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Grenzüberschreitende Übertragung von Vertriebsdienstleistungen

Ermittlung von Verrechnungspreisen nach § 1 AStG mittels hypothetischen Fremdvergleichs am Beispiel der Übertragung einer Kundenliste an eine Tochterkapitalgesellschaft im Ausland

Título: Grenzüberschreitende Übertragung von Vertriebsdienstleistungen

Tesis (Bachelor) , 2016 , 48 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Heiko Wagner (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Resumen Extracto de texto Detalles

Ziel der Bachelorarbeit ist es, die Vorgehensweise der ertragsteuerlichen Behandlung der Funktionsverlagerung von Vertriebsdienstleistungen inklusive der Übertragung der Kundenliste systematisch aufzuzeigen und diese auch kritisch zu betrachten. Hieraus werden abschließend Schlussfolgerungen aus der aktuellen Gesetzgebung gezogen und mögliche, sich hieraus ergebende Folgen ersichtlich gemacht.

Der Einleitung nachfolgend soll zunächst geklärt werden, ob es sich bei der Ausgangssituation um eine Funktionsverlagerung handelt. Hierzu werden die Begriffe der Funktion und der Verlagerung analysiert, um hieraus auf das mögliche Vorliegen einer Funktionsverlagerung im steuerlichen Sinne zu schließen.

Danach wird die Bewertung der Funktionsverlagerung des Vertriebs den Kernpunkt der Thesis darstellen. Hierbei wird die vorgesehene Bewertung als Transferpaket beschrieben. Anschließend werden der hypothetische Fremdvergleich und die für das Steuersubstrat notwendige Berechnung des Gewinnpotenzials dargestellt. Hierbei liegt der Fokus auf den Bewertungsgrundlagen der IDW Standards sowie die hieraus anzuwenden Bewertungsmethoden für immaterielle Vermögensgegenstände.

Danach wird die Entstehung des Einigungsbereichs erläutert, sowie die Auswahl des Funktionsverlagerungswertes aus diesem beschrieben. Im Anschluss daran wird die Problematik der nachträglichen Preisanpassung dargestellt sowie den Gestaltungsmöglichkeiten Aufmerksamkeit gezollt, durch Nutzen einer Lizensierungsoption, die Besteuerung auf die individuelle Liquiditätslage anzupassen.

Nach der Betrachtung der Bewertung als Ganzes, wie es das Außensteuergesetz für den Regelfall vorsieht, werden Möglichkeiten aufgezeigt gerade diese mit einer Einzelbewertung zu umgehen. Abschließend wird die sich aus der Besteuerung des Transferpakets ergebende Diskrepanz zwischen AStG und HGB dargestellt sowie die Vereinbarkeit zwischen des § 3 Absatz 2 FVerlV mit Art. 9 OECD-MA und EU-Recht diskutiert.

Zum Abschluss sollen Schlussfolgerungen, die aus der Thematik der Bachelorthesis gezogen werden können wie auch mögliche zukünftige Folgen dargestellt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

I. Ausgangssachverhalt

II. Problematik und Ziel der Bachelorarbeit

B. Prüfung der Funktionsverlagerung

I. Funktionsbegriff bei Übertragung von Vertriebsdienstleistungen in eine Vertriebsgesellschaft in Form des Eigenhändlers

II. Begriff der Verlagerung

C. Bewertung der Funktionsverlagerung des Vertriebs im Sinne des AStG

I. Begriff des Transferpakets

II. Bewertung des Transferpakets

III. Abgrenzung des hypothetischen Fremdvergleichs zum tatsächlichen Fremdvergleich

IV. Gewinnpotenzial

1. Kostenorientiertes Verfahren

2. Marktpreisverfahren

3. Kapitalwertorientiertes Verfahren

V. Kapitalisierungszeitraum

VI. Kapitalisierungszinssatz

VII. Mittelwert des Einigungsbereichs

VIII. Preisanpassungsklausel

IX. Lizensierungsoption der Kundenüberlassung

D. Möglichkeit der Einzelbewertung

I. Kundenstamm als nicht wesentliches immaterielles Wirtschaftsgut

II. Transferpaketäquivalenz

III. Kundenliste als wesentliches immaterielles Wirtschaftsgut

E. Bewertungsmöglichkeit durch § 89b HGB

F. Diskrepanz zwischen Außensteuerrechts und Handelsrecht

I. Widerspruch der Bewertung als Transferpaket zum Grundsatz der Einzelbewertung

II. Abweichung der Bewertung als Transferpaket zum Fortführungsprinzip

III. Verstoß gegen das Realisationsprinzip und Liquiditätsproblematik

G. Diskrepanz zwischen der Transferpaketbesteuerung und Art. 9 OECD-MA

H. Schlussfolgerungen und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ertragsteuerliche Behandlung der grenzüberschreitenden Funktionsverlagerung von Vertriebsdienstleistungen, insbesondere bei Übertragung einer Kundenliste an eine ausländische Tochtergesellschaft, unter Anwendung des hypothetischen Fremdvergleichs und der Transferpaketbewertung.

  • Analyse des Funktionsbegriffs und der Verlagerung im Außensteuerrecht
  • Systematische Darstellung der Bewertung eines Transferpakets nach dem AStG
  • Kritische Würdigung der Bewertungsmethoden für immaterielle Wirtschaftsgüter
  • Untersuchung der Preisanpassungsklausel und möglicher Liquiditätskonflikte
  • Gegenüberstellung von Außensteuerrecht und Handelsrecht sowie OECD-Vorgaben

Auszug aus dem Buch

III. Abgrenzung des hypothetischen Fremdvergleichs zum tatsächlichen Fremdvergleich

Da im vorliegenden Fall weder uneingeschränkt noch eingeschränkt vergleichbare Werte ermittelt werden können, ist auf der dritten Stufe der sogenannte hypothetische Fremdvergleich durchzuführen. Dies ist speziell deshalb gewählt, da in der Praxis für die Bewertung „mangels vergleichbarer Transaktionen mit fremden Dritten meist auf den hypothetischen Fremdvergleich abgestellt“ wird. Der hypothetische Fremdvergleich ist eine Methode der Preisbestimmung, welche als Grundlage ein Rechtsgeschäft unter fiktiven Vertragspartnern hat, welche alle wesentlichen Umstände der Geschäftsbeziehung kennen und nach den Grundsätzen ordentlicher und gewissenhafter Geschäftsleiter gemäß § 1 Absatz 1 Satz 3 AStG handeln. Diese vom Gesetz fingierte Transparenz ist jedoch kritisch zu betrachten. Ein Blick auf die Verhandlungslehre zeigt, dass es bei Preisverhandlungen immer zu einem Auftreten von Informationsasymmetrien kommt. Die Frage, ob der Preis für die Funktionsverlagerung bei Vertragsabschluss gerechtfertigt war, würde sich bei fremden Dritten erst nach Vertragsabschluss ergeben. Somit widerspricht die Annahme des Gesetzes der betriebswirtschaftlichen Praxis. Bei näherer Betrachtung ist anzunehmen, dass die Formulierung des Gesetzestextes so gewählt ist, dass ein fiktiver fairer Preis für beide Seiten ausgehandelt wurde, der infolge steuerlich betrachtet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Beschreibt den Ausgangssachverhalt einer Funktionsverlagerung ins Ausland und definiert das Ziel der Arbeit, die steuerliche Behandlung und Probleme systematisch zu analysieren.

B. Prüfung der Funktionsverlagerung: Erläutert die notwendigen Voraussetzungen für eine Funktionsverlagerung nach AStG und FVerlV, um den steuerrelevanten Begriff der Funktion und Verlagerung abzugrenzen.

C. Bewertung der Funktionsverlagerung des Vertriebs im Sinne des AStG: Analysiert detailliert die Bewertung als Transferpaket, den hypothetischen Fremdvergleich, die Ermittlung von Gewinnpotenzialen sowie die Problematik der Preisanpassung.

D. Möglichkeit der Einzelbewertung: Untersucht Ausnahmen vom Grundsatz der Gesamtbewertung, bei denen eine Einzelbewertung von Wirtschaftsgütern zulässig oder vorteilhaft sein kann.

E. Bewertungsmöglichkeit durch § 89b HGB: Erörtert die Anwendbarkeit der Grundsätze des Ausgleichsanspruchs für Handelsvertreter bei der Bewertung von Eigenhändlerstrukturen.

F. Diskrepanz zwischen Außensteuerrechts und Handelsrecht: Beleuchtet die Konflikte zwischen der steuerlichen Transferpaketbewertung und den handelsrechtlichen Prinzipien wie Einzelbewertung, Fortführungs- und Realisationsprinzip.

G. Diskrepanz zwischen der Transferpaketbesteuerung und Art. 9 OECD-MA: Diskutiert die Indizien für einen möglichen Verstoß des deutschen Rechts gegen internationales Abkommensrecht hinsichtlich der Miteinbeziehung ausländischer Standortvorteile.

H. Schlussfolgerungen und Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die steuerliche Komplexität sowie die verbleibenden Risiken für international tätige Unternehmen.

Schlüsselwörter

Funktionsverlagerung, AStG, Transferpaket, hypothetischer Fremdvergleich, Gewinnpotenzial, Kundenliste, Eigenhändler, Preisanpassungsklausel, FVerlV, Außensteuerrecht, Einzelbewertung, Doppelbesteuerung, Unternehmensbewertung, IDW S 5, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ertragsteuerlichen Implikationen bei einer grenzüberschreitenden Verlagerung von Vertriebsdienstleistungen von einem inländischen Unternehmen auf eine ausländische Tochtergesellschaft.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Außensteuergesetz (AStG), die Funktionsverlagerungsverordnung (FVerlV), Bewertungsmethoden für immaterielle Wirtschaftsgüter und die Abgrenzung zum Handelsrecht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die systematische Vorgehensweise bei der steuerlichen Bewertung einer solchen Funktionsverlagerung aufzuzeigen und die rechtlichen sowie praktischen Herausforderungen kritisch zu würdigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine detaillierte Analyse der aktuellen Gesetzgebung, einschlägiger Rechtsquellen (BMF-Schreiben) und betriebswirtschaftlicher Bewertungsgrundsätze (IDW Standards).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Prüfung der Funktionsverlagerung, der komplexen Bewertung des Transferpakets, der Ermittlung des Gewinnpotenzials und der Analyse von Ausnahmeregelungen wie der Einzelbewertung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Transferpaket", "hypothetischer Fremdvergleich", "Preisanpassungsklausel" und "Funktionsverlagerung".

Welche Bedeutung hat die "Lizensierungsoption" in der Arbeit?

Die Lizensierungsoption wird als Gestaltungsmöglichkeit vorgestellt, um eine steuerliche Einmalbelastung bei einer Funktionsverlagerung zu vermeiden oder abzumildern.

Was ist die Kernproblematik bei der Preisanpassungsklausel?

Die Problematik liegt in der gesetzlichen Fiktion, die eine nachträgliche, teilweise über zehn Jahre währende Dokumentations- und Anpassungslast für das Unternehmen schafft, was zu Liquiditätsproblemen führen kann.

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Detalles

Título
Grenzüberschreitende Übertragung von Vertriebsdienstleistungen
Subtítulo
Ermittlung von Verrechnungspreisen nach § 1 AStG mittels hypothetischen Fremdvergleichs am Beispiel der Übertragung einer Kundenliste an eine Tochterkapitalgesellschaft im Ausland
Universidad
University of Applied Sciences Mainz
Calificación
2,0
Autor
Heiko Wagner (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
48
No. de catálogo
V428975
ISBN (Ebook)
9783668724877
ISBN (Libro)
9783668724884
Idioma
Alemán
Etiqueta
Internationales Steuerrecht § 1 AStG Verrechnungspreis Funktionsverlagerung Außensteuergesetz Funktionsverlagerungsverordnung Steuerrecht IDW S 1 IDW S 5 Gewinnpotenzial hypothetischer Fremdvergleich Kapitalisierung Kundenstamm FVerlV Lizensierungsoption Kundenliste immateriell
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Heiko Wagner (Autor), 2016, Grenzüberschreitende Übertragung von Vertriebsdienstleistungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428975
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Extracto de  48  Páginas
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