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Qualität und Effizienz in der Gesundheitswirtschaft. Leistungsbegrenzung zur Kostendämpfung

Titel: Qualität und Effizienz in der Gesundheitswirtschaft. Leistungsbegrenzung zur Kostendämpfung

Bachelorarbeit , 2016 , 58 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marius Kaltwasser (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das deutsche Gesundheitswesen gehört zu den leistungsfähigsten weltweit. Dies führt allerdings auch zu steigenden Kosten. Um die hohe Qualität, sowie die sozialstaatlichen Prinzipien aufrechterhalten zu können, bedarf es Reformen. Dabei gewinnen spezielle Versorgungssysteme und einzelne Instrumente zur Anreizsteuerung der am Gesundheitswesen beteiligten Akteure an Bedeutung. Wie sich neue Ansätze der Versorgungssteuerung auf Qualität und Effizienz in der Gesundheitswirtschaft auswirken, wird anhand dieser Arbeit aufgezeigt.

Das deutsche Gesundheitssystem, welches von Bismarck im Jahre 1883 eingeführt wurde, hat bis heute in seinen Grundzügen Bestand. Allerdings fordert die Entwicklung einer Gesellschaft gewisse Anpassungen an bestehende Systeme. Der medizinischtechnische Fortschritt, der demografische Wandel sowie die zunehmende Verknappung finanzieller Ressourcen stellen das deutsche Gesundheitssystem in Zukunft vor große Herausforderungen. Im zweiten Kapitel wird in kurzer Form dargestellt, auf welche Träger, Einrichtungen und Leistungen sich die Gesundheitsausgaben in Deutschland verteilen. Des Weiteren werden das deutsche Gesundheitssystem sowie die Akteure der Gesundheitswirtschaft in ihren Grundzügen skizziert. In der Vergangenheit wurde durch kurzfristige Maßnahmen der Kostendämpfung versucht, einem Anstieg der Gesundheitsausgaben entgegenzuwirken. Bei einer genaueren Betrachtung zeigt sich allerdings, dass eine monokausale Fixierung auf die Kosten den falschen Ansatz darstellt. Ein möglicher Lösungsansatz kann sich nicht ausschließlich auf die Einnahmen und Ausgaben konzentrieren. Es geht darum, an den grundlegenden Strukturen des Gesundheitswesens anzusetzen, da in diesem Bereich enormes Potenzial liegt, Kosten zu senken. Das deutsche Gesundheitssystem ist ebenso stark durch sektorale Abgrenzungen, Diskontinuität, fehlenden Handlungsdruck sowie die daraus resultierenden Ineffizienzen gekennzeichnet. In diesem Zusammenhang rücken die Begriffe „Qualität“ und „Effizienz“ vermehrt in den Fokus.

Diese Arbeit geht der Frage nach, inwieweit effizienteres Handeln in der Gesundheitswirtschaft die Qualität der medizinischen Versorgung verbessern kann. Bei der Umgestaltung des deutschen Gesundheitssystems kann sich eventuell an dem in den USA vorherrschenden Konzept Managed Care und den daraus resultierenden Versorgungsstrukturen orientiert werden, welche in Kapitel 3 einer detaillierten Betrachtung unterzogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Finanzierung des Gesundheitswesens

2.1 Beteiligte Akteure

2.1.1 Ausgaben nach Ausgabenträgern

2.1.2 Ausgaben nach Leistungsarten

2.1.3 Ausgaben nach Einrichtungen

2.2 Gesundheitswirtschaft

2.2.1 Beteiligte an der Gesundheitswirtschaft

2.2.2 Gesundheit als Wirtschaftsfaktor

2.3 Spezifika des Gesundheitswesens in Deutschland

2.3.1 Solidarsystem

2.3.2 Versicherungssystem

2.4 Finanzierung

2.4.1 Leistungsbezogene Abrechnung

2.4.2 Fallbezogene Abrechnung

2.4.3 Selbstzahlende Medizin

2.4.4 Finanzierung durch Länder

2.4.5 Wettbewerb vs. Solidarprinzip

3 Versorgungsmanagement

3.1 Qualitätsmanagement in der Versorgung

3.1.1 Medizinische und pflegerische Versorgung

3.1.2 Zertifizierung von Einrichtungen

3.1.3 Standardisierung durch ärztliche Qualitätssicherung

3.2 Spezielle Versorgungssysteme

3.2.1 Managed Care

3.2.2 Integrierte Versorgung

3.2.3 Disease Management

3.2.4 Case Management

3.2.5 Hausarztsysteme

3.3 Abrechnungssysteme

3.3.1 Fallpauschale

3.3.2 Kopfpauschale

4 Analyse internationaler Versorgungssysteme

4.1 Managed-Care-Instrumente

4.1.1 Schweiz

4.1.2 Niederlande

4.1.3 USA

4.1.4 Deutschland

5 Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit effizienteres Handeln in der Gesundheitswirtschaft die Qualität der medizinischen Versorgung verbessern kann, wobei insbesondere Ansätze wie Managed Care und integrierte Versorgungssysteme analysiert werden, um Kostensteigerungen im deutschen Gesundheitssystem ohne Qualitätsverlust zu begegnen.

  • Analyse der Finanzierungsstrukturen und Akteure im deutschen Gesundheitswesen
  • Untersuchung von Qualitätsmanagement und Versorgungsmanagement-Instrumenten
  • Vergleich internationaler Versorgungssysteme (Schweiz, Niederlande, USA)
  • Bewertung von Managed-Care-Instrumenten und neuen Versorgungsformen
  • Ableitung von Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Managed Care

Aufgrund der verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten ist es schwer, eine vollumfängliche Definition des Begriffes „Managed Care“ auszuarbeiten. MC ist kein definiertes Versorgungskonzept, sondern ein Sammelbegriff für sämtliche Instrumente zur Steuerung und zum Management in der Gesundheitsversorgung.

Vier Elemente sind besonders charakteristisch für MC-Modelle:

- Verstärkte Orientierung an individuellen Risiken

- Limitierung des Zugangs zu Gesundheitsleistungen

- Finanzielle Anreize bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen

- Aufhebung der sektoralen Trennung (vgl. Klas 2000, 103)

MC-Ansätze fokussieren sich auf die Begrifflichkeiten „Effizienz“ und „Qualität“. Unnötige Kosten sollen bei mindestens gleichbleibender Qualität vermieden werden. Zur Erreichung dieses Ziels stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung.

Der Selektivvertrag wird allgemein als das entscheidendste Merkmal für die Definition von MC herangezogen. Leistungsfinanzierer haben die Möglichkeit, eigenständig Versorgungsverträge mit Leistungserbringern abzuschließen. Es werden nur Leistungen derjenigen Anbieter vergütet, mit denen ein Leistungsfinanzierer einen Versorgungsvertrag geschlossen hat (vgl. Amelung 2011, 153). Selektives Kontrahieren kann sowohl im stationären als auch im ambulanten Sektor angewendet werden (vgl. Van der Beek/Van der Beek 2011, 117). Die konkrete Gestaltung der Vertragsinhalte ist – bis auf lose Rahmenbedingungen – den Vertragspartnern überlassen (vgl. Cortekar 2006, 45). Die Verhandlungsmacht einer MCO hängt dabei entscheidend von der Versorgungsstruktur ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems, wie demografischen Wandel und Kostenprobleme, und führt in das Potenzial von Managed Care-Instrumenten zur Effizienzsteigerung ein.

2 Finanzierung des Gesundheitswesens: Dieses Kapitel erläutert die Akteure, Ausgabenstrukturen und die spezifischen Finanzierungsprinzipien in Deutschland sowie die Herausforderungen des dualen Systems aus GKV und PKV.

3 Versorgungsmanagement: Hier werden zentrale Instrumente wie Qualitätsmanagement, integrierte Versorgungssysteme, Disease Management und verschiedene Abrechnungsformen analysiert, um Versorgungsstrukturen effizienter zu gestalten.

4 Analyse internationaler Versorgungssysteme: Dieses Kapitel vergleicht die Gesundheitssysteme der Schweiz, der Niederlande und der USA hinsichtlich ihrer Managed-Care-Instrumente und leitet Lehren für die deutsche Versorgungslandschaft ab.

5 Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen: Abschließend werden die Erkenntnisse zusammengefasst, Problemfelder bei der Umsetzung in Deutschland identifiziert und konkrete Empfehlungen für eine qualitätsorientierte und effiziente Gesundheitsversorgung formuliert.

Schlüsselwörter

Gesundheitswirtschaft, Managed Care, Integrierte Versorgung, Finanzierung, Kostendämpfung, Effizienz, Versorgungsmanagement, Disease Management, Fallpauschalen, Kopfpauschalen, Qualitätssicherung, Selektivverträge, Gesundheitssystem, Gesundheitsreform, Patientenorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie durch neue Versorgungsstrukturen und Anreizmechanismen Effizienz und Qualität im deutschen Gesundheitswesen gesteigert werden können, um steigenden Kosten entgegenzuwirken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Finanzierung des Gesundheitswesens, verschiedene Instrumente des Versorgungsmanagements wie Managed Care, integrierte Versorgung sowie einen internationalen Vergleich dieser Modelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, inwieweit effizienteres Handeln in der Gesundheitswirtschaft, beispielsweise durch Anlehnung an internationale Konzepte wie Managed Care, die Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland verbessern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Forschungsdaten zu internationalen Gesundheitssystemen, um daraus Empfehlungen für das deutsche System abzuleiten.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt detailliert die Finanzierungs- und Akteursstruktur, das Versorgungsmanagement mit seinen Qualitäts- und Abrechnungsmodellen sowie eine detaillierte Analyse internationaler Praxisbeispiele aus der Schweiz, den Niederlanden und den USA.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Gesundheitswirtschaft, Managed Care, Integrierte Versorgung, Effizienz, Qualitätssicherung, Fallpauschalen und Kostendämpfung.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Krankenhäusern unter dem DRG-System?

Das DRG-System wird kritisch als lernendes Preissystem beleuchtet, das zwar zu Prozessoptimierungen zwingt, jedoch auch Anreize für Fehlsteuerungen wie Risikoselektion oder Upcoding schaffen kann.

Welche Besonderheit weist das Modellprojekt der AOK Niedersachsen bei Schizophrenie auf?

Das Projekt integriert verschiedene Leistungssektoren durch eine spezialisierte Managementgesellschaft, um durch Case Management und eine bessere sektorenübergreifende Koordination die Versorgungsqualität zu erhöhen und stationäre Aufenthalte zu reduzieren.

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Details

Titel
Qualität und Effizienz in der Gesundheitswirtschaft. Leistungsbegrenzung zur Kostendämpfung
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)
Note
2,0
Autor
Marius Kaltwasser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
58
Katalognummer
V429637
ISBN (eBook)
9783668768574
ISBN (Buch)
9783668768581
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Qualität Effizienz Gesundheitswirtschaft Internationale Gesundheitssysteme Managed Care Integrierte Versorgung Leistungsbegrenzung im Gesundheitswesen Disease Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marius Kaltwasser (Autor:in), 2016, Qualität und Effizienz in der Gesundheitswirtschaft. Leistungsbegrenzung zur Kostendämpfung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429637
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Leseprobe aus  58  Seiten
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