Der reiche Jüngling in Mt 19, 16-22. Eine neutestamentliche Exegese


Hausarbeit, 2010

30 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung

II. Übersetzung

III. Textkritik

IV. Textanalyse

V. Literarkritik: Der synoptische Vergleich

VI. Formgeschichte

VII. Religionsgeschichtliche Analyse

VIII. Redaktionskritik

IX. Hermeneutische Überlegung

X. Literatuverzeichnis

I. Einleitung

„dida,skale( ti, avgaqo.n poih,sw i[na scw/ zwh.n aivw,nion*“ (Mt 19,16) Mit dieser Frage eröffnet ein zunächst nicht näher beschriebener Mann, der später als reicher Jüngling bezeichnet wird, einen Dialog mit Jesus, der dazu führt, dass Jesus ihn auffordert seinen Besitz zu verkaufen, um ihm nachzufolgen.

Die vorliegende neutestamentliche Proseminararbeit ist eine Exegese von Mt 19,16-22. Anhand von sieben historisch-kritischen Methodenschritten synchroner und diachroner Art soll eine Untersuchung dieser Perikope dargelegt werden.

Das Ziel der Arbeit ist es zunächst den möglichst ursprünglichen Text der Perikope vom reichen Jüngling unter Zuhilfenahme des kritischen Apparats aus dem Novum Testamentum Graece1 zu rekonstruieren. Nach einer Übersetzung wird eine Textanalyse durchgeführt, in deren Verlauf die Perikope abgegrenzt und ihr Kontext analysiert wird. Außerdem wird der Text auf seine grammatisch-syntaktische, seine semantische, sowie auf seine pragmatische und narrative Kohärenz untersucht.

Dieser Schritt beendet die synchrone Analyse des Textes und mit Hilfe der Literarkritik, die einen synoptischen Vergleich durchführt, beginnt die diachrone Analyse des Textes. Die Formgeschichte fragt nach der Gattung der Perikope und ihrem Sitz im Leben. In der darauf folgenden religionsgeschichtlichen Analyse wird die Perikope zunächst mit außerneutestamentlicher Literatur verglichen, um Übereinstimmungen und Differenzen in der Überlieferung christlicher und nichtchristlicher Literatur aufzuzeigen. Anschließend wird eine Motivanalyse durchgeführt, die den Bedeutungswandel und den Gebrauch des Wortes avkolouqe,w darstellen soll. In der Redaktionskritik soll die Perikope im Hinblick auf ihre Intertextualität untersucht werden und es soll der Frage nachgegangen werden inwieweit Matthäus redaktionelle Eingriffe vorgenommen hat und wie er das Material für sein Evangelium ausgewählt und zusammengestellt hat. In der abschließenden hermeneutische Reflexion wird der Text in den gegenwärtigen Kontext projizieren und dadurch der historische Abstand zwischen Text und Gegenwart überbrückt.

II. Übersetzung

16 | Und siehe, einer, der herangekommen war, sagte zu ihm: „Lehrer, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben erhalte?“

17 | Er aber entgegnete ihm: „Was fragst du mich nach dem Guten? Einer ist der Gute; wenn du aber in das Leben hineingehen willst, halte die Gebote.“

18 | Er fragte ihn: „Welche?“ Jesus aber antwortete: „ Du sollst nicht töten, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen,

19 | ehre den Vater und die Mutter und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

20 | Der Jüngling sagte ihm: „Alles das habe ich eingehalten; woran leide ich Mangel?“

21 | Jesus antwortete ihm: „Wenn du vollständig sein willst geh weg, verkaufe deinen Besitz und gib ihn den Armen und du wirst einen Schatz im Himmel haben und komm und folge mir nach.“

22 | Als aber der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt weg, denn er hatte viele Besitztümer.

III. Textkritik

In der Perikope Mt 19,16-22 gibt es insgesamt 16 Stellen mit unterschiedlichen Lesarten. Deswegen wird eine Auswahl getroffen, welche dieser Stellen in der Proseminararbeit unter Zuhilfenahme des textkritischen Apparats des Novum Testamentum Graece untersucht werden sollen, um der Übersetzung der Perikope einen möglichst ursprünglichen Text zugrunde legen zu können.

Die erste der ausgewählten Stellen steht in Vers 16 und bezieht sich auf die Anrede Jesus durch seine Jünger mit der Bezeichnung dida,skale. In einer Variante die durch eine Vielzahl an Zeugen belegt ist wird als Ergänzung hierzu das Adjektiv avgaqe, eingefügt.

Diese Variante wird bezeugt durch C (Codex Ephraemi Syri Rescriptus), W (Codex Freerianus), Q (Codex Coridethianus), die Minuskelfamilie ƒ13, die Minuskel 33, Û (Mehrheitstext), einer altlateinischen Vulgata Handschrift, der syrischen, der sahidischen, der mittelägyptischen, sowie Teilen der bohairischen Überlieferung und Zitaten bei den Kirchenvätern Marcus, Justinus und Origines.

Die Standardlesart wird durch folgende Quellen bezeugt: a (Codex Sinaiticus), B (Codex Vaticanus), D (Codex Bezea Catabrigiensis), L (Codex Regius), die Minuskelfamilie ƒ1, die Minuskel 892, wenige Handschriften, die von Û abweichen, altlateinischen Handschriften, Teilen der bohairischen Überlieferung, sowie dem Teil eines Zitats von Kirchenvater Origines.

Mit drei Zeugen der Kategorie I, sowie zwei Zeugen der Kategorie II ist die Standardlesart etwas besser bezeugt, als die Variante, die aber auch von drei Zeugen der Kategorie II und zwei Zeugen der Kategorie III bezeugt wird. In diesem Fall sprechen die äußeren Kriterien also für die Standardlesart. Auch die inneren Kriterien sprechen dafür, dass avgaqe, später hinzugefügt wurde und somit die kürzere Standardlesart die ursprüngliche ist (lectio brevior).

Die zweite Stelle findet sich in Vers 17 in der Antwort Jesu an den Jüngling. Eine Variante dieser Stelle ist die Einfügung o` qeo,j nach avgaqo,j.

Diese Variante wird von altlateinischen Vulgata Handschrift, dem Cureton-Syrer, der mittelägyptischen Überlieferung, sowie der bohairischen Überlieferung bezeugt.

Eine andere Lesart fügt an der selben Stelle o` path,r ein, was durch ein Zitat beim Kirchenvater Marcus bezeugt wird.

Hier ist der Fall klar, die Standardlesart ist als ursprünglich anzuerkennen. Deswegen werden die Zeugen, die für sie sprechen, auch nicht im kritischen Apparat aufgelistet , da die Varianten nur durch Überlieferungen, einer Handschrift und einem Kirchenvaterzitat belegt sind. Auch die innere Textkritik spricht für die Standardlesart, da sie die kürzere Variante ist (lectio brevior).

Ebenfalls in Vers 17, als Jesus dem Jüngling sagt er solle die Gebote halten, stellt sich die Frage, ob seine Aufforderrung ein Imperativ Aorist (th,rhson) ist, wie es die Standardlesart bezeugt oder ob es sich um einen Imperativ Präsens handelt (th,rei).

Für den Imperativ Aorist sprechen die Zeugen a (Codex Sinaiticus), C (Codex Ephraemi Syri Rescriptus), L (Codex Regius), W (Codex Freerianus), Q (Codex Coridethianus), die Minuskelfamilien ƒ1 und ƒ13, die Minuskel 33 und Û (Mehrheitstext).

Die Variante mit threi wird durch B (Codex Vaticanus), D (Codex Bezea Catabrigiensis) und die Minuskel 565 bezeugt.

Da beide Lesarten durch einen Zeugen der Kategorie I bezeugt werden und die innere Textkritik keine Hilfe bietet fällt die Entscheidung nicht leicht, welche Lesart als ursprünglich anzuerkennen ist. Dies wird auch dadurch deutlich, dass in der 26. Auflage des Novum Testamentum noch die Variante mit th,rei die Standardlesart war und erst in der 27. Auflage entschied sich Aland dafür, th,rhson als Standardlesart abzudrucken. Wahrscheinlich handelt es sich dabei auch um die ursprüngliche Lesart, da sie insgesamt von mehr Zeugen belegt ist.

In Vers 21 ist die Frage nach der Ursprünglichkeit am schwierigsten zu beantworten. Es stellt sich die Frage ob die Form ouvranoi/j, die Standardlesart, oder die Form ouvranw| ursprünglich ist. Auch an dieser Stelle wurde die Dativpluralform ouvranoi/j erst in der 27. Auflage als Standardlesart festgelegt.

Dafür sprechen die Zeugen B (Codex Vaticanus), C (Codex Ephraemi Syri Rescriptus), D (Codex Bezea Catabrigiensis), Γ (Codex Tischendorfianus), wenige Handschriften, die vom Mehrheitstext abweichen, außerdem die sahidische, die mittelägyptische, sowie die bohairische Überlieferung.

Für die Variante im Dativ Singular sprechen die Zeugen a (Codex Sinaiticus), L (Codex Regius), W (Codex Freerianus), Z (Codex Dublinensis), Q (Codex Coridethianus), die Majuskel 0281, die Minuskelfamilien ƒ1 und ƒ13,die Minuskel 33, Û (Mehrheitstext), eine altlateinische Vulgatahandschrift und die bohairische Überlieferung.

Die äußere Textkritik spricht für die alternative Lesart, da zwei Zeugen der Kategorie I und drei der Kategorie II angehören, wohingegen die Standardlesart nur von jeweils einem Zeugen der Kategorien I, II, IV und V bezeugt wird.

Die innere Textkritik muss aber unter zur Hilfenahme der lectio difficilior zu dem Schluss kommen, dass die Pluralform ouvranoi/j die ursprüngliche ist und widerspricht dabei der äußeren Textkritik. Denn die lectio difficilior besagt, dass die schwierigere Form ursprünglich ist, da ein Text von einem Abschreiber eher vereinfacht als verkompliziert wird. Und die Singularform ouvranw beschreibt das Gemeinte wohl genauer, der Jüngling soll sich nämlich einen Schatz im Himmel (Singular) und nicht in mehreren Himmeln schaffen.

IV. Textanalyse

Der folgende Methodenschritt der Textanalyse hat das Ziel mit Hilfe eines methodisch orientierten Einstiegs in den Text eine grundlegende Textwahrnehmung zu liefern2 und die Perikope auf ihre Kohärenz zu untersuchen. Hierzu wird zunächst eine Kontextanalyse durchgeführt, welche die Perikope in ihren innerevangelischen Mikro- und Makrokontext einordnen soll. Anschließend werden, unter Berücksichtigung des matthäischen Vorzugswortschatzes, dem Vorkommen grammatischer Funktionen und der Verknüpfung der Sätze und Teilsätze untereinander, die sprachlichen Eigenheiten des Textes aufgezeigt. In der semantischen Analyse wird der Bedeutung einzelner Worte und Wortgruppen genauer nachgegangen, um anschließend in der pragmatischen und narrativen Analyse sowohl darzulegen, welche Wirkabsicht der Autor bei seinen Adressaten zu realisieren versucht, als auch die Rolle der Handlungsträger in der Perikope aufzuzeigen.3

Dass mit dem Vers Mt 19,16 eine neue Perikope beginnt wird klar, wenn man Vers 15 betrachtet: kai. evpiqei.j ta.j ce/raj auvtoi/j evporeu,qh evkei/qen. Jesus zieht also nachdem er Kindern die Hände auflegte weiter und somit endet hier ein Sinnabschnitt. Auch die Einführung einer zunächst nicht näher beschriebenen Person e-ij führt zu dem selben Schluss. Obwohl Vers 23, in dem Jesus sich an seine Jünger wendet, sich zeitlich wohl nahtlos an Vers 22 anschließt, kann man an dieser Stelle eine Zäsur setzten, da mit dem nun näher beschriebenen Jüngling (o` neani,skoj) der Gesprächspartner Jesu die Szene verlässt: avph/lqen lupou,menoj. Auch sprachlich lässt sich diese Einteilung rechtfertigen: führt Jesus mit dem Jüngling in den Versen 16 bis 22 noch einen Dialog, schließt sich daran ein Vortrag Jesu an seine Jünger an.

Um die Perikope nun in ihrem innerevangelischen Kontext zu verorten ist es zunächst notwendig eine Grobgliederung des gesamten Matthäusevangeliums darzulegen. Eine sinnvolle Gliederung liefert Bienert, der das Matthäusevangelium in fünf Abschnitte gliedert.4

Der erste Abschnitt, Mt 1-2, beschreibt die Vorgeschichte von Jesu Wirken, mit einem ausführlichen Stammbaum, dem Bericht seiner Geburt und der Flucht nach Ägypten. Mt 3,1 - Mt 4,11 beschreibt die Vorbereitung auf sein Auftreten in Galiläa durch einen Bericht über Johannes den Täufer, Jesu Taufe und Versuchung durch den Teufel. Der dritte und längste Abschnitt (Mt 4,12 – Mt 18,35)5 hat Jesu Wirken bis zu seinem Aufbruch in Richtung Jerusalem zum Thema. In die Verse Mt 4,12- Mt 18,35 fallen die Ereignisse der Jüngerberufung (Mt 4,18-22), die Bergpredigt (Mt 5-7), diverse Heilungen (Mt 8-9), Reden über die Nachfolge und Gleichnisse zum Himmelreich (Mt 10-13), Jesu Gang auf dem Wasser sowie die Speisungen der 5000 beziehungsweise 4000 (Mt 14-15), die Warnung vor den Pharisäern (Mt 16), die Verklärung Jesu und Anweisungen über das Leben in der Gemeinde (Mt 17-18). Mit Vers 19 und Jesu Aufbruch nach Jerusalem beginnt der vierte Abschnitt, in den auch die Perikope über den reichen Jüngling fällt. Der Abschnitt endet mit Jesu Einzug in Jerusalem in Vers 21. Im fünften und letzten Abschnitt, Mt 21-28, erzählt Jesus seinen Jüngern noch einmal Gleichnisse und stellt sich den Fragen der Pharisäer (Mt 21-23), er hält eine Rede über die Endzeit (Mt 24-25) und schließlich wird Jesu Leiden, Sterben und seine Auferstehung beschrieben (Mt 26-28).

Die Perikope über den reichen Jüngling ist also im vierten Abschnitt, auf dem Weg Jesu nach Jerusalem zu verorten. Direkt vorangestellt wird ihr die Frage nach der Ehescheidung und die anschließende Segnung der Kinder. Die Kinder wurden von den Jüngern zuerst daran gehindert, sich von Jesus die Hände auflegen zu lassen. Doch Jesus fuhr seine Jünger an und gebot ihnen: „a;fete ta. paidi,a kai. mh. kwlu,te auvta. evlqei/n pro,j me( tw/n ga.r toiou,twn evstin h` basilei,a tw/n ouvranw/n)“ Jesus erklärt also seinen Jüngern unmittelbar vor dem Auftreten des reichen Jünglings, dass das Himmelreich gerade für solche gemacht ist, die es empfangen wie Kinder. Dem Jüngling hingegen trägt er auf die Gebote zu halten, seinen Besitz zu verkaufen und ihn den Armen zu schenken. Nachdem der reiche Jüngling sich wieder entfernte erklärt Jesus seinen Jüngern: „euvkopw,tero,n evstin ka,mhlon dia. truph,matoj r`afi,doj dielqei/n h' plou,sion eivselqei/n eivj th.n basilei,an tou/ qeou/)“ Als seine Jünger darauf mit Bestürzung reagieren und sich darauf fragen, wer denn dann überhaupt gerettet werden könne beruhigt Jesus sie: „para. Avnqpw,poij tou/to avdu,naton evstin( para. de, qew/| pa,nta dunata,)“ Als daraufhin Petrus Jesus nach dem Lohn für seine Nachfolge und die der Jünger fragt, sagt er seinen Jüngern, dass sie in der erneuerten Welt (paliggenesi,a) auf zwölf Thronen sitzen werden und über die zwölf Stämme Israels richten werden. Desweiteren versichert er ihnen, dass jeder der etwas zurücklässt um ihm nachzufolgen alles hundertfach zurückbekommt.

Es scheint zunächst als würde ein Gegensatz zwischen der Kindersegnung und dem Umgang mit dem reichen Jüngling vorherrschen und Jesus diesen benachteiligen. Dieser Eindruck wird auch dadurch noch bestärkt, dass er sich nach seinem Gespräch mit Jesus von ihm und seinen Jüngern entfernt und es offengelassen wird, ob er seinen Besitz nun wirklich verkauft um ihn den Armen zu schenken und um Jesus nachfolgen zu können. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, macht Jesus nur mit der Aussage, dass bei Gott alles möglich sei, auch die Rettung eines Reichen, Hoffnung darauf, dass auch der reiche Jüngling errettet wird.

Man könnte jedoch auch argumentieren, dass Jesus genau die gleichen Maßstäbe an die Kinder und den reichen Jüngling anlegt: Besitzlosigkeit. Denn man kann davon ausgehen, dass die zu Jesus gebrachten Kinder nicht über Geld verfügten und so dieses Ideal verkörpern wie es Jesus auch selbst vorgelebt hat.

Geht man davon aus, dass das komplette Evangelium auf Leiden, Tod und Auferstehung Jesu ausgerichtet ist,6 kommt der Begegnung mit dem reichen Jüngling eine besondere Bedeutung zu, da sie sich zeitlich gesehen wohl unmittelbar vor dem

Einzug Jesu in Jerusalem abspielt.7 Das Zürnen gegen seine Jünger vor der Kindersegnung, sowie die Belehrung nach dem Gespräch mit dem reichen Jüngling bildet also den Höhepunkt von Jesu Versuch, die Jünger über die bedingungslose Nachfolge aufzuklären, bevor sie gemeinsam in Jerusalem einziehen.

Typisch für den Sprachstil des Matthäus ist das häufige Zitieren der Septuaginta,8 wie beispielsweise in Mt 19,18,9 den in Bezug auf die Hauptquelle Markus leicht gehobenen sprachlichen Stil und seine formelhafte Sprache.

...


1 Aland, Kurt u.a. [Hrsg.]: Novum Testamentum Graece. Stuttgart. 200727.

2 Schnelle, Udo: Einführung in die neutestamentliche Exegese. Göttingen. 20087. S.56.

3 Fenske, Wolfgang: Arbeitsbuch zur Exegese des Neuen Testaments. Ein Proseminar. Gütersloh. 1999. S. 31..

4 Bienert, David C.: Bibelkunde des Neuen Testaments. Gütersloh. 2010. S.75f.

5 An dieser Stelle wird von der Einteilung Bienerts abgewichen. Stattdessen folgt die Einteilung der Interpretation Horst Dietrich Preuß und Klaus Bergers. Vgl.: Preuß, Horst Dietrich und Berger, Klaus: Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments 2. Register der biblischen Gattungen und Themen. Arbeitsfragen und Antworten. Tübingen/Basel. 20036. S. 208. Diese Abweichung ist dadurch zu begründen, dass Jesus Galiläa erst in Vers 19 verlässt: Kai. evge,nto o[te evte,lesen o` Vihsou/j tou.j lo,gouj tou,touj( meth/ren avpo. th/j Galilai,aj)

6 Davon kann man ausgehen, da Jesus sein Leiden, Sterben und Auferstehen insgesamt drei Mal ankündigt (Mt 16,21-23; Mt 17,22-23; Mt 20,17-19)

7 Wahrscheinlich spielt sich die Perikope in der näheren Umgebung Jerichos ab, denn nach der Kindersegnung wird berichtet, dass Jesus weiterzieht. Wohin gibt Matthäus jedoch nicht an, erst in Mt 20,29 wird berichtet, dass Jesus von Jericho aus weiter nach Jerusalem zieht, da aber bis zu dieser Stelle nicht davon berichtet wird, dass Jesus erneut den Ort wechselt, kann man davon ausgehen, dass er sich bereits in Mt 19,16-22 in der Umgebung von Jericho aufhält.

8 Bsp.: Mt 7,28 „Kai. evge,neto o[te evte,lesen o` Vihsou/j tou.j lo,gouj tou,touj“

9 Ouv foneu,seij( ouv moiceu,seij( ouv kle,yseij( ouv yeudomartuph,seij)

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Der reiche Jüngling in Mt 19, 16-22. Eine neutestamentliche Exegese
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,7
Jahr
2010
Seiten
30
Katalognummer
V428859
ISBN (eBook)
9783668724488
ISBN (Buch)
9783668724495
Dateigröße
658 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jüngling, eine, exegese
Arbeit zitieren
Anonym, 2010, Der reiche Jüngling in Mt 19, 16-22. Eine neutestamentliche Exegese, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428859

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