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Innere Differenzierung in der gymnasialen Oberstufe

Titel: Innere Differenzierung in der gymnasialen Oberstufe

Hausarbeit , 2017 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Kevin Minartz (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bisher beschränkt sich die Literatur beim Thema Innere Differenzierung fast ausschließlich auf die Primar- sowie die Sekundarstufe I. Ein Grund könnte dafür sein, dass, mit dem in fast allen Bundesländern eingeführtem Zentralabitur, Unsicherheit darüber besteht, wie sich Innere Differenzierung und objektive und vergleichbare Leistungsmessung gegenübertreten können. Man könnte unter diesen Gegebenheiten sogar die Frage stellen, ob Innere Differenzierung in der gymnasialen Oberstufe (Sekundarstufe II) überhaupt Sinn macht. Diese Frage könnte man diskutieren, würde aber vermutlich zu dem Schluss führen, dass Innere Differenzierung gesetzlich bindend ist.

Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen, soll diese Arbeit aufzeigen, ob und wie mithilfe des Portfolios eine sinnvolle Innere Differenzierung in der gymnasialen Oberstufe möglich ist. Dazu wird zunächst in Kapitel 2 auf die Innere Differenzierung eingegangen, ihr Gegenstand erläutert und in Beziehung zum Konzept der gymnasialen Oberstufe gesetzt. Im darauffolgendem Kapitel (3) wird das Konzept des Portfolios dargestellt und sein Potential für eine sinnvolle Innere Differenzierung in der gymnasialen Oberstufe herausgearbeitet. Zur Abrundung wird dabei die Umsetzung skizziert. In einem abschließenden Fazit werden die Ergebnisse zusammengefasst und diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Innere Differenzierung

2. 1 Innere Differenzierung – Was bedeutet das?

2. 2 Differenzierung in der gymnasialen Oberstufe

3. Möglichkeit zur Inneren Differenzierung: das Portfolio

3. 1 Portfolio – Was bedeutet das?

3. 2 Portfolio zur Inneren Differenzierung in der gymnasialen Oberstufe

4. Diskussion und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Relevanz und praktische Umsetzbarkeit des Portfolios als Methode zur inneren Differenzierung im Kontext der gymnasialen Oberstufe. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch individuelle Lernprozessbegleitung trotz straffer Lehrpläne und Zentralabitur eine effektive Förderung einzelner Schülerinnen und Schüler gelingen kann.

  • Grundlagen der inneren Differenzierung im Schulkontext
  • Herausforderungen und Ziele der gymnasialen Oberstufe
  • Definition und konzeptionelle Einordnung der Portfolioarbeit
  • Phasenmodell zur Implementierung von Portfolios im Unterricht
  • Verknüpfung von Diagnostik, individueller Förderung und Selbstreflexion

Auszug aus dem Buch

3.1 Portfolio – Was bedeutet das?

Etymologisch lässt sich Portfolio auf das italienische Wort portafoglio zurückführen, welches sich aus den lateinischen Wörtern portare (= tragen) und foglio (= Blatt) zusammensetzt und weist somit zunächst auf eine Aufbewahrungsmappe für Blätter hin (vgl. Häcker 2011a: 27, Reich 2003: 1, Bönsch 2012: 117). Im heutigen Schulkontext ist – wenn auch die Definition uneinheitlich (vgl. Fiegert 2008: 145, Häcker 2011b: 33 f., Reich 2003: 3) – ein Portfolio aber viel mehr:

„Ein Portfolio ist eine zielgerichtete Sammlung von Arbeiten, welche die individuellen Bemühungen, Fortschritte und Leistungen der/des Lernenden auf einem oder mehreren Gebieten zeigt. Die Sammlung muss die Beteiligung der/des Lernenden an der Auswahl der Inhalte, der Kriterium für die Auswahl, der Festlegung der Beurteilungskriterien sowie Hinweise auf die Selbstreflexion der/des Lernenden einschließen.“ (Paulson et al. 1991: 60, nach Häcker 2011b: 36 (übersetzt von Häcker))

Am Ende steht also ein individuelles Lernprodukt der Schülerinnen und Schüler, welches den individuellen Lernprozess über einen längeren Zeitraum dokumentiert und reflektiert. Es ist also zugleich produkt- und prozessorientiert (vgl. Reich 2003: 1, Häcker 2011b: 35), jedoch nicht mit einem üblichen Schnellhefter zu verwechseln (vgl. Bönsch 2012: 119, Reich 2003: 4, 12). Die Definition zeigt, dass die Lernenden und die Lehrenden, welche die Rahmenbedingungen für die Portfolioarbeit klar festsetzen, kooperieren und in einem Dialog treten, durch den individuelle Förderung und Forderung möglich wird und somit Innere Differenzierung gelingen kann (vgl. Häcker 2011b: 37, Reich 2003: 1, Fiegert 2008: 149 f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung verortet das Thema im gesetzlichen Auftrag zur individuellen Förderung und thematisiert das Spannungsfeld zwischen dem Zentralabitur und der Forderung nach Binnendifferenzierung.

2. Innere Differenzierung: Dieses Kapitel definiert Innere Differenzierung als pädagogische Antwort auf Heterogenität und arbeitet die didaktischen Anforderungen sowie die Notwendigkeit diagnostischer Kompetenz für Lehrkräfte heraus.

3. Möglichkeit zur Inneren Differenzierung: das Portfolio: Hier wird das Portfolio als methodisches Instrument vorgestellt, sein Potential für die Oberstufe erläutert und ein konkretes siebenphasiges Vorgehensmodell für die Unterrichtspraxis skizziert.

4. Diskussion und Fazit: Das abschließende Kapitel reflektiert kritisch die Chancen und Herausforderungen des Portfolioeinsatzes und betont die Notwendigkeit von Strukturen und Zeitressourcen.

Schlüsselwörter

Innere Differenzierung, gymnasiale Oberstufe, Portfolioarbeit, individuelle Förderung, Heterogenität, Diagnosekompetenz, Wissenschaftspropädeutik, selbstgesteuertes Lernen, Lernprozessdokumentation, Bildungsziele, Leistungsbeurteilung, Kompetenzorientierung, Schüleraktivierung, Reflexionsfähigkeit, schulisches Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie durch den Einsatz von Portfolios eine sinnvolle innere Differenzierung in der gymnasialen Oberstufe realisiert werden kann, um der Heterogenität der Lernenden trotz standardisierter Anforderungen gerecht zu werden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Definition von innerer Differenzierung, der Analyse der Zielsetzungen der gymnasialen Oberstufe und der didaktischen Ausgestaltung der Portfolioarbeit als Instrument zur individuellen Förderung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Portfolios nicht nur ein Mittel zur Dokumentation von Lernprozessen sind, sondern gezielt dazu beitragen können, Bildungsziele wie Wissenschaftspropädeutik und Selbstständigkeit zu fördern.

Welche methodischen Ansätze werden betrachtet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender pädagogischer Konzepte und stellt ein strukturiertes, siebenstufiges Vorgehensmodell für die Arbeit mit Portfolios in der Unterrichtspraxis vor.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Differenzierung und die detaillierte Darstellung des Portfolios, inklusive seiner prozess- und produktorientierten Ausprägungen und deren praktischer Implementierung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind die Verbindung von Theorie und schulischer Praxis, die Fokussierung auf die Sekundarstufe II sowie der pädagogische Anspruch, Lernen individualisiert und kompetenzorientiert zu gestalten.

Warum wird das Portfolio als "Diagnosetool" bezeichnet?

Da PISA die unzureichende diagnostische Kompetenz vieler Lehrkräfte bemängelt, bietet das Portfolio eine kontinuierliche Dokumentation der individuellen Lernentwicklung, die Lehrpersonen eine fundierte Grundlage für gezielte Fördermaßnahmen liefert.

Welche Herausforderungen sind mit der Portfolioarbeit in der Oberstufe verbunden?

Die Arbeit identifiziert insbesondere den hohen Zeitaufwand für Lehrkräfte und Schüler sowie die Notwendigkeit, frühzeitig mit der Methodik zu beginnen, um den Anforderungen in der Oberstufenzeit gerecht zu werden.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Innere Differenzierung in der gymnasialen Oberstufe
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,0
Autor
Kevin Minartz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V429359
ISBN (eBook)
9783668727182
ISBN (Buch)
9783668727199
Sprache
Deutsch
Schlagworte
differenzierung oberstufe innere gymnasium binnendifferenzierung sekundarstufe schule portfolio abitur lehrer schüler gymnasiale oberstufe heterogenität individualisierung indivudualität individuell pädagogik didaktik kompetenzen kompetenzorientierung leistungskurs grundkurs unterricht unterrichten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kevin Minartz (Autor:in), 2017, Innere Differenzierung in der gymnasialen Oberstufe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429359
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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