1. Einleitung
1.1. Der Entwicklungsstand der heutigen Robotik und
deren Stellenwert im Leben des modernen Menschen
Je weiter der moderne Mensch an Orte vordringt, an welchen er sich selbst nur mittels eines immens hohen technischen Aufwandes, wie z.B. dem Weltraum, und/oder verbunden mit erheblichen Gefahren, wie der Tiefsee, aufhalten kann, desto mehr stellt er an die Wissenschaft die Forderung, Roboter mit eigener Intelligenz zu entwickeln.
Mit dieser Eigenschaft befähigt, sollen diese - ohne die für einen Menschen geltenden natürlichen Restriktionen, wie z.B. Luftversorgung, Verpflegung, Schlaf, ärztliche Betreuung - an gefährlichen Plätzen dessen Aufgaben übernehmen. Auch aus dem
Grund, daß der Mensch selbst aller Voraussicht nach die größte Fehlerquelle darstellt - vorwiegend dann, wenn er unter extremen Situationen innerhalb besonders knappen Reaktionszeiten handeln muß.
Die bisherige Vorgehensweise in der Weltraumrobotik, die Fernsteuerung „dummer“ Roboter, ist anbetracht der stetig größer werdenden Distanzen, die die Signale zurücklegen müssen (und der damit verbundenen Zeitverzögerungen), kläglich zum Scheitern verurteilt. Bereits bei unserem nächsten planetaren Nachbarn, dem Mars, treten schon Signallaufzeiten auf, die im ungünstigsten Falle mehr als 10 Minuten betragen können.
Nicht immer allein sind es die außergewöhnlichen Aufgaben, die man bewältigen möchte. Meistens sind es klassische, zum Teil monotone Aufgabenbereiche, die trotzdessen ein Höchstmaß an Präzision und Flexibilität bei immer kürzeren Produktionszeiten fordern, schaut man sich in diesem Zusammenhang die heutige Industrierobotik an. Und wer denkt vermutlich nicht auch an das überforderte und
überlastete Krankenhauspersonal, denen eines Tages ein Serviceroboter unter die Arme greifen soll?
Mangelnde Flexibilität ist das größte Handicap heutiger Roboter, da sie durch ihre vorprogrammierten Bewegungsabläufe außerstande sind, auf Veränderungen ihrer Umgebung adäquat reagieren, wie z.B. dem unerwarteten Auftauchen einer Person innerhalb ihres Bewegungsraumes.
Nicht zu vergessen ist das Dilemma mit der Handhabung: Eine Vielzahl von Modellen verschiedener Firmen, jedes einzelne beschränkt auf ein kleines Aufgabengebiet, inkompatibel zueinander und schwierig zu programmieren, ließen - und lassen häufig den Wunsch nach einem universell einsetzbaren Roboter mit einer unkompliziert zu betätigenden Bedieneroberfläche laut werden.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Übersetzung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit bietet eine historische sowie literarische Einführung in die berühmte arabische Liebesgeschichte von Maǧnūn Laylā und präsentiert eine deutsche Übersetzung ausgewählter poetischer Fragmente, um die Motive der sogenannten "Udhristischen Schule" zu verdeutlichen.
- Historischer Ursprung der Erzählung im 7. Jahrhundert
- Charakteristika der Udhristischen Liebesdichtung
- Die soziale Dynamik und das Motiv der gesellschaftlichen Trennung
- Biografische Aspekte von Qays Bin Al-Mulawwaḥ
- Poetische Aufarbeitung von Schmerz, Sehnsucht und Wahnsinn
Auszug aus dem Buch
Einleitung
Maǧnūn Laylā ist eine Liebesgeschichte aus dem Stamm ʾAmīr in Zentralarabien. Die früheste bekannte Form stammt aus der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts. Die Hauptpersonen sind der Beduinendichter Qays Bin Al-Mulawwaḥ (Pseudonym „Maǧnūn“) und seine Geliebte Laylā Bint Al-Mahdī. Die frühen Anekdoten und mündlichen Berichte über Maǧnūn sind in Kitāb Al- ʾAġānī und Bin Qutayba's Kitāb al-shiʻr wa-al-shuʻarāʼ dokumentiert. Die Anekdoten sind meist sehr kurz, nur lose miteinander verbunden und zeigen wenig oder gar keine Handlung.
Die Form dieser Liebeserzählungen bzw. Dichtkunst gehört zur `Udhristischen Schule (Bezeichnung rührt vom Stamm 'udhra (= Jungfräulichkeit)) der Banū ʾUmayya. Die `Udhristische Liebe ist eine Form der Liebe die schon in die vorislamische Beduinenwelt zurückreicht. Das Ideal des existentiellen Leidens, des realen Verzichts, der ewigen Treue und der Mächtigkeit der Geliebten, ist in den meisten Liebesgeschichten zu finden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext, die literarische Einordnung in die Udhristische Schule sowie den biographischen Hintergrund der Protagonisten Qays und Laylā.
2. Übersetzung: Der zweite Teil umfasst eine direkte deutsche Übertragung ausgewählter Gedichtfragmente, die den psychischen Leidenszustand und die verzweifelte Sehnsucht des Protagonisten thematisieren.
Schlüsselwörter
Maǧnūn Laylā, Udhristische Schule, Liebesdichtung, Beduinendichtung, Qays Bin Al-Mulawwaḥ, Zentralarabien, Liebesleid, soziale Ungleichheit, arabisches Schrifttum, Sehnsucht, Wahnsinn, 7. Jahrhundert, Treue, Liebesgeschichte, Orientalistik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die klassische arabische Liebesgeschichte von Maǧnūn Laylā und deren Bedeutung innerhalb der frühen arabischen Literatur.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Ideal der Udhristischen Liebe, das existenzielle Leiden des Liebenden sowie die soziale und kulturelle Prägung der Liebesdichtung im 7. Jahrhundert.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine Einführung in die Erzählung und die Übersetzung relevanter poetischer Texte, um das literarische Motiv des "Liebeswahnsinns" zugänglich zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse sowie eine historisch-kontextuelle Einordnung der Anekdoten und Gedichtfassungen angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Einführung zur Entstehung der Legende und einen umfangreichen Übersetzungsteil, der die Stimmung der Originaldichtung einfängt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Maǧnūn Laylā, Udhristische Schule, arabisches Schrifttum, Liebesleid und Beduinendichtung.
Warum wird der Liebende als "Maǧnūn" bezeichnet?
Der Beiname bedeutet "der Verrückte" und wurde ihm von Zeitgenossen verliehen, weil er seine Liebe zu Laylā öffentlich in Gedichten besang, was damals als soziale Schande und Anzeichen geistiger Verwirrung galt.
Welche Rolle spielt die soziale Ungleichheit in der Geschichte?
Die soziale Ungleichheit der Paare wird als wesentliches Hindernis beschrieben, das eine normale Verbindung verhindert und somit die tragische, entbehrungsreiche Udhristische Liebe erst evoziert.
- Citation du texte
- Holger Ohmacht (Auteur), 1999, Entwicklung und Implementation von Bildverarbeitungsalgorithmen zur Unterstützung beim Hantieren mit Schubladen durch einen Roboter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43