Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Histoire globale - Protohistoire, Antiquité

Römische Beziehungsformen. Eine Analyse der römischen Quellen

Titre: Römische Beziehungsformen. Eine Analyse der römischen Quellen

Dossier / Travail , 2018 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Marieke Ozimek (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Institution Ehe, wie sie heute existent ist, wird für einen Großteil der Gesellschaft vermutlich schlicht und einfach damit begründet, dass sie aus Liebe eingegangen wird. Natürlich gibt es auch Gründe, wie beispielsweise den daraus resultierenden steuerlichen Vorteil für beide Ehepartner, die den Aspekt der Liebe nicht allein als Motiv ins Zentrum rücken. Allerdings wird die Ehe als lebenslanges Bündnis in der gesellschaftlichen Vorstellung vermutlich meist auf der Gefühlsebene fundiert. Jedoch werden heute, im 21. Jahrhundert, ebenfalls Beziehungsformen toleriert, die sich außerhalb der ehelichen Sphäre befinden.

Bevor legitime Ehen geschlossen werden, leben Menschen mit ihren Partnern häufig jahrelang in einer normalen Beziehung, teilweise gehen bereits aus dieser Phase Kinder hervor, bevor eine Ehe, wenn sie überhaupt angestrebt wird, zu Stande kommt. Ebenfalls sind heutzutage große Freiheiten gegeben, sodass Jede/r selbst entscheiden kann, ob ein Leben ohne Partner*in, eine normale Partnerschaft ohne rechtliche Legitimität oder eine Ehe für die eigene Biografie in Frage kommt.

Doch wie hat sich dies in der antiken römischen Gesellschaft verhalten? Welche Beziehungsformen gab es in dieser noch sehr an Standesunterschieden orientierten Gesellschaft und welche Zwecke brachte ihre “Erfindung“ mit sich? Und inwiefern lassen sich die gesetzlichen Regelungen zu diesen Beziehungsformen anhand der römischen Gesellschaft wiederfinden?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die römische Gesellschaft - Einige Besonderheiten

3. Die unterschiedlichen Beziehungsformen

3.1 Manus-Ehe

3.2 Manus-freie Ehe

3.3 Der Konkubinat

3.4 ,,Contubernium“

4. Die Beziehungsformen im Einklang mit den gesellschaftlichen Eigenschaften

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die verschiedenen antiken römischen Beziehungsformen, analysiert deren rechtliche Ausgestaltung sowie deren Funktion innerhalb der stark hierarchisch geprägten römischen Gesellschaft und hinterfragt, inwieweit diese Formen ökonomische und politische Interessen widerspiegeln.

  • Analyse der Manus-Ehe und der manus-freien Ehe unter rechtlichen Aspekten.
  • Untersuchung des Konkubinats als gesellschaftlich tolerierte, aber rechtlich ungleiche Beziehungsform.
  • Betrachtung des ,,Contuberniums“ als Beziehungsform für Sklaven.
  • Herausarbeitung der ökonomischen und politischen Zwecke hinter den unterschiedlichen Beziehungsformen.
  • Beleuchtung der Rolle der Vormundschaft und der väterlichen Hausgewalt (,,patria potestas“).

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Manus-Ehe

Wie bereits einleitend erwähnt wurde, kann die Manus-Ehe als die älteste Form der Eheschließung angesehen werden, da sie bis zum Beginn der Prinzipatszeit vorherrschte. Von besonderer Bedeutung bei dieser Form ist das Abhängigkeitsverhältnis der Frau von ihrem Ehemann, das bei der Manus-Ehe ganz besonders zum Vorschein kommt. Im Gegensatz zu der manus-freien Ehe, in der die Frau der sogenannten ,,patria potestas“, also der Hausgewalt ihres eigenen Vaters unterstand, was jedoch später noch genauer erläutert wird, befand sich die Frau in der Manus-Ehe unter der ehelichen Vormundschaft ihres Mannes bzw. dem ,,pater familias“ der Familie ihres Ehemannes, was in den ,,Institutionen des Gaius“ lautet: ,,Und zwar stehen in der Hausgewalt üblicherweise sowohl männliche als auch weibliche Personen [...]“, jedoch ,,[...] kommen aber nur weibliche Personen [in] [die] [Ehegewalt]“.

Konkret bedeutete dies, dass die Frau, die vorher unter der Gewalt ihres Vaters stand, die eigene Familie verließ und in die ihres Mannes eintrat, sodass sie wie eine Tochter (,,[...]die Rechte einer Tochter“) nun der Gewalt der für sie fremden Familie unterstand. Der Übertritt in die andere Familie hatte vor allem zur Folge, dass das Vermögen (,,dos“) der Frau nun an den Ehemann übermittelt wurde, sodass die Frau nun vermögensunfähig war. Die Frau geriet somit in die ,,manus“ des Mannes und nahm in Bezug auf ihre rechtliche Stellung eine ähnliche Position ein wie eine Tochter innerhalb einer Familie, durch die sich letztendlich auch ihr Erbrecht auszeichnete. Ebenfalls von Bedeutung für die Manus-Ehe ist ihre Begründung. Geschehen konnte dies durch drei unterschiedliche Rituale, der ,,pater familias“ musste der Ehe allerdings zunächst zustimmen. Insbesondere der Akt des ,,coemptio“, dem symbolischen Kauf der Frau ,,[...] in die potestas des Mannes [...]“, verdeutlicht bereits die Stellung von finanziellen Angelegenheiten in dieser Eheform, da dieses Ritual eine vertragliche Vereinbarung mit sich brachte, um letztendlich vom Vormund der Braut die ,,manus“ zu erwerben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der antiken römischen Beziehungsformen und skizziert den Aufbau sowie die Literaturbasis der Hausarbeit.

2. Die römische Gesellschaft - Einige Besonderheiten: Dieses Kapitel beschreibt die römische Sozialstruktur, insbesondere die Rolle der Familie (,,familia“), die ,,patria potestas“ und die Bedeutung von Stand, Besitz und Sklaverei.

3. Die unterschiedlichen Beziehungsformen: Hier werden die Manus-Ehe, die manus-freie Ehe, der Konkubinat und das ,,Contubernium“ detailliert vorgestellt und anhand juristischer Quellen und Sekundärliteratur analysiert.

3.1 Manus-Ehe: Dieses Kapitel erläutert das Abhängigkeitsverhältnis der Frau in der Manus-Ehe, die rechtliche Unterstellung unter den Ehemann und die ökonomischen Hintergründe des Übergangs.

3.2 Manus-freie Ehe: Das Kapitel analysiert die manus-freie Ehe, die Gütertrennung, die Rolle der väterlichen Hausgewalt und die rechtliche Bedeutung des Verlöbnisses.

3.3 Der Konkubinat: Hier wird der Konkubinat als Alternative zur Ehe untersucht, insbesondere im Kontext der Augusteischen Ehegesetze, und die rechtliche Doppelmoral beleuchtet.

3.4 ,,Contubernium“: Dieses Kapitel behandelt das ,,Contubernium“ als informelle Beziehungsform für Sklaven und verdeutlicht deren Ausschluss aus der rechtlichen Sphäre.

4. Die Beziehungsformen im Einklang mit den gesellschaftlichen Eigenschaften: Dieses Kapitel führt die Befunde zusammen und zeigt, wie die Beziehungsformen ökonomische und politische Interessen der römischen Gesellschaft widerspiegeln.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass ökonomische Absicherung und Machtstreben die wesentlichen Motive hinter den römischen Beziehungsformen waren.

Schlüsselwörter

Römische Gesellschaft, Manus-Ehe, manus-freie Ehe, Konkubinat, Contubernium, familia, pater familias, patria potestas, Rechtsgeschichte, Ehegesetze, Doppelmoral, Vermögensverwaltung, Sozialstruktur, Antike, Sklaverei.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Beziehungsformen in der antiken römischen Gesellschaft und untersucht deren rechtliche und gesellschaftliche Einordnung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Manus-Ehe, die manus-freie Ehe, der Konkubinat, das ,,Contubernium“ sowie die allgemeine römische Sozial- und Wirtschaftsstruktur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, welche Beziehungsformen in der ständisch orientierten römischen Gesellschaft existierten, welche Zwecke diese erfüllten und wie sich gesetzliche Regelungen darin widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von juristischen Primärquellen (wie den ,,Institutionen des Gaius“ und dem ,,Corpus Iuris Civilis“) sowie der Auswertung einschlägiger Sekundärliteratur zur römischen Sozial- und Rechtsgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der römischen Gesellschaftsstruktur, die detaillierte Analyse der einzelnen Beziehungsformen und eine abschließende Untersuchung, wie diese Formen gesellschaftliche Bedürfnisse und Interessen widerspiegeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Eheformen, patria potestas, Konkubinat, ökonomische Kontrolle, römische Gesellschaft und Rechtsgeschichte.

Warum war die Manus-Ehe aus ökonomischer Sicht für die beteiligten Familien bedeutsam?

Durch die Manus-Ehe trat die Frau aus der Gewalt ihres Vaters in die Gewalt ihres Ehemannes, was den Übergang ihres Vermögens (der Mitgift) in die neue Familie zur Folge hatte und somit die finanzielle Basis der Ehe festigte.

Wie unterscheidet sich die rechtliche Situation beim Konkubinat von der einer legitimen Ehe?

Der Konkubinat war keine legitime Ehe. Er bot dem Mann eine rechtlich geduldete Alternative, um beispielsweise Eheverbote zu umgehen, ohne jedoch der Frau oder den daraus hervorgegangenen Kindern die gleichen rechtlichen Ansprüche und den Status wie in einer legitimen Ehe zu gewähren.

Fin de l'extrait de 22 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Römische Beziehungsformen. Eine Analyse der römischen Quellen
Université
University of Göttingen  (Alte Geschichte)
Cours
Freigelassene in Rom
Note
1,3
Auteur
Marieke Ozimek (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
22
N° de catalogue
V428850
ISBN (ebook)
9783668731387
ISBN (Livre)
9783668731394
Langue
allemand
mots-clé
römische beziehungsformen eine analyse quellen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marieke Ozimek (Auteur), 2018, Römische Beziehungsformen. Eine Analyse der römischen Quellen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428850
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint