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Die bilanzielle Abbildung ausgewählter Aspekte der Digitalisierung

Titel: Die bilanzielle Abbildung ausgewählter Aspekte der Digitalisierung

Bachelorarbeit , 2018 , 47 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Chris-Kenneth Syring (Autor:in)

BWL - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit besteht in der Beantwortung der Fragestellung, wie Unternehmen ausgewählte Digitalisierungsaspekte nach IFRS bilanzieren können.
Es wird sich dabei vorwiegend auf selbst erstellte und erworbene Vermögenswerte konzentriert.

Die in den letzten Jahrzehnten voranschreitende Transformation von analogen zu digitalen Geschäftsmodellen stellt eine fundamental strukturelle Veränderung für Unternehmen und deren Wertschöpfungsketten dar. Neben der vermehrten Einführung und Nutzung von Software gewinnen auch Aspekte wie Kryptowährungen, Cloud-Systeme und Websites weiter an Bedeutung. Zum einen bauen Unternehmen ihre Geschäftsmodelle auf Basis der neuen Technologie auf und zum anderen erweitern traditionelle Unternehmen ihr Leistungsprogramm mit digitalen Angeboten.

Aus dieser Entwicklung leitet sich eine steigende Herausforderung für die Rechnungslegung ab, bei der die bilanzielle Abbildung der Geschäftsvorgänge auf Grundlage der bestehenden IFRS-Regelungen vorgenommen werden.
Die Herausforderung besteht im Wesentlichen darin, die schnell frequentierte Entwicklung und Veränderung im Bereich der Technologie retrospektiv im Geschäftsbericht abzubilden und damit eine realistische Darstellung des Geschäftsjahres an die Adressaten zu liefern.

Ein wichtiges Merkmal für die Bilanzierung der Aspekte digitaler Geschäftsmodelle ist dabei die Einordnung als immaterielle Vermögenswerte, die den Regelungen des IAS 38 unterliegen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Immaterielle Vermögensgegenstände und deren Bilanzierung nach IAS 38

2.1 Der Ansatz immaterieller Vermögensgegenstände

2.2 Eingangsbewertung

2.3 Folgebewertung

2.4 Angaben im Anhang der Bilanz

3 Bilanzielle Erfassung ausgewählter Aspekte der Digitalisierung

3.1 Bilanzielle Behandlung von Software

3.2 Bilanzierung von Cloud-Systemen

3.3 Bilanzielle Behandlung von Websites

3.4 Bilanzielle Behandlung von Kryptowährungen

4 Bilanzielle Darstellung von Aspekten der Digitalisierung in ausgewählten Unternehmen

4.1 Darstellung

4.2 Lufthansa AG: Bilanzierung der Aspekte der Digitalisierung

4.3 Zalando SE: Bilanzierung der Aspekte der Digitalisierung

5 Kritische Betrachtung der aktuellen Rechnungslegungsstandards

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen bei der bilanziellen Abbildung verschiedener Digitalisierungsaspekte (wie Software, Cloud-Systeme und Kryptowährungen) nach den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Aspekte als immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 aktiviert werden können und wie Unternehmen diese in der Praxis darstellen.

  • Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IAS 38 (Ansatz und Bewertung)
  • Spezifische bilanzielle Behandlung von Software, Cloud-Systemen und Websites
  • Herausforderungen bei der Bilanzierung von Kryptowährungen
  • Praxisanalyse der Berichterstattung bei der Lufthansa Group und Zalando SE
  • Kritische Würdigung der aktuellen IFRS-Standards in Bezug auf die digitale Transformation

Auszug aus dem Buch

3.4 Bilanzielle Behandlung von Kryptowährungen

Die mediale Aufmerksamkeit im Jahresverlauf 2017 rückte einen weiteren Aspekt der Digitalisierung in den Vordergrund. Kryptowährungen, also digitale Zahlungsmittel, werden zunehmend auch als alternatives Zahlungsmittel bei einer immer größeren Anzahl von Unternehmen, wie Microsoft oder PayPal akzeptiert und genutzt. Die Bosch Venture Capital GmbH investiert darüber hinaus in die Kryptowährung IOTA, um neben der Nutzung der digitalen Zahlungsmittel auch die Abwicklungs-Technologie für weitere Geschäftsbereiche zu nutzen. Dadurch dass es innerhalb des Blockchain Transaktionssystems keinen Finanzintermediär gibt, entstehen Kosten- und Geschwindigkeitsvorteile.

In der internationalen Rechnungslegung nach IFRS wurden bisher keine auf Kryptowährungen ausgerichteten Vorgaben gemacht, wodurch die Einordnung in das vorliegende Normengefüge der IFRS vorgenommen werden muss. Eine Bilanzierung dieses Digitalisierungsaspekts ist ebenfalls nach IAS 38 möglich. Das zu prüfende Ansatzkriterium der Identifizierbarkeit ist gegeben, da Kryptowährungen vom Unternehmen durch Verkauf, Übertragung und Tausch separiert werden können. Darüber hinaus ist Kryptowährung ohne physische Substanz, nicht-monetär und erfüllt die Voraussetzungen der Verfügungsgewalt und des künftigen wirtschaftlichen Nutzens. Die Voraussetzung nach IAS 38.21 (b), dass die Anschaffungs- und Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können, ist bei erworbener Kryptowährung unproblematisch.

Bei selbst erstellten Kryptowährungen ist die Erfassung der Herstellungskosten wie IT-, Strom- und Lohnkosten von IT-Personal allerdings mit höherem Aufwand verbunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Transformation von analogen zu digitalen Geschäftsmodellen ein und erläutert die daraus resultierenden Herausforderungen für die Rechnungslegung nach IFRS.

2 Immaterielle Vermögensgegenstände und deren Bilanzierung nach IAS 38: Dieses Kapitel definiert die Kriterien für den Ansatz, die Erstbewertung und die Folgebewertung von immateriellen Vermögenswerten nach dem IAS 38.

3 Bilanzielle Erfassung ausgewählter Aspekte der Digitalisierung: Hier wird die Anwendung der IAS 38-Vorschriften auf spezifische digitale Phänomene wie Software, Cloud-Systeme, Websites und Kryptowährungen detailliert analysiert.

4 Bilanzielle Darstellung von Aspekten der Digitalisierung in ausgewählten Unternehmen: Dieser Abschnitt untersucht anhand der Geschäftsberichte der Lufthansa Group und der Zalando SE die praktische Umsetzung der Bilanzierung von Digitalisierungsaspekten.

5 Kritische Betrachtung der aktuellen Rechnungslegungsstandards: Es erfolgt eine kritische Analyse der bestehenden IFRS-Regelungen im Hinblick auf Ermessensspielräume und die Notwendigkeit einer Anpassung an agile Entwicklungsprozesse.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass eine Weiterentwicklung der Standards hin zu einer präziseren Abbildung digitaler Transformation sinnvoll wäre.

Schlüsselwörter

Digitalisierung, IFRS, IAS 38, Immaterielle Vermögenswerte, Software, Cloud-Systeme, Kryptowährungen, Bilanzierung, Anschaffungskosten, Folgebewertung, Aktivierung, Geschäftsbericht, Lufthansa Group, Zalando SE, Rechnungslegung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Erfassung von Digitalisierungsaspekten (wie Software, Websites, Cloud-Systeme und Kryptowährungen) im Rahmen der internationalen Rechnungslegung nach IFRS.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Einordnung digitaler Güter als immaterielle Vermögenswerte nach IAS 38, deren Bewertung, die Bilanzierungspraxis in großen Unternehmen sowie die kritische Reflexion des aktuellen Normengefüges.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen verschiedene Aspekte der Digitalisierung nach IFRS bilanzieren können und welche Herausforderungen dabei entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der IFRS-Standards (insbesondere IAS 38) in Kombination mit einer empirischen Analyse von Geschäftsberichten ausgewählter Unternehmen (Lufthansa Group und Zalando SE).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten nach IAS 38 gelegt, anschließend wird die Bilanzierung spezifischer Digitalisierungsaspekte analysiert und an zwei Praxisbeispielen veranschaulicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Digitalisierung, IFRS, IAS 38, Immaterielle Vermögenswerte, Bilanzierung, Software, Kryptowährungen und Praxisanalyse charakterisiert.

Wie werden Kryptowährungen laut der Arbeit bilanziert?

Aufgrund fehlender spezifischer IFRS-Vorgaben werden Kryptowährungen in der Regel als immaterielle Vermögenswerte nach IAS 38 bilanziert, sofern die Definitions- und Ansatzkriterien (wie Identifizierbarkeit und künftiger wirtschaftlicher Nutzen) erfüllt sind.

Welche Kritik übt der Autor an der aktuellen Rechnungslegung?

Der Autor kritisiert insbesondere die breiten Ermessensspielräume bei der Trennung von Forschungs- und Entwicklungsphasen sowie den geringen Informationsgehalt in den Bilanzen durch die Zusammenfassung digitaler Aspekte in zu allgemeine Gruppen.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die bilanzielle Abbildung ausgewählter Aspekte der Digitalisierung
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Wirtschaftsprüfung und Rechnungslegung)
Note
1,3
Autor
Chris-Kenneth Syring (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
47
Katalognummer
V428873
ISBN (eBook)
9783668729803
ISBN (Buch)
9783668729810
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitalisierung Kryptowährungen Bitcoin IAS 38 SIC 32 Industrie 4.0 Software immaterielle Vermögenswerte IFRS Website Blockchain 2018
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Chris-Kenneth Syring (Autor:in), 2018, Die bilanzielle Abbildung ausgewählter Aspekte der Digitalisierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428873
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  47  Seiten
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