In dieser Seminararbeit beschäftige ich mich mit der Frage, wie sich die Produktion von Handyfilmen in der digitalen Jugendkultur gestaltet. Der genaue Wortlaut der Forschungsfrage lautet: Welche Arten von digitalen Jugendkulturen sind im 21. Jahrhundert präsent und inwiefern werden Handyfilme durch digitale Jugendkulturen auf Social Media produziert?
Zu Beginn wird im ersten Kapitel ein Einblick gegeben, was eine Jugendkultur ist und was sie ausmacht. Weiters gibt die Seminararbeit Einblick in die Jugendkulturen des 21. Jahrhunderts und die Veränderungen durch das Zeitalter der Mediatisierung. Das zweite Kapitel besteht aus einer Einführung in das Phänomen des Handyfilms, welches von jugendkultureller Perspektive beleuchtet wird. Weiters sind Veranlassungen und Motive zur Produktion von Handyfilmen ein Bestandteil des zweiten Kapitels. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Distribution von Handyfilmen auf Social Media Plattformen. Hierbei wird besonders auf die Videoplattform Youtube zurückgegriffen, da diese die am meist genutzte ist. Abschließend nimmt das Fazit und Ausblick noch eine kritische Stellungnahme zu Handyfilmen und verweist auf den enormen Sozialisationsfaktor, der mit der Nutzung einhergeht.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Jugendkulturen des 21. Jahrhunderts
1.1 Jugendkulturen im Zeitalter der Mediatisierung
1.2 Digitale Jugendkulturen
2. Handyfilme als jugendkulturelle Ressource
2.1 Handyfilme und Jugendkultur
2.2 Veranlassungen und Motive zu Handyfilmen
3. Social Media als Produktionsplattform
3.1 Der Trend der Selbstdarstellung auf sozialen Netzwerken
3.2 Die Videoplattform Youtube
3.3 Instagram als (Selbst-) Visualiserungsplattform
Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie sich die Produktion von Handyfilmen innerhalb der digitalen Jugendkultur gestaltet und welche Rolle soziale Netzwerke dabei als Produktions- und Distributionsplattformen einnehmen.
- Rolle von Handyfilmen als jugendkulturelle Ressource
- Einfluss der Mediatisierung auf jugendliche Identitätsfindung
- Selbstdarstellung und Bedürfnis nach Anerkennung in sozialen Medien
- Funktionsweise und Nutzung von Youtube und Instagram für audiovisuelle Inhalte
- Sozialisationsfaktoren und die Bedeutung digitaler Praktiken
Auszug aus dem Buch
2.1 Handyfilme und Jugendkultur
Handyfilme gelten als Vermittler von Inhalten der Pop- und Jugendkulturszenen. Meist wird das Thema von jungen Filmproduzenten und Produzentinnen aufgegriffen. Hierbei sind einerseits auf popkulturellen Mainstream, wie die neuesten Kinofilme oder Musikvideos, andererseits aber auch auf Inhalte aus dem Internet, wie Videos auf Youtube, gemeint. Die Videos unterscheiden sich lediglich in ihren Entstehungskontexten. Manche Filme entstehen aus Inszenierungen heraus, die im Vorfeld geplant und geprobt wurden, manche entstehen jedoch spontan und aus dem Affekt heraus (vgl. Holfelder/Ritter 2015, S. 65). „In beiden Fällen verweisen die filmischen Inszenierungen auf eine für die digitalen Kulturen der Gegenwart charakteristische Form der kreativen Mediennutzung. Dies meint, dass sich Jugendliche vorgefundene Medieninhalte aneignen, diese verändern und in ihrem jeweiligen sozialen und kulturellen Kontext mit neuen Bedeutungen belegen“ (Holfelder/Ritter 2015, S. 65).
Anschaulich wird die Verbindung von Handyfilmen zu globaler Jugendkultur anhand des Musikvideos „Gangnam Style“ eines südkoreanischen Sängers. Das Lied ist bekannt durch seinen eingängigen Refrain, der teilweise gerappt und gesungen wird. Die Choreografie zu diesem Hit, ein Tanz, der einen Ritt auf einem Pferd simuliert und an verschiedenen Standorten aufgenommen wurde, wurde zu einem Erfolg im Internet. Nicht nur, dass das Musikvideo der am meisten konsumierte Hit im Internet ist, es bildet auch die Vorlage für viele Amateurfilme, in denen, vor allem Jugendliche, die Choreografie zum Video nachspielen. Meist verkleiden sich die Protagonisten und Protagonistinnen und stimmen die Requisiten auf ihren jeweiligen Hintergrund ab (vgl. Holfelder/Ritter 2015, S. 65f.). „Solche sich schnell und unkontrollierbar im Internet verbreitenden und rund um den Globus rezipierten Medienphänomene werden als „viral“ bezeichnet“ (Holfelder/Ritter 2015, S. 66).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Thematik der Handyfilme, die Forschungsfrage und der methodische Aufbau der Seminararbeit.
1. Jugendkulturen des 21. Jahrhunderts: Untersuchung der soziologischen Grundlagen von Jugendkulturen unter dem Einfluss von Mediatisierung und digitalen Medien.
2. Handyfilme als jugendkulturelle Ressource: Analyse der technischen und inhaltlichen Bedeutung von Handyfilmen als Mittel der jugendlichen Selbstdarstellung und kreativen Gestaltung.
3. Social Media als Produktionsplattform: Betrachtung der Bedeutung von Plattformen wie Youtube und Instagram für die Verbreitung und Produktion digitaler Inhalte durch Jugendliche.
Fazit und Ausblick: Kritische Reflexion über den Stellenwert von Handyfilmen für die Identitätsentwicklung und die damit verbundenen Risiken sowie gesellschaftliche Wahrnehmung.
Schlüsselwörter
Handyfilme, Digitale Jugendkultur, Mediatisierung, Soziale Netzwerke, Youtube, Instagram, Selbstdarstellung, Web 2.0, Identitätsfindung, Audiovisualisierung, Prosumer, Smartphone, Mediennutzung, Virale Verbreitung, Soziale Interaktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Handyfilmen innerhalb digitaler Jugendkulturen im 21. Jahrhundert und deren Distribution auf sozialen Plattformen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Mediatisierung des Alltags, die Rolle von Smartphones als Produktionsmittel und die Nutzung von Social Media zur Selbstdarstellung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu ergründen, welche Arten von Jugendkulturen heute präsent sind und wie diese aktiv Handyfilme auf Social Media produzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit medienwissenschaftlicher und soziologischer Fachliteratur zur digitalen Mediennutzung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die soziologische Einordnung von Jugendkulturen, die Definition des Handyfilms als Ressource und die Analyse von Social Media Plattformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Handyfilme, digitale Jugendkultur, Mediatisierung, Selbstdarstellung und Plattformen wie Youtube und Instagram.
Warum spielt die Plattform Youtube eine so wichtige Rolle für Jugendliche?
Youtube dient als zentrale Produktions- und Distributionsplattform, da sie die Möglichkeit bietet, eigene Inhalte weltweit zu teilen und Anerkennung in Form von Klicks zu erhalten.
Wie unterscheidet sich die Nutzung von Instagram zu Youtube?
Der Hauptunterschied liegt in der Funktionalität: Während Youtube umfangreichere Videoproduktionen ermöglicht, ist Instagram auf kurzlebige, filtergestützte Formate und mobile Anwendung spezialisiert.
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- Anna Zoltan (Autor), 2017, Die Produktion von Handyfilmen in der digitalen Jugendkultur, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428461