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Einflussfaktoren auf den Bildungs(miss-)erfolg bei Migrantenkindern. Familiäre und schulische Kontextbedingungen im Vergleich

Titre: Einflussfaktoren auf den Bildungs(miss-)erfolg bei Migrantenkindern. Familiäre und schulische Kontextbedingungen im Vergleich

Dossier / Travail de Séminaire , 2015 , 20 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Claudia Rumms (Auteur)

Pédagogie - Général
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Die Ergebnisse von internationalen Schulleistungsstudien, wie zum Beispiel TIMSS oder PISA, haben entscheidend dazu beigetragen, dass Schulleistungen wieder in den Blickpunkt der Bildungspolitik gerückt sind. Gerade unmittelbar nach dem PISA-Schock 2000, bei dem deutsche Schüler im internationalen Vergleich sehr schlecht abschnitten, waren Schulleistungen ein zentrales Thema. Grund genug waren die schlechten Ergebnisse, denn die deutschen Schülerinnen und Schüler zeigten im Entwicklungsstand von 15 Jahren in den naturwissenschaftlichen Fächern und Mathematik schlechtere Leistungen und hatten zudem Defizite in den Lesekompetenzen verglichen mit Gleichaltrigen aus den Nachbarländern.

Ein Viertel der sogenannten „Risikoschüler“, deren Fähigkeiten am Ende der Schulzeit stark zurücklagen, wurden sogar als potentielle Analphabeten eingestuft und auch die Leistungen von besseren Schülerinnen und Schülern mit höherem Kompetenzniveau lagen hinter denen der Nachbarländer. Schulleistungen sind seitdem wieder zentrales Thema der Bildungspolitik und es kam sogar zu einer empirischen Wende, wonach die Leistungsfähigkeit des Schulsystems jetzt an objektiv messbaren Leistungen, genannt Output-Steuerung, gemessen wird.

Diskriminierung in der Schule? Welche dieser zuletzt genannten Faktoren wiegen am Schwersten bezüglich der Bildungsbenachteiligung?

Die vorliegende Arbeit fokussiert und vergleicht herkunftsspezifische und schulinterne Faktoren miteinander und versucht deren Bedeutung für den Bildungserfolg der Migrantenkinder herauszukristallisieren. Dazu wird zunächst die Bildungssituation von Migrantenkindern thematisiert, wobei auf die Entwicklung der schulischen Integration von Migrantenkindern, auf den Begriff „Bildungserfolg“, auf aktuelle Daten zur Bildungsungleichheit bei Migrantenkindern sowie die Konsequenzen dieser Heterogenität eingegangen wird. Anschließend widmet sich die Arbeit den Ursachen des negativen Bildungserfolgs bei Migrantenkindern, wobei hier der Schwerpunkt auf den Kontexteffekten Familie und Schule liegt, da diese einflussreiche Umwelten für Schülerinnen und Schüler darstellen.

Das Ziel dieser Arbeit soll es sein, die diversen Faktoren der Bildungsungleichheit gegenüberzustellen und zu erörtern, welche eine größere Rolle im Bildungsweg ausländischer Schülerinnen und Schüler spielen und somit Ansatzpunkte zur Förderung bieten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bildungssituation von Migrantenkindern in Deutschland

2.1 Die Entwicklung der schulischen Integration von Migrantenkindern im deutschen Bildungssystem

2.2. Was bedeutet Bildungserfolg?

2.3 Aktuelle Daten zur Bildungsungleichheit bei Migrantenkindern

2.4 Konsequenzen der Heterogenität

3. Einflussfaktoren auf den Bildungs(miss)erfolg bei Migrantenkindern

3.1 Familiärer und individueller Bildungskontext

3.1.1 Unterschiede in dem kulturellen und sozialen Kapital der Herkunftsfamilie

3.1.2 Sprachbeherrschung

3.1.3 Einreisealter und Rückkehrabsichten

3.2 Institutionelle Diskriminierung: Die Rolle der Schule und der Lehrkräfte

4. Zusammenfassung:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht herkunftsspezifische sowie schulinterne Einflussfaktoren, um deren Bedeutung für den Bildungserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem zu analysieren und Ansatzpunkte für eine verbesserte Förderung aufzuzeigen.

  • Bildungssituation und historische Entwicklung der Integration
  • Definition von Bildungserfolg und aktuelle Daten zur Bildungsungleichheit
  • Sozioökonomische Faktoren und das kulturelle Kapital der Herkunftsfamilie
  • Sprachbeherrschung, Einreisealter und Rückkehrabsichten als Einflussgrößen
  • Institutionelle Diskriminierung durch schulische Selektionsprozesse

Auszug aus dem Buch

3.2 Institutionelle Diskriminierung: Die Rolle der Schule und der Lehrkräfte

Eine andere, noch nicht weit erforschte Ursache für den Misserfolg von Migrantenkindern lässt sich auf die Bildungsinstitutionen und ihre Selektionsverfahren zurückführen. Der Ansatz der institutionellen Diskriminierung geht davon aus, dass in den internen Regelungen des Schulalltags “institutionalisierte Routinen, Regeln, Rahmungen, Konzepte, Gewohnheiten, Erwartungen, Gewissheiten und damit einhergehende interne Logiken“eingegliedert sind. Diese Faktoren tragen dazu bei, dass über die Schule, beziehungsweise über das Handeln der Schulleitung oder des Lehrers, Bildungsungleichheiten hergestellt werden. Radtke und Gomolla führen Beispiele zu Formen institutioneller Diskriminierung an, wie:

„Verteilungs- und Zuweisungspraktiken, der rassistische Bias in Schulbüchern und Lehrmaterialien[. . .], Kontrolltechniken, ethnozentristische Test-Verfahren und Verfahren der Leistungsmessung und –beurteilung [. . .], die Vernachlässigung der Förderung im muttersprachlichen Unterricht oder die Weigerung von Lehrkräften, die staatlichen Gesetze in Bezug auf Minderheiten ernst zu nehmen.“

Um die Begründungslogiken hinter den institutionalisierten Diskriminierungsprozessen in den Schulen zu erhellen, haben Gomolla und Radtke in Bielefeld diesbezüglich Interviews mit Lehrern, Schulleitern und Vertretern der Schulbehörde geführt und deren Gutachten analysiert um herauszustellen, inwiefern die Diskriminierung von ausländischen Schülerinnen und Schülern von den Entscheidungspraktiken der jeweiligen Schulen abhängt. Hierbei wurde ein besonderes Augenmerk auf die Einschulung sowie den Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe gelegt. Das Ergebnis ihrer Studie ist, dass Schulerfolg oder -misserfolg nicht nur von den eigenen Leistungen der SchülerInnen, sondern auch von Entscheidungspraktiken der Schulen abhängen, die in ihre institutionellen und organisatorischen Strukturen eingelassen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bildungsbenachteiligung von Migrantenkindern ein, beleuchtet den historischen Kontext der internationalen Leistungsstudien und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2. Die Bildungssituation von Migrantenkindern in Deutschland: Dieses Kapitel thematisiert die Entwicklung der schulischen Integration, definiert den Begriff Bildungserfolg und analysiert Daten, die die Bildungsungleichheit sowie die Konsequenzen der Heterogenität im Schulsystem verdeutlichen.

3. Einflussfaktoren auf den Bildungs(miss)erfolg bei Migrantenkindern: Hier werden zentrale Ursachen für den Schulerfolg untersucht, wobei schwerpunktmäßig familiäre Kontexte, wie das sozioökonomische Kapital und Sprachbeherrschung, sowie institutionelle Diskriminierungsmechanismen analysiert werden.

4. Zusammenfassung:: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung sowohl des familiären Umfelds als auch der schulinternen strukturellen Faktoren für die Bildungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Migrationshintergrund, Schulleistungen, PISA-Studie, Bildungschancen, kulturelles Kapital, Sprachbeherrschung, Integrationspolitik, institutionelle Diskriminierung, Schullaufbahn, Lehrkräfte, Bildungserfolg, soziale Herkunft, Bildungsaspirationen, Heterogenität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Faktoren, die den Bildungs(miss)erfolg von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören die Rolle des familiären Umfelds, das soziale und kulturelle Kapital, die Bedeutung der Sprachbeherrschung sowie das Wirken institutioneller Diskriminierung in Schulen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Ursachen für Bildungsungleichheiten gegenüberzustellen und zu erörtern, welche Faktoren maßgeblich zum Bildungserfolg ausländischer Schülerinnen und Schüler beitragen bzw. diesen behindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf aktuellen Studien, Datenerhebungen und bildungssoziologischen Forschungsergebnissen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des familiären und individuellen Bildungskontextes sowie die Analyse institutioneller Diskriminierungsprozesse durch Schulen und Lehrkräfte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Bildungsungleichheit, institutionelle Diskriminierung, Migrationshintergrund, sozioökonomisches Kapital und Schulerfolg.

Welche Rolle spielt die Familiensprache für den Schulerfolg laut der Arbeit?

Die Arbeit hebt hervor, dass der Gebrauch der deutschen Sprache in der Familie einen wesentlichen Einfluss auf die Kompetenzentwicklung und den späteren Schulerfolg hat.

Wie wirkt sich laut den Ergebnissen die institutionelle Struktur auf Migrantenkinder aus?

Institutionelle Routinen und stereotype Erwartungshaltungen bei Lehrkräften können dazu führen, dass Migrantenkinder trotz vorhandener Potenziale schlechter eingestuft werden, was eine direkte Auswirkung auf ihre Schullaufbahn hat.

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Résumé des informations

Titre
Einflussfaktoren auf den Bildungs(miss-)erfolg bei Migrantenkindern. Familiäre und schulische Kontextbedingungen im Vergleich
Université
University of Osnabrück  (Erziehungs- und Kulturwissenschaften)
Note
1,3
Auteur
Claudia Rumms (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
20
N° de catalogue
V428989
ISBN (ebook)
9783668724167
ISBN (Livre)
9783668724174
Langue
allemand
mots-clé
Migration Familiärer Kontext Einflussfaktoren Schulleistungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Claudia Rumms (Auteur), 2015, Einflussfaktoren auf den Bildungs(miss-)erfolg bei Migrantenkindern. Familiäre und schulische Kontextbedingungen im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428989
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Extrait de  20  pages
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