Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Didáctica - Historia

Bernhard Wickis Film "Die Brücke" (1959). Möglichkeiten des Einsatzes im Geschichtsunterricht

Título: Bernhard Wickis Film "Die Brücke" (1959). Möglichkeiten des Einsatzes im Geschichtsunterricht

Trabajo de Seminario , 2006 , 15 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Dirk Simon (Autor)

Didáctica - Historia
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine wissenschaftliche Untersuchung der Möglichkeiten des Filmeinsatzes im Unterricht der Mittelstufe. Im Zentrum steht dabei der Film "Die Brücke".

Der Film handelt von sieben Jugendlichen, die in einer deutschen Kleinstadt in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges eine strategisch unwichtige Brücke gegen die herannahende US-Army verteidigen. Von diesen sieben Brückenverteidigern überlebt ein einziger.

Die Handlung spielt vor dem Panorama einer süddeutschen Kleinstadt Ende April 1945. Der Krieg hat das Städtchen bisher verschont, Einschränkungen im täglichen Leben der Bewohner sind aber dennoch zu beobachten. Die Versorgungslage ist angespannt und die Abwesenheit der wehrfähigen Männer macht sich im zivilen Leben bemerkbar.

Die Hauptdarsteller des Films sind sieben, gut miteinander befreundete Klassenkameraden im Alter von 16 Jahren. Jeder dieser Jungen weist ein differenziell ausgeprägtes gesellschaftliches und privates Umfeld auf. In den letzten Tagen des Krieges erreicht die Freunde ihre Einberufung, welche sie, idealistisch verbrämt, mit Begeisterung aufnehmen. Nach dem ersten Diensttag in der Kaserne wird die ganze Kompanie zur Verteidigung gegen die herannahende US-Army eingesetzt.

Ihr regimekritischer Englischlehrer kann bei der Bataillonführung erreichen, dass die Jungen, geleitet von einem erfahrenen Unteroffizier, den Auftrag erhalten, eine kleine steinerne Brücke in ihrer Heimatstadt zu verteidigen. Ihnen wird verschwiegen, dass die Brücke am nächsten Tag gesprengt werden soll.

Als der Unteroffizier beim Kaffee holen von übereifrigen Feldjägern für einen Deserteur gehalten und erschossen wird, sind die Jungen auf sich allein gestellt. Sie werden Zeugen der ersten Auflösungserscheinungen der sich im Rückzug befindenden deutschen Frontsoldaten. Weder dies noch die Aufforderung eines Anwohners kann die Jungen von der Verteidigung der Brücke abhalten – sie harren aus.

Am nächsten Tag stirbt der Jüngste beim ersten Angriff auf die Brücke durch einen amerikanischen Tieffliegers. Die Jungen sind nun zum Angriff entschlossen und stürzen sich in den Kampf gegen einen Panzervortrupp der US-Army. Der Panzervorstoß kann abgewehrt werden, aber um den Preis, dass einer nach dem anderen bei diesem Gefecht den Tod findet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Filmhandlung

2. Die Brücke im Unterricht

3. Der didaktische Umgang mit dem Medium Film

3.1. Die Brücke als Filmbeispiel für Hitlers letztes Aufgebot

3.2. Die Brücke als Beispiel der grausamen Auswirkung der nationalsozialistischen Propagandapolitik

4. Fazit

5. Literatur

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die didaktischen Potenziale des Spielfilms "Die Brücke" (1959) von Bernhard Wicki für den Geschichtsunterricht. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie dieser Antikriegsfilm genutzt werden kann, um Schülern die Realität der letzten Kriegsjahre, die Mechanismen nationalsozialistischer Indoktrination sowie die Sinnlosigkeit des Krieges eindringlich zu vermitteln.

  • Analyse des didaktischen Einsatzes von Spielfilmen im Geschichtsunterricht.
  • Aufarbeitung der Thematik "Hitlers letztes Aufgebot" und des Volkssturms.
  • Untersuchung der nationalsozialistischen Propagandapolitik und ihrer Wirkung auf Jugendliche.
  • Entwicklung von Strategien zur Identifikation und kritischen Reflexion historischer Lerninhalte.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Brücke als Filmbeispiel für Hitlers letztes Aufgebot

Die von Adolf Hitler ausgerufene Festung Europa war Ende 1944 reine Makulatur geworden, die im Verbund mit den Achsenmächten in alle Erdteile getragenen Expansionsfeldzüge Hitlers waren längst Vergangenheit. In der Hitze der ägyptischen Wüste wie in der Eiseskälte Stalingrads waren die Truppen Hitlers gescheitert, die Ressourcen verbraucht, die Überlegenheit der Alliierten erdrückend. An allen Fronten war man ab 1943 zur Verteidigung gezwungen worden, nachdem mit der Operation Zitadelle, der Panzerschlacht von Kursk, die Schlagkraft der Wehrmacht gebrochen und die Initiative endgültig auf die Seite der Alliierten überging. Die Gegenoffensiven der Alliierten trugen das Frontgeschehen bis an die Grenzen des deutschen Reichsgebiets von 1937. Das letzte, verzweifelte Aufbäumen mit der Ardennenoffensive im Winter 1944 vermochte den Kriegsverlauf keine Wende mehr zu geben. Die Nachschubprobleme und der Materialmängel waren unübersehbar geworden.

Besonders schmerzhaft machte sich das Fehlen von militärischem Personal bemerkbar, das aufgrund des hohen Blutzolls der vergangenen Kriegsjahre praktisch nicht mehr vorhanden war. Um diesem Trend gegenzusteuern und um weiteres Personal zu requirieren, unterschrieb Adolf Hitler am 25. September 1944 den Führererlass zur Bildung eines Volkssturms mit dem zentralen Satz: „Es ist in den Gauen des Großdeutschen Reiches aus allen waffenfähigen Männern im Alter von 16 bis 60 Jahren der Deutsche Volkssturm zu bilden.“8 Dieser Erlass trat am 18. Oktober 1944 in Kraft und sollte insgesamt sechs Millionen Jugendliche und ältere Männer der Jahrgänge 1884-1924 an die Waffen bringen. Adolf Hitler beschränkte die Verwendung des Volkssturms nur auf heimischen Boden, um mit dem dadurch zu erzielenden Motivationsschub die mangelnde Ausrüstung und Ausbildung der Rekruten zu kaschieren. Da der Volkssturm bei vielen Kämpfen aufgrund mangelnder Kampferfahrung häufig nur als Kanonenfutter diente, brachte er außer weiteren hohen Opferzahlen kaum nennenswerte Erfolge im Kampf gegen die Alliierten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Filmhandlung: Dieses Kapitel liefert eine inhaltliche Zusammenfassung des Films und beschreibt das Schicksal der sieben Jugendlichen, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs eine strategisch unwichtige Brücke verteidigen.

2. Die Brücke im Unterricht: Hier wird das methodische Potenzial des Films hervorgehoben, da die Identifikation der Schüler mit den gleichaltrigen Protagonisten ein tieferes Verständnis für die Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges ermöglicht.

3. Der didaktische Umgang mit dem Medium Film: Das Kapitel erläutert, wie Lehrkräfte den Film konzeptionell in den Unterricht integrieren sollten, und betont die Notwendigkeit einer Vor- und Nachbereitung trotz zeitlicher Engpässe im Lehrplan.

3.1. Die Brücke als Filmbeispiel für Hitlers letztes Aufgebot: Es wird die historische Situation der Endphase des Krieges sowie die Rolle des Volkssturms erläutert und gezeigt, wie der Film als Anschauungsmaterial für diese Themen dienen kann.

3.2. Die Brücke als Beispiel der grausamen Auswirkung der nationalsozialistischen Propagandapolitik: Dieses Kapitel analysiert die Strukturen der NS-Propaganda und die Rolle der Jugendorganisationen und schlägt Ansätze für eine kritische Behandlung im Geschichtsunterricht vor.

4. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass der Film ein unverzichtbares Medium darstellt, um die Realität des Dritten Reiches und die verheerenden Auswirkungen totalitärer Ideologien auf die Jugend greifbar zu machen.

5. Literatur: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen zur weiteren Recherche auf.

Schlüsselwörter

Die Brücke, Bernhard Wicki, Geschichtsunterricht, Nationalsozialismus, Antikriegsfilm, Zweiter Weltkrieg, Volkssturm, NS-Propaganda, Hitlerjugend, didaktischer Einsatz, Filmanalyse, Zeitgeschichte, Kriegseinberufung, Indoktrination.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie der Spielfilm "Die Brücke" als didaktisches Instrument eingesetzt werden kann, um Schülern die historischen Ereignisse und die ideologische Verblendung am Ende des Zweiten Weltkriegs nahezubringen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Einsatz von Spielfilmen im Geschichtsunterricht, der historischen Einordnung der letzten Kriegsphase (Volkssturm) sowie der Untersuchung nationalsozialistischer Propagandamechanismen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch diesen Film eine Brücke zwischen historischen Fakten und emotionalem Verständnis schlagen können, um die Sinnlosigkeit des Krieges zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Analyse, die historische Kontexte mit medienpädagogischen Ansätzen verknüpft, um den unterrichtlichen Mehrwert eines Spielfilms zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Vorstellung des Films, die didaktische Begründung seines Einsatzes sowie eine detaillierte Ausarbeitung zur historischen Einordnung (Volkssturm) und der NS-Propagandapolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Antikriegsfilm, Nationalsozialismus, Geschichtsunterricht, Propaganda und didaktische Vermittlung bestimmt.

Wie trägt der Film zur Identifikation der Schüler bei?

Da die Protagonisten im Film im gleichen Alter wie die Zielgruppe sind, fällt es Schülern leichter, sich in die Situation hineinzuversetzen und die verhängnisvolle Wirkung von Idealen und Propaganda in ihrer eigenen adoleszenten Phase zu reflektieren.

Warum wird im Buch das Thema Volkssturm so hervorgehoben?

Das Thema Volkssturm verdeutlicht die verzweifelte und verbrecherische Mobilisierungspraxis des NS-Regimes in der Endphase des Krieges, was den "sinnlosen Tod" der Jugendlichen im Film historisch untermauert.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Bernhard Wickis Film "Die Brücke" (1959). Möglichkeiten des Einsatzes im Geschichtsunterricht
Universidad
University of Würzburg  (Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte)
Calificación
1
Autor
Dirk Simon (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
15
No. de catálogo
V429005
ISBN (Ebook)
9783668724952
ISBN (Libro)
9783668724969
Idioma
Alemán
Etiqueta
Die Brücke Antikriegsfilm Wicki Nachkriegszeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dirk Simon (Autor), 2006, Bernhard Wickis Film "Die Brücke" (1959). Möglichkeiten des Einsatzes im Geschichtsunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429005
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  15  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint