Die Lehre Buddhas als Quelle normativ wirtschaftlichen Handelns


Hausarbeit, 2016

21 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung

II. Zentrale Elemente des Buddhismus
2.1 Karma und Wiedergeburt
2.2 Nirvana und Meditation
2.3 Zentrale Strömungen im Buddhismus

III. Die Lehre Buddhas und darauf basierende normative Werte für moralisches Handeln6
3.1 Der Lehrsatz vom abhängigen Entstehen
3.2 Die Predigt von Benares
3.3 Die Darstellung des Erlösungsweges
3.4 Das Sutra vom Lastträger.

IV. Konsequenzen für normatives wirtschaftliches Handeln

V. Fazit

Quellen- und Literaturverzeichnis

I. Einleitung

„‚So ist denn nur das Zusammengehen gut, auf dass ein jeder der Sittenlehre des anderen Gehör und Aufmerksamkeit schenke. ‘“[1] Die Sittenlehre ist nur ein kleiner Aspekt im Buddhismus, der eine facettenreiche Weltreligion darstellt. Im Mittelpunkt steht die Lehre Buddhas, welche das Fundament dieser Religion bildet. Die Lehre selbst lässt sich allerdings nicht einfach in die Kategorie ‚Religion‘ einordnen. Sie ist weder eine Religion, noch eine Philosophie. Die Lehre Buddhas stellt eine Anleitung dar, mit deren Hilfe der Einzelne sich aus Irrtum und Leid befreien kann um Erlösung zu erlangen. Die Erlösung aus dem Kreislauf von Wiedergeburten stellt das Ziel der Buddhisten dar. Die Mittel hierzu bilden Selbstdisziplin und Meditation. Voraussetzung zum Erlangen von Erlösung ist allerdings das richtige Handeln.[2] Moralisches und ethisches Handeln sind nach Peter Schmiedel nicht nur für den einzelnen, sondern auch für die Wirtschaft wichtig, auch wenn dies momentan nicht verwirklicht ist. In seinem Buch versucht Schmiedel, auf der Grundlage der von Peter Ulrich erarbeiteten Integrativen Wirtschaftsethik, eine auf den Weltreligionen basierende Wirtschaftsethik zu entwerfen und Bedingungen für ein globales Wirtschaftssystem aufzustellen, das in allen Kulturkreisen Zustimmung findet.[3]

In dieser Hausarbeit möchte ich herausarbeiten, ob in der Lehre Buddhas, die hier paradigmatisch für den Buddhismus steht, eine konkrete Ethik enthalten ist. Des Weiteren soll aufgezeigt werden, ob und inwieweit die Lehre als Quelle für normatives wirtschaftliches Handeln gelten kann. Als Grundlage dient mir das bereits aufgeführte Buch von Peter Schmiedel: Philosophie, Religion und Wirtschaft. Stellvertretend für die Lehre Buddhas arbeite ich mit vier verschiedenen Lehren, jene, die auch Schmiedel zur Darstellung von Buddhas Lehre verwendet: Der Lehrsatz vom abhängigen Entstehen, die Predigt von Benares, die Darstellung des Erlösungsweges und das Sutra vom Lastträger.[4]

Einleitend widme ich mich zunächst skizzenhaft dem Leben des Buddhas selbst, bevor ich im Hauptteil dieser Hausarbeit auf die zentralen Elemente und Strömungen des Buddhismus und die ausgewählten vier Lehrreden eingehe. Auf dieser Basis werden die normativen Werte für ein ethisches Handeln herausgearbeitet. Außerdem werden die Konsequenzen für das wirtschaftliche Handeln aufgezeigt. Die Hausarbeit wird mit einem Fazit abgeschlossen werden.

Der Buddha, der eigentlich Siddharta Gautama hieß, wurde nahe der heutigen Grenze zwischen Indien und Nepal geboren. Seine genauen Lebensdaten sind nicht sicher auszumachen, man vermutet, er lebte von 566 bis 410 v. Chr. Der Begriff Buddha ist zudem kein Eigenname, sondern bedeutet ‚der Erhabene‘.[5] Siddharta Gautama wurde in eine wohlhabende Familie geboren, vermutlich sogar in den Königsstand. Allgemein ist es eher schwierig, genaue Informationenüber sein Leben dazustellen, da die Überlieferungen nur fragmentarisch und oftübertrieben dargestellt waren. Es ist daher schwer, Fakten und Legenden zu trennen und zu unterscheiden.[6] Bekannt ist allerdings, dass er im Alter von 29 Jahren sein Zuhause verließ, um nach religiöser Erkenntnis zu suchen. Er probierte verschiedene Erkenntniswege aus, beispielsweise den der Askese. Nach sechs Jahren fand er Erleuchtung. Daraufhin zog er durch das Land und verbreitete seine Lehren.

Zentral für den Buddhismus ist die Geschichte von den vier Zeichen, die das Schlüsselerlebnis im Leben des Buddhas darstellt. Demnach erfüllte ihn das Palastleben nicht, und er unternahm eine Fahrt. Sein Vater aber hatte zuvor angeordnet, dass sich nur gesunde und schöne Menschen draußen aufhalten durften, damit sein Sohn nicht durch unangenehme Dinge beunruhigt wurde. Durch göttliches Eingreifen aber begegnete Siddharta einem alten Mann. Er war bestürzt, kehrte um und dachte darüber nach, was altern bedeutet. An einem anderen Tag begegnete er einem Kranken, und beim dritten Mal einer Leiche, welche zur Einäscherung getragen wurde. Diese Begegnungen prägten ihn und machten ihm die Vergänglichkeit der menschlichen Existenz bewusst. Bei seiner vierten Reise begegnete er schließlich einem Bettelmönch, der ausschlaggebend für seine Suche nach einer spirituellen Lösung der Probleme war.[7] Diese Ereignisse waren der Auslöser für die Suche, die für den Buddha mit der Erlösung ein Ende fand. Im Buddhismus sind außerdem vier Schüsselereignisse im Leben des Buddhas zentral: Die Geburt, die Erleuchtung, seine erste Predigt und sein Tod.[8]

II. Zentrale Elemente des Buddhismus

2.1. Karma und Wiedergeburt

Der Glaube an Wiedergeburt stellt den wesentlichen Aspekt im Buddhismus dar. Der Geburtenkreislauf wird auch als ‚endlose Wanderung‘ bezeichnet, was deutlich macht, dass ein Mensch unendlich oft wiedergeboren werden kann. Die Wiedergeburten hängen in direktem Zusammenhang mit dem Karma, das besagt, dass alle künftigen Leben an das Handeln im Jetzigen gekoppelt sind.[9] Demnach passiert nichts im Leben durch Zufall. Alles, was einem Menschen widerfährt, ist das Ergebnis seines Handelns.[10] Das deutet schon den ethischen Grundsatz zum guten Handeln an. Das Ziel des guten Handelns ist der Austritt aus dem Geburtenkreislauf und der daraus folgende Eintritt ins Nirvana, das im folgenden Punkt noch genauer besprochen wird. Im System der Wiedergeburt gibt es, nach dem neuesten Stand, sechs verschiedene Bereiche. Man kann sich dieses System wie ein Rad, das sogenannte ‚Rad des Lebens‘ vorstellen, welches in sechs Teile gegliedert ist. Die einzelnen Teile lassen sich wiederum unterteilen, sodass sich insgesamt einunddreißig mögliche Wiedergeburts-Schicksale ergeben. Ich werde in dieser Hausarbeit allerdings nur auf die sechs Hauptbereiche eingehen. Diese kann man sich unterteilt wie das ‚Himmel – Hölle‘ Schema vorstellen. Die ‚oberen‘ drei Kategorien sind die Lebensbereiche von Titanen, Menschen und Göttern. Die ‚unteren‘ Teile vertreten Geister, Tiere und die Hölle.[11] Das Karma funktioniert dabei wie eine Art Naturgesetz. Gute Taten führen zu einer Aufwärts-, schlechte Taten zu einer Abwärtsbewegung im Geburtenkreislauf. Wörtlich bedeutet Karma ‚Handlung‘ (Sanskrit). Durch das Karma ist jeder Mensch für das, was ihm widerfährt selbst verantwortlich, es liegt also an ihm, sich so zu verhalten, dass er aus dem Geburtenkreislauf herauskommen und das Nirvana erreichen kann. Karmische Handlungen stehen genaugenommen für moralische Handlungen.[12] Es wird außerdem auch in künftige Leben weitergetragen. Bestimmte Bereiche gelten dabei als karmisch bestimmt, unter anderem die Familie, der soziale Status und Charakter und Persönlichkeit.[13]

2.2 Nirvana und Meditation

Das Nirvana, das zu erreichen das Ziel jedes Buddhisten ist, lässt sich nur schwer beschreiben. Der Grund dafür liegt darin, dass der irdische Mensch es erst erkennen kann, wenn er Erleuchtung erreicht hat. Das Nirvana ist daher nur negativ bestimmbar. Es steht dem Kreislauf der Wiedergeburten, und allem was damit zusammenhängt, gegenüber.[14] Nirvana bedeutet wörtlichübersetzt ‚verwehen‘ und signalisiert das Erlöschen aus dem Geburtenkreislauf. Das Ziel, das mit dem Eintritt ins Nirvana einhergeht, ist die Befreiung von allem Leiden, also von Gier, Hass, Begehren, Altern und Sterben. Voraussetzung dazu ist die Fähigkeit, sich von allem loszusagen.[15] Eine Praxis, die helfen soll, ist die der Meditation. Diese ist eng mit der Erleuchtung verknüpft, denn der Buddha fand Erleuchtung während er meditierte. Meditation gilt weiter als ein wichtiger Teil in der buddhistischen Erfahrungsdimension.[16] Die Botschaft der Meditation ist die, dass Erlösung nur in einem tiefergreifenden Verständnis von der eigenen Natur, von Körper und Geist, gesucht und gefunden werden kann.[17] Dazu gilt es, ein angemessenes Verhältnis von Körper und Geist zu finden, und das Bewusstsein zu schulen. „Ziel der Meditation ist es, nicht ‚woanders‘ zu sein, sondern hier und jetzt, vollständig bewusst und wach: vollkommen konzentriert und nicht zerstreut.“[18]

2.3 Zentrale Strömungen im Buddhismus

Es lassen sich drei große Hauptströmungen im Buddhismus herausarbeiten, die man als Yana, Fahrzeuge, bezeichnet. Sie stellen sinnbildlich das Transportmittel auf dem Weg zum Ziel dar. Die drei Strömungen sind aufgeteilt und benennen das kleine Fahrzeug (Theravada), das große Fahrzeug (Mahayana) und das Diamant-Fahrzeug (Vajrayana).[19]

Der Theravada-Buddhismus orientiert sich an der ursprünglichen Lehre Buddhas und bedeutet ‚alte Lehre‘. Die Anhänger sehen sich selbst als Nachfolger der ersten Anhänger von Buddha und erkennen lediglich den Pali-Kanon als heilige Schrift an. Sie glauben außerdem, dass es in jedem Weltzeitalter nur einen Buddha gibt, weshalb sie ihn als einen sehr außergewöhnlichen Menschen betrachten. Insgesamt wird der Theravada-Buddhismus aber ein wenig belächelt, da mit diesem nur wenige Mönche an ihr Ziel kämen. Es gäbe zu viele Regeln und jeder müsse das Nirvana aus eigener Kraft erreichen.[20]

Der Mahayana-Buddhismus ist der am weitesten verbreitete. Er besagt im Kern, dass alle Lebewesen von Leid befreit werden sollen und basiert vor allem auf Liebe und Mitgefühl. Für Mitgefühl stehen die sogenannten Bodhisattwas, Erleuchtete, die im Nirvana sein könnten, aber darauf verzichten, um anderen zu helfen, Erleuchtung zu gelangen. Des Weiteren hat der Mahayana-Buddhismus verschiedene Elemente anderer Religionen mit in seine Lehre eingeflochten. Daraus sind viele weitere Strömungen, wie de Zen-Buddhismus, entstanden.[21] Die buddhistische Richtung des Mahayana versteht sich als universeller Weg zur Erleuchtung. Dabei spielt nicht nur Mitgefühl, sondern auch das Mitleid mit anderen Menschen eine große Rolle. Die Bodhisattwas traten in den Vordergrund, Buddha wurde eher als ein halbgöttliches Wesen gesehen, dem man eine dreidimensionale Existenz zuordnete: eine irdische, eine himmlische und eine transzendentale.[22] Der Mahayana-Buddhismus stützt sich nicht auf den Pali-Kanon, sondern auf spätere Schriften, die Mahayana-Sutras. Eines der bekanntesten, das Lotus-Sutra, besagt, dass die früheren Lehren unvollständig seien, da die Tiefgründigkeit der gesamten Lehre unermesslich sei, und der Buddha sie daher für die Menschen in vereinfachter Form dargestellt habe. Erst die Mahayana-Sutras vervollständigen die Lehre.[23]

Die dritte Strömung im Buddhismus, Vajrayana, das Diamant-Fahrzeug, wird auch als tibetischer Buddhismus bezeichnet. Der Name drückt aus, dass der Weg zum Ziel hart und makellos, wie ein Diamant, sein sollte. Zentral in dieser Strömung ist neben der eigenen Befreiung und der Anderer, in sich selbst die eigene ‚Buddha-Natur‘ zu entdecken, welche in jedem Lebewesen vorhanden ist. Sie unterscheidet sich von den anderen genannten Strömungen insofern, dass sie Rituale und Magie besonders hervorhebt. Außerdem gibt es außer dem Buddha und den Bodhisattwas noch eine Reihe Götter und Dämonen. Zudem werden große Lehrmeister, wie der Dalai Lama, als Bodhisattwas verehrt.[24]

III. Die Lehre Buddhas und darauf basierende normative Werte für ethisches Handeln

3.1 Der Lehrsatz vom abhängigen Entstehen

„Abhängig vom Nichtwissen entstehen die Willensregungen, abhängig von den Willensregungen das Erkennen, abhängig vom Erkennen Name und Form, anhängig von Name und Form der sechsfache Bereich, abhängig vom sechsfachen Bereich die Berührung, abhängig von der Berührung die Empfindung, abhängig von der Empfindung der Durst, abhängig vom Durst das Ergreifen, abhängig vom Ergreifen das Werden, abhängig vom Werden die Geburt, abhängig von der Geburt Alter und Tod, Schmerz und Klagen, Leid, Betrübnis und Verzweiflung. So kommt die Entstehung dieser ganzen Leidensmasse zustande.“[25]

Der Lehrsatz vom abhängigen Entstehen wurde von Buddha direkt nach seiner Erleuchtung betrachtet. Er beruht auf der Annahme, dass alles in der Welt wahrgenommene und Erlebte letztendlich eine Täuschung ist. Sie wird von einer problematischen Auffassung des Verhältnisses von Subjekt und Objekt verursacht, auf die ich hier leider nicht genauer eingehen kann. Der Lehrsatz soll erklären, worin diese Täuschung an sich besteht. Außerdem soll deutlich werden, dass zwischen den einzelnen Gliedern eine dynamische Wechselwirkung, in der sich alle Glieder gegenseitig bedingen, vorherrscht, die man sich bildlich wie ein Netzwerk vorstellen kann. Er nennt hierbei zwölf verschiedene Kategorien, die für alles Leid und für die Täuschung ursächlich sind. Zunächst nennt er das Nichtwissen, welches sich auf die wahre Struktur der Wirklichkeit und auf die uns Menschen täuschende Wahrnehmung der Dinge bezieht. Nichtwissen führt zu Leid, welches nur durch ein Überschreiten der Daseinssituationüberwunden werden kann.[26] Willensregungen stellen motivierende Bewusstseinsimpulse dar, während Ich-bezogene Bewusstseinszustände als Erkennen bezeichnet werden. Das Nichtwissen lässt sich also in drei Parameter aufteilen: Die Ich-Überzeugungen, die Willensregungen und das Erkennen. Diese Parameter gelten als die Existenzbedingungen für eine materielle Manifestation, die sich mit einem weiteren im Lehrsatz genannten Punkt, Name und Form, durchsetzen lässt.[27] Als ‚Name und Form‘ werden die sogenannten fünf Gegebenheiten zusammengefasst. Diese begründen das wechselseitige Zusammenwirken von menschlichem Dasein und der Person. Es sind: Körperlichkeit, Empfinden, Wahrnehmung, Gestaltungen und das Bewusstsein. Sie werden im Buddhismus als die verdinglichten Grundelemente des menschlichen Daseins dargestellt.[28] Als fünfte Kategorie wird der sechsfache Bereich genannt. Für ihn stehen alle sinnlichen Wahrnehmungen, wie Sehen und Riechen, aber auch das Denken. Die Sinnesorgane reagieren aufäußere Objekte und es erfolgt eine durch das Bewusstsein angeleitete Rekonstruktion der Dinge.[29] Mit Berührung ist eine Anregung der Sinne und des Denkens gemeint, bei der immer auch eine Wertung erfolgt. „Durch diese Wertung erhält die Wahrnehmung eine Qualität zugeordnet, was zu entsprechenden Empfindungen oder Gefühlen führt. Diese Empfindungen lösen im Menschen ein Anhaften aus und die bislang eher passiven Vorgänge schlagen nun in Aktivität um.“[30] Dieses eben genannte Anhaften wird von Buddha Durst genannt. Es meint ein unreflektiertes Verlangen danach, angenehmen Gefühlen Dauer zu verschaffen und unangenehme Gefühle zu beenden. Es wird auf ein ‚Ich‘ rekurriert, dem dies nicht immer gelingt. Aber erst durch die Täuschung des Nichtwissens in allen Kategorien des abhängigen Entstehens, bekommt das ‚Ich‘ eine Gestalt und Einfluss. Der Durst weitet sich auf das Ergreifen aus, welches in den bereits genannten fünf Gruppen von Gegebenheiten wirkt.[31] Weiter nennt Buddha die Kategorie des Werdens, die sich als „Realisierung der Willensregungen“[32] definieren lässt. Eine besondere Form des Werdens ist dabei die Geburt. Das irdische Leben findet in den besonders leidvollen Phasen von Alter und Tod ihren Abschluss.[33]

Der Lehrsatz vom abhängigen Entstehen besagt also, dass sich alle Phänomene dieser Welt, Menschen mit eingeschlossen, selbst bedingen und ihnen kein substanzartiges Wesen zugrunde liegt (Seele). Sie sind daher nicht so, wie sie den Menschen erscheinen. Die im Lehrsatz genannten fünf Gruppen von Gegebenheiten (Körperlichkeit, Empfinden, Wahrnehmung, Gestaltungen, Bewusstsein) stellen einen Prozess der Aufspaltung von Subjekt und Objekt dar und tragen als Ursache so maßgeblich für die Täuschungüber die wahre Struktur der Wirklichkeit bei. Die dualistische Struktur soll begreifbar machen, dass ein Selbst als universales Prinzip unmöglich ist. Die fünf Gegebenheiten sollen dabei nicht zerstört werden, sondern eine wirklichkeitsgerechte Wahrnehmung erlauben, die zur Freiheit von Leid führen soll.[34] Die Unterscheidung zwischen Ich und Du, also zwischen dem Individuum Mensch und der Gattung, haben sich als nicht der Struktur der Wirklichkeit entsprechend herausgestellt. Das bedeutet, dass diese Erscheinungsformen des Menschen in moralischer Hinsicht nicht zu trennen sind. Somit ist ein erster normativer Zusammenhang für Moralität gefunden.[35]

[...]


[1] Brodbeck, Karl-Heinz: Erkenntnis und Mitgefühl. Argumente für einen sozial engagierten Buddhismus, In: Stosch, Klaus von (Hg.): Wirtschaftsethik interreligiös. Paderborn 2014. S.128.

[2] Vgl. Schmiedel, Peter: Philosophie, Religion und Wirtschaft. Ein Beitrag zur Grundlegung einer nachhaltigen globalen Wirtschaftsethik, Marburg 2015. S.378.

[3] Vgl. Schmiedel: Philosophie. S.13.

[4] Ebd. S.378f.

[5] Vgl. Keown, Damien: Der Buddhismus. Stuttgart 2010. S.26.

[6] Ebd. S.28.

[7] Ebd. S.31ff.

[8] Ebd. S.29.

[9] Ebd. S.44.

[10] Vgl. Schmiedel: Philosophie. S.376.

[11] Vgl. Keown: Buddhismus. S.47.

[12] Ebd. S.54f.

[13] Ebd. S.58.

[14] Vgl. Schneider, Ulrich: Der Buddhismus. Eine Einführung, Darmstadt 1997. S.70.

[15] Vgl. Landgraf, Michael: Fernöstliche Religionen. Hinduismus-Buddhismus-Schamanismus-Konfuzianismus-Daoismus-Schintoismus, Stuttgart 2015. S.85.

[16] Vgl. Keown: Buddhismus. S.116.

[17] Vgl. Keown: Buddhismus. S.118.

[18] Keown: Buddhismus. S.119.

[19] Vgl. Landgraf: Religionen. S.91.

[20] Ebd.

[21] Ebd.

[22] Vgl. Keown: Buddhismus. S.82ff.

[23] Ebd. S. 87ff.

[24] Vgl. Landgraf: Religionen. S.91.

[25] Schmiedel: Philosophie. S.380.

[26] Vgl. Ebd. S.380f.

[27] Ebd. S.381.

[28] Ebd. S.381f.

[29] Ebd. S.383.

[30] Schmiedel: Philosophie. S.384.

[31] Vgl. Ebd. S.384f.

[32] Schmiedel: Philosophie. S.386.

[33] Vgl. Ebd.

[34] Ebd. S.387.

[35] Ebd.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Die Lehre Buddhas als Quelle normativ wirtschaftlichen Handelns
Hochschule
Universität Augsburg
Note
3,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V429779
ISBN (eBook)
9783668731622
ISBN (Buch)
9783668731639
Dateigröße
566 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lehre, buddhas, quelle, handelns
Arbeit zitieren
B.A Lena Gabel (Autor:in), 2016, Die Lehre Buddhas als Quelle normativ wirtschaftlichen Handelns, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429779

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