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Menschenwürde und Zuwendung zum Mitmenschen als verbindende ethische Leitvorstellung in Islam und Christentum

Umsetzung in der religionspädagogischen Praxis im Elementarbereich

Title: Menschenwürde und Zuwendung zum Mitmenschen als verbindende ethische Leitvorstellung in Islam und Christentum

Bachelor Thesis , 2018 , 50 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Yass Vatanpour (Author)

Pedagogy - General
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Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und sie zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt“. Dies ist als Lichtpunkt in den Menschenrechtserklärungen demokratisch geprägter Staaten als Ideal verankert, zu dessen Umsetzung alle Menschen, Staaten und Völker aufgerufen werden. Unabhängig von der besonderen Sachlage der eigenen Lebenssituation soll sich jeder Einzelne dafür einsetzen, dass alle Menschen würdevoll und menschlich behandelt werden. Der Respekt vor der Würde des Menschen lässt Beziehungen entstehen, welche Gerechtigkeit und Gleichheit in sich tragen.

Die Wirklichkeit hingegen sieht anders aus. Menschen werden misshandelt, geschlagen, erniedrigt, beraubt und ermordet oder sterben an Krankheiten, gegen die kaum etwas unternommen wird. Kriege, Naturkatastrophen und korrupte Regierungen zerstören Länder und sind der Grund, weshalb Menschen auf der Welt verhungern. Auch hier in Deutschland kommt es vor, dass Kinder verwahrlost oder getötet und Lehrkräfte von ihren Schülerinnen und Schülern mit Waffen oder Fäusten bedroht werden.

Auch der Nahostkonflikt ist seit Jahrzehnten ein aktuelles Thema, bei dem viele Juden, Christen und Muslime umgekommen sind. Die Wunden dieser Ereignisse ließen sich nur schwer bis zur heutigen Zeit heilen. Gerade was den Islam betrifft, stehen wir in der heutigen Zeit vor der Schwierigkeit, dass das Bild der Menschen darüber stark verzerrt ist. Auch viele Muslime selbst sagen, dass es nichts mit Gott zu tun hat, wenn im Namen der Religion getötet wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Leitvorstellungen im Christentum und Islam

2.1 Leitvorstellungen im Christentum

2.1.1 Das Christentum

2.1.2 Die Würde des Menschen

2.1.3 Das Gebot der Nächstenliebe: Der Umgang mit Mitmenschen

2.2 Leitvorstellungen im Islam

2.2.1 Der Islam

2.2.2 Der Wert des Lebens: Der Mensch als Gottes Geschöpf

2.2.3 Die Barmherzigkeit: Die Zuwendung zum Mitmenschen

2.3 Fazit

3. Religionspädagogische Praxis im Elementarbereich unter besonderer Berücksichtigung der interreligiösen Bildung

3.1 Religionspädagogik im Elementarbereich

3.2 Interreligiöse Bildung in der Kindertageseinrichtung

3.3 Die Tübinger Studie

3.3.1 Rahmeninformationen

3.3.2 Vorbereitung

3.3.3 Durchführung

3.3.4 Ergebnisse

3.4 Fazit

4. Impulse zur Umsetzung der verbindenden ethischen Leitvorstellungen in der religionspädagogischen Praxis im Elementarbereich

4.1 Das Erzählen von Geschichten

4.1.1 Die Geschichte Abrahams

4.1.2 Die Geschichte des barmherzigen Samariters

4.2 Das Feiern von Festen

4.2.1 Ramadan

4.2.2 Sankt Martin

4.3 Die Rolle des Pädagogen

4.4 Die Zusammenarbeit mit den Eltern

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Gemeinsamkeiten zwischen dem Christentum und dem Islam hinsichtlich der ethischen Leitvorstellungen „Menschenwürde“ und „Zuwendung zum Mitmenschen“, um aufzuzeigen, wie diese verbindenden Werte in der religionspädagogischen Praxis im Elementarbereich für ein friedvolles Miteinander genutzt werden können.

  • Analyse der ethischen Kernaspekte in Christentum und Islam
  • Forschungsstand zur interreligiösen Bildung in Kindertageseinrichtungen (Tübinger Studie)
  • Praktische Umsetzungsmöglichkeiten durch Erzählungen und Feste
  • Die Rolle der pädagogischen Fachkraft als Vorbild und Vermittler
  • Gestaltung einer konstruktiven Erziehungspartnerschaft mit Eltern

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Die Geschichte Abrahams

Das Judentum, Christentum und der Islam sind die drei monotheistischen Religionen, welche als abrahamitische Religionen bezeichnet werden, „weil sie ihren Glauben jeweils auf ´Abraham als Stammesvater des Glaubens´ gründen“ (Frisch 2014, S. 32).

Abraham im Islam

Abraham im arabischen Ibrahim genannt, ist einer der wichtigsten Propheten im Islam, da er von Gott auserwählt ist und als rechtschaffen, ergeben, empfindsam, und wahrhaftig beschrieben wird (vgl. Jamal 2006, S. 79f). Er lebte vor ungefähr 4000 Jahren und wird als Freund Gottes beschrieben (vgl. ebd.). Er ist ein Vorbild für alle Menschen auf der Welt (vgl. Jamal 2006, S. 79). Es heißt im Koran:

„Wer hat eine schönere Religion als der, der ergeben sein Gesicht Gott zuwendet, liebfromm ist und dem Bekenntnis Abraham, des Rechtgläubigen, folgt? Und Gott nahm Abraham zum Freund.“ (Koran Sure 4 Vers 125, Goldschmidt o. J., S. 96)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Menschenwürde als ethisches Ideal und setzt diese in den Kontext der religiösen Vielfalt und der Notwendigkeit interreligiöser Bildung in Kindertagesstätten.

2. Leitvorstellungen im Christentum und Islam: Dieses Kapitel arbeitet Gemeinsamkeiten in der Auffassung von Menschenwürde und Barmherzigkeit in beiden Weltreligionen heraus, ausgehend von einem grundlegenden Verständnis der jeweiligen Theologie.

3. Religionspädagogische Praxis im Elementarbereich unter besonderer Berücksichtigung der interreligiösen Bildung: Hier wird der theoretische Rahmen und der aktuelle Forschungsstand, insbesondere durch die Tübinger Studie, zur interreligiösen Bildung im Kindergarten analysiert.

4. Impulse zur Umsetzung der verbindenden ethischen Leitvorstellungen in der religionspädagogischen Praxis im Elementarbereich: Das Kapitel bietet konkrete methodische Anregungen für die Praxis, wie etwa das Erzählen von Geschichten und das Feiern von Festen, sowie Ansätze zur Zusammenarbeit mit Eltern und die Rolle der Pädagogen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die Möglichkeiten, wie religiöse Bildung als Brücke für ein friedvolles Miteinander im Elementarbereich fungieren kann.

Schlüsselwörter

Menschenwürde, Zuwendung zum Mitmenschen, Islam, Christentum, Religionspädagogik, Interreligiöse Bildung, Elementarbereich, Erziehungspartnerschaft, Abraham, Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Tübinger Studie, Religiöse Vielfalt, Kindertageseinrichtung, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit setzt sich mit der Frage auseinander, wie die verbindenden ethischen Leitvorstellungen von Menschenwürde und Zuwendung zum Mitmenschen aus dem Islam und dem Christentum in der täglichen Arbeit mit Kindern in Kindertageseinrichtungen praktisch umgesetzt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die interreligiöse Bildung, die Gemeinsamkeiten der monotheistischen Weltreligionen, die Rolle des Pädagogen in der religiösen Erziehung und die Kooperation mit Eltern.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, den interreligiösen Dialog durch das Herausarbeiten gemeinsamer ethischer Grundwerte zu stärken, um Kindern ein friedvolles Miteinander und eine wertschätzende Haltung gegenüber verschiedenen Glaubensrichtungen zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt als methodischen Zugang den hermeneutischen Zirkel, um ein stetig tieferes Verständnis der Thematik durch die Analyse von Literatur und religiösen Texten zu erlangen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theologischen Gemeinsamkeiten erörtert, danach der Forschungsstand (Tübinger Studie) bewertet und schließlich konkrete Impulse für die Praxis durch Geschichten (z.B. Abraham, barmherziger Samariter) und Feste (Ramadan, St. Martin) gegeben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern gehören Menschenwürde, Nächstenliebe, Interreligiöse Bildung, Barmherzigkeit und Erziehungspartnerschaft.

Welche Bedeutung kommt der Rolle des Pädagogen zu?

Der Pädagoge hat eine Schlüsselfunktion als Vorbild und Kommunikationspartner, der sich seiner eigenen Haltung bewusst sein muss, um Kinder behutsam in ihrer religiösen Identitätsbildung zu begleiten.

Wie kann die Zusammenarbeit mit Eltern im interreligiösen Kontext gelingen?

Eine gelungene Zusammenarbeit basiert auf Respekt, Offenheit und einem lösungsorientierten Austausch, um Ängste abzubauen und eine vertrauensvolle Erziehungspartnerschaft zum Wohle des Kindes aufzubauen.

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Details

Title
Menschenwürde und Zuwendung zum Mitmenschen als verbindende ethische Leitvorstellung in Islam und Christentum
Subtitle
Umsetzung in der religionspädagogischen Praxis im Elementarbereich
College
Fliedner University of Applied Sciences Düsseldorf
Grade
2,2
Author
Yass Vatanpour (Author)
Publication Year
2018
Pages
50
Catalog Number
V429079
ISBN (eBook)
9783668727113
Language
German
Tags
Religionspädagogik Religion Ethik Islam Christentum Pädagogik Religionsunterricht gemeinsamkeiten Menschenwürde Nächstenliebe religionspädagische Praxis Barmherzigkeit Religiöse Bildung Ramadan Sankt Martin Abraham der barmherzige Samariter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yass Vatanpour (Author), 2018, Menschenwürde und Zuwendung zum Mitmenschen als verbindende ethische Leitvorstellung in Islam und Christentum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429079
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