makroökonomische Indikatoren (BIP, Arbeitslosigkeit) und anschließend detaillierte Unternehmenskennzahlen der Branchen "Industrie" und "Handel" ausgewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Krisenfestigkeit, Eigenkapitalquote, Schuldentilgungspotenzial und Gewinnabführungsvertrag.

Wie beeinflussen Gewinnabführungsverträge laut der Arbeit die Krisenfestigkeit?

Die Untersuchung zeigt, dass Unternehmen mit Gewinnabführungsvertrag tendenziell geringere Eigenkapitalquoten aufweisen, jedoch im Krisenfall oft von Obergesellschaften finanziell gestützt werden.

Warum wurde die Kennzahl "Schuldentilgungspotenzial" gewählt?

Sie gilt als dynamischer Verschuldungsgrad und ermöglicht eine bessere Vergleichbarkeit der Krisenfestigkeit als statische Kennzahlen allein.

Welche Branche zeigt sich in der Untersuchung als besonders krisenfest?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Handelsunternehmen ohne Gewinnabführungsvertrag im untersuchten Kontext die höchste Krisenfestigkeit aufweisen.

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Details

Title
Krisenfestigkeit Hamburger Unternehmen
College
Hamburg University of Applied Sciences  (Fachbereich Wirtschaft)
Course
Quantitative Methoden
Grade
bestanden
Authors
Markus Massar (Author), Katrin Blume (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V42781
ISBN (eBook)
9783638407311
ISBN (Book)
9783638806435
Language
German
Tags
Krisenfestigkeit Hamburger Unternehmen Quantitative Methoden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Massar (Author), Katrin Blume (Author), 2003, Krisenfestigkeit Hamburger Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42781
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