Der "Frauendienst" Ulrichs von Liechtenstein im medizinischen Diskurs


Hausarbeit (Hauptseminar), 2016

20 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Lippenspalten-Operation im „Frauendienst“
2.1 Die geschilderten medizinischen Details der Operation
2.2 Bewertung der Mundoperation aus medizinhistorischer Sicht
2.3 Der linguistische Aspekt der geschilderten Passage

3 Die Fingerepisode
3.1 Die geschilderten medizinischen Details der Fingerepisode
3.2 Bewertung der Fingerverletzung und –amputation aus medizinhistorischer Sicht
3.3 Besondere Deutungsansätze der Fingerepisode

4 Die Aussatzepisode
4.1 Die geschilderten medizinischen Details der Aussatzepisode
4.2 Bewertung der Aussatzepisode aus medizinhistorischer Sicht

5 Schlussbetrachtung

Quellen- und Literaturverzeichnis

1 Einleitung

„ich bekenne, dass ich auch, was Ulrich von seinen wunderbaren erlebnissen im minnedienst erzählt, für erfindung und phantastischen unterhaltungsstoff halte. Zweierlei ist in seinem buche zu unterscheiden: das, was er von seinen ritterfahrten erzählt, und das, was seine geheime minne betrifft, fingerabhacken, aussätzige usw. das erstere hat man für real zu halten, und ist nicht auffallender als in unseren tagen Kölner carneval und historische festzüge; das andere ist phantasie, und stand für jene zeit der würklichkeit kaum näher als für unsere.“[1]

Der als erster „autobiographische“ Roman des deutschen Sprachraums verfasste „Frauendienst Ulrichs von Liechtenstein spaltet bis heute die Forschung. Während ein Teil der Forschung von der Wahrheit des Geschrieben ausgeht, äußern andere, alles sei frei erfunden. Wilmanns, beispielsweise, der das oben genannte Zitat verfasste, postuliert, dass die Ritterfahrten der Wahrheit entsprächen, andere Episoden, wie das Fingerabhacken und der Aussatz, frei erfunden seien. McFarland unterstützt diese These, indem er behauptet, dass das erste erfolglose Werben um die erste Herrin sowie die detailgenauen medizinischen Passagen fiktionalen Charakter besäßen. Das erfolgreiche Werben um die zweite Minneherrin sei wiederum wahr.[2]

Dass es die historische Person Ulrich von Liechtenstein wirklich gab, ist allerdings nicht zu bestreiten. So sind zahlreiche Ereignisse, wie der Tod Herzog Friedrichs, anhand von Quellen nachzuweisen.

Ziel dieser Arbeit ist es, die beschriebenen medizinischen Details auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Hierbei sollen speziell die Lippenspalten-Operation, die Fingerverletzungen bzw. –amputation sowie der Aussatz kritisch beleuchtet werden. Um dies in seiner Gesamtheit verstehen zu können, ist es notwendig, eine kurze Wiedergabe des Inhalts zu geben und die geschilderten Details in ihrem inhaltlichen Zusammenhang selbst zu analysieren.

Obwohl es zahlreiche Forschungen zu dem Werk Ulrichs gibt, werden die medizinischen Details nur in Haferlachs Dissertation[3] auf ihren realen Gehalt überprüft. Die inhaltliche Analyse der Passagen wiederum wird von zahlreichen Autoren kritisch überprüft.

2 Die Lippenspalten-Operation im „Frauendienst“

2.1 Die geschilderten medizinischen Details der Operation

Da seiner frouwe „ sin ungefüege stenter munt [4] nicht gefällt, entschließt sich der steirische Minnesänger Ulrich von Liechtenstein[5] zu einer Operation, die dazu führen soll, dass seine Liebste Gefallen an ihm findet. In Graz trifft er schließlich einen meister an, der bereit ist, den Eingriff vorzunehmen – allerdings nicht vor dem Monat Mai: „ich snid iuch vor vor dem maien niht“ (FD 88, 2). Aufgrund der Tatsache, dass die Prozedur bereits ab Strophe 94 vollzogen wird, dient diese Verzögerung des Eingriffs nicht als spannungsförderndes, retardierendes Moment.[6] Für Alois Wolf klingt der Operationszeitpunkt realistisch und präzise, da in der warmen Jahreszeit Wunden rascher heilen. Dennoch gesteht er, dass diese Zeitangabe auch andere Assoziationen wecken soll. Neben dem Natureingang wird mit dem Mai auch die Erotik verbunden; gerade zu diesem Zeitpunkt muss sich Ulrich der Lippenoperation unterziehen und ist somit verhindert.[7]

Nach einer kurzen Zeit in Abwesenheit kehrt Ulrich im Mai nach Graz zurück, wo er schließlich an einem Montagmorgen vom meister operiert wird. Der Eingriff wird von Ulrich wie folgt beschrieben:

„Min vorhte was ze ware kranc,

ich saz vor im uf einer banc;

er nam ein scharsach in die hant

und sneit den munt mir alzehant.

hin ob den cenden er durch sneit,

daz ich vil senfteclichen leit.

daz sniden also gar ergie,

daz ich da von gewancte nie .

(FD 96)

Insgesamt verläuft die Operation erfolgreich. Da es allerdings zu verschiedenen postoperativen Komplikationen kommt, ist eine längere Rehabilitation von Nöten: „von hunger grozen ungemach / und ouch von durste den leid ich, / ich kunde pringe nicht in mich, / zend und munt mir taten we (FD 103, 2-5). Um wiederum den Heilungsprozess zu beschleunigen, verabreicht der meister Ulrich eine grüne Salbe, die seine Not jedoch vergrößert. Aufgrund des furchtbaren Geschmacks kann er weder trinken noch essen. Folglich wird sein Körper immer schwächer. Wie die weitere Genesung allerdings vonstattengeht, ist völlig unklar: „ich han iu nu genuoc geseit“ (FD 105, 2). Der Rezipient erfährt lediglich, dass er noch eine gewisse Zeit in Graz verweilte.

Nach seiner Rückkehr stellt seine nifte l den ästhetischen Erfolg der Operation fest und gibt ihm zu verstehen, dass sie der Dame von seines libes arebeit (FD 106, 8) berichten wird.

2.2 Bewertung der Mundoperation aus medizinhistorischer Sicht

Im Gegensatz zu der Annahme, die chirurgische Therapie der Lippenspalte sei eine Errungenschaft der Neuzeit, besitzt diese eine alte Tradition. Die ersten Zeugnisse von Lippen- und Gaumenspalten sind früh greifbar: Beispiele hierfür wären der Fund einer altägyptischen Mumie mit einer Gaumenspalte oder die Entdeckung altperuanischer Schädelfunde.[8]

Schon in der griechisch-römischen Antike wurden sowohl von Celsus wie auch von Galen von Pergamon Methoden zur Lippen-, Wangen-, Ohr- und Lidplastik beschrieben. Galen von Pergamon schlägt bei einer Hasenscharte „[...] die Vereinigung der angefischten Spaltränder“[9] vor. Ein chinesischer Text, der um 390 n. Chr. verfasst wurde, und sich mit einem gelungenen Eingriff einer Lippenspaltoperation beschäftigt, gilt als frühester Beleg einer entsprechenden Operation.[10] Auch die islamische Chirurgie im Mittelalter beschäftigt sich mit der Thematik. Abū’ l-Qãsim empfiehlt etwa, den Spalt mit einem messerförmigen und scharfen Glüheisen auszubrennen und anschließend mit einem Wachspflaster zu versorgen.[11]

Die erste fachliterarische Anweisung des Mittelalters ist ungefähr 50 Jahre nach dem von Ulrich von Liechtenstein verfassten „Frauendienst“ überliefert und stammt von dem flämischen Wundarzt Jan Ypermann.[12] In dieser referiert er:

„Bei der Operation der Hasenscharte („ghescorde mondem ofte lippen“) finde ein Wundmachen des Spaltes und eine Vereinigung mittels der Kopfnaht („met eenen twinen ghewasten drade“) und der umschlungenen Naht, d. h. einer durchgeführten Nadel, die mit einem Faden umwunden wird („bewimpelt met drade“), statt.“[13]

Trotz der laienhaften Beschreibung Ulrichs sind zahlreiche Parallelen erkennbar. Wie bei Ypermann geschildert, wird auch Ulrichs Mund über den Zähnen aufgeschnitten (FD 96, 3–4). Auch die Funktion des Schermessers, womit der meister den Mund Ulrichs aufschneidet, lässt sich anhand Heinrichs von Pfalzpaint Ausführungen zur Hasenscharte-Operation verdeutlichen:

„Bei der Hasenscharte [...] muß man mit einem „wohlschneidenn schermesser adir schir (Schere), die forne ubereinander falle unnd wol scharff sie“, die „kerbbe gantz“ herausschneiden, dieselbe auch wohl noch etwas höher hinauf trennen, damit sich die Wundränder gut zusammenlegen und dieselben daraus „genaw inn der dicke des fleisch“ mit Nähten vereinigen.“[14]

Enigmatisch bleibt nach den Überlieferungen Ypermanns und Pfalzpaints, warum Ulrich von Liechtenstein das Zusammennähen der Spalte nicht erläutert. Vorrangiges Ziel ist es nämlich, den Spalt in allen Abschnitten zu schließen.

Wie bereits oben erwähnt,[15] ist auch der Termin der Operation im Mai gut belegt: Nach mittelalterlicher Auffassung entfalten sich gerade im Mai die Kräfte des Frühlings, wodurch pflanzliche und tierische Ingredienzen besonders wirksam waren.[16] In Hinblick auf die Operation Ulrichs ist die Kraft des Mai einerseits auf das Zusammenwachsen der wunden Lippenspaltenränder bezogen, andererseits auf die Bestandteile der grünen Salbe, die Ulrich auf die Wunde gestrichen wurde. Eine häufig vermutete übertreibende Erfindung der grünen Salbe seitens Ulrichs von Liechtenstein ist hierbei auszuschließen, da derartige Salben in der wundärztlichen Literatur nachzuweisen sind.[17] Hildegard von Bingen beispielsweise beschreibt verschiedene Säfte und Salben, die den Heilungsprozess von Wunden an der Lippe und Zunge beschleunigen soll.[18] Auch der Operationstag, ein Montag, lässt sich im Kontext der Volksmedizin deuten: Nach dem Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens gilt dieser Wochentag als Zeitpunkt für medizinische Eingriffe.[19]

Abschließend ist zu erwähnen, dass ästhetische und funktionale Probleme, die eine Operation an der Nase erforderten, häufig durch Verletzungen in Kriegen entstanden. Da Ulrich im Verlauf der Handlung keine etwaige Verletzung andeutet, ist von einer angeborenen Missbildung auszugehen. Ob eine aus ästhetischen Gründen motivierte Indikation möglich war, ist hierbei stark zu bezweifeln. Dass im Kontext der Operation von einem meister gesprochen wird, ist jedoch nicht überraschend. Studierte Ärzte wurden im Mittelalter häufig mit anderen Attributen wie lîp-arzet, meister-arzât oder buocharzât ausgezeichnet.[20]

2.3 Der linguistische Aspekt der geschilderten Passage

Wie bereits im ersten Kapitel geschildert,[21] lässt sich Ulrich aufgrund der Aussage der Dame, sein Mund sei hässlich und unpassend, operieren. Hierbei muss die Frage erlaubt sein, was die Dame mit dem Wort ungefüege gemeint haben kann?

In Matthias Lexers mittelhochdeutschem Taschenwörterbuch werden unter dem Eintrag „ungevüege, un-gevuoge“ folgende Übersetzungen angeboten: „unartig, unhöflich, unfreundlich, unbeholfen, ungestüm; unanständig, unpasslich, beschwerlich zu handhaben, übermässig gross und schwer, riesig, plump, stark, heftig; böse, schlimm.“[22] Bemerkenswert ist, dass sich die Übersetzungsmöglichkeiten auf charakterliche Eigenschaften beziehen. Die Herabwürdigung des Körpers bezieht sich also implizit auf die rede, die Ulrich von sich gegeben hat (FD 75, 7–8). Diese Tatsache führt zwangsläufig zu der Annahme, dass Ulrich die sinnbildliche Kritik der Dame wörtlich nimmt.[23]

Wird das Wort un-gevüege mit einem Lied Neidharts von Reuental (1180- ca. 1250) verglichen, ist aufzufallen, dass dieser, wenn er das Adjektiv gebraucht, ein tadelhaftes Benehmen beschreibt.[24] In Neidharts Winterlied Nr. 17 beschreibt dieser obendrein sein Scheitern als Sänger tadelnswert zu handeln: „owê, daz ich iht kann/ ir gesingen, dâ von sî mir holdez herze trüege! / jâ bin ich dem munde leider ninder sô gevüege: / bezzer waere, daz ich niuwes nimmer niht entslüege (61, 36–39). Neben der Tatsache, dass das Singen nicht gevüege, erzeugt es keine Zuneigung im Herzen der Dame. Ähnliches könnte also auch Ulrichs frouwe mit dem Vorwurf gemeint haben. Insgesamt setzt ihre Äußerung „einen marionettenhaften Automatismus“[25] in Gang, der zu einem grotesk-schmerzhaften Eingriff führt.

Wird die Fragen aufgeworfen, warum Ulrich überhaupt in etwa 200 Verse auf die einzelnen Umstände des Eingriffes eingeht, obwohl medizinische Details nach Alois Wolf „[...] nicht gerade Sujets für hochhöfische Literatur“[26] sind, ist festzustellen, dass Ulrich durch die Äußerungen seiner Vertrauten, ein Eingriff sei lebensbedrohlich und wahnsinnig (FD 91, 4-8; FD 92, 1–2), zusätzlichen Hintergrund bietet, was eine Steigerung der Erwartung der Hörer zu Folge hat.[27] Auch die Verschiebung des Termins der Operation in den Mai kann entgegen der Meinung Haferlachs[28] ein Beleg für eine epische Verzögerung sein. Gestützt wird diese These durch den Umstand, dass Haferlach selbst einige Seiten später die Verlegung der Operation als einen kurzfristig retardierenden Moment beschreibt.[29]

Nach genauerer Textanalyse und den Ausführungen medizinisch-historischer Quellen ist eher davon auszugehen, dass es sich hinsichtlich der Hasenscharten-Operation um Fiktion handelt. Speziell der Umstand, dass Ulrich das Zunähen der Spalten nicht erwähnt, machen einen Eingriff unwahrscheinlich. Durch die detailreiche, groteske Schilderung des Eingriffes kommt es zu einer heiter-ironischen Wertung, die gleichzeitig zu einer indirekten Kritik des idealisierten Minnedienstes führt. Unter normalen Umständen sollte nämlich ein Minnedienst die Ehre des Protagonisten vergrößern. Die Minnedame allerdings, obwohl sich dieser einer Schönheitsoperation unterzieht, hält ihn für unwürdig.

3 Die Fingerepisode

3.1 Die geschilderten medizinischen Details der Fingerepisode

Die Fingerepisode, die wie bereits die Lippenspalten-Operation, detailreich beschrieben ist, beginnt bei Strophe 340: Auf einem Turnier in Brixen wird Ulrich von Udalschalc von Bozen, der ihn zu einem Zweikampf herausfordert, ein „vinger uz der hant“ (FD 343, 5) abgestochen. Im Gegensatz zu der Annahme, dass sich Ulrich über den Verlust beklagt, gibt sich dieser kämpferisch, da es für seine Dame geschehen ist.

Nach dem Turnier kehrt Ulrich in die Stadt zurück und sucht einen meister auf, der den lädierten Finger begutachtet. Dieser kommt zu dem Entschluss, dass, sofern die richtigen Methoden anwendet werden, der Finger zu retten sei. Froh über die positive Inspektion der Verletzung bietet Ulrich dem meister als Lohn tausend Pfund. Unmittelbar darauf begann der meister damit, den Finger fest zu bandagieren (FD 345 ff.). Nachdem sechs Tage vergangen waren, öffnete der Arzt den Verband und stellte erstaunt fest, dass der Finger „swarz und ungevar“ (FD 347, 7) war. Wütend über den Zustand des Fingers sucht Ulrich einen weiteren meister in Bozen auf. Wie bereits der erste Arzt versichert dieser Ulrich vollständige Genesung und verbindet abermals den Finger. Sieben Tage später besucht ihn ein Bote seiner frouwe und überreicht ihm vier büechlin und Lieder, die er beantworten soll. Tatsächlich geschieht es, dass ihr die Lieder Ulrichs gefallen, und sich dieser gut gelaunt zu dem Turnier in Friesach begibt (FD 350 ff.). Da eine aktive Teilnahme aufgrund seiner Verletzung nicht möglich ist, kommen ihn ihm Angstgefühle, andere Ritter könnten zu sehr glänzen, auf. Die Folge daraus ist, dass er das Turnier verhindert, und seiner frouwe, nachdem er nach Hause zurückgekehrt war, mitteilen möchte, dass er „durch sie was warden wunt“ (FD 373, 6). Da er jedoch keinen passenden Boten findet, der die Botschaft übermitteln soll, kommt neben seinem Schmerzen am Finger noch Seelenleiden hinzu (FD 373, 7–8).

Als sich dann ein befreundeter Knappe Ulrichs bereit erklärt, als Bote zu fungieren, und die Nachricht übermittelt, dass er „durch si gar einen vinger vlorn“ (FD 389, 3), lehnt die Minneherrin den Boten mit der Begründung, Ulrich sei ein „tumbe[r] man“ (FD 406, 1), ab. Erst als der Bote erneut um die Gnade der frouwe anhält, gibt diese ihren wahren Beweggrund preis, indem sie ihn der Lüge bezichtigt:

„Ir künnet bede losens vil,

eines ich dir noch sagen will:

du sagest mir (daz ist mir zorn),

daz er het einen vinger vlorn

in minem dienst – des ist niht.

min munt von warheit des giht:

er hat in noch, ist mir geseit,

da von ist mir din mengen leit.“

(FD 430)

Der Bote gibt bestürzt zu, dass Ulrich den Finger zwar noch hat, dieser allerdings krumm, nicht mehr zu strecken und folglich nicht mehr zu gebrauchen sei (FD 431). Wie bereits bei der Lippenspalten-Operation reagiert Ulrich zügig und will seinen Finger abschlagen lassen, damit er ihn ihr als Beweisstück zuschicken kann (FD 436). Bei der folgenden Amputation, die der biderbe Herr Ulrich von Hasendorf nach anfänglichem Weigern vollzieht, sind durch den Detailrealismus und der grotesken Übertreibung abermals Parallelen zu der Mundoperation zu erkennen:

[...]


[1] Wilmanns, Wilhelm: Review of: Konrad Burdach, Reinmar der Alte und Walther von der Vogelweide. Ein Beitrag zur Geschichte des Minnesangs, in: Anzeiger für deutsches Altertum 7 (1881), S. 258–273, hier S. 273.

[2] McFarland, Timothy: Ulrich von Lichtenstein and the Autobiographical Narrative Form, in: Ganz, Peter F./Schröder, Werner (Hrsg.): Probleme mittelhochdeutscher Erzählformen. Marburger Colloquium 1969, Berlin 1972, S. 178–196, hier S. 188 f.

[3] Haferlach, Torsten: Die Darstellung von Verletzungen und Krankheiten und ihrer Therapie in mittelalterlicher deutscher Literatur unter gattungsspezifischen Aspekten, Heidelberg 1991.

[4] Spechtler, Franz Viktor (Hrsg.): Ulrich von Liechtenstein, Göppingen 1987, Sr. 80,3. In der Folge mit FD angegeben!

[5] Der Dichter Ulrich von Liechtenstein und der Erzähler des Frauendienstes werden aufgrund der Einfachheit gleichgesetzt.

[6] Haferlach, Torsten: Die Darstellung von Verletzungen und Krankheiten, S. 87.

[7] Vgl. Wolf, Alois: Komik und Parodie als Möglichkeiten dichterischer Selbstdarstellung im Mittelalter. Zu Ulrichs von Liechtenstein Frauendienst, in: Amsterdamer Beiträge zur Älteren Germanistik 10 (1976), S. 73–101, hier S. 81 f.

[8] Vollmuth, Ralf: Vom „schniden vnd heilenn der hasen scharten“. Die Lippenspalte im Mittelalter und in der Reinaissance – Eine Vorstudie -, in: Würzburger med. hist. Mitteilungen (2001), S. 178-183, hier S. 178; siehe auch Neumann, Hans-Joachim: Gesichtsfehlbildungen in der bildenden Kunst und in historischen Dokumenten, in: Zschr. ärztl. Fortbild. 83 (1989), S. 159–162, hier S. 159.

[9] Vollmuth: Vom schniden vnd heilenn der hasen scharten, S. 178.

[10] [10] Boo-Chai, Koo: An Ancient Chinese Text on a Cleft Lip, in: Plastic and Reconstructive Surgery 38 (1966), S. 89–91.

[11] Vollmuth: Vom „schniden vnd heilenn der hasen scharten“, S. 178.

[12] Kater, Herbert/Haage, Bernhard D.: Lippenspalten-Operation im „Frauendienst“ 1255, in: Zahnärztliche Mittelungen 80 (1990), S. 525–526, hier S. 526; siehe auch Vollmuth: Vom „schniden vnd heilenn der hasen scharten“, S. 179.

[13] Gurlt, Ernst: Geschichte der Chirurgie und ihrer Ausübung. Volkschirurgie – Altertum – Mittelalter – Renaissance, Bd. 2, Berlin 1898, S. 138.

[14] Ebd., S. 196.

[15] Siehe Kapitel 2.1, S. 2.

[16] Kater/Haage: Lippenspalten-Operation, S. 526; siehe auch Sartori, Paul: Mai, Artikel in: Hoffmann-Krayer, Eduard/Bächtold-Stäubli, Hanns (Hrsg.): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Bd. 5, Berlin/Leipzig 1932/33, Sp. 1512–1515, hier Sp. 1512.

[17] Ebd., S. 526.

[18] Haferlach: Die Darstellung von Verletzungen und Krankheiten, S. 89 f.

[19] Jungbauer, Gustav: Montag, Artikel in: Hoffmann-Krayer, Eduard/Bächtold-Stäubli, Hanns (Hrsg.): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Bd. 6, Berlin/Leipzig 1934/1935, Sp. 554–565, hier Sp. 562 f.

[20] Ebd., S. 90.

[21] Siehe Kapitel 2.1, S. 2.

[22] Lexer, Matthias: Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. Mit Nachträgen von Ulrich Pretzel, Stuttgart 381992, S. 253.

[23] Kiening, Christian: Der Autor als ‚Leibeigener’ der Dame – oder des Textes? Das Erzählsubjekt und sein Körper im ‚Frauendienst’ Ulrichs von Liechtenstein, in: Andersen, Elizabeth u.a. (Hrsg.): Autor und Autorschaft im Mittelalter. Kolloquium Meißen 1995, Tübingen 1998, S. 211–238, hier S. 222.

[24] Wießner, Edmund (Hrsg.): Die Lieder Neidharts. Fortgeführt von Hanns Fischer, revidiert von Paul Sappler, Tübingen 41984, S. 33: »Sprichest dû, daz ich sî ungevüege? / ich weiz einen ritter, der mich an sîn bette trüege, / daz er mich niht enwürfe hin. / dû bist leider âne sin, / daz dû mich sô swachest, / dir silben vîent machst« (33, 35–40).

[25] Wolf: Komik und Parodie, S. 78 f.

[26] Ebd., S. 81.

[27] Ebd., S. 81.

[28] Siehe Kapitel 2.1, S. 2.

[29] Vgl. Haferlach: Die Darstellung von Verletzungen und Krankheiten, S. 93.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Der "Frauendienst" Ulrichs von Liechtenstein im medizinischen Diskurs
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
20
Katalognummer
V428774
ISBN (eBook)
9783668726864
ISBN (Buch)
9783668726871
Dateigröße
596 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frauendienst, ulrichs, liechtenstein, diskurs
Arbeit zitieren
Tillmann Keemss (Autor), 2016, Der "Frauendienst" Ulrichs von Liechtenstein im medizinischen Diskurs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428774

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