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Die Schweiz und Europa. Gründe für den Binnenmarkt und gegen die EU

Título: Die Schweiz und Europa. Gründe für den Binnenmarkt und gegen die EU

Elaboración , 2017 , 14 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Arne Köller (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Diese Arbeit untersucht folgende Fragestellung: Die Schweiz gilt als ein seit Jahrhunderten neutrales und unabhängiges Land. Warum hat es sich dann trotzdem entschlossen, sich am Europäischen Binnenmarkt zu beteiligen, obwohl es nicht Mitglied der Europäischen Union werden wollte? Welche Theorie Europäischer Integration kann helfen eine sinnvolle Erklärung zu skizzieren?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung

2. Die Schweiz

3. Der europäische Binnenmarkt

4. Der liberale Intergouvernementalismus

5. Die Schweiz und die EU-Mitgliedschaft

6. Die Schweiz und der europäische Binnenmarkt

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht unter Anwendung der Theorie des liberalen Intergouvernementalismus, warum sich die Schweiz trotz ihrer traditionellen Neutralität und Unabhängigkeit für eine Teilnahme am europäischen Binnenmarkt entschieden hat, während ein Beitritt zur Europäischen Union konsequent abgelehnt wird.

  • Analyse der schweizerischen Neutralitätspolitik im europäischen Kontext.
  • Untersuchung der Struktur und der vier Freiheiten des europäischen Binnenmarktes.
  • Erklärung der schweizerischen Integrationsentscheidungen durch den liberalen Intergouvernementalismus.
  • Darstellung der Rolle nationaler Interessensgruppen und Parteien bei der Präferenzbildung.
  • Bewertung der ökonomischen Abhängigkeiten als Treiber der bilateralen Verträge.

Auszug aus dem Buch

4. Der liberale Intergouvernementalismus

Der liberale Intergouvernementalismus gehört zu den analytischen Theorien zur europäischen Integration. Hier wird auf intergouvernementaler Erklärungsebene nach intentionalem Erklärungsmodus argumentiert. Der Politikwissenschaftler Andrew Moravcsik gilt als Begründer dieser Theorie. Genannte Theorie beruht maßgeblich auf drei Annahmen:

- Der Staat agiert als rationaler Nutzenmaximierer

- Die nationale Präferenzbildung folgt der liberalen Theorie

- Die zwischenstaatlichen Verhandlungen sind intergouvernemental

Der erste Punt der Nutzenmaximierung ist recht simpel ausformuliert; die Akteure, im Falle der europäischen Integration Nationalstaaten, unterwerfen sich einem möglichst optimalen Kosten-Nutzen-Kalkül und agieren ausschließlich rational.

Die liberale Theorie der nationalen Präferenzbildung sagt aus, dass auf nationaler Ebene verschiedene Interessensgruppen wie politische Parteien, Gewerkschaften, Lobbyisten oder andere Interessensvertreter in einem pluralistischen Wettbewerb die von den Regierungen vertretenen und ausgedrückten Vorstellungen bilden.

Beim letzten Punkt, der zwischenstaatlichen Verhandlung, ist eine etwas längere Erläuterung notwendig: Die zunehmenden vielfältigen Beziehungen zwischen Staaten führen unweigerlich zu negativen Externalitäten. Hierdurch kommt es zwangsläufig zu ungleichen Kosten-Nutzen Verteilungen zwischen den Akteuren, sodass es, für die von den negativen Externalitäten betroffen Akteuren rational – siehe Punkt 1 – ist, dieses durch internationale Kooperation auszugleichen. Erfolgreiche Kooperation – in diesem Fall Integration – kann allerdings nur entstehen, wenn sich die Interessen der Akteure einander angleichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung: Das Kapitel führt in die Ausgangslage ein und formuliert die Forschungsfrage, warum die Schweiz eine Binnenmarkt-Beteiligung gegenüber einer EU-Mitgliedschaft bevorzugt.

2. Die Schweiz: Es wird die historische Neutralitätspolitik der Schweiz sowie deren starke wirtschaftliche Verflechtung mit der EU und die daraus resultierenden bilateralen Abkommen dargestellt.

3. Der europäische Binnenmarkt: Dieses Kapitel definiert den Binnenmarkt über seine vier Grundfreiheiten und skizziert dessen rechtliche Grundlagen sowie die Rolle der EFTA.

4. Der liberale Intergouvernementalismus: Einführung in die theoretische Basis der Arbeit, insbesondere die Annahmen über rationale Staaten, nationale Präferenzbildung und zwischenstaatliche Verhandlungen.

5. Die Schweiz und die EU-Mitgliedschaft: Anwendung der Theorie auf die Ablehnung einer EU-Mitgliedschaft, begründet durch Neutralitätsbedenken und den Druck nationaler, EU-kritischer Interessensgruppen.

6. Die Schweiz und der europäische Binnenmarkt: Analyse der ökonomischen Notwendigkeit der bilateralen Verträge, um den Zugang zum Binnenmarkt trotz Ablehnung einer Vollmitgliedschaft zu sichern.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, warum der liberale Intergouvernementalismus die schweizerische Europapolitik erfolgreich erklären kann.

Schlüsselwörter

Schweiz, Europäische Union, Binnenmarkt, Liberaler Intergouvernementalismus, Neutralität, Bilaterale Abkommen, Europäische Integration, nationale Präferenzbildung, Außenhandel, Personenfreizügigkeit, Souveränität, Interessensgruppen, Wirtschaftsabhängigkeit, rationale Akteure, Außenpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die spezifische europapolitische Haltung der Schweiz, die sich auf eine Teilnahme am europäischen Binnenmarkt beschränkt, während sie eine formale EU-Mitgliedschaft strikt ablehnt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der schweizerischen Neutralitätspolitik, den Mechanismen des europäischen Binnenmarktes und dem Einfluss nationaler Interessen auf die außenpolitische Entscheidungsfindung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, mithilfe der Theorie des liberalen Intergouvernementalismus eine theoretisch fundierte Erklärung für den "Sonderweg" der Schweiz zwischen Isolation und Integration zu finden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse auf Basis des liberalen Intergouvernementalismus angewandt, um politische Entscheidungsprozesse und Interessenlagen der Schweiz zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der schweizerischen Rahmenbedingungen, die theoretische Herleitung des liberalen Intergouvernementalismus sowie die konkrete Anwendung dieser Theorie auf die Entscheidung gegen einen EU-Beitritt und für den Binnenmarktzugang.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Neutralität, bilaterale Abkommen, Binnenmarkt, Präferenzbildung und rationaler Nutzenmaximierer.

Warum ist eine EU-Mitgliedschaft laut der Arbeit nicht mit der schweizerischen Identität vereinbar?

Die Arbeit betont, dass die geforderte Teilnahme an der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU im direkten Widerspruch zur historisch gewachsenen und in der Bevölkerung tief verankerten Neutralitätspolitik steht.

Welche Rolle spielen die "Guillotinen-Abkommen" in der Beziehung zwischen der Schweiz und der EU?

Sie bezeichnen die rechtliche Kopplung der bilateralen Abkommen, bei der bei einer Verletzung eines Vertrages automatisch alle anderen Abkommen ihre Gültigkeit verlieren, was die wechselseitige Abhängigkeit unterstreicht.

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Detalles

Título
Die Schweiz und Europa. Gründe für den Binnenmarkt und gegen die EU
Universidad
University of Bremen  (Institut für Europastudien)
Curso
Europäische Integration
Calificación
1,0
Autor
Arne Köller (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
14
No. de catálogo
V429394
ISBN (Ebook)
9783668729322
ISBN (Libro)
9783668729339
Idioma
Alemán
Etiqueta
EU Europäische Union Schweiz Europäischer Binnenmarkt Bilaterale Verträge Schengen Politik Politikwissenschaft Europäische Integration liberaler Intergouvernementalismus Internationale Politik Internationale Beziehungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Arne Köller (Autor), 2017, Die Schweiz und Europa. Gründe für den Binnenmarkt und gegen die EU, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429394
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