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Die antiautoritäre Schulpraxis der heutigen Zeit

Titel: Die antiautoritäre Schulpraxis der heutigen Zeit

Hausarbeit , 2015 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Patrycia Gellert (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit widmet sich dem Kerngedanken antiautoritärer Schulpraxis im Verlauf der letzten Jahrzehnte. Ziel ist es, nachzuzeichnen, inwiefern sich Alexander Sutherland Neills Konzept antiautoritärerer Erziehung auf nachfolgende Schulkonzepte ausgewirkt hat und welche Beweggründe im Laufe der Geschichte der BRD dazu führten, dass sich antiautoritäre Schulformen wie beispielsweise die Glocksee-Schule in Hannover-Döhren durchsetzen konnten und noch immer erfolgreich sind.

Zunächst wird der Ursprung antiautoritärer Erziehung in Anlehnung an Rousseau nachgezeichnet, welcher die Wurzel aller institutionellen antiautoritären Praxis des vorangegangenen Jahrhunderts darstellt. Darauf folgt eine Ausführung Neills Verständnisses antiautoritärer Erziehung, sowie seiner eigens erschaffenen demokratischen Internatsschule „Summerhill“ in den frühen 20ern des 20. Jahrhunderts, welche das Fundament jeglicher nachfolgender Alternativschulbewegungen darstellt. Im Zuge dessen sollen der Grundgedanke und die verfolgten Ziele des Schulkonzepts, die dort ausgeübte Kindererziehung sowie das Verhältnis von Autorität und Macht näher beleuchtet werden.

Anschließend erfolgt eine Darstellung der Reformbewegungen Deutschlands der späten 60er, welche sich seitens sich gegen autoritäre und veraltete Strukturen an Universitäten auflehnender Studenten sowie gegen schulische Strukturen protestierender Schüler ereigneten. Diese stellen einen entscheidenden Katalysator für die Entstehung antiautoritärer Schulen in den späten 60er Jahren wie beispielsweise der Glocksee-Schule dar, auf die daran anschließend eingegangen wird.

In diesem Zusammenhang werden zunächst die Grundvoraussetzungen, die Ideen sowie die konkrete Umsetzung des antiautoritären Gedankens, welcher Bei Neill wurzelt, in der Glocksee-Schule dargelegt. Hiernach werden kritische Einwände gegen das Konzept der Schule seitens ehemaliger SchülerInnen thematisiert. Schließlich werden in einem Fazit die wichtigsten Erkenntnisse hinsichtlich der Existenz und Entstehung antiautoritärer Schulpraxis, wie sie noch heute verrichtet wird, reflektiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Kontext – Der Ursprung Antiautoritärer Erziehung bei Rousseau

3 Neills Verständnis Antiautoritärer Erziehung

3.1 Grundgedanke

3.2 Die Ziele von Summerhill

3.3 Kindererziehung

3.4 Verhältnis von Autorität und Macht

4 Reformbewegungen

4.1 Reformbewegungen seitens Studierender

4.2 Reformbewegungen seitens der Schüler

5 Die Glocksee-Schule als Beispiel Antiautoritärer Schulpraxis

5.1 Grundlegungen, Ideen und Umsetzung des Antiautoritären Verständnisses

5.2 Die Glocksee-Schule in der Kritik – Erfahrungen der Absolventinnen und Absolventen

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und praktische Umsetzung antiautoritärer Schulpraxis, ausgehend von A.S. Neills Summerhill bis hin zur Glocksee-Schule in Hannover, und analysiert dabei, wie sich gesellschaftliche Reformbewegungen der 1960er Jahre auf moderne pädagogische Konzepte ausgewirkt haben.

  • Historische Grundlagen antiautoritärer Erziehung bei Jean-Jacques Rousseau
  • Die pädagogischen Prinzipien und Strukturen der Schule Summerhill
  • Einfluss der 68er-Bewegung auf studentische und schulische Reformprozesse
  • Fallstudie Glocksee-Schule: Konzept, Umsetzung und kritische Reflexion

Auszug aus dem Buch

Die Ziele von Summerhill

Summerhill ist eine 1921 in England gegründete Institution, welche mit einem privat geführten Internat verglichen werden könnte. Die Anzahl der Schüler belief sich in den Anfangsjahren auf durchschnittlich 40-60 Mädchen und Jungen. Die SchülerInnen sind in drei Gruppen, welche nach Alter sortiert sind, eingeteilt (vgl. Neill, 1969, S. 22).

In Summerhill gibt es keine Noten, Stundenpläne, verpflichtenden Unterricht oder Zeugnisse. Es besteht für die älteren Schüler die Möglichkeit, sich individuell auf die Reifeprüfung vorzubereiten und diese an der Schule abzulegen. Das Bestehen der Prüfung ebnet den Weg einer akademischen Karriere. Wie eben genannt, kann jeder Schüler den Unterricht in Summerhill freiwillig besuchen. Neill ist der Auffassung, dass jeder, der lernen will, auch lernt, gleichgültig, welche Methode dazu genutzt wird (vgl. Neill, 1969, S. 23). Mit anderen Worten ausgedrückt ist Neill der Auffassung, dass „[…] Bildung an sich nicht so wichtig ist wie Charakter und Persönlichkeit“ (Neill, 1969, S. 24). Es lässt sich also bis hierher festhalten, dass wichtige Ziele, die in Summerhill verfolgt werden, die Persönlichkeitsbildung und Entwicklung des Verstandes sowie Selbstbestimmung sind. Der Autor fügt hinzu, dass der „Daseinszweck des Kindes [es ist FK], sein eigenes Leben zu leben – nicht das Leben, das es nach Ansicht der besorgten Eltern führen sollte oder das den Absichten des Erziehers entspricht, der zu wissen glaubt, was für das Kind am besten ist“ (Neill, 1969, S. 30).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Arbeit führt in die Thematik der antiautoritären Schulpraxis ein und formuliert das Ziel, den Einfluss von A.S. Neills Konzept auf spätere Schulgründungen wie die Glocksee-Schule zu untersuchen.

2 Historischer Kontext – Der Ursprung Antiautoritärer Erziehung bei Rousseau: Das Kapitel beleuchtet die philosophischen Wurzeln antiautoritärer Erziehung bei Rousseau, insbesondere die Betonung der kindlichen Natur und der Selbstentfaltung.

3 Neills Verständnis Antiautoritärer Erziehung: Hier wird das pädagogische Fundament der Schule Summerhill analysiert, wobei Konzepte wie Selbstregulation, der Verzicht auf Zwänge und das Verhältnis von Autorität und Macht im Fokus stehen.

4 Reformbewegungen: Dieses Kapitel beschreibt die gesellschaftlichen Umbrüche der 68er-Bewegung und deren Rolle als Katalysator für studentische und schulische Proteste gegen autoritäre Strukturen.

5 Die Glocksee-Schule als Beispiel Antiautoritärer Schulpraxis: Die Umsetzung des antiautoritären Konzepts in der Glocksee-Schule wird dargestellt, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit den Erfahrungen ehemaliger Schüler und Eltern.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die historische und pädagogische Bedeutung der 68er-Bewegung für heutige antiautoritäre Schulpraxis zusammen.

Schlüsselwörter

Antiautoritäre Erziehung, Summerhill, Glocksee-Schule, 68er-Bewegung, Reformpädagogik, Selbstregulierung, Jean-Jacques Rousseau, A.S. Neill, Bildungsreform, Schülerbewegung, Demokratisierung, Schule, Persönlichkeitsbildung, Autonomie, Schulpraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung und praktische Anwendung antiautoritärer pädagogischer Ansätze, angefangen bei den historischen Wurzeln bis hin zu konkreten Schulbeispielen in der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern gehören die Erziehungstheorien von J.J. Rousseau, das Konzept der Schule Summerhill, die Protestbewegungen der 68er sowie die Geschichte und Praxis der Glocksee-Schule in Hannover.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuzeichnen, wie sich A.S. Neills Konzept auf nachfolgende Alternativschulen ausgewirkt hat und welche gesellschaftlichen Beweggründe zur Etablierung antiautoritärer Schulformen führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literaturanalyse und der Aufarbeitung pädagogischer Quellentexte sowie Fallbeispielen zur Geschichte der Reformschulen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Rousseau/Neill), die Darstellung der 68er-Reformbewegungen und eine detaillierte Fallstudie zur Glocksee-Schule inklusive deren kritischer Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind antiautoritäre Erziehung, Summerhill, 68er-Bewegung, Glocksee-Schule und Selbstregulierung.

Inwiefern unterscheidet sich die Glocksee-Schule von Summerhill?

Obwohl die Glocksee-Schule durch Neills Ideen beeinflusst wurde, unterscheidet sie sich strukturell, da sie als (Ganz)tagesschule konzipiert ist und nicht als Internat geführt wird.

Wie bewerten ehemalige Schüler das Konzept der Glocksee-Schule?

Ehemalige Schüler schätzen mehrheitlich die Freiheit und offene Zeitstruktur, äußern jedoch vereinzelt Kritik daran, dass eine stärkere fachliche Unterstützung durch Lehrkräfte in bestimmten Phasen hilfreich gewesen wäre.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die antiautoritäre Schulpraxis der heutigen Zeit
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,7
Autor
Patrycia Gellert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
27
Katalognummer
V428976
ISBN (eBook)
9783668724990
ISBN (Buch)
9783668725003
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schulpraxis zeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrycia Gellert (Autor:in), 2015, Die antiautoritäre Schulpraxis der heutigen Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428976
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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