Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economics - Foreign Trade Theory, Trade Policy

Ist die Handelspolitik der Industriestaaten verantwortlich für Afrikas Marginalisierung im Welthandel

Title: Ist die Handelspolitik der Industriestaaten verantwortlich für Afrikas Marginalisierung im Welthandel

Term Paper , 2003 , 33 Pages , Grade: 1,25

Autor:in: Sebastian Weber (Author)

Economics - Foreign Trade Theory, Trade Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Nach dem Scheitern der Handelskonferenz in Seattle sollte die nun ebenfalls gescheiterte sogenannte „Development Round“ in Doha (bzw. Cancún) den Durchbruch für die Forderungen der Entwicklungsländer bringen. Neben den Vertretern der Entwicklungsländer haben sich Politiker der Industriestaaten und NGOs in die Reihe derer eingereiht, die die Handelspolitik der Industriestaaten verantwortlich für die Marginalisierung der Entwicklungsländer im Welthandel machen (Oxfam/ Bildt/ Green & Griffith). Der Abbau jeglicher Handelsbarrieren und Subventionen soll – der Argumentation folgend - den Entwicklungsländern zu steigenden Exporten und somit steigendem Wirtschaftswachstum verhelfen.
Um festzustellen, ob die Handelspolitik der OECD-Staaten gegenüber Entwicklungsländern Grund für die Marginalisierung eben dieser Länder im Welthandel ist, gilt es die Handelspolitik zu untersuchen und daraufhin deren Effekt auf die Handelsströme der Entwicklungsländer zu bestimmen. Da die Dichte der ärmsten Länder der Welt in Afrika südlich der Sahara (ASS) am höchsten ist, konzentriert sich diese Untersuchung auf die Auswirkungen der Handelspolitik auf den afrikanischen Kontinent.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Internationale Handelspolitik

2.1 Tarife

2.2 Nicht tarifäre Handelsbeschränkungen

2.2.1 Quoten

2.2.2 Exportsubventionen

2.2.3 Freiwillige Exportbeschränkungen

2.2.4 Ursprungsregelung

2.2.5 Sicherheits- und Qualitätsstandards

3. Afrikas Entwicklung im Welthandel

3.1 Haupthandelspartner

3.2 Die wichtigsten Exportprodukte

4. Entwicklung der Handelsbarrieren

4.1 Tarife

4.2 Nicht tarifäre Handelsbeschränkungen

5. Theoretischer Hintergrund

5.1 Freihandel

5.2 Theorien zu begrenztem Freihandel

6. Effekte der Handelspolitik auf Afrikas Exportentwicklung

7. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Handelspolitik der Industriestaaten für die Marginalisierung Afrikas südlich der Sahara im Welthandel verantwortlich ist, wobei die Effekte verschiedener handelspolitischer Instrumente auf die afrikanische Exportentwicklung im Zentrum der Analyse stehen.

  • Internationale Handelssysteme und deren Instrumente (Tarife und nicht-tarifäre Handelsbeschränkungen)
  • Historische Entwicklung des afrikanischen Welthandels
  • Empirische Analyse der Handelsbarrieren durch OECD-Staaten gegenüber Afrika
  • Theoretische Fundierung durch Freihandels- und alternative Theorien
  • Bewertung der Auswirkungen von Handelspräferenzen und deren Erosion

Auszug aus dem Buch

2. Die internationale Handelspolitik

Die internationale Handelsordnung die früher unter dem General Agreement on tariffs and trade (GATT) und heute unter der Aufsicht der World Trade Organization (WTO) beschlossen wird, kennt im allgemeinen zwei Hauptsysteme: das Most Favoured Nation (MFN) und das General System of Preferences (GSP). Das MFN garantiert allen Mitgliedern der WTO den niedrigsten Tarif, den ein Land einem anderen Mitgliedsland der WTO einräumt, so dass quasi allen Mitgliedern gleiche Marktzutrittsmöglichkeiten in ausländischen Märkten garantiert sind. Eine Ausnahme bilden bilaterale Freihandelsabkommen, die das MFN Prinzip legal unterlaufen können indem sie Mitgliedern des bilateralen Abkommens bevorzugten Zugang zu den Märkten der anderen Parteien des Abkommens geben, wie es etwa im Falle der Europäische Union ist.

Während das MFN System hauptsächlich auf den Warenverkehr zwischen Industrienationen angewandt wird, regelt das GSP im wesentlichen die Handelsbeziehungen zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern. Obwohl das GSP den Entwicklungsländern bevorzugten Zutritt zu den Märkten der Industrienationen gewährleistet, bleiben hohe Zutrittsschranken für die Exporte der Entwicklungsländer in Form von Tarifen und nicht tarifären Beschränkungen (NTBs) zu allen wesentlichen Märkten bestehen (UNCTAD 2000, S. 7). Zusätzlich zu diesen beiden Systemen räumt die Europäische Union (EU) den Staaten Afrikas, des Pazifiks und der Karibik (AKP-Staaten) unter dem Mantel des Lomé Abkommens seit 1973 Präferenzen beim Zugang zum Europäischen Binnenmarkt ein, die über die des GSP hinausgehen und Afrika somit besseren Zugang als anderen Entwicklungsstaaten ermöglicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Fragestellung zur Verantwortung der Handelspolitik der Industriestaaten für Afrikas Marginalisierung und Skizzierung des methodischen Vorgehens.

2. Internationale Handelspolitik: Definition und Erläuterung handelspolitischer Instrumente wie Tarife, Quoten, Exportsubventionen, Ursprungsregelungen sowie Sicherheits- und Qualitätsstandards.

3. Afrikas Entwicklung im Welthandel: Analyse der historischen Exportentwicklung, der Haupthandelspartner und der Struktur der wichtigsten Exportprodukte afrikanischer Staaten.

4. Entwicklung der Handelsbarrieren: Empirische Untersuchung der Tarifentwicklung sowie der nicht-tarifären Handelsbeschränkungen, denen afrikanische Exporte in OECD-Märkten gegenüberstehen.

5. Theoretischer Hintergrund: Theoretische Auseinandersetzung mit den Konzepten des Freihandels und der Theorien zu begrenztem Freihandel zur Fundierung der weiteren Analyse.

6. Effekte der Handelspolitik auf Afrikas Exportentwicklung: Synthese der vorangegangenen Ergebnisse und Bewertung der tatsächlichen Auswirkungen der Handelspolitik auf die Exporte Afrikas.

7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage und Einordnung der Ergebnisse unter Berücksichtigung nationaler und externer Einflussfaktoren.

Schlüsselwörter

Handelspolitik, Industriestaaten, Entwicklungsländer, Afrika südlich der Sahara, Welthandel, Marginalisierung, Tarife, Nicht-tarifäre Handelsbeschränkungen, Exportentwicklung, Freihandel, Handelsbarrieren, OECD, Lomé Abkommen, Präferenzen, Protektionismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, ob die Handelspolitik der Industriestaaten maßgeblich für die wirtschaftliche Marginalisierung afrikanischer Staaten südlich der Sahara im Welthandel verantwortlich gemacht werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die internationalen Handelssysteme, die historische Handelsentwicklung Afrikas, die Auswirkungen von Handelsbarrieren durch OECD-Staaten sowie theoretische Ansätze zur internationalen Handelspolitik.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Ist die Handelspolitik der Industriestaaten die Hauptursache für die Marginalisierung Afrikas im Welthandel, und welche anderen Faktoren könnten eine Rolle spielen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus empirischer Analyse von Handelsdaten, einem Überblick über handelspolitische Instrumente und einer theoretischen Fundierung durch klassische und alternative handelspolitische Theorien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Handelspolitikinstrumenten, die Analyse der afrikanischen Handelsdaten, die Untersuchung von Tarif- und NTB-Entwicklungen sowie die theoretische Diskussion über Freihandel versus begrenzte Handelsfreiheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Handelspolitik, Marginalisierung, Handelsbarrieren, Afrika südlich der Sahara, Freihandel, OECD, Präferenzen und Exportentwicklung.

Welche Rolle spielen die "nicht-tarifären Handelsbeschränkungen" (NTBs)?

Die Arbeit zeigt, dass NTBs – wie Quoten oder Sicherheitsstandards – zunehmend an Bedeutung gewinnen und besonders Sektoren betreffen, die für die industrielle Entwicklung Afrikas von hoher Relevanz sind.

Zu welcher Schlussfolgerung gelangt der Autor?

Der Autor schließt, dass die Handelspolitik der OECD-Staaten keinen signifikanten alleinigen Beitrag zur Marginalisierung Afrikas leistet, da afrikanische Staaten im Vergleich zu anderen Regionen teilweise bessere Bedingungen genossen haben und interne Faktoren sowie eine zielgerichtete Wirtschaftspolitik entscheidender sind.

Excerpt out of 33 pages  - scroll top

Details

Title
Ist die Handelspolitik der Industriestaaten verantwortlich für Afrikas Marginalisierung im Welthandel
College
Hamburg University of Ecomomy and Policy  (Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik)
Course
Internationale Wirtschaftsprobleme
Grade
1,25
Author
Sebastian Weber (Author)
Publication Year
2003
Pages
33
Catalog Number
V43058
ISBN (eBook)
9783638409438
Language
German
Tags
Handelspolitik Industriestaaten Afrikas Marginalisierung Welthandel Internationale Wirtschaftsprobleme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Weber (Author), 2003, Ist die Handelspolitik der Industriestaaten verantwortlich für Afrikas Marginalisierung im Welthandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43058
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  33  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint