Deutsche Kinderrechte mit Bezug auf Grundschulen


Hausarbeit, 2018
15 Seiten, Note: 3,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Einführung zum Thema Rechte
1.1 Menschenrechte
1.2 Kinderrechte

2 UN-Kinderrechtskonvention
2.1 Geschichte
2.2 Gesetzliche Regelung
2.3 Umsetzung

3 Kinderrechte in Deutschland
3.1 Umsetzung der Kinderrechtskonvention
3.2 Grundgesetz

4 Kinderrechte in Grundschulen

Persönliches Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Kinderrechte sind seit ein paar Jahrzehnten ein nicht zur Ruhe kommendes Thema. Es wird stetig an deren Umsetzung gearbeitet und Überlegungen zur Überarbeitung der aktuell geltenden Regelungen dargestellt und diskutiert.

Da Kinderrechte niemals ohne Menschenrechte fungieren können, werden diese zu Beginn ebenfalls kurz Erläutert um einen leichteren Einstieg in das Thema gewährleisten zu können.

In den folgenden Teilen widmet sich die Arbeit besonders der UN-Kinderrechtskonvention und deren Auswirkung auf die Geschichte und unsere Gesellschaft. Besonders die Frage, „Wie wichtig sind Kinderrechte für Ihren Alltag?“ soll hier für den Leserüberdacht werden.

Abschließend wird die aktuelle Situation in Deutschland und in deutschen Grundschulen aus der Perspektive der Kinderrechte beleuchtet und diskutiert. Wie geht es unseren Kindern im Schulalltag? Und sind wir wirklich solche politischen Vorreiter wie wir denken?

In dieser Hausarbeit ist hauptsächlich von der Form Kinder die Rede, hier sind alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von Alter und Geschlecht bis zum 18. Lebensjahr gemeint. Im Falle von einer Ausnahme wird diese Aufgeführt.

1 Einführung zum Thema Rechte

1.1 Menschenrechte

Die 30 Artikel umfassende Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10.12.1948 durch die Vereinten Nationen verabschiedet. Abgedeckt durch dieses Übereinkommen sind alle Bereiche des Lebens für ein friedliches Miteinander. Geistiges Eigentum und Freiheit als Person, sowie Recht auf Familie und Anerkennung aber auch Schutz vor Folter und Verfolgung sollenüber dieses Übereinkommen gewährleistet werden (vgl. https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte [Abruf am 16.03.2018]. Allerdings ist eine Verletzung der Artikel nicht juristisch geltend zu machen da es sich um keine Gesetze handelt wodurch keine Strafverfolgung wie bei Verstößen gegen das Grundgesetz geltend gemacht werden können. Tritt ein Staat in die Vereinten Nationen ein ratifiziert er Automatisch die hier genannte Menschenrechtskonvention. Viele Staaten bestärken dieses Abkommen indem sie Teile in ihre Gesetzgebungenübernehmen, wenn sie nicht bereits vorhanden sind, sodass eine Umsetzung durch die Justiz bestärkt werden kann. Ein Beispiel hierfür sind die Übereinstimmungen der Gesetze mit dem deutschen Grundgesetz (vgl. Deutscher Bundestag (Hrsg.) (2016): Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Berlin: Deutscher Bundestag.).

1.2 Kinderrechte

Ähnlich wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte gibt es speziell für Kinder entwickelt eine UN-Kinderrechtskonvention, welcher sich alle Staaten durch eine Ratifizierung des Abkommens anschließen können. Die USA ist aktuell der einzige Staat der Vereinten Nationen der nach wie vor nicht die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert hat (vgl. https://www.kinderrechtskonvention.info/ [Abruf am 18.03.2018]. Kinderrechte im Allgemeinen gehören zu den Menschenrechten, durch die besondere Stellung der Kinder als Schutzbedürftige in unserer Gesellschaft bedarf es allerdings einer gesonderten Ausarbeitung von Rechten um deren Bedürfnissen nachkommen zu können. Im Jahr 1992 ratifizierte Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention und arbeitet seit dem an der erfolgreichen Umsetzung dieser (vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.) (2014): Übereinkommenüber die Rechte des Kindes. VN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut und Materialien. Niestetal: Silber Druck oHG (5.Auflage)). Angewendet wird sie in der Regel auf Kinder bis zum 18. Lebensjahr unabhängig von Rasse, Geschlecht, Herkunft oder Religion. Sie ist universell auf alle Minderjährigen anwendbar und daher nicht außer Kraft zu setzen.

2 UN-Kinderrechtskonvention

2.1 Geschichte

Im „Jahrhundert des Kindes", dem 20. Jahrhundert gab es viele Änderungen zum Schutz der Kinder. Erstmals wurden eigens für Kinder Reformen und Gesetze entworfen.

Das wachsende internationale Interesse nach Rechtsfragen in Bezug auf Kinder führte zu Verträgen zwischen den Staaten zu deren Verwirklichung. Bereits 1902 wurde durch das Haager Abkommen die Frage nach der Vormundschaftüber Minderjährige geklärt (RGBI. 1904 S. 240). Kurz darauf im Jahre 1910 gab es ein internationales Übereinkommenüber die offizielle Bekämpfung Des Mädchenhandels (RGBI. 1913 S.31) (vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.) (2014): Übereinkommenüber die Rechte des Kindes. VN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut und Materialien. Niestetal: Silber Druck oHG (5.Auflage). S. 33-36.).

1924 wurde die, für die später Entwickelte UN-Kinderrechtserklärung sehr wichtige, Genfer Erklärung entwickelt. Sie umfasst fünf Abschnitte: „ I. Das Kind soll in der Lage sein, sich sowohl in materieller wie in geistiger Hinsicht in natürlicher Weise zu entwickeln. II. Das hungernde Kind soll genährt werden; das kranke Kind soll gepflegt werden; das zurückgebliebene Kind soll ermuntert werden; das verirrte Kind soll auf den guten Weg geführt werden; das verwaiste und verlassene Kind soll aufgenommen und unterstützt werden. III. Dem Kind soll in Zeiten der Not zuerst Hilfe zuteilwerden. IV. Das Kind soll in die Lage versetzt werden, seinen Lebensunterhalt zu verdienen und soll gegen jede Ausbeutung geschützt werden. V. Das Kind soll in dem Gedanken erzogen werden, seine besten Kräfte in den Dienst seiner Mitmenschen zu stellen. “ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.) (2014): Übereinkommenüber die Rechte des Kindes. VN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut und Materialien. Niestetal: Silber Druck oHG (5.Auflage). zit. n. Genfer Erklärung 1924, S. 34.).

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam eine Vielzahl neuer internationaler Abkommen ins Gespräch, beispielsweise Unterhaltsansprüche im Ausland (BGBI. 1959 II S. 149) wurden thematisiert (vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.) (2014): Übereinkommenüber die Rechte des Kindes. VN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut und Materialien. Niestetal: Silber Druck oHG (5.Auflage)).

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948), welche in Kapitel „ 1.1 Menschenrechte „ bereits Thematisiert wurde, proklamierte Bereits ein besonderes Recht für Kinder und deren Mütter in Artikel 25 Abs.2, welches Besagt: „Mutter und Kind haben Anspruch auf besondere Hilfe und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche und uneheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.

1959 wurde die Genfer Erklärung durch die Vereinte Nationen erneutüberarbeitet und auf 10 Artikel erweitert (vgl. ebd.).

Das Übereinkommenüber die Rechte des Kindes (UN-Kinderrechtskonvention) wurde 1989 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet, bis auf die USA haben alle Staaten der Vereinten Nation das Abkommen ratifiziert. Es umfasst 54 Artikel und ist somit das umfassendste Abkommenüber die Rechte der Kinder das bisher verfasst wurde.

2.2 Gesetzliche Regelung

Die Spannbreite der UN-Kinderrechtskonvention bietet ein breites Spektrum an abgesicherten Bereichen des alltäglichen Lebens sowie Stützen für Krisenzeiten. Zu jeder Zeit soll eine Gewährleistung der wichtigsten Menschenrechte gegeben sein. „ So hat jedes Kind das Recht auf freie Meinungsäußerung , einen Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit , ein Recht auf das erreichbare Höchstmaßan Gesundheit , ein Recht auf Bildung sowie ein Recht auf Ruhe, Freizeit und Spiel.“ (https://www.kinderrechtskonvention.info/kinderrechtskonvention-352/ [Abruf am 18.03.2018]. Alle Formen von Gewalt dürfen zudem nicht gegenüber Kindern angewendet werden, sowohl physisch als auch psychisch. Zudem ist eine Einbindung in Gewaltkonflikte und Kriege von unter 15 Jährigen zu ihrem Schutz nicht gestattet (vgl. https://www.kinderrechtskonvention.info/kinderrechtskonvention-352/).

In der Einheit der Vereinten Nationen ratifizieren die Staaten dieses Abkommen und erarbeiten Aktionspläne zu deren individuellen nationalen Umsetzung. Einige Staaten, darunter auch zu Beginn Deutschland, erlauben sich einige Vorbehalte. Diese wurden in Deutschland allerdings 2010 widerrufen und seitdem ist die UN-Kinderrechtskonvention ohne Einschränkungen gültig.

Mit der Ratifizierung des Abkommens gibt sich der Staat einverstanden rechtliche Veränderungen in seinen Gesetzen vorzunehmen um der Konvention zur Gänze zu genügen. Gibt es allerdings aus verschiedensten Gründen nicht die Möglichkeit einen Bereich vollkommen abzudecken gibt es als Ausweg den „Vorbehalt“.

Im Falle eines Verstoßes gegen das Abkommen gibt es keine Möglichkeit der Bestrafung im juristischen Sinne wie Geldstrafen oderähnlichem, allerdings sind politische Folgen, besonders innerhalb der Vereinten Nationen, nicht auszuschließen, sodass Handelsverträge oder politische Bündnisse auf dem Spiel stehen könnten.

2.3 Umsetzung

Allgemein gilt Deutschland bezüglich der Umsetzung von Kinderrechten als recht zuverlässig. Allerdings lassen Zahlen aus den letzten Jahren Skepsis aufkommen. Immer mehr Kinder leiden unter Armut und Benachteiligung, immer mehr Kinder werden zu Problemkindern gemacht und erfahren dadurch Diskriminierung auf verschiedensten Ebenen.

[...]


Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Deutsche Kinderrechte mit Bezug auf Grundschulen
Hochschule
Evangelische Hochschule Darmstadt, ehem. Evangelische Fachhochschule Darmstadt
Note
3,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V428710
ISBN (eBook)
9783668730885
ISBN (Buch)
9783668730892
Dateigröße
454 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinderrechte, Grundschule, Deutschland, Kinderpolitik, Bildung
Arbeit zitieren
Julia Hammer (Autor), 2018, Deutsche Kinderrechte mit Bezug auf Grundschulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428710

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