Dieser Essay beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie sich die Universität durch die Nutzung von „Social Media“, speziell Facebook, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Universitäten verschaffen kann.
Zunächst bietet die Nutzung von Facebook als Kommunikationsmedium neue Wege und Formen, um Kommunikation aufzubauen. Denn neben der Mikrokommunikation, in der Anwesende untereinander in Interaktionen treten und sich somit „face-to-face“ begegnen und der Makrokommunikation, die auf einer massenmedialen Grundlage entsteht, eröffnet Facebook als soziales Medium eine neue Ebene, die der Mesokommunikation.
Die Beteiligten/Rezipienten agieren dabei auf einer medial-materialen Grundlage, bei welcher allerdings im Gegensatz zur Makrokommunikation die Kommunikation nicht anonym massenhaft, sondern über lokale Adressabilität geprägt ist.
Doch wie und vor allem warum sollte die Universität auf dem Kommunikationsmedium Facebook vertreten sein?
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Organisationstheorien
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen von Organisationen und Kommunikation, um zu analysieren, ob und wie Universitäten durch die strategische Nutzung von Social-Media-Plattformen wie Facebook einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Bildungseinrichtungen erzielen können.
- Grundlagen der Organisations- und Kommunikationstheorie
- Entwicklung und Wandel von Organisationstheorien
- Die Rolle der Unternehmenskultur und Corporate Identity
- Social Media als Instrument der strategischen Kommunikation
- Potenziale von Facebook im Kontext der Universität
Auszug aus dem Buch
2. Organisationstheorien
In Bezug auf das Entstehen, Bestehen und den Stellenwert von Kommunikation in Organisationen existiert eine Vielzahl verschiedener Theorien. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden im Zuge des klassischen Strukturalismus insbesondere technostrukturelle Ansätze, in denen Organisationen als hierarchisch strukturierte, statisch geschlossene und vor allem rationale Einrichtungen gesehen wurden.
Ein bekannter Ansatz dafür ist das „Scientific Management“, welches auf Frederick Taylor zurückgeht. Dabei wurde hinsichtlich der Industrialisierung für die Arbeit in den Fabriken die grundsätzliche Nutzung exakter Methoden vorgeschlagen, um die Generierung von optimalen Arbeitsschritten zu gewährleisten. Im Fokus stand die Produktivitätssteigerung, welche durch die Berechnung und Vereinheitlichung von Arbeitsabläufen gesichert werden sollte. Dies übte jedoch permanenten, gesundheitsschädigenden Druck auf die Arbeiter aus, welche nur noch als „triviale Maschinen“ verstanden wurden, die sich optimal in der Organisation einpassen mussten.
Neben Taylor ist die Herangehensweise des bürokratischen Modells von Max Weber zu nennen, welcher die Organisation allein als einsetzbares Instrument der Ablaufsicherung kennzeichnete. Gemäß des „Sender, Kanal, Empfänger-Modells“ (Shannon/Weaver) übernahm die Kommunikation primär die Funktion der Koordination und Kontrolle, um die größtmögliche Organisationseffizienz zu erreichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert die Grundrelation zwischen Organisation, Kultur und Kommunikation und stellt die forschungsleitende These zur Nutzung von Facebook durch Universitäten auf.
2. Organisationstheorien: Das Kapitel gibt einen historischen Überblick über verschiedene Organisationstheorien, angefangen bei klassischen Ansätzen bis hin zu modernen, systemischen Sichtweisen, und diskutiert deren Bezug zur Kommunikation.
Schlüsselwörter
Organisation, Kultur, Kommunikation, Universität, Facebook, Wettbewerbsvorteil, Unternehmenskultur, Corporate Identity, Mesokommunikation, Systemtheorie, Zielgruppenorientierung, Entscheidungskommunikation, Social Media, Stakeholder, Organisationskommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten von Universitäten, Social-Media-Plattformen wie Facebook strategisch zu nutzen, um in einem komplexen Markt zu bestehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Schnittstelle von Kommunikation, Unternehmenskultur, Identitätsmanagement (Corporate Identity) und den theoretischen Grundlagen der Organisationsforschung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, ob die Nutzung von Facebook der „Universität“ als Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und Literaturanalyse organisationstheoretischer Ansätze sowie eine angewandte Analyse der Kommunikationspotenziale sozialer Medien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Es werden klassische und systemische Organisationstheorien erörtert und die spezifische Bedeutung von Unternehmenskultur und Corporate Identity für die Kommunikation einer Universität analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Organisation, Kommunikation, Wettbewerbsvorteil, Social Media, Corporate Identity und Unternehmenskultur.
Was ist nach dem „Mülleimer-Modell“ für Organisationen charakteristisch?
Organisationen werden hier nicht als statische, planbare Gebilde betrachtet, sondern als Ansammlungen zufällig verbundener Entscheidungen und Lösungen.
Warum spielt die „Mesokommunikation“ laut Text für Facebook eine wichtige Rolle?
Facebook eröffnet als soziales Medium eine Ebene, die über die reine Mikro- oder Makrokommunikation hinausgeht, indem sie lokale Adressierbarkeit mit einer medialen Plattform verbindet.
Inwiefern beeinflusst die Unternehmenskultur die Kommunikation der Universität?
Die Unternehmenskultur fungiert als ein Muster von Grundprämissen und Spielregeln, das durch eine konsistente Außendarstellung und Identitätsbildung (Corporate Identity) nach außen kommuniziert werden kann.
Welche Rolle sollten Studenten bei der Gestaltung der Facebook-Seite spielen?
Der Autor empfiehlt, Studenten aktiv einzubeziehen, da diese am besten wissen, welche Inhalte für ihre Kommilitonen relevant sind, was zudem die Identifikation mit der Universität stärkt.
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- Anonym (Autor), 2017, Social Media als Strategie. Verschafft die Nutzung von Facebook dem Unternehmen „Universität“ einen Wettbewerbsvorteil?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429223