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Angriff der Zygonen. Von Identitätskonzepten und Feindschaft

Title: Angriff der Zygonen. Von Identitätskonzepten und Feindschaft

Master's Thesis , 2018 , 73 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Käthe März (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Ziel der Arbeit ist es, mit Hilfe der Serie "Doktor Who" und Erkenntnissen aus den Sozialwissenschaften, der Psychologie und der Historik aufzuzeigen, was Identität konstituiert und zu welchen Handlungsweisen dieses Konzept führt. Denn Identität, also die Abgrenzung von sich selbst gegenüber den anderen, ist zwar ein lebenswichtiges Konzept, aber auch ein Nährboden für Feindschaft und Gewalt. Ferner gilt es die Prozesse von Feindschaft erkennen und verstehen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begründung der Vorgehensweise

3. Der Mensch-Zygonen-Konflikt

4. Identitätskonzepte

4.1 „Das bin ich.“ - Ich-Identität

4.2 „Ich bin ich und auf keiner Seite.“ – Duale-Identität

5. Feindschaft

5.1 „Sie waren seltsam.“ – Feinde

5.2 „Sie wissen alle, wozu die fähig sind. Fallen Sie nicht ihren Tricks zum Opfer.“ – Feindbilder

5.3 „Ich verhandle doch nicht mit denen.“ – ausgelebte Feindschaft

6. Identitätsfallen und Feindschaft überwinden

6.1 „Ich bin Osgood.“ – Akzeptanz von Dualen-Identitäten

6.2 „Was ist, wenn der Krieg zu Ende ist?“ – Feindschaft als negative Lösung für Konflikte

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Identitätsbildung und der Entstehung von Feindschaften im Kontext von Migrationsprozessen. Ziel ist es, diese sozialen Phänomene kontextunabhängig zu analysieren, wobei die britische Serie „Doktor Who“ als anschauliche Fallstudie für den Konflikt zwischen Menschen und Zygonen dient.

  • Analyse verschiedener Identitätskonzepte (Ich-, Duale- und Kollektive-Identität)
  • Untersuchung der Prozesse der Feindwerdung und Konstruktion von Feindbildern
  • Reflektion über die Rolle von Migration und gesellschaftlicher Ablehnung bei der Entstehung von Radikalisierung
  • Erarbeitung von Lösungsansätzen zur Überwindung von Identitätsfallen
  • Darstellung der Rolle von Mediation und Verzeihung zur Beendigung von Konfliktspiralen

Auszug aus dem Buch

4.1 „Das bin ich.“ - Ich-Identität

Die eigene Identität ist für jeden Menschen bedeutend, da sie ermöglicht, uns von anderen zu unterscheiden und abzugrenzen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Königin Elisabeth I. voller Entsetzen den Satz: „Das bin ich.“ (Der Tag des Doktors 2013, 00:23:30) ausstößt, als sie im Wald auf eine perfekte Kopie von sich selbst trifft.

Bei der perfekten Kopie handelt es sich um das Werk eines Zygonen. Die Zygonen sind eine außerirdische Rasse mit gestaltenwandlerischen Fähigkeiten. Das bedeutet, dass sie in der Lage sind perfekte Ebenbilder von Menschen, Tieren oder Gegenständen zu erschaffen (vgl. Der Tag des Doktors 2013, 00:23:36 – 00:24:10). Diese Fähigkeit ist in erster Linie aber nicht als Waffe zu verstehen, sondern als ein wichtiger Überlebensmechanismus dieser Spezies (vgl. Invasion der Zygonen (I) 2015, 00:02:00 – 00:02:32). Dabei wird je nach Zweck bestimmt, was kopiert werden soll (vgl. Der Tag des Doktors 2015, 00:49:09 – 00:49:19). Prinzipiell werden die Zygonen als Wesen beschrieben, die ein Leben in Frieden und Harmonie bevorzugen (vgl. Invasion der Zygonen (I) 2015, 00:02:00 – 00:02:32). Dennoch wissen sie sich in bedrohlichen Situationen mit ihren Giftdrüsen in der Zunge (vgl. Der Tag des Doktors 2015, 00:28:17 – 00:28:45) und taktisch intelligentem Einsatz ihrer Gestaltwandelfähigkeit (vgl. ebd., 00:34:40 – 00:35:00) zu verteidigen. Ihr Verhalten, ihr Umgang miteinander und die Art der Kommunikation unterscheiden sich im Grunde nicht von der Art der Menschen untereinander, so dass der wesentliche Unterschied zwischen Menschen und Zygonen auf biologischer Ebene zu verorten ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Identitätsforschung und Feindschaft ein und begründet die Wahl der Serie „Doktor Who“ als abstraktes Modell für diese soziologischen Prozesse.

2. Begründung der Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert den methodischen Ansatz, philosophische Kernfragen anhand von fiktionalen Szenarien kontextunabhängig zu analysieren.

3. Der Mensch-Zygonen-Konflikt: Hier wird der Handlungsverlauf der ausgewählten Folgen von „Doktor Who“ dargelegt, um die Grundlage für die spätere theoretische Untersuchung zu schaffen.

4. Identitätskonzepte: Dieses Kapitel definiert und analysiert die Ich-Identität, Duale-Identität und Kollektive-Identität sowie deren psychologische Grundlagen und Bedrohungen.

5. Feindschaft: Der Abschnitt behandelt die Mechanismen der Feindwerdung, die Genese von Feindbildern und die Eskalation bis hin zur ausgelebten Gewalt.

6. Identitätsfallen und Feindschaft überwinden: Hier werden Lösungsansätze diskutiert, wie durch Akzeptanz, Mediation und das Überwinden starrer Identitätskonstrukte Frieden erreicht werden kann.

7. Schluss: Das Schlusskapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit, Identität neu zu denken, um Hass und kriegerische Auseinandersetzungen in einer globalisierten Welt zu verhindern.

Schlüsselwörter

Identität, Feindschaft, Zygonen, Doktor Who, Duale-Identität, Kollektive-Identität, Feindbild, Migration, Integration, Radikalisierung, Konfliktlösung, Mediation, Menschsein, Zugehörigkeit, Identitätsfalle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophischen und sozialwissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen der Konstruktion von Identität und der Entstehung von Feindschaften bei Migrationsprozessen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themenfelder umfassen Identitätskonzepte, Feindbildgenese, Integrationsproblematiken, das Spannungsfeld zwischen Kollektivzugehörigkeit und Individualität sowie Friedensmediation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Identitätskonzepte als Nährboden für Gewalt dienen können und welche Möglichkeiten es gibt, diese negativen Dynamiken durch ein reflektierteres Verständnis des Menschseins zu überwinden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus Philosophie, Soziologie, Psychologie und Historik mit einer narrativen Analyse der Serie „Doktor Who“ verknüpft.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert die drei Formen der Identität (Ich, Dual, Kollektiv) und führt durch das Phasenmodell der Feindbildkonstruktion, um das Eskalationspotential von Identitätskrisen zu verdeutlichen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Identitätskonstruktion, Feindbild, Radikalisierungsprozess und die Notwendigkeit einer pluralistischen, prozesshaften Identitätsvorstellung geprägt.

Warum spielt die Figur der Osgood eine so zentrale Rolle?

Osgood dient als Fallbeispiel für eine gelungene Duale-Identität, da sie ihre Zugehörigkeit zu zwei Spezies harmonisch vereint und sich als Mediatorin gegen kriegerische Eskalation einsetzt.

Wie wird der Begriff „Feindbild“ im Kontext der Zygonen definiert?

Feindbilder werden als notwendiges Instrument für Kollektiva beschrieben, um die eigene Identität zu stabilisieren und Handlungen gegen die „Andere“ Gruppe ideologisch zu legitimieren.

Welche Rolle spielt die Osgood-Kiste in der Argumentation?

Die Kiste fungiert als symbolische ultimative Waffe, deren Aufdeckung als Trick den Kontrahenten die Absurdität und das existenzielle Risiko ihrer feindseligen Haltung vor Augen führt.

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Details

Title
Angriff der Zygonen. Von Identitätskonzepten und Feindschaft
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
1,8
Author
Käthe März (Author)
Publication Year
2018
Pages
73
Catalog Number
V428606
ISBN (eBook)
9783668723139
ISBN (Book)
9783668723146
Language
German
Tags
Philosophie Soziologie Psychologie Idenität Feindschaft Dr.Who Duale Identität Kollektive Identiät Ich Identität Feindbilder Migration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Käthe März (Author), 2018, Angriff der Zygonen. Von Identitätskonzepten und Feindschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428606
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