Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Zur Vereinbarkeit des Bildungsauftrags von Schulen mit dem Anspruch einer Talentförderung durch Schulen

Titel: Zur Vereinbarkeit des Bildungsauftrags von Schulen mit dem Anspruch einer Talentförderung durch Schulen

Masterarbeit , 2017 , 64 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Magnus Düe (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Schulische Talentförderungen in Deutschland gibt es schon seit Jahren. Häufig kooperieren die Schulen dabei mit Vereinen, an die sie die Talentförderung zu einem großen Teil abgeben. Deshalb kann zurecht die Frage gestellt werden, weshalb Talentförderungen überhaupt an Schulen angeboten werden. Des Weiteren sind diese häufig mit einem sportspezifischen Training verbunden, bei dem der Trainer vorgibt, was wie zu tun ist. Der Bildungsauftrag der Schule stützt sich allerdings nicht auf das stumpfe Nachmachen bzw. Durchführen von Vorgaben. Vielmehr sollen die Schüler dazu befähigt werden, selbstständig zu lernen, sich zu bilden. Die Masterarbeit untersucht einen speziellen Fall einer Schule in Braunschweig, um herausfinden zu können, inwiefern die vorliegende Talentförderung im Basketball sich pädagogisch legitimieren kann und Bildungsziele verfolgt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildung, Bewegung und Schule

2.1 Bildungsbegriff

2.2 Bildung und Bewegung

2.3 Doppelauftrag des erziehenden Sportunterrichts

3. Talent und Talentförderung

3.1 Talentbegriff

3.1.1 Statistischer Talentbegriff

3.1.2 Dynamischer Talentbegriff

3.1.3 Vollständige Talentdefinition

3.2 Talentsuche und Talentauswahl

3.3 Talentförderung

3.3.1 Wachsenlassen

3.3.2 Reduzierung der Freiheitsgrade

3.3.3 Intentionale Vielseitigkeit

4. Training in der Talentförderung

4.1 Training als ganzheitlicher Prozess

4.2 Training als Spezialisierungsprozess

4.3 Bedeutung der Allmählichkeit des Trainings

4.4 Fundamentalcharakter des Trainings

4.5 Trainingshäufigkeit, Trainingsumfang, Trainingsintensität

4.6 Enrichment statt Akzelerierung

4.7 Pädagogische Kritik am klassischen Training und Leistungssport

4.8 Pädagogisches Training

5. Talentförderung und Schule

6. Entwicklung der Fragestellung

7. Forschungsvorhaben

7.1 Vorstellung der Forschungsmethoden

7.1.1 Dokumentenanalyse

7.1.2 (narratives) Leitfadeninterview

7.1.3 Kodierung

7.1.4 Inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse

7.2 Durchführung der Forschung

7.2.1 Deduktiv gebildete Kategorien

7.2.2 Dokumentenanalyse des Schulprogramms

7.2.3 Induktiv gebildete Kategorien aus dem Schulprogramm

7.2.4 Zusammenfassung der Interviews

7.2.4.1 Interview 1

7.2.4.2 Interview 2

7.3 Interpretation und Auswertung

8. Fazit

9. Ausblick

10. Nachbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Vereinbarkeit von schulischem Bildungsauftrag und leistungssportlicher Talentförderung am Beispiel der Basketball-Talentförderung an der IGS Franzsches Feld in Braunschweig. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie diese spezifische Förderung pädagogisch legitimiert ist und ob sie Bildungsprozesse im Sinne des Doppelauftrags des Schulsports ermöglicht.

  • Verhältnis von schulischem Bildungshintergrund und Talentförderung
  • Anforderungen an ein pädagogisch reflektiertes Training
  • Qualitative Analyse schulischer Dokumente und Experteninterviews
  • Bedeutung von Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Sportliche Talentförderungen sind an deutschen Schulen keine Seltenheit und auch die Kooperation zwischen Vereinen und Schulen besteht schon etlichen Jahren (vgl. Baur & Brettschneider, 1990). Bundesweit gesehen wurde allerdings lange noch kein einheitliches Konzept für Talentförderungen an Schulen entwickelt (vgl. Kultusministerkonferenz, 1997, S. 16). Daher handelt es sich oft um regionale und örtliche Projekte, wie beispielsweise die Basketball-Talentförderung an der IGS Franzsches Feld in Braunschweig, die in dieser Arbeit untersucht wird.

Dabei existiert folgende Problematik, die die Grundlage dieser Arbeit bildet: die Schule hat einen Bildungsauftrag zu erfüllen und dementsprechend bestimmte pädagogische Ziele, während die Talentförderung einen leistungssportlichen Fokus hat (vgl. Joch, 1997, Elflein, 2004, S. 191). Dieser war und ist in der Sportpädagogik allerdings einer gewissen Kritik ausgesetzt. Denn die Talentförderung beinhaltet ein leistungsorientiertes Training, eine Spezialisierung und Selektion und ist damit nicht primär als Veranstaltung zu sehen, die pädagogische Ziele verfolgt (vgl. Elflein, 2004, S. 192). Daraus ergibt sich die Frage, warum überhaupt Talentförderungen an Schulen existieren und wie sie legitimiert werden.

Möglicherweise können sportliche Talentförderungen an Schulen einen Beitrag zur Bildung leisten und sich somit rechtfertigen. Ziel dieser Arbeit ist es, am Beispiel der IGS Franzsches Feld herauszufinden, wie sich die Basketball-Talentförderung dort pädagogisch gesehen legitimiert und inwiefern damit die Ziele der Schule verfolgt und Bildungsprozesse ermöglicht werden. Es geht also um die Vereinbarkeit der Ansprüche einer sportlichen Talentförderung mit dem schulischen Bildungsauftrag. Aus den Ergebnissen der Untersuchung können im Idealfall sowohl die Schule als auch die kooperierenden Vereine profitieren, indem Vorschläge für eine Anpassung oder gegebenenfalls Verbesserung der Zusammenarbeit gemacht werden. Es wäre außerdem wünschenswert, die Untersuchung von Talentförderkonzepten an Schulen in Deutschland weiterzuzutreiben, da auf diesem Gebiet sicherlich noch viele Möglichkeiten zur Optimierung bestehen, die bisher noch nicht untersucht wurden. Möglicherweise kann diese Arbeit zu weiteren Untersuchungen anregen und motivieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, warum Talentförderung an Schulen trotz der potenziellen Diskrepanz zum Bildungsauftrag existiert und untersucht wird.

2. Bildung, Bewegung und Schule: Hier wird der theoretische Rahmen durch die Definition des Bildungsbegriffs und dessen Zusammenhang mit Bewegung sowie den Doppelauftrag des Schulsports aufgespannt.

3. Talent und Talentförderung: In diesem Kapitel werden unterschiedliche Definitionen von Talent (statisch vs. dynamisch) sowie die Konzepte zur Identifizierung und Förderung junger Talente theoretisch fundiert.

4. Training in der Talentförderung: Es wird erörtert, was unter Training im Kontext der Talentförderung zu verstehen ist und welche pädagogischen Kriterien ein solches Training erfüllen sollte.

5. Talentförderung und Schule: Dieses Kapitel thematisiert die institutionelle Verflechtung von Schule und Sport sowie die Herausforderungen bei deren Kooperation.

6. Entwicklung der Fragestellung: Auf Basis der theoretischen Grundlagen wird die konkrete Forschungsfrage zur Vereinbarkeit von Basketball-Talentförderung und schulischem Bildungsauftrag formuliert.

7. Forschungsvorhaben: Hier werden das qualitative Vorgehen, die Datenerhebung durch Dokumentenanalyse und Interviews sowie die Auswertungsmethode beschrieben.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und beantwortet die zentrale Forschungsfrage im Kontext der IGS Franzsches Feld.

9. Ausblick: Der Ausblick diskutiert zukünftige Entwicklungen und Forschungsmöglichkeiten im Bereich der schulischen Talentförderung in Niedersachsen.

10. Nachbetrachtung: In der Nachbetrachtung reflektiert die Autorin den Forschungsprozess und die eigene Rolle als angehende Lehrkraft.

Schlüsselwörter

Talentförderung, Schule, Sportunterricht, Basketball, Bildungsauftrag, Pädagogisches Training, Talentbegriff, Kooperation, Schulsport, Qualitative Inhaltsanalyse, Individuelle Förderung, Leistungssport, Sportpädagogik, Schulentwicklung, Doppelauftrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration sportlicher Talentförderung in den schulischen Alltag und untersucht kritisch, wie sich diese mit dem gesetzlichen Bildungsauftrag der Schule in Einklang bringen lässt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der Bildungsbegriff, die Konzepte der Talentförderung (statisch vs. dynamisch), Anforderungen an ein pädagogisch reflektiertes Training und die Kooperationsbeziehung zwischen Schule und Sportverein.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern gelingt mit der vorliegenden Basketball-Talentförderung eine Verbindung der Ansprüche eines Talentfördertrainings mit dem Bildungsauftrag und dem pädagogischen Konzept der Schule?“

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?

Es wurde eine qualitative Forschungsstrategie gewählt, bestehend aus einer Dokumentenanalyse (z. B. Schulprogramm) und narrativen Leitfadeninterviews mit Experten der Schule.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (Definitionen, Trainingslehre, Schulkontext) und einen empirischen Teil, in dem die Daten der IGS Franzsches Feld in Braunschweig ausgewertet und interpretiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Talentförderung, Bildungsauftrag, Sportpädagogik, schulische Kooperation, pädagogisches Training und qualitative Inhaltsanalyse.

Wie unterscheidet sich der hier untersuchte Talentbegriff von einem klassischen Verständnis?

Die Arbeit differenziert zwischen einem rein „statischen“ Talentbegriff (Fokus auf Status quo) und einem „dynamischen“ Ansatz, der den Menschen als aktives, sich entwickelndes Subjekt betrachtet, was pädagogisch wertvoller ist.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der IGS Franzsches Feld?

Die Talentförderung bietet eine gute individuelle Unterstützung, allerdings erfolgt das Training selbst noch zu klassisch und zu wenig pädagogisch-selbstbestimmt, was zu einer Diskrepanz zwischen dem Schulkonzept und dem sportlichen Training führt.

Ende der Leseprobe aus 64 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Vereinbarkeit des Bildungsauftrags von Schulen mit dem Anspruch einer Talentförderung durch Schulen
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Sportwissenschaft und Bewegungspädagogik)
Note
1,3
Autor
Magnus Düe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
64
Katalognummer
V429314
ISBN (eBook)
9783668729124
ISBN (Buch)
9783668729131
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Talentförderung Bildung Bildungsauftrag sportliches Talent Sport Talent Schule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magnus Düe (Autor:in), 2017, Zur Vereinbarkeit des Bildungsauftrags von Schulen mit dem Anspruch einer Talentförderung durch Schulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429314
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  64  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum