Die Seminararbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild Down- Syndrom. Sie soll die Besonderheiten die Kinder mit dieser Behinderung betreffen aufzeigen und das allgemeine Verständnis für sie aufbauen. Leider sind auch heute viele Eltern und auch vereinzeltes Fachpersonal noch immer der festen Überzeugung, dass Kinder mit einer Behinderung nicht in unsere alltäglichen Situationen und Lebensumstände eingebracht werden sollten. Jeder einzelne ist an diesem Prozess beteiligt und kann etwas zum Gelingen beitragen, daher ist eine umfassende Aufklärung und Sensibilisierung notwendig. Wichtig ist hierbei, dass jedes Kind individuell betrachtet werden muss und nicht auf seine Erkrankung reduziert werden darf. Jeder Mensch ist auf seine eigene Art und Weise „anders“ und somit einzigartig. Die einen sind zwar physisch unversehrt, haben aber mit schweren psychischen Belastungen zu kämpfen. Hingegen haben Menschen mit Down- Syndrom zwar einige körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, sind aber psychisch stabil.
Die vorliegende Arbeit wurde nach der deduktiven Vorgehensweise erstellt, um zunächst einen allgemeinen Überblick über das Krankheitsbild und die daraus resultierenden Besonderheiten zu erhalten, bevor sich intensiver mit dem Thema der Integration befasst wird.
Für die Beantwortung der Frage „Welche Voraussetzungen müssen für eine erfolgreiche Integration von Kindern mit Down- Syndrom in den Regelkindergarten gegeben sein?“ wird nach den grundlegenden Definitionen zunächst das Krankheitsbild Down- Syndrom mit seinen Ursachen sowie körperlichen und psychischen Besonderheiten genauer erläutert. Im weiteren Verlauf befasst sich diese Arbeit mit der Integration und deren Zielsetzung. In diesem Kapitel werden zudem verschiedenen Formen von Integration beschrieben und ihre Vor- und Nachteile aufgezeigt. Im Anschluss daran wird auf die genauen Voraussetzungen für das Gelingen der Integration eingegangen. Der Begriff der Integration hat sowohl in der Gesellschaft, als auch im Zuständigkeitsbereich der Sozialen Arbeit einen hohen Stellenwert eingenommen. Viele Fachkräfte müssen und mussten sich bereits in den letzten Jahren mit der Integration in Regeleinrichtungen auseinandersetzen. Das Krankheitsbild Down- Syndrom ist sehr komplex, daher befasst sich die vorliegende Arbeit nur mit einem Bruchteil davon und bezieht sich vorwiegend auf Aspekte, die für den Integrationsprozess von Bedeutung sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Integration
2.2 Behinderung
3. Was ist Down- Syndrom?
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Ursachen
4. Besondere Merkmale
4.1 Körperliche Besonderheiten
4.2 Pädagogische und Psychologische Besonderheiten
5. Integration- eine neue Chance?
5.1 Ziele von Integration
5.2 Formen der Integration und ihre Vor- und Nachteile
5.3 Voraussetzungen für eine gelungene Integration
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Krankheitsbild Down-Syndrom und analysiert die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration betroffener Kinder in den Regelkindergarten unter Berücksichtigung ihrer spezifischen körperlichen und psychologischen Merkmale.
- Medizinische Grundlagen und Ursachen des Down-Syndroms
- Körperliche und psychologische Entwicklungsprofile bei Kindern mit Down-Syndrom
- Formen der Integration und ihre Herausforderungen in der Praxis
- Pädagogische Ansätze zur Förderung und Inklusion
- Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Fachpersonal
Auszug aus dem Buch
3.1 Begriffsbestimmung
Das Krankheitsbild Down- Syndrom wurde 1866 erstmals von John Langdon Down beschrieben und war zur damaligen Zeit unter dem Begriff Mongolismus bekannt. Diese Bezeichnung wird nicht mehr verwendet bzw. vermieden, da es in der heutigen Zeit als Diskriminierung des mongoloiden Volkes angesehen wird. Außerdem stellt Mongolismus laut Lexikon eine Form der „Ideotie“ dar. Hervorgerufen wurde dieser Vergleich durch die besondere Augenform, welche für die Mongolen charakteristisch waren und auch heute noch sind. Diese Bezeichnung kann allerdings nicht vollständig vermieden werden, da diese am meisten verbreitet und etabliert ist. Anstelle des Down- Syndroms kann ebenfalls die Bezeichnung Trisomie 21 verwendet werden, näheres hierzu wird nachfolgend erläutert. Der Begriff Down- Syndrom ist allerdings zunehmend unerwünscht, da er eine Negativ- Definition beinhaltet, das Wort „down“ kann mit „nieder“ gleichgesetzt werden. Das Down- Syndrom hat allerdings seit nicht allzu langer Zeit die Bezeichnung Mongolismus erstmals im internationalen Kontext ersetzt. Aufgrund dessen ist in absehbarer Zeit keine Umbenennung in Sichtweite. (WILKEN 2010, 11)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert das Krankheitsbild Down-Syndrom, definiert die Forschungsfrage nach den Voraussetzungen für eine gelungene Integration in Regelkindergärten und legt das methodische Vorgehen dar.
2. Definitionen: Hier werden die zentralen Begriffe Integration und Behinderung wissenschaftlich definiert und in den Kontext der gesellschaftlichen Teilhabe eingeordnet.
3. Was ist Down- Syndrom?: Dieses Kapitel behandelt die historische Begriffsbestimmung sowie die genetischen Ursachen und Formen der Trisomie 21.
4. Besondere Merkmale: Der Abschnitt beschreibt sowohl die spezifischen körperlichen Merkmale als auch die pädagogischen und psychologischen Besonderheiten in der Entwicklung von Kindern mit Down-Syndrom.
5. Integration- eine neue Chance?: Hier werden Ziele, verschiedene Formen der Integration sowie konkrete praktische Voraussetzungen für eine erfolgreiche Inklusion in Kindertagesstätten erörtert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der sozialen Unterstützung zusammen und betont, dass Integration ein kontinuierlicher Prozess ist, der ein Umdenken bei Fachkräften und Eltern erfordert.
Schlüsselwörter
Down-Syndrom, Integration, Inklusion, Trisomie 21, pädagogische Förderung, Regelkindergarten, Entwicklungsverzögerung, soziale Teilhabe, kindliche Entwicklung, Sonderpädagogik, Montessori-Pädagogik, Behindertenhilfe, Frühförderung, Netzwerkarbeit, Selbstvertrauen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit setzt sich mit dem Krankheitsbild Down-Syndrom auseinander und beleuchtet die Möglichkeiten sowie notwendigen Voraussetzungen für eine gelungene Integration betroffener Kinder in Regelkindergärten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die genetischen Grundlagen des Syndroms, die spezifischen Entwicklungsbesonderheiten der Kinder sowie pädagogische Konzepte und Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Integration.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu klären, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit Kinder mit Down-Syndrom erfolgreich in den Alltag eines Regelkindergartens integriert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?
Die Arbeit folgt einer deduktiven Vorgehensweise, bei der zunächst allgemeine Grundlagen zum Krankheitsbild erarbeitet werden, um anschließend spezifische Integrationsansätze abzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Definition von Behinderung, eine medizinische Aufarbeitung des Down-Syndroms, die Beschreibung körperlicher und pädagogischer Merkmale sowie eine detaillierte Analyse der Integrationsformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Down-Syndrom, Integration, Inklusion, Trisomie 21, pädagogische Förderung und die Zusammenarbeit von Eltern und pädagogischem Personal.
Wie unterscheidet sich die Entwicklung von Kindern mit Down-Syndrom im Vergleich zu nicht behinderten Kindern?
Die Arbeit zeigt auf, dass Kinder mit Down-Syndrom für Entwicklungsschritte, insbesondere im motorischen und sprachlichen Bereich, in der Regel mehr Zeit benötigen und eine gezielte, strukturierte Förderung erfordern.
Welche Bedeutung kommt der Montessori-Pädagogik bei der Integration zu?
Die Montessori-Pädagogik dient als Beispiel für einen förderlichen Ansatz, da sie die Eigeninitiative und das individuelle Lerntempo des Kindes in den Mittelpunkt stellt, was für die Integration von Kindern mit Handicap besonders wertvoll ist.
Warum ist die Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätte und Eltern so entscheidend?
Eine enge Kooperation und Reflexion sind notwendig, um das Kind individuell zu fördern, Unsicherheiten bei den Eltern abzubauen und eine einheitliche pädagogische Linie für den Integrationsprozess zu gewährleisten.
Welche Rolle spielt die räumliche Umgebung für die Integration?
Eine barrierefreie, gut ausgestattete Umgebung mit Rückzugsmöglichkeiten und verschiedenen Funktionsbereichen ist essenziell, damit Kinder mit Down-Syndrom sich sicher fühlen und ihre Potenziale entfalten können.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2017, Welche Voraussetzungen müssen für eine erfolgreiche Integration von Kindern mit Down-Syndrom in den Regelkindergarten gegeben sein?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429080