In dieser Arbeit werden folgende Leitfragen beantwortet.
Warum glaubt Moore, dass „gut“ einerseits undefinierbar ist, daraus aber andererseits nicht folgt, dass „gut“ unverständlich/ohne Bedeutung ist?
Was ist der sogenannte „naturalistische Fehlschluss“?
Was ist das erste Argument? Warum glaubt Mackie, dass es selbst durch die allgemeine Anerkennung sehr abstrakter Moralprinzipien in allen Gesellschaften nicht untergraben würde?
Mackies zweites Argument - das Argument „aus der Absonderlichkeit“ - hat eine ontologische und epistemologische Komponente. Welche sind diese beiden Elemente
Was besagen die Positionen des a) Kompatibilismus und Inkompatibilismus, b) Libertarismus und c) Freiheitsskeptizismus
Inhaltsverzeichnis
1. Fragen zum Auszug aus Moores Principia Ethica, Sitzung 12
1.1 Warum glaubt Moore, dass „gut“ einerseits undefinierbar ist, daraus aber andererseits nicht folgt, dass „gut“ unverständlich/ohne Bedeutung ist?
2. Was ist der sogenannte „naturalistische Fehlschluss“?
3. Fragen zu Mackie, Ethik, Kapitel 1, Abschnitt 8 und 9, Sitzung 13
3.1 Was ist das erste Argument? Warum glaubt Mackie, dass es selbst durch die allgemeine Anerkennung sehr abstrakter Moralprinzipien in allen Gesellschaften nicht untergraben würde?
3.2 Mackies zweites Argument - das Argument „aus der Absonderlichkeit“ - hat eine ontologische und epistemologische Komponente. Welche sind diese beiden Elemente?
4. Fragen zu Keil, Willensfreiheitsdebatte, Kap. 1: Die Freiheitsdebatte: Begriffe, Probleme, Positionen, Sitzung 15
4.1 Was besagen die Positionen des a) Kompatibilismus und Inkompatibilismus, b) Libertarismus und c) Freiheitsskeptizismus?
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der systematischen Beantwortung zentraler Leitfragen aus dem Grundkurs Praktische Philosophie. Ziel ist es, die philosophischen Kernargumente renommierter Autoren zu den Themengebieten der Metaethik und der Willensfreiheitsdebatte präzise wiederzugeben und kritisch zu reflektieren.
- Die Undefinierbarkeit von "gut" nach Moore
- Der naturalistische Fehlschluss in der Ethik
- Die Relativitätstheorie moralischer Werte nach Mackie
- Das Argument der Absonderlichkeit bei objektiven Werten
- Klassifikationen und Positionen in der Debatte um Willensfreiheit und Determinismus
Auszug aus dem Buch
1. Warum glaubt Moore, dass „gut“ einerseits undefinierbar ist, daraus aber andererseits nicht folgt, dass „gut“ unverständlich/ohne Bedeutung ist?
Moore vertritt zum einen die These, dass „gut“ im Sinne einer zugeschriebenen Eigenschaft nicht definierbar ist. Nach Moore ist „[d]er entscheidende Sinn von [einer] […] Definition […] derjenige, wonach eine Definition feststellt, welches die Teile sind, die unveränderlich ein bestimmtes Ganzes bilden […]“ (Moore 1996: 39).
Eine Definition erfolge durch Analyse und dem damit folgenden Erkennen von Dingen, die das zu definierende Ganze mit anderen Ganzen gemeinsam hat bis hin zu Teilen, die sich von allen anderen unterscheiden und so die Eigenart des zu Definierenden ausmachen. „Gut“ sei einfach und habe keine dieser Teile. Es gehöre zu „[...] jene[n] zahllosen Gegenständen des Denkens, die selbst der Definition unfähig sind, weil sie die letzten Begriffe sind, mit denen alles, was definierbar ist [Hervorhebung im Original], definiert werden mu[ss]“ (Moore 1996:40). Folglich entziehe sich „gut“ der Definierbarkeit und bezeichnet eine einfache und nicht definierbare Eigenschaft.
Geht man davon aus, dass „gut“ keine solche Eigenschaft ist, so gibt es laut Moore nur zwei Möglichkeiten. Die erste Variante ist, dass „gut“ etwas „[...] komplexes, gegebenes Ganzes [...]“ (Moore 1996: 46) ist. Meinungsverschiedenheiten über das Ganze ergeben sich hier nur durch eine Meinungsverschiedenheit über die richtige Analyse des zu Definierenden. Diese Möglichkeit erweist sich als überflüssig, wenn man erkennt, dass bei jeder Definition zu einem Ganzen, sinnvoll gefragt werden kann, ob das definierte Ganze „gut“ ist.
Die weitere zweite Möglichkeit, unter der Annahme, „gut“ sei nicht einfach und undefinierbar, ist, dass „gut“ gar nichts bedeutet. Damit würde unter anderem einhergehen, dass die Ethik nicht existiert. Moore widerlegt diese These, indem auf den Unterschied der verschiedenen Geisteszustände bei verschiedenen Fragen wie „Ist das gut?“ und „Ist das lustvoll?“ oder „Ist das bewährt?“ hinweist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Fragen zum Auszug aus Moores Principia Ethica, Sitzung 12: Dieses Kapitel erläutert Moores These der Undefinierbarkeit des Begriffs „gut“ und setzt sich mit den Konsequenzen dieser Annahme auseinander.
2. Was ist der sogenannte „naturalistische Fehlschluss“?: Hier wird Moores Konzept des naturalistischen Fehlschlusses definiert, bei dem natürliche und nicht-natürliche Eigenschaften fälschlicherweise gleichgesetzt werden.
3. Fragen zu Mackie, Ethik, Kapitel 1, Abschnitt 8 und 9, Sitzung 13: Dieser Abschnitt behandelt Mackies Ablehnung objektiver Werte durch das Argument der Relativität und das Argument aus der Absonderlichkeit.
4. Fragen zu Keil, Willensfreiheitsdebatte, Kap. 1: Die Freiheitsdebatte: Begriffe, Probleme, Positionen, Sitzung 15: Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über die zentralen Positionen im Diskurs um Determinismus und Willensfreiheit, insbesondere Kompatibilismus und Inkompatibilismus.
Schlüsselwörter
Praktische Philosophie, Metaethik, G.E. Moore, Principia Ethica, Gut, Undefinierbarkeit, Naturalistischer Fehlschluss, J.L. Mackie, Objektive Werte, Relativität, Absonderlichkeit, Willensfreiheit, Determinismus, Kompatibilismus, Libertarismus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Beantwortung von Leitfragen zu zentralen Texten der Praktischen Philosophie, die im Rahmen eines Seminars behandelt wurden.
Welche Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf metaethischen Fragestellungen zur Natur moralischer Begriffe und auf der ontologischen Debatte um die menschliche Willensfreiheit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die präzise, wissenschaftliche Rekonstruktion und kritische Darstellung der Argumentationen von Autoren wie Moore, Mackie und Keil.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Es werden methodisch textanalytische Verfahren angewandt, um die Argumentationsstränge der Primärliteratur zu extrahieren und logisch nachvollziehbar darzustellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Moores Ethikbegriff, Mackies Werteskeptizismus sowie die Differenzierung verschiedener Freiheitskonzepte bei Keil.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Wichtige Begriffe sind Metaethik, Freiheit, Determinismus, Intuitionismus und der naturalistische Fehlschluss.
Wie unterscheidet Moore natürliche von nicht-natürlichen Gegenständen?
Moore sieht „gut“ als eine nicht-natürliche, einfache Eigenschaft, die nicht durch natürliche Eigenschaften (wie „gelb“ oder „lustvoll“) definiert werden kann.
Worin liegt der Kern des Arguments der Absonderlichkeit bei Mackie?
Mackie argumentiert, dass objektive Werte „seltsame“ Entitäten erfordern würden, für deren Erkenntnis ein mysteriöses, nicht-alltägliches Wahrnehmungsvermögen nötig wäre.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2018, Beantwortung von Leitfragen zu Moore, Mackie und Keil, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429201