Die Rolle der Frau in Führungspositionen. Entwicklung seit dem 20. Jahrhundert bis heute


Hausarbeit, 2017
15 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Entwicklung zum Thema Frauen in Führungspositionen
1.1 Veränderung der Familienstruktur vom 20. Jahrhundert – heute
1.2 Ursachen und Folgen der Familienstruktur – Entwicklungen

2 „Gender Pay Gap“ – Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen

3 Bundeskanzlerin Angela Merkel – Einführung der Frauenquote

Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Einleitung

Trotz dieses im Grundgesetz bereits seit dem Jahr 1949[1] verankerten Artikels der Gleichberechtigung, gibt es noch diverse Differenzen in der Gesellschaft, wie zum Beispiel die Hautfarbe, die Rasse oder die Religion. Aber leider auch geschlechtliche Unterschiede, die vor allem Frauen in der Karriere hindern und sie behindern in ihrem Beruf aufzusteigen. Aufgrund ihres Geschlechts wird Frauen der Aufstieg in eine Führungsposition erschwert.

Dennoch hat sich seit dem 20. Jahrhundert einiges verändert. Die Frauenquote stieg, wenn auch gering, an[2].

Diese Entwicklung möchte ich im Laufe dieser wissenschaftlichen Arbeit beschreiben und auf die Einflussfaktoren der Entwicklung vom 20. Jahrhundert bis heute eingehen.

1 Entwicklung zum Thema Frauen in Führungspositionen

Immer mehr Frauen streben nach hochqualifizierten Berufen und übernehmen, genau wie die Männer, die Position als Führungskraft in einer Institution. Das hat Auswirkungen auf die Entwicklung der Familienstruktur und somit auch auf die Familiengründung. Im Folgenden Kapitel wird erörtert, wie sich die Familienstruktur verändert hat und welches die Ursachen für einen Wandel sind.

1.1 Veränderung der Familienstruktur vom 20. Jahrhundert – heute

Früher war die „moderne Familie“ überwiegend in unserer Gesellschaft vertreten. Dies bedeutet, dass Mutter, Vater, aber auch die Kinder bestimmte Aufgaben und Pflichten haben, die jedes Familienmitglied dem Familienleben beizutragen hat.

Für die Mutter war sehr typisch, dass sie zu Hause bleibt, die Kinder je nach Alter entweder zu Hause versorgt oder in die Kita, Kindergarten oder in die Schule bringt und dann den Haushalt erledigt, bis die Frau die Kinder wieder abholt, um diese dann mit Essen zu versorgen. Schulkinder, die Hausaufgaben zu erledigen mussten, wurden von der Mutter tatkräftig unterstützt, um den Sprösslingen eine gute Wissenserweiterung bieten zu können.

Der Mann hingegen, wurde als „Familienernährer“[3] gesehen und sorgte dafür, dass die Familienkasse aufgebessert wurde und die Frau die nötigen finanziellen Mittel hat, um alle notwendigen Besorgungen bezahlen zu können. Außerdem wurde der Familienvater als Familienoberhaupt angesehen und seine Entscheidungen waren Gesetz.

Die Familie handelte an und für sich als unabhängige Einheit. Jedoch gab es hierbei in der Vergangenheit und gibt es auch heute noch ein Problem der Umsetzung in der Realität. Um Geld verdienen zu können, war die Familie von der Wirtschaft, dem Recht und der Politik abhängig und musste sich an gewisse Regeln anpassen. Von der Wirtschaft sind Familien bis zum heutigen Tage abhängig, da sie die zum Leben notwendige monetäre Grundlage bereitstellt. Hierbei erkennt man einen Widerspruch in der familiären Unabhängigkeit, die man versucht hat zu leben. Ohne Wirtschaft gäbe es keine Jobs und die Familien hätten kein Geld um zu überleben.

Auch das Bild der Institution Ehe wandelte sich im Laufe der Jahre. Dass eine Ehe auseinander geht oder ein Paar etwa ein uneheliches Kind auf die Welt brachte, war für die frühere Zeit kaum vorstellbar. Bei der Eheschließung versprachen sich die Ehepartner „die ewige Treue bis das der Tod sie scheidet“. Dieser Schwur der Ehe verlor im Laufe der Jahre an Bedeutung, da die Scheideraten zu nahmen, ganz egal was die Partner sich bei der Eheschließung versprachen. Das hatte erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung der Familienstruktur. Folgende Statistik des Statistischen Bundesamtes belegt dies.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung 1

Nach den Jahren 1991 bzw. 1992 nahm die Scheidungsrate sehr stark zu[4] [5]. Ab 2004 nahm die Anzahl der Ehebrüche wieder etwas ab. Das kann zum einen an der Trennungsangst liegen, dass man deshalb erst gar keine Ehe eingeht, damit man sich dann nicht wieder scheiden lassen muss, denn so schnell man sich heutzutage das Ja – Wort gibt, so schnell leben die Partner in der heutigen Zeit auch wieder in Scheidung oder gehen aufgrund der Angst, eine Trennung mit- und durchleben zu müssen, gar nicht erst den Bund der Ehe ein.

Zum anderen aber an der Strebsamkeit nach Karriere liegen - dem neuen Trend hin zur Karriere anstelle der Verfolgung des Traumes von einer eigenen Familiengründung, da Bildung heutzutage einen sehr hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft eingenommen hat. Man führt zwar eine Beziehung, jedoch in getrennten Haushalten und unverheiratet.

Ein weiterer Grund für die Veränderung der Familienstruktur war die Chance auf Bildung für das weibliche Geschlecht[6]. Dies wirkte sich nicht nur von Zeit zu Zeit auf die Familienstruktur aus, sondern auch auf die Unternehmen bzw. auf den Arbeitsmarkt. Deshalb fokussiert sich der nächste Unterpunkt dieses Kapitels auf die Ursachen und auf die daraus resultierenden Folgen der angesprochenen Entwicklungen.

1.2 Ursachen und Folgen der Familienstruktur – Entwicklungen

Eine naheliegende Ursache der im vorherigen Kapitel beschriebenen Entwicklung ist die Individualisierungstheorie nach Beck.[7] Diese bezeichnet einen Prozess, in dem sich das Individuum in drei Dimensionen aus seinem gewohnten Lebensbild herauslöst und individuell entwickelt und anfängt sich selbst zu bestimmen ohne von Außenstehenden beeinflusst zu werden.

Nach Beck gibt es die Freisetzungsdimension, die Entzauberungsdimension und die Reintegrationsdimension. Die Freisetzungsdimension meint das Herauslösen aus traditionellen Bindungen, die das Aufgeben von Sicherheiten mit sich bringt, welches Beck als Entzauberungsdimension betitelt. Um aber in der heutigen Zeit überleben zu können muss sich ein Individuum wieder neu in die Gesellschaft integrieren, was Beck unter der Reintegrationsdimension versteht, da jeder einzelne Mensch in einer gewissen Weise abhängig von Institutionen ist, wie zum Beispiel den Unternehmen, in denen gearbeitet werden muss, um sich so seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

Ursachen dieser Entwicklung, die ihren Ursprung im Übrigen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat, sind auf den sowohl wirtschaftlichen als auch industriellen Aufschwung und zusätzlich auf den enormen qualitativen Anstieg der Bildung zurückzuführen.

Die Gleichberichtigung von Mann und Frau wurde durch ein zusätzliches Gleichberechtigungsgesetz, welches am 1. Juli 1958 in Kraft trat, besiegelt. Dies verschaffte den Frauen berufliche Vorteile und Perspektiven, und vor allem Unabhängigkeit. Ab diesem Zeitpunkt war es Frauen möglich, ihren Lebensunterhalt selber zu finanzieren.

[...]


[1] Vgl. Deutscher Bundestag, 2016, S.6

[2] Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2012, S. 7

[3] Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung, 2009

[4] Vgl. Hans Böckler Stiftung, 2001, S.16

[5] Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung, 2012

[6] Vgl. Statistisches Bundesamt, 2014, S. 7 f.

[7] Beck, 1986, S.205 f.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Die Rolle der Frau in Führungspositionen. Entwicklung seit dem 20. Jahrhundert bis heute
Note
1,5
Autor
Jahr
2017
Seiten
15
Katalognummer
V428533
ISBN (eBook)
9783668727861
ISBN (Buch)
9783668727878
Dateigröße
696 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rolle, frau, führungspositionen, entwicklung, jahrhundert
Arbeit zitieren
Natalie Martini (Autor), 2017, Die Rolle der Frau in Führungspositionen. Entwicklung seit dem 20. Jahrhundert bis heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428533

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