Exzerpt aus "Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des Staatsrechts" (Jean-Jacques Rousseau)


Exzerpt, 2016

11 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Von den ersten Gesellschaften:

3. Vom Gesellschaftsvertrag:

4. Vom Souverän:

5. Vom bürgerlichen Stand und vom dinglichen Besitz:

6. Die Souveränität:

7. Gesetz, Gesetzgebung und vom Volk:

8. Einteilung der Gesetze:

9. Regierungen und Regierungsformen:

10. Kennzeichen einer guten Regierung und Missbrauch seitens der Regierung:

11. Erhaltung der souveränen Gewalt und Abgeordnete:

12. Regierung:

13. Abstimmungen und Wahlen:

14. Die Art der Stimmenabgabe und Stimmensammlung in Rom:

15. Tribunat, Diktatur und bürgerliche Religion:

16. Kritische Stellungnahme:

Literaturverzeichnis:

Jean-Jacques Rousseau wurde 1712 im katholisch geprägten Genf geboren. Nachdem seine Mutter gleich nach der Geburt verstarb, wurde er von seinem Vater erzogen, der ihm die Liebe zur Literatur und Natur zeigte. Durch seinen Vater entwickelte Rousseau weiters ein Hingabegefühl zu seinen Heimatort. (vgl. Wokler, 1995, 10f.)

Mit 15 Jahren verbrachte er zehn Jahre bei Madame de Warens in Genf wo er seine mangelnde Schulbildung ausgleichen konnte. (vgl. ebd.: 12)

Danach verdiente er Geld als Musiker und zog 1741 nach Paris. (vgl. ebd.: 13)

Nach mehreren Publikationen erschien 1762 sein bekanntestes Werk: Der Gesellschaftsvertrag. (vgl. Wolff, 2015, 188)

Durch seine Kritik an der katholischen Kirche musste er 1762 fliehen. Als Heimatloser und Reisender begleitete ihn David Hume 1766 nach England. Nach kurzer Zeit kehrte er jedoch wieder nach Frankreich zurück, mit dem Versprechen seine Schriften nicht zu veröffentlichen. Im Norden von Paris starb Rousseau schließlich an einem Schlaganfall im Jahr 1778. Rousseau fand nach seinem Tod viel Anerkennung, vor allem im aufgeklärten Europa und er wurde zur Symbolfigur der französischen Revolution. Keiner stand so für die Volkssouveränität und gegen das Priestertum ein. (vgl. Wokler, 1995, 27f.)

1. Einleitung:

Rousseau will herausfinden ob es eine rechtskonforme andauernde Regel für das Regieren gibt. Jeder Mensch wird als freier geboren, er kann sein Leben aber nicht dementsprechend gestalten. Rousseau setzt den Blick auf die gesellschaftliche Ordnung, welche die Basis dafür bildet. Diese Ordnung basiert jedoch auf einem Übereinkommen und ist nicht naturgegeben. (vgl. Rousseau, 1983, 5f.)

2. Von den ersten Gesellschaften:

Jeder Mensch wird als freier geboren, darum löst sich auch das Band Vater-Kind nachdem die Kinder fähig geworden sind, sich selbst zu versorgen. Die miteinhergehende Zuneigung des Vaters zu seinen Kindern fehlt jedoch einem Staat bezüglich seines Volkes. Er ersetzt es durch das Befehlen. (vgl. ebd.: 6f.)

Dies widerspricht jedoch der angeborenen Freiheit der Menschen und widerlegt damit das Recht, welches durch Stärke ausgeübt wird. (vgl. ebd.: 7f.)

Setzt man das persönliche Freisein der Sklaverei, die möglicherweise aus freien Stücken des betroffenen folgt, gegenüber, liegt der Schluss nahe, dass es auch das nicht geben kann, da die Sklaverei durch Gewalt ausgeübt wird. (vgl. ebd.: 10ff.)

Ein Volk kann sich trotzdem an eine herrschende Person veräußern, jedoch impliziert dies, dass man schon ein Volk vorher war. Dies wiederum setzt einen Beschluss voraus der die Grundlage einer Gesellschaft ist. (vgl. ebd.: 16)

3. Vom Gesellschaftsvertrag:

Es ist ein Zusammenschluss, der seine einzelnen Kräfte mit der gesamten Kraft beschützen soll, dabei sollen die einzelnen Glieder jedoch weiter frei sein. Diese Problematik soll durch den Gesellschaftsvertrag gelöst werden. Dies wird erreicht indem sich die einzelnen Akteure zusammentun und ihre Person dem Gemeinwillen widmen. Dadurch bildet sich eine Gesamtkörperschaft. (vgl. ebd.: 17f.)

4. Vom Souverän:

Dieses eingegangene Bündnis zieht nun Verpflichtungen nach sich. Jede Person verpflichtet sich als Souveränitätsmitglied gegenüber der/ des Einzelnen und als Staatsmitglied gegenüber dem Souverän [Gemeinwille]. Dadurch wird auch dem möglichen Eigenwillen vorgebeugt, denn wenn man dem Souverän schadet, schadet man gleichzeitig sich selbst. Der Souverän schadet weiters auch den einzelnen Mitgliedern nicht. (vgl. ebd.: 19f.)

5. Vom bürgerlichen Stand und vom dinglichen Besitz:

Der Übergang vom Natürlichen zum bürgerlichen Stand inkludiert eine Verhaltensänderung. Durch das Gerechtigkeitsgefühl anstelle des Instinktes entsteht ein sittliches Verhalten. Der Mensch verliert zwar einiges, gewinnt jedoch mehr bei dieser Veränderung. Ein Beispiel: er verliert zwar seine naturgegebene Freiheit, jedoch erlangt er die bürgerliche und somit das Eigentum an seinem Hab und Gut. (vgl. ebd.: 22)

Im Augenblick der Gemeinschaftsbildung überträgt jedes Mitglied neben seinen Kräften auch seinen Besitz an die Gemeinschaft, da die Kräfte des Zusammenschlusses größer sind. Egal wie der/ die Einzelne zu Besitz kommt, folglich ist es auch Besitz der einzelnen Person gleichzeitig Besitz der Gemeinschaft. (vgl. ebd.: 23ff.)

6. Die Souveränität:

Rousseau nimmt an, dass die Souveränität niemals feilgeboten werden kann, da sie nur das Ausführen des Gemeinwillens darstellt. Der Wille kann also nicht an jemanden abgegeben werden, die Macht hingegen schon. In jenem Moment wo ein Volk blinden Gehorsam verspricht, geht die Eigenschaft als Volk verloren. In dem Moment in dem es einen Herrscher gibt ist der Souverän verloren. Deswegen ist die Souveränität auch nicht teilbar. Da Regierende dies wissen, teilen sie die Souveränität in ihrem Bezug auf. Ein Beispiel soll unter anderem die Trennung der Exekutive und Legislative zeigen. (vgl. ebd.: 28f.)

Rousseau sieht auch eine Begrenzung der souveränen Gewalt, da er nicht weiß wer bei einer strittigen Situation zweier Parteien entscheiden soll, da der Gemeinwille Einstimmigkeit erfordert. (vgl. ebd.: 34)

Trotzdem wird bei einer Straftat der Gesellschaftsvertrag gebrochen und das folgende Verfahren stellt dies auch fest. Ein Mitglied wird als Vertragsbrüchiger verbannt oder zum Tode verurteilt. (vgl. ebd.: 37f.)

7. Gesetz, Gesetzgebung und vom Volk:

Der Gesellschaftsvertrag gab dem politischen Körper sein Leben, das Gesetz soll ihm einen Willen geben, um Recht und Pflicht zu verbinden, damit Gerechtigkeit entstehen kann. Das Gesetz soll die Untergebenen dabei als Gesamtes betrachten und einen Menschen nicht als Individuum. Weiters müssen die Unterworfenen zugleich Urheber der Gesetze sein. Da der Gemeinwille stets korrekt ist, jedoch nicht immer aufgeklärt, bedarf es einer Gesetzgebung. (vgl. ebd.: 39ff.)

Dabei meint Rousseau, dass es wichtig ist, dass der/ die Gesetzgebende nicht über Menschen befiehlt, da es dadurch zu Nachteile für betroffene kommen kann. (vgl. ebd.: 44)

Es gilt bei der Gesetzgebung zu beachten, ob das Volk auch dafür bereit ist, da es ansonsten zu Unruhen kommen kann. Diesen Zeitpunkt jedoch zu erkennen, ist oftmals sehr schwierig. (vgl. ebd.: 47ff.)

Um eine passende Verfassung zu gewährleisten darf der Staat weiters nicht zu klein und nicht zu groß sein. Besonders bei einer Vergrößerung droht mehr Verwaltungsarbeit, die wiederum durch das Volk finanziert werden muss. Zu beachten gilt es auch die, durch Vergrößerung des Staatsgebietes, vermehrten Provinzen, da diese möglicherweise nicht mit der Regierungslinie einverstanden sind. Des Weiteren warnt Rousseau auch vor kriegerischen Auseinandersetzungen im Falle einer Vergrößerung bzw. Verkleinerung des Staatsgebietes. (vgl. ebd.: 50ff.)

„Was das Werk der Gesetzgebung so mühselig macht, (…) und was ihren Erfolg so selten macht, ist die Unmöglichkeit, die Einfachheit der Natur und die Bedürfnisse der Gesellschaft vereint zu finden“ (ebd.: 56)

8. Einteilung der Gesetze:

Da Kräfte innerhalb eines Volkes dazu neigen, die geltende Gleichheit zu zerstören, muss die Gesetzgebung diesem Streben Einhalt gebieten. (vgl. ebd.: 57)

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Exzerpt aus "Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des Staatsrechts" (Jean-Jacques Rousseau)
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
11
Katalognummer
V428935
ISBN (eBook)
9783668724778
ISBN (Buch)
9783668724785
Dateigröße
510 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politik, Philosophie, Staatstheorie, 18 Jahrhundert
Arbeit zitieren
Alexander Pichler (Autor:in), 2016, Exzerpt aus "Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des Staatsrechts" (Jean-Jacques Rousseau), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428935

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