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Institutionelle Transformation bei der Entstehung des europäischen Kapitalismus am Beispiel Englands

Title: Institutionelle Transformation bei der Entstehung des europäischen Kapitalismus am Beispiel Englands

Term Paper , 2017 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Economics - History
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In dieser Ausarbeitung werden die Thesen von North und Weingast näher betrachtet und erläutert. Zudem werden Gegenargumente miteinbezogen, gegenübergestellt, analysiert und kritisiert. Im Kontext ihrer These wird die Entwicklung Englands betrachtet. Allerdings können die historischen Ereignisse in England dabei nicht umfassend ausgearbeitet werden, da dies den Rahmen der Hausarbeit sprengen würde. Sie müssen daher als Grundwissen vorausgesetzt werden. Durch Einbeziehen der Gegenargumente von Tommaso Pavone wird die Frage der Plausibilität der Argumentation von North und Weingast (1989) beantwortet und schließlich durch Analyse möglicher Problematiken und Aufnahme, der bisher gesammelten Informationen, eine persönliche Stellungsnahme im Schlussteil geäußert. Das Fazit bietet darüber hinaus eine Zusammenfassung der genannten Argumentationen und stellt die Thesen knapp dar mit Blick auf ungelöste Probleme, die dieser Thematik zu Grunde liegen könnten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Die Rolle politischer Institutionen und der Verfassung

2.2 Institutionelle Veränderungen am Beispiel Englands im Zuge der „Glorreichen Revolution“

2.3 Die „Glorreiche Revolution“ und ihre Auswirkungen auf garantierte Rechte

2.4 Die fiskalische Revolution

2.4.1 Institutionelle Innovationen

2.5 Auswirkungen für private Kapitalmärkte

2.6 Plausibilität der Argumentation von North und Weingast

3. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert die institutionelle Transformation Englands bei der Entstehung des europäischen Kapitalismus. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern die Thesen von North und Weingast zur Bedeutung von Institutionen und Verfassungsänderungen nach der „Glorreichen Revolution“ für die ökonomische Entwicklung plausibel sind und wo Kritikpunkte, insbesondere durch Tommaso Pavone, ansetzen.

  • Die Rolle politischer Institutionen und Verfassungen für langfristiges Wirtschaftswachstum.
  • Die Auswirkungen der „Glorreichen Revolution“ auf Eigentumsrechte und Rechtssicherheit.
  • Die Entstehung der „fiskalischen Revolution“ und die Rolle der Bank of England.
  • Die Parallelentwicklung von öffentlichen und privaten Kapitalmärkten.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der institutionenökonomischen Argumentation von North und Weingast.

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Institutionelle Innovationen

In den Jahren 1689 bis 1697 entwickelten sich neue institutionelle Innovationen, welche den Weg an Kredite zu gelangen, änderte und die Finanzwirtschaft deutlich erleichterte. Es kam zu neuen Steuersetzungen, die durch Gesetze autorisiert wurden. Hierbei wurde die königliche Willkür beschränkt und sichergestellt, dass die Zinsen für Anleiheninhalber bezahlt wurden. Somit konnte 1693 das erste langfristige Darlehn in Höhe von einer Millionen Pfund durch Steuermitteln finanziert werden. Allerdings war dieses Finanzmittel schon 1694 ausgeschöpft und die Regierung suchte nach neuen Lösungsalternativen. Hierbei trat die „Bank of England“ in Erscheinung. Diese sollte die Darlehnskonten der Regierung zukünftig regulieren und die Fortsetzung der versprochenen Ausschüttungen sichern.

Die „Bank of England“ konnte Begrenzungen der Ausschüttung auferlegen, wenn eine Liquidität des Staates nicht vorhanden war. Ein weiteres Indiz, welches das Machtgleichgewicht zwischen Krone und Parlament deutlich zeigt, bestand darin, dass die Bank nicht die Möglichkeit besaß ohne den Konsens des Parlaments, der Krone Geld zu leihen oder Land zu kaufen. Somit erfolgten die Kredite nicht mehr durch die Krone, sondern wurden durch die Bank vergeben. Die Zahlungen wurden verwehrt, wenn die Erhaltung des Zinsbetrags nicht möglich war. In diesem Zusammenhang hatte die Regierung eine zusätzliche private Einrichtung für ihr zukünftiges Verhalten geschaffen. Diese ermöglichte die Kreditrückzahlung, die Einhaltung von Abmachungen und steigerte die Rechtssicherheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der institutionellen Transformation in England und Vorstellung der Basisliteratur von North und Weingast sowie der kritischen Gegenperspektive von Tommaso Pavone.

2. Hauptteil: Detaillierte Analyse der politischen und ökonomischen Veränderungen in England, beginnend bei der Rolle der Verfassung über die Auswirkungen der Glorreichen Revolution bis hin zu den Innovationen im Finanzwesen.

2.1 Die Rolle politischer Institutionen und der Verfassung: Erläuterung der Bedeutung von Commitment und institutioneller Bindung für die Verhinderung staatlicher Willkür und die Sicherung von Handelspartnern.

2.2 Institutionelle Veränderungen am Beispiel Englands im Zuge der „Glorreichen Revolution“: Historischer Rückblick auf die Regierungszeit der Stuarts und die Notwendigkeit institutioneller Reformen aufgrund finanzieller Instabilität.

2.3 Die „Glorreiche Revolution“ und ihre Auswirkungen auf garantierte Rechte: Untersuchung des Machtgleichgewichts zwischen Krone und Parlament sowie der Etablierung unabhängiger Gerichte.

2.4 Die fiskalische Revolution: Beschreibung des Wandels in der Finanzwirtschaft durch die Sicherung von Eigentumsrechten und die Reduzierung von Kreditmanipulationen.

2.4.1 Institutionelle Innovationen: Analyse der Rolle der Bank of England als neue Institution zur Regulierung von Staatsdarlehen und zur Steigerung der Rechtssicherheit.

2.5 Auswirkungen für private Kapitalmärkte: Betrachtung der Parallelentwicklung von öffentlichen und privaten Kapitalmärkten sowie des Aufstiegs von Banken.

2.6 Plausibilität der Argumentation von North und Weingast: Kritische Untersuchung der These von North und Weingast anhand der Argumente von Tommaso Pavone, insbesondere in Bezug auf das Fehlen einer schriftlichen Verfassung.

3. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der institutionellen Transformation als treibende Kraft für den europäischen Kapitalismus unter Berücksichtigung der identifizierten Argumentationslücken.

Schlüsselwörter

Institutionenökonomik, Glorreiche Revolution, Nord und Weingast, England, Kapitalismus, Verfassung, Finanzwirtschaft, Bank of England, Eigentumsrechte, Parlament, Machtgleichgewicht, Fiskalische Revolution, Rechtssicherheit, Tommaso Pavone, Institutionelle Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der institutionellen Transformation Englands und deren Rolle bei der Entstehung des europäischen Kapitalismus, basierend auf der Theorie von North und Weingast.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Rolle politischer Institutionen, die Folgen der Glorreichen Revolution für die Rechte der Bürger, die fiskalische Entwicklung Englands und die Entstehung von Kapitalmärkten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Argumentationskette von North und Weingast darzustellen und diese auf ihre Plausibilität hin zu prüfen, wobei kritische Gegenargumente von Tommaso Pavone einbezogen werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse und kritische Evaluation wirtschaftshistorischer Theorien zur Institutionenentwicklung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Analyse der institutionellen Entwicklung Englands, die Untersuchung fiskalischer Innovationen wie der Gründung der Bank of England und eine kritische Auseinandersetzung mit der Verfassungsthese.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Institutionenökonomik, Glorreiche Revolution, Eigentumsrechte, Rechtssicherheit und Kapitalmarkt geprägt.

Warum bezweifelt Tommaso Pavone die Argumentation von North und Weingast?

Pavone argumentiert, dass England zum fraglichen Zeitpunkt keine schriftliche Verfassung besaß und dass die ökonomischen Entwicklungen eher auf die Interessen einer wirtschaftlich orientierten parlamentarischen Klasse als auf eine formelle verfassungsrechtliche Einigung zurückzuführen sind.

Welche Bedeutung hatte die Gründung der Bank of England?

Die Bank of England fungierte als wichtige institutionelle Innovation, die Darlehen der Regierung regulierte und die Einhaltung von Abmachungen sicherte, was das Vertrauen der Kreditgeber und somit die Finanzkraft des Staates erheblich steigerte.

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Details

Title
Institutionelle Transformation bei der Entstehung des europäischen Kapitalismus am Beispiel Englands
College
University of Erfurt
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
16
Catalog Number
V428272
ISBN (eBook)
9783668722392
ISBN (Book)
9783668722408
Language
German
Tags
institutionelle transformation entstehung kapitalismus beispiel englands
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Institutionelle Transformation bei der Entstehung des europäischen Kapitalismus am Beispiel Englands, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428272
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