In dieser Hausarbeit sollen die Rahmenbedingungen und Perspektiven einer US-Klimapolitik unter Trump diskutiert werden. Es soll gezeigt werden, wo Trumps Klimapolitik ideologisch und perspektivisch zu verorten ist.
Auf der Suche nach den ideologischen Grundlagen ziehen wir die Erkenntnisse von Robert Samuels „Psychoanalyse der neoliberal-konservativen Counter-Revolution“ heran, um das Gedankengut Trumps zu entlarven. Diese Grundpfeiler im Gedankengut lassen sich ebenso auf klimaschutzpolitische Implikationen übertragen. Als ich mit dem Schreiben der Hausarbeit begann, war meine Recherche in ihrem Resultat noch von Angst und Unsicherheit in der Forschung und Wissenschaft geprägt. Ab dem 26.03.2017 wurde es dann „ernst“ um Trumps Anti-Klima-Agenda, wodurch meine Ergebnisse natürlich beeinflusst wurden.
Außerdem soll gezeigt werden, welche Grenzen der Trump‘schen Klimapolitik durch die internationale Gemeinschaft aufgesetzt werden können. Welche Folgen hat Trumps klimapolitischer Anti-Kurs für die internationale Gemeinschaft und die diplomatischen Beziehungen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Fragestellung
2. Hypothesen
3. Versuch einer Einordnung von Klimaschutzpolitik
3.1 Global- inhaltliche Dimension:
3.2 Formal-rechtliche Ebene
3.3 Dimensionen der internationalen Beziehungen
4. Exkurs: Ideologische Grundlage der US-Klimapolitik D. Trumps
5. Perspektiven und Grenzen durch die internationale Gemeinschaft – Ein Fazit
6. Verwendete und Quellen und Abbildungen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Klimaschutzpolitik unter der Regierung von Donald Trump und analysiert, inwieweit diese durch ein ideologisch motiviertes "Rollback" geprägt ist und welche Folgen dies für die internationale Gemeinschaft hat.
- Analyse der klimapolitischen Rahmenbedingungen unter der Trump-Administration
- Untersuchung der ideologischen Grundlagen neoliberaler und konservativer Politik
- Bewertung der diplomatischen Auswirkungen auf internationale Klimaschutzabkommen
- Diskussion von Handlungsoptionen für die internationale Gemeinschaft
Auszug aus dem Buch
3.1 Global- inhaltliche Dimension:
„Für die Einhaltung des 2°C- Ziels ist die Wahl von D. Trump… deshalb eine Bedrohung.“ (vgl. Hermwille/Obergassel 2016: 3). Die USA sind mit 17 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Kopf der weltweit größte Emittent. Des Weiteren haben die USA im Gegensatz zu anderen Nationen keinen nationalen klimapolitischen Aktionsplan geschweige denn föderale gesetzliche Rahmenbedingungen.
Viele Wissenschaftler bezweifeln, dass mit Donald Trump weitere Klimaschutzvereinbarungen getroffen werden können und erwarten, dass sein Verhalten und seine Verlautbarungen eine Bedrohung auch auf global-inhaltlicher Ebene sein wird. Erst in 2013 hatte Obama den „Climate Action Plan“ ins Leben gerufen (s.u.), der vor allem die Treibhausgase im Elektrizitäts- und Transportsektor reduzieren möchte. Es ist abzusehen, dass sich die USA unter Trump auf gesamtstaatlicher Ebene nicht mehr finanziell an internationalen sowie nationalen Klimaschutzprojekten beteiligen werden (Dröge 2016: 2). Die fehlenden Investitionen können jede effektive Klimaschutzpolitik verhindern, weil die Gelder fehlen.
Inhaltlich ist ein „enormer Klimaschaden“ ebenso abzusehen (Hermwille/ Obergassel 2016: 1), da selbst bei Nicht-Rücknahme aller bisher geplanten Klimaschutzmaßnahmen das 2°C – Ziel nicht erreicht werden kann. Im Gegenteil wird erwartet, dass die CO2-Emissionen noch weiter ansteigen werden. (vgl. ebd.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Fragestellung: Die Einleitung beleuchtet den klimapolitischen Kurswechsel der Trump-Administration und führt in die Problematik des "Rollbacks" gegenüber der Obama-Politik ein.
2. Hypothesen: In diesem Kapitel werden drei zentrale Arbeitshypothesen aufgestellt, die den diplomatischen Schaden und die Auswirkungen der Politik der Unsicherheit thematisieren.
3. Versuch einer Einordnung von Klimaschutzpolitik: Dieses Kapitel strukturiert die Analyse in drei Dimensionen: die global-inhaltliche, die formal-rechtliche und die Ebene der internationalen Beziehungen.
3.1 Global- inhaltliche Dimension:: Hier wird die Rolle der USA als größter CO2-Emittent und die Gefahr durch den Rückzug von bisherigen Klimaschutzplänen wie dem "Climate Action Plan" analysiert.
3.2 Formal-rechtliche Ebene: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Spielräume Trumps, insbesondere die Möglichkeit, internationale Abkommen wie das Paris Agreement unter Einhaltung von Fristen zu kündigen.
3.3 Dimensionen der internationalen Beziehungen: Hier werden die diplomatischen Konsequenzen einer US-Verweigerungshaltung und die Gefahr einer Destabilisierung des internationalen Klimaschutzgefüges diskutiert.
4. Exkurs: Ideologische Grundlage der US-Klimapolitik D. Trumps: Der Exkurs bietet eine psychoanalytische Perspektive auf die Identitätspolitik von Konservativen und Neoliberalen sowie deren Ablehnung von Klimaschutz als Angriff auf die Freiheit.
5. Perspektiven und Grenzen durch die internationale Gemeinschaft – Ein Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und skizziert zwei mögliche Szenarien: die Anpassung der Weltgemeinschaft an den Trump-Kurs oder die Entwicklung eigener, "Trump-resilienter" Strategien.
6. Verwendete und Quellen und Abbildungen: Auflistung der verwendeten Literatur und Bildquellen.
Schlüsselwörter
Klimapolitik, Donald Trump, US-Außenpolitik, Klimaschutz, Paris-Abkommen, Neoliberalismus, Konservatismus, Treibhausemissionen, Internationale Beziehungen, Klimadiplomatie, Rollback, Unsicherheitstaktik, Klimaschaden, Viktimisierung, Klimagerechtigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Abkehr der US-Regierung unter Donald Trump von der bisherigen internationalen Klimaschutzpolitik und den daraus resultierenden Konsequenzen für die Weltgemeinschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Klimaschutzpolitik der USA, die Rolle der Exekutive bei Dekreten, internationale diplomatische Beziehungen und die ideologischen Hintergründe der US-amerikanischen Politik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Rahmenbedingungen der US-Klimapolitik unter Trump zu diskutieren und aufzuzeigen, wie ideologische Motive sowie rechtliche Spielräume genutzt werden, um Klimaschutzmaßnahmen zu blockieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche Analyse, die unter anderem Erkenntnisse der Psychoanalyse (Robert Samuels) auf das politische Handeln überträgt, sowie auf eine Literaturanalyse aktueller Studien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die global-inhaltlichen Auswirkungen, die rechtlichen Möglichkeiten zum Austritt aus Klimaverträgen sowie die diplomatischen Spannungsfelder zwischen den USA und der internationalen Gemeinschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Klimapolitik, Unsicherheitstaktik, diplomatischer Schaden, Paris-Abkommen und ideologische Grundlagen geprägt.
Inwiefern spielt die "Opferrolle" eine Rolle bei Trumps Klimapolitik?
Laut der in der Arbeit herangezogenen Theorie von Robert Samuels inszeniert sich die Trump-Administration als Opfer internationaler Klimavorgaben, um als "Befreiungsschlag" wahrgenommene Blockadepolitik zu rechtfertigen.
Welche zwei Szenarien für die internationale Gemeinschaft werden im Fazit genannt?
Entweder passt sich die internationale Gemeinschaft dem US-Kurs an und reduziert eigene Ziele, oder sie entwickelt "Trump-resiliente" Strategien, die unabhängig von den USA funktionieren.
- Quote paper
- Janos Pletka (Author), 2017, Trumps Klimapolitik. Szenarien eines klimapolitischen Roll-Backs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428987