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Kollegiale Beratung als Interventionsmaßnahme in der Jugendhilfe

Title: Kollegiale Beratung als Interventionsmaßnahme in der Jugendhilfe

Term Paper , 2014 , 11 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katrin Gehlhaar (Author)

Psychology - Intelligence and Learning Psychology
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Bei der Kollegialen Beratung handelt es sich um ein systematisches Verfahren, das in der Regel zwischen Kollegen angewendet wird und bei dem sich die einzelnen Gruppenmitglieder gegenseitig zu bestimmten Fragen und Problemen beraten. Im Rahmen dessen erwerben die Teilnehmer automatisch eine Vielzahl sozialer und kommunikativer Kompetenzen. In der Sozialen Gruppenarbeit, wie sie im Rahmen der Jugendhilfe eingesetzt wird, sollen die Jugendlichen unter anderem solche Kompetenzen entwickeln. Somit scheint es eine interessante Möglichkeit, die Kollegiale Beratung gezielt als Interventionsmaßnahme in diesem Kontext zu verwenden. Die Jugendliche können die verschiedenen Rollen des Ratsuchenden und des Beraters sowie im weiteren Verlauf die Rolle des Moderators einnehmen und somit in vielerlei Hinsicht profitieren. Neben den positiven Aspekten und der Möglichkeit zentrale Kompetenzen zu erwerben, ist jedoch gerade zu Beginn auch mit Problemen zu rechnen, die sich aus den zugrundeliegenden Schwierigkeiten der Jugendlichen ergeben und die einen kompetenten Gruppenleiter voraussetzen. Meiner Meinung nach hat die Anwendung der Kollegialen Beratung als gezielte Interventionsmaßnahme insgesamt ein hohes Potential und es wäre lohnenswert diese praktisch anzuwenden.

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Inhaltsverzeichnis

Kollegiale Beratung als Interventionsmaßnahme in der Jugendhilfe

1 Definition Kollegialer Beratung

2 Soziale Gruppenarbeit in der Jugendhilfe

3 Kollegiale Beratung als gezielte Interventionsmaßnahme

3.1 Konkrete Anwendungsmöglichkeit und positive Effekte

3.2 Mögliche Schwierigkeiten und Risiken

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Kollegialen Beratung als gezielte pädagogische Interventionsmaßnahme im Kontext der Sozialen Gruppenarbeit in der Jugendhilfe, um soziale und kommunikative Kompetenzen bei Jugendlichen zu fördern.

  • Grundlagen der Kollegialen Beratung als systematisches Verfahren.
  • Stellenwert der Sozialen Gruppenarbeit in der Jugendhilfe gemäß SGB VIII.
  • Übertragung der Beratungsmethode auf die Arbeit mit Jugendlichen.
  • Analyse von Chancen, positiven Lerneffekten und methodischen Risiken.
  • Notwendigkeit einer professionellen Gruppenleitung bei der Implementierung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Konkrete Anwendungsmöglichkeit und positive Effekte

Im Rahmen der Sozialen Gruppenarbeit ist es denkbar, dass die Kollegiale Beratung nicht wie gewöhnlich unter den Mitarbeitern stattfindet, sondern auch die Jugendlichen diese Technik gezielt untereinander anwenden, um so verschiedene Kompetenzen zu üben und soziale Fertigkeiten auszubauen. Hierbei ist es sicherlich naheliegend das unter Abschnitt 1 erläuterte gängige Verfahren mit den sechs Phasen der Kollegialen Beratung zu verwenden, wobei je nach Gruppe und noch zu lernenden Fertigkeiten es durchaus sinnvoll erscheint, dass der Moderator zunächst durch den Leiter der Sozialen Gruppenarbeit übernommen wird und erst mit zunehmender Übung und Entwicklung von Kompetenzen die Gruppe selber immer mehr Verantwortung übernimmt.

Die Jugendlichen können hier in jeder der zu vergebenden Rolle in unterschiedlicher Weise profitieren. Als Fallerzähler kann es für die Jugendlichen möglich sein, selber zu entscheiden, welche Fragestellung oder Problematik sie in der Gruppe besprechen möchten und wie persönlich diese ist. Das kann das Vertrauen in die Gruppe und andere Personen sowie den Gruppenzusammenhalt fördern und der Jugendliche kann die Erfahrung machen, dass seine Wahrnehmung des Problems seine subjektive Bewertung ist (Schlee, 2008, S.35) und durch den Austausch und die Offenheit für andere Sichtweisen neue Lösungsmöglichkeiten entstehen können. Außerdem kann es das Selbstwertgefühl steigern, wenn der Jugendliche als Fallerzähler eine Fragestellung in der Gruppe vorträgt und sich von den anderen Jugendlichen durch ihre Beratung ernst genommen fühlt.

Ebenso können die Jugendlichen in der Rolle des Beraters profitieren und wichtige soziale Kompetenzen erlernen. Zunächst müssen die Jugendlichen zuhören und versuchen sich in die Sichtweise und die Fragestellung der anderen Person hineinzudenken. Dies kann auch in verschiedenen Alltagssituationen eine wichtige Fähigkeit sein, die vermutlich vielen Jugendlichen mit Entwicklungsproblemen oder Verhaltensauffälligkeiten häufig nicht leicht fällt. Außerdem bedarf es in der Phase des Beratungsprozesses die nicht bewertende Beratung und Reflexion, mit dem Ziel der anderen Person in ihrer Fragestellung weiterzuhelfen, auch wenn diese Fragestellung für die beratende Person selbst vielleicht nicht bedeutsam erscheinen mag.

Zusammenfassung der Kapitel

Kollegiale Beratung als Interventionsmaßnahme in der Jugendhilfe: Einleitende Darstellung der Relevanz und der Zielsetzung der Hausarbeit hinsichtlich der Erweiterung des Einsatzbereichs der Kollegialen Beratung.

1 Definition Kollegialer Beratung: Erläuterung des systematischen Ablaufs der Methode mit ihren sechs Phasen und der verschiedenen Rollenverteilungen innerhalb der Gruppe.

2 Soziale Gruppenarbeit in der Jugendhilfe: Einordnung der Sozialen Gruppenarbeit als klassische Methode der sozialen Arbeit nach §29 SGB VIII zur Förderung sozialer Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen.

3 Kollegiale Beratung als gezielte Interventionsmaßnahme: Erörterung der methodischen Übertragbarkeit der Kollegialen Beratung auf die Jugendhilfe zur gezielten Förderung der Interaktions- und Kommunikationsfähigkeit.

3.1 Konkrete Anwendungsmöglichkeit und positive Effekte: Beschreibung der Rollen von Fallerzähler und Berater sowie deren Beitrag zur Stärkung des Selbstwertgefühls und der sozialen Fertigkeiten der Jugendlichen.

3.2 Mögliche Schwierigkeiten und Risiken: Diskussion der Herausforderungen bei der Umsetzung, insbesondere im Hinblick auf vorhandene Verhaltensauffälligkeiten und die Notwendigkeit einer professionellen, schrittweisen Prozesssteuerung.

4 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Potenziale und Plädoyer für eine praktische Anwendung sowie wissenschaftliche Untersuchung des Ansatzes.

Schlüsselwörter

Kollegiale Beratung, Soziale Gruppenarbeit, Jugendhilfe, Interventionsmaßnahme, soziale Kompetenzen, Kommunikation, Reflexivität, Gruppenleitung, Selbstvertrauen, Fallerzähler, Gruppenprozess, Verantwortungsübertragung, Jugendliche, Persönlichkeitsentwicklung, Teamzusammenhalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob das methodische Konzept der Kollegialen Beratung, das üblicherweise unter Fachkollegen angewendet wird, als effektive Interventionsmaßnahme in der Sozialen Gruppenarbeit für Jugendliche eingesetzt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit adressiert?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition und Anwendung von Kollegialer Beratung, die Prinzipien der Sozialen Gruppenarbeit gemäß §29 SGB VIII sowie die Schnittstellen zur Förderung der psychosozialen Entwicklung von Jugendlichen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Jugendliche durch die Übernahme von Beratungsrollen soziale Fertigkeiten und kommunikative Kompetenzen erwerben können und welche Voraussetzungen der Gruppenleiter dafür schaffen muss.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Reflexion auf Basis der einschlägigen Fachliteratur zur Kollegialen Beratung und zur Sozialen Gruppenarbeit.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Vorstellung der Kollegialen Beratung, die Einbettung in das Feld der Jugendhilfe sowie die differenzierte Diskussion von positiven Effekten, potenziellen Risiken und der notwendigen Prozessbegleitung durch Fachkräfte.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Interventionsmaßnahme, soziale Kompetenzförderung, Gruppendynamik, systemische Beratung und Jugendhilfe.

Wie unterscheidet sich die beschriebene Anwendung von der klassischen Kollegialen Beratung?

Während klassische Kollegiale Beratung unter Fachleuten primär der Problemlösung dient, liegt bei Jugendlichen der Fokus zusätzlich auf der bewussten Entwicklung sozialer Kompetenzen und einer schrittweisen Verantwortungsübertragung durch den Gruppenleiter.

Welche Risiken sieht die Autorin bei der Anwendung dieser Methode?

Ein Risiko besteht darin, dass Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten bei einer zu frühen oder unzureichend begleiteten Übertragung von Verantwortung durch den Gruppenleiter überfordert werden, was im Extremfall zu einem Verlust an Selbstvertrauen führen kann.

Welche Rolle nimmt der Gruppenleiter in diesem Konzept ein?

Der Gruppenleiter fungiert als professioneller Begleiter, der den Prozess steuert, die Jugendlichen bei der Rollenübernahme anleitet und die Verantwortung schrittweise an die Gruppe übergibt, um eine Überforderung zu vermeiden.

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Details

Title
Kollegiale Beratung als Interventionsmaßnahme in der Jugendhilfe
College
University of Ulm
Grade
1,0
Author
Katrin Gehlhaar (Author)
Publication Year
2014
Pages
11
Catalog Number
V429592
ISBN (eBook)
9783668735255
ISBN (Book)
9783668735262
Language
German
Tags
kollegiale beratung interventionsmaßnahme jugendhilfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Gehlhaar (Author), 2014, Kollegiale Beratung als Interventionsmaßnahme in der Jugendhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429592
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