Nach einer kurzen Vorstellung beider Philosophen beschäftigt sich die Arbeit hauptsächlich mit dem Vergleich beider Werke hinsichtlich der Frage nach der Existenz, der Auffassung der Außenwelt sowie die dazugehörige Fallibilität. Um den Einstieg zu erleichtern, ist zuerst eine Erläuterung der modernen und antiken Skepsis hinsichtlich der pyrrhonischen und der cartesischen Skepsis gegeben. Darauffolgend wird die erste Meditation Descartes analysiert. Anschließend folgt eine Analyse des Gehirn-im-Tank-Szenarios hinsichtlich Putnam und zum Schluss folgt ein Vergleich sowie das Fazit und die Erkenntnisse dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung und Erkenntnisinteresse
- 2. Moderne Skepsis
- 2.1 Cartesische Skepsis
- 2.2 Pyrrhonische Skepsis
- 3. René Descartes
- 3.1 Die Sinnestäuschung
- 3.2 Das Traumargument
- 3.3 Der Täuschergott
- 4. Hilary Putnam
- 4.1 Vorwort als kurzer Einstieg in das Gehirn-im-Tank-Szenario
- 4.2 Gehirn im Tank
- 5. Vergleich
- 6. Fazit und Erkenntnisse
- 7. Literatur-/Quellenverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern sich die Auffassung der Welt im Hinblick auf unsere Existenz verändert hat und ob sie weiterhin einer Fallibilität unterliegt. Hierzu werden die erste Meditation Descartes' und Putnams Gehirn-im-Tank-Szenario anhand der Werke „Meditationen“ und „Vernunft, Wahrheit und Geschichte“ verglichen.
- Die Entwicklung des Skeptizismus von der antiken bis zur modernen Philosophie.
- Die cartesische Skepsis und deren Anwendung durch Descartes in den „Meditationen“.
- Putnams Gehirn-im-Tank-Szenario als Beispiel für die moderne Skepsis.
- Vergleich der beiden Ansätze hinsichtlich der Frage nach der Existenz und der Fallibilität unserer Wahrnehmung der Welt.
- Die Bedeutung der Skepsis für die philosophische Erkenntnisgewinnung.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit vor und führt in das Thema des Skeptizismus ein. Kapitel 2 beleuchtet die antike und moderne Skepsis, wobei die cartesische und die pyrrhonische Skepsis näher erläutert werden. Kapitel 3 analysiert Descartes' erste Meditation und seine Zweifel an der Existenz der Welt. Kapitel 4 untersucht Putnams Gehirn-im-Tank-Szenario und seine Argumentation gegen die Möglichkeit einer skeptischen Täuschung. Kapitel 5 vergleicht die beiden Ansätze und analysiert die Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die Arbeit schließt mit einem Fazit und den gewonnenen Erkenntnissen.
Schlüsselwörter
Skeptizismus, Descartes, Putnam, Meditationen, Gehirn-im-Tank-Szenario, Fallibilität, Existenz, Wahrnehmung, Wirklichkeit, Täuschung, Sinnestäuschung, Traumargument, Gott, Wahrheit, Vernunft, Geschichte, moderne Skepsis, antike Skepsis, cartesische Skepsis, pyrrhonische Skepsis.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das „Gehirn-im-Tank“-Szenario von Hilary Putnam?
Es ist ein Gedankenexperiment, bei dem man sich vorstellt, ein Gehirn in einer Nährlösung zu sein, das von einem Computer mit künstlichen Sinneseindrücken gefüttert wird. Es dient zur Untersuchung der modernen Skepsis.
Was wollte René Descartes mit seinen „Meditationen“ erreichen?
Descartes suchte nach einem unerschütterlichen Fundament für das Wissen. Durch radikalen Zweifel an allem (Sinnestäuschung, Traum, Täuschergott) wollte er zu einer absoluten Gewissheit gelangen.
Was besagt Descartes’ Traumargument?
Descartes argumentiert, dass es keine sicheren Merkmale gibt, um den Wachzustand vom Traumzustand zu unterscheiden, weshalb unsere momentanen Sinneseindrücke täuschen könnten.
Wie unterscheidet sich antike von moderner Skepsis?
Die antike (pyrrhonische) Skepsis strebt Seelenruhe durch Urteilsenthaltung an. Die moderne (cartesische) Skepsis nutzt den Zweifel als methodisches Werkzeug, um die Grenzen der Erkenntnis und Wahrheit zu prüfen.
Was bedeutet Fallibilität in diesem Zusammenhang?
Fallibilität bezeichnet die Fehlbarkeit unserer Erkenntnis. Es ist die philosophische Einsicht, dass wir uns in unserer Wahrnehmung der Außenwelt und unserer eigenen Existenz täuschen könnten.
Wie vergleicht Putnam Vernunft und Wahrheit?
In seinem Werk „Vernunft, Wahrheit und Geschichte“ argumentiert Putnam gegen den extremen Skeptizismus, indem er aufzeigt, dass die bloße sprachliche Äußerung „Ich bin ein Gehirn im Tank“ unter bestimmten Bedingungen in sich widersprüchlich wäre.
- Arbeit zitieren
- Bachelor of Arts Justine Vivian Prentki (Autor:in), 2016, Ein Vergleich der ersten Meditation Descartes‘ und Putnams Gehirn-im-Tank-Szenario anhand der Werke "Meditationen" und "Vernunft, Wahrheit und Geschichte", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429302