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Über die Zugehörigkeit des Werkes "El monte de las ánimas" von Gustavo Adolfo Bécquer zum Genre der Phantastik

Title: Über die Zugehörigkeit des Werkes "El monte de las ánimas" von Gustavo Adolfo Bécquer zum Genre der Phantastik

Term Paper , 2016 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tamara Breitbart (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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In dieser Hausarbeit werde ich zunächst auf die Gattung der Phantastik eingehen und diverse Definitionsansätze bekannter Literaturwissenschaftler vorstellen, bevor ich mich der Analyse widme, ob "El monte de las ánimas" als ein Werk der Phantastik gesehen werden kann und inwiefern die Erzählstruktur zur Einordnung des Werkes in die Phantastik beiträgt.

Um eine Definition der Phantastik zu bilden, werde ich zunächst eine vereinfachte Definition des Metzler Lexikons der Literatur darlegen und anschließend verschiedene Theorien von Durst und Todorov sowie Caillois vorstellen. Beschäftigt man sich eingehender mit der Phantastik wird schnell klar, dass es keine eindeutige Definition der Gattung gibt. Es gibt zahlreiche Ansätze, Einschätzungen und Theorien, jedoch selten klare Definitionen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Phantastik

II.1 Die Phantastische Literatur gemäß des Metzler Lexikons der Literatur

II.2 Die Phantastik nach Uwe Durst

II.3 Die Theorie der Phantastik nach Tzvetan Todorov

II.4 Phantastik nach Caillois

III. Die Phantastik in Gustavo Adolfo Bécquers „El monte de las ánimas“

IV. Zusammenfassung

V. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zugehörigkeit von Gustavo Adolfo Bécquers Werk „El monte de las ánimas“ zum Genre der Phantastik. Dabei wird analysiert, inwiefern die narrative Struktur des Textes maßgeblich zu dieser Gattungszuordnung beiträgt, indem sie die Unschlüssigkeit des Lesers gegenüber den dargestellten Ereignissen aufrechterhält.

  • Definitionen und theoretische Ansätze der Phantastik nach Metzler, Durst, Todorov und Caillois
  • Analyse der Erzählstruktur in „El monte de las ánimas“
  • Untersuchung der narrativen Destabilisierung und der Rolle des Erzählers
  • Einordnung des Werkes in das Genre des „unvermischt Phantastischen“
  • Interpretation der Phänomene des „Phantastisch Unheimlichen“ und „Phantastisch Wunderbaren“

Auszug aus dem Buch

II.3 Die Theorie der Phantastik nach Tzvetan Todorov

Todorov gilt als bekanntester Vertreter der minimalistischen Genredefinition der Phantastik. Nach Todorov ist das Phantastische „die Unschlüssigkeit, die ein Mensch empfindet, der nur die natürlichen Gesetze kennt und sich einem Ereignis gegenübersieht, das den Anschein des übernatürlichen hat.“ Diese Definition zeigt auf, dass es sich beim Phantastischen um die Trennlinie zwischen dem Unheimlichen und dem Wunderbaren handelt, es folglich Grenzcharakter hat. Der Leser versucht nun also diese Unschlüssigkeit zu beurteilen und zu beseitigen, dies geschieht entweder indem er eine rationale Erklärung für die Geschehnisse findet, oder die übernatürlichen Gesetzmäßigkeiten anerkennt und die Handlung somit erklärt. Im ersten Fall lässt sich das Übernatürliche zum Unheimlichen auflösen, während es im zweiten Fall dem Wunderbaren zuordnet. Laut Todorov entsteht das Phantastische genau dann, wenn der Leser die Unschlüssigkeit nicht lösen kann, er also nicht im Stande ist, sich einer Erklärungsmöglichkeit anzuschließen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung bietet einen biographischen Abriss zu Gustavo Adolfo Bécquer und eine inhaltliche Einführung in die Legende „El monte de las ánimas“.

II. Die Phantastik: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über verschiedene literaturwissenschaftliche Definitionen und Theorien zur Gattung der Phantastik.

II.1 Die Phantastische Literatur gemäß des Metzler Lexikons der Literatur: Hier wird eine grundlegende, vereinfachte Definition der Phantastik vorgestellt, die als Ausgangspunkt für die weitere theoretische Diskussion dient.

II.2 Die Phantastik nach Uwe Durst: Dieser Abschnitt behandelt die Differenzierung zwischen der minimalistischen und maximalistischen Schule der Phantastik sowie das narrative Spektrum nach Durst.

II.3 Die Theorie der Phantastik nach Tzvetan Todorov: Fokus liegt auf dem Konzept der „Unschlüssigkeit“ des Lesers und der Grenzziehung zwischen dem Unheimlichen und dem Wunderbaren.

II.4 Phantastik nach Caillois: Hier wird die Theorie des „Risses“ als Bruch mit der rationalen Realität erläutert.

III. Die Phantastik in Gustavo Adolfo Bécquers „El monte de las ánimas“: Dieses Hauptkapitel analysiert das konkrete Werk anhand der erarbeiteten Theorien, insbesondere unter Berücksichtigung der Erzählstruktur und Destabilisierungsprozesse.

IV. Zusammenfassung: Diese Schlussbetrachtung resümiert die Ergebnisse der Analyse und bestätigt die Einordnung des Werkes als ein Stück der Phantastik.

V. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Gustavo Adolfo Bécquer, El monte de las ánimas, Phantastik, Unschlüssigkeit, Unheimliches, Wunderbares, Erzählstruktur, Destabilisierung, Todorov, Durst, Caillois, Literaturwissenschaft, Legende, Genre, Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Werk „El monte de las ánimas“ von Gustavo Adolfo Bécquer im Kontext der phantastischen Literatur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themenfelder sind die theoretische Bestimmung des Genres „Phantastik“ durch verschiedene Wissenschaftler sowie deren Anwendung auf die Erzählstruktur des genannten Werkes.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob das Werk dem Genre der Phantastik zuzuordnen ist und welche Rolle die narrative Struktur dabei spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die theoretische Gattungsdefinitionen von Todorov, Durst und Caillois auf den Primärtext anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Gattungsbegriffe und eine detaillierte Untersuchung der „El monte de las ánimas“ hinsichtlich narrativer Verfahren, die beim Leser eine Unschlüssigkeit erzeugen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Phantastik, Unschlüssigkeit, Erzählstruktur, Unheimliches und die spezifischen Theoretiker des Genres.

Welche Bedeutung hat der „Riss“ nach Caillois für die Analyse?

Der Begriff beschreibt den Moment, in dem die rational erklärbare Welt auf das Unmögliche trifft, was in Bécquers Legende durch die Ereignisse auf dem „Geisterberg“ ausgelöst wird.

Inwiefern trägt die „Destabilisierung des Erzählers“ zur Phantastik bei?

Durch die wechselnden Erzählebenen und die Anzweiflung der Objektivität der Erzählinstanz wird die Unschlüssigkeit des Lesers aufrechterhalten, was eine Grundbedingung für das phantastische Genre darstellt.

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Details

Title
Über die Zugehörigkeit des Werkes "El monte de las ánimas" von Gustavo Adolfo Bécquer zum Genre der Phantastik
College
University of Constance
Course
Einführung in die spanische Literaturwissenschaft
Grade
1,7
Author
Tamara Breitbart (Author)
Publication Year
2016
Pages
18
Catalog Number
V429216
ISBN (eBook)
9783668725379
ISBN (Book)
9783668725386
Language
German
Tags
Hispanistik Becquer El monte de las ánimas Gustavo Adolfo Becquer Spanische Literaturwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tamara Breitbart (Author), 2016, Über die Zugehörigkeit des Werkes "El monte de las ánimas" von Gustavo Adolfo Bécquer zum Genre der Phantastik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429216
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