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Prozessorientierte Konzeptionierung eines Shared Service Centers zur Auftragsabwicklung

Titel: Prozessorientierte Konzeptionierung eines Shared Service Centers zur Auftragsabwicklung

Bachelorarbeit , 2018 , 70 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jan Blaszkowski (Autor:in)

Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schlagworte wie Gewinnmaximierung, Kostenreduzierung und Umstrukturierung dominieren seit Jahren unseren Arbeitsalltag. Viele Unternehmen stehen unter einem enormen Wettbewerbsdruck. Ergebnis sind Rationalisierungs- und Optimierungsmaßnahmen, in denen sämtliche Prozesse, Organisationsstrukturen und Produkte auf den Prüfstand gestellt werden. Als Auslöser dieses Wettbewerbsdrucks ist die zunehmende Globalisierung der Märkte nennen, welche zunächst international und mittlerweile auch national agierende Unternehmen erreicht. Um weiterhin am Markt bestehen und dem Wettbewerbsdruck standhalten zu können, versuchen Unternehmen durch Unternehmensreorganisation und der Konzentration auf Kernkompetenzen Kosten zu senken.

Ziel ist eine Effizienz- und Effektivitätssteigerung in den Supportprozessen zu erreichen. Das Shared Service Konzept setzt an diesem Punkt an. Es werden Prozesse, die aufgrund der Organisationsstruktur des Unternehmens oder vorangegangener Dezentralisierung mehrfach ausgeführt werden, standardisiert und anschließend zentralisiert. Ein weiterer Punkt für den Unternehmenserfolg ist die Fähigkeit, sich organisatorisch neuen Marktbedingungen und -anforderungen anzupassen. Damit ein Unternehmen eine solche Flexibilität aufweisen kann, muss es seine Strukturen und Prozesse kennen. Aus diesem Grund werden Unternehmen aus der prozessorientierten Sichtweise betrachtet. Um Unternehmensabläufe zu visualisieren, werden diese in Geschäftsprozessmodellen dargestellt. Diese stellen eine abstrahierte Abbildung der realen Prozesse mit allen Strukturen und Eigenschaften dar. Die Darstellung der Prozesse kann mit Hilfe unterschiedlicher Modellierungsmethode realisiert werden. Anhand der Möglichkeiten und Grenzen der einzelnen Modellierungsmethode ist die Auswahl zu treffen, welche Methode die betreffenden Prozesse im Unternehmen am vollumfänglichsten in einem Modell darstellen kann.

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Darstellung mehrerer ausgewählter Modellierungsmethode. Es werden die einzelnen Methoden strukturiert beschrieben und deren Vor- und Nachteile sowie Grenzen und Möglichkeiten herausgearbeitet. Letztendlich erfolgt die Auswahl einer geeigneten Methode zur weiteren Verwendung im praktischen Teil dieser Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung und Zielsetzung

2. Shared Service Center als alternative Organisationsform

2.1. Abgrenzung zu anderen Konzepten

2.1.1. Unterschiede zwischen Shared Service und Outsourcing

2.1.2. Unterschiede zwischen Shared Service und Zentralisierung

2.2. Ziele eines Shared Service Centers

2.3. Methodik zur Auswahl geeigneter Prozesse

3. Geschäftsprozessmodellierung

3.1. Begrifflichkeiten zur Geschäftsprozessmodellierung

3.2. Methoden der Modellierung

3.2.1. Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)

3.2.2. Business Process Modelling and Notation 2.0 (BPMN 2.0)

3.2.3. Auswahl der geeigneten Methode

4. Ausarbeitung des prozessorientierten Konzepts zur Auftragsabwicklung

4.1. Aktuelle Situation und Struktur der Fa. Tepper

4.2. Darstellung des Ist-Prozesses in der Mikroebene

4.2.1. Auftragsabwicklung im Geschäftsbereich Neubau

4.2.2. Auftragsabwicklung im Geschäftsbereich Umbau

4.3. Auswahl der geeigneten Prozesse

4.4. Ausarbeitung des Soll-Gesamtprozesses

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die prozessorientierte Konzeption eines Shared Service Centers (SSC) für die Auftragsabwicklung der Fa. Tepper Aufzüge GmbH. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Supportprozesse identifiziert, durch Modellierung visualisiert und anschließend effizient in eine neue, zentrale Organisationseinheit überführt werden können, um Synergieeffekte zu nutzen.

  • Analyse des Shared Service Konzepts und Abgrenzung zu Outsourcing und Zentralisierung.
  • Methodische Untersuchung und Vergleich von Prozessmodellierungssprachen (EPK vs. BPMN 2.0).
  • Aufnahme und Dokumentation der Ist-Prozesse der Auftragsabwicklung im Neubau und Umbau.
  • Entwurf eines Soll-Gesamtprozesses unter Anwendung von Kriterien zur Prozessauswahl.
  • Evaluierung der Wirtschaftlichkeit und Effizienzsteigerung durch organisatorische Umstrukturierung.

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)

Die Zusammenarbeit zwischen August Wilhelm Scheer und der SAP AG aus Walldorf entwickelte Modellierungsmethode der „ereignisgesteuerten Prozessketten“ zählt heutzutage zu einen der verbreitetsten Ansätze zur Modellierung von Geschäftsprozessen. Der EPK-Ansatz basiert auf den Petri-Netzen und zählt zu den graphischen Prozessmodellierungsmethoden. Aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Methode wird heutzutage von „erweiterten ereignisgesteuerten Prozessketten“ (eEPK) gesprochen. In der Praxis wird der Begriff EPK und eEPK jedoch synonym verwendet, weshalb in dieser Arbeit lediglich der Begriff EPK verwendet wird.

Die EPK sind elementarer Bestandteil der von Scheer an der Universität des Saarlandes ausgearbeiteten „Architektur für die Entwicklung und Beschreibung von Informationssystemen“ (ARIS).

Die ARIS-Architektur unterscheidet zur ganzheitlichen Spezifikation von Informationssystem die Daten-, Steuerungs-, Funktions-, Organisations- und Leistungssicht. Zusätzlich werden die Beschreibungsebenen in das Fachkonzept, das IT-Konzept und der Implementierung unterteilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung und Zielsetzung: Einleitung in die Thematik der Kostenoptimierung durch Shared Service Center und Definition des Untersuchungsgegenstands bei Fa. Tepper Aufzüge GmbH.

2. Shared Service Center als alternative Organisationsform: Theoretische Fundierung des SSC-Konzepts sowie dessen Abgrenzung zu anderen Modellen wie Outsourcing.

3. Geschäftsprozessmodellierung: Gegenüberstellung und Analyse verschiedener Modellierungssprachen zur Visualisierung betrieblicher Abläufe.

4. Ausarbeitung des prozessorientierten Konzepts zur Auftragsabwicklung: Analyse der Ist-Situation des Unternehmens und Entwicklung eines optimierten Soll-Konzepts für die Auftragsabwicklung.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie ein Ausblick auf die praktische Implementierung des Konzepts.

Schlüsselwörter

Shared Service Center, Prozessmodellierung, Auftragsabwicklung, Geschäftsprozessmanagement, BPMN 2.0, EPK, Prozessoptimierung, Kostenreduktion, Skaleneffekte, Fa. Tepper Aufzüge GmbH, Supportprozesse, Organisationsform, Prozesslandschaft, Effizienzsteigerung, Modellierungsmethoden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der organisatorischen Neuausrichtung von Supportprozessen innerhalb eines mittelständischen Unternehmens durch die Einführung eines Shared Service Centers.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernfeldern gehören die theoretische Herleitung des Shared Service Ansatzes, die Methodik der Geschäftsprozessmodellierung und die praktische Anwendung auf die Auftragsabwicklung eines Aufzugsherstellers.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein prozessorientiertes Konzept zu erstellen, um durch Standardisierung und Bündelung von Aufgaben in einem Shared Service Center die Effizienz der Auftragsabwicklung signifikant zu steigern.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es werden Literaturanalysen zur theoretischen Einordnung sowie die Modellierungssprachen EPK und BPMN 2.0 zur grafischen Analyse und Optimierung der Prozessabläufe verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Modellierung der Ist-Prozesse der Auftragsabwicklung in den Bereichen Neubau und Umbau sowie die anschließende Entwicklung eines effizienteren Soll-Prozesses.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind Shared Service Center, BPMN 2.0, Geschäftsprozessmodellierung, Prozessoptimierung und die spezifische Auftragsabwicklung der Fa. Tepper Aufzüge GmbH.

Warum wurde für die Modellierung die BPMN 2.0 der EPK vorgezogen?

Aufgrund der Komplexität der ablaufenden Prozesse, die über mehrere Organisationseinheiten hinweg parallel stattfinden, bietet BPMN 2.0 mit ihren Pools und Lanes eine übersichtlichere und detailliertere Darstellungsweise.

Was unterscheidet das "Center of Scale" (CoS) vom "Center of Expertise" (CoE)?

Das CoS konzentriert sich auf die Bündelung standardisierter, volumenintensiver Supportprozesse, während das CoE wissensintensive, spezialisierte Beratungsleistungen innerhalb des Unternehmens bündelt.

Welche Rolle spielt die Fa. Tepper Aufzüge GmbH in der Arbeit?

Das Unternehmen dient als praktisches Fallbeispiel, an dem die Ist-Prozesse aufgenommen, auf Optimierungspotenziale geprüft und ein Soll-Konzept für eine SSC-Struktur entwickelt wird.

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Details

Titel
Prozessorientierte Konzeptionierung eines Shared Service Centers zur Auftragsabwicklung
Hochschule
Fachhochschule Münster  (ITB)
Note
1,3
Autor
Jan Blaszkowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
70
Katalognummer
V429494
ISBN (eBook)
9783668729445
ISBN (Buch)
9783668729452
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prozess Prozessoptimierung Prozessmodellierung Optimierung BPMN BPMN 2.0 EPK ereignisgesteuerte Prozessketten ARIS Shared Service Center Shared Service Center SSC Auftragsabwicklung Scheer Geschäftsprozess BWL Wirtschaftsingenieur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Blaszkowski (Autor:in), 2018, Prozessorientierte Konzeptionierung eines Shared Service Centers zur Auftragsabwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429494
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Leseprobe aus  70  Seiten
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