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Das frühneuzeitliche Zeremoniell. Mittel zur Befriedung oder Auslöser neuer Konflikte?

Das See- und Schiffszeremoniell in "Theatrum Ceremoniale" im Vergleich mit dem diplomatischen Zeremoniell auf dem Westfälischen Friedenskongress.

Título: Das frühneuzeitliche Zeremoniell. Mittel zur Befriedung oder Auslöser neuer Konflikte?

Trabajo de Seminario , 2009 , 13 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Christoph Penning (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Zeremonielle Handlungen spielten eine bedeutende Rolle zwischen den Mächtigen und Herrschenden der mitteleuropäischen Frühen Neuzeit. Doch waren sie eher geeignet, Macht zu symbolisieren, zu stabilisieren und Beziehungen zu befrieden - oder waren sie eher geeignet oder wurden sie dazu genutzt, neue Konflikte auszulösen?

Diese Frage wird in der vorliegenden Arbeit anhand des im "Theatrum Ceremoniale" beschriebenen See- und Schiffszeremoniells (auch mit Bezug auf heutige Überbleibsel in den Marinen) im Vegrleich mit dem Westfälischen Friedenskongresses beleuchtet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zeremonielle Diplomatie in der Frühen Neuzeit

3. Zeremonielle Begegnungen im Vergleich

3.1 Das See- und Schiffszeremoniell in „Theatrum Ceremoniale“

3.2 Der Westfälische Friedenskongress und die zeremonielle Diplomatie

3.3 Zeremoniell - Mittel zur Befriedung oder Auslöser neuer Konflikte? Ein Vergleich

4. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand eines Vergleichs des See- und Schiffszeremoniells aus dem „Theatrum Ceremoniale“ mit dem diplomatischen Zeremoniell auf dem Westfälischen Friedenskongress, inwiefern zeremonielle Handlungen in der Frühen Neuzeit primär zur Befriedung beitragen oder als Auslöser für neue Konflikte fungieren.

  • Die Rolle zeremonieller Handlungen in der frühneuzeitlichen Diplomatie.
  • Analyse des See- und Schiffszeremoniells als symbolische Kommunikation.
  • Die Bedeutung von Protokoll und Zeremoniell auf dem Westfälischen Friedenskongress.
  • Die Spannung zwischen Konfliktpotenzial und friedenssichernder Wirkung von Ritualen.
  • Die Bedeutung von Rang, Stand und Souveränität in zeremoniellen Abläufen.

Auszug aus dem Buch

Das See- und Schiffszeremoniell in „Theatrum Ceremoniale“

Auch auf See ist symbolische Kommunikation mithilfe zeremonieller Hilfsmittel in der Frühen Neuzeit zu einem unverzichtbaren Mittel der Verständigung geworden. Schiffe können hier als eine Art Botschafter betrachtet werden, auf deren Verhalten ebenso geachtet wird, wie bei ihrem menschlichen Pendant. Aus der frühneuzeitlichen Epoche sind jedoch weitaus mehr Überlieferungen von zeremoniellen Abläufen an Land überliefert, was vor allem auch das Verhältnis der Masse an Zeremoniellbeschreibungen in Lünigs ‚Theatrum Ceremoniale’ zeigt. Der Bereich über das „See- und Schiffs-Ceremoniel“ nimmt einen relativ kleinen Bereich ein. Die Beschreibungen reichen dabei dennoch über das Ritual des Segel-Streichens, das Flaggen- oder auch Signalzeremoniell, das Bestrafungszeremoniell - wenn „ein Schiffmann etwas verbrochen“ - , das Bestattungszeremoniell, das Ritual bei einer Schiffstaufe bis zur ‚Einweihung’ eines Kriegsschiffes.

Dem Segel-Streichen - einer Art ‚maritimer Verneigung’ - kommt dabei insgesamt in zeremoniell-diplomatischer Hinsicht die weitreichendste Bedeutung zu, denn „entweder es geschiehet aus Respect, seinen Gehorsam und Unterthänigkeit gegen jemanden anzudeuten, oder aus Freundschafft, seine Liebe und Hochachtung dadurch zu erweisen.“ Dabei geht es primär, wie auf diplomatischen Zusammenkünften an europäischen Höfen, darum, dass der bezüglich Rang und Stand Niedrigere eine Ehrerbietung erweist. Die Segel werden gestrichen, wenn ein Schiff das andere oder eine Flotte der anderen begegnet, ebenso beim Passieren eines herrschaftlichen Schlosses oder eines Hafens. Nicht unerheblich ist hier, welche Segel und wie viele von ihnen eingeholt werden. Jedoch legt Lünig fest, dass sich ‚Orlogschiffe’ - Schiffe der Niederlande, Schwedens und Dänemarks - einander bei bestimmten Gelegenheiten lediglich freundlich begrüßen und ehren sollen, damit „kein Mißverstand einreissen, oder zwischen diesen Reichen erwachsen möge“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung zeremonieller Kommunikation in der Frühen Neuzeit ein und definiert die Forschungsfrage, ob Rituale eher befriedend oder konfliktfördernd wirken.

2. Zeremonielle Diplomatie in der Frühen Neuzeit: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen diplomatischer Begegnungen, bei denen zeremonielle Handlungen als Mittel der Machtdarstellung und Friedenssicherung dienten.

3. Zeremonielle Begegnungen im Vergleich: Dieser Hauptteil analysiert spezifische Zeremonien an Land und zur See, um ihre Auswirkungen auf zwischenstaatliche Beziehungen zu bewerten.

3.1 Das See- und Schiffszeremoniell in „Theatrum Ceremoniale“: Hier wird das maritime Zeremoniell als Instrument der symbolischen Ehrerbietung und Statuswahrung untersucht.

3.2 Der Westfälische Friedenskongress und die zeremonielle Diplomatie: Das Kapitel betrachtet, wie durch zeremonielle Protokolle Gleichberechtigung auf dem Kongress hergestellt und Konflikte zwischen Großmächten moderiert wurden.

3.3 Zeremoniell - Mittel zur Befriedung oder Auslöser neuer Konflikte? Ein Vergleich: Der Vergleich führt beide Analysefelder zusammen und diskutiert die unterschiedlichen Rahmenbedingungen für zeremonielle Handlungen zur See und bei diplomatischen Kongressen.

4. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst zusammen, dass Zeremoniell trotz seines Konfliktpotenzials im Grundsatz als Instrument zur Friedenssicherung und zur Aufrechterhaltung diplomatischer Ebenen diente.

Schlüsselwörter

Zeremoniell, Frühe Neuzeit, Westfälischer Friedenskongress, Diplomatie, Theatrum Ceremoniale, Schiffszeremoniell, Segelstreichen, Symbolische Kommunikation, Rang und Stand, Friedenssicherung, Konfliktpotenzial, Souveränität, Gesandtschaften, Höfische Gesellschaft, Politische Zeremonien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Funktion und Wirkung von zeremoniellen Handlungen in der Frühen Neuzeit, speziell im Bereich der Diplomatie und maritimen Begegnungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das See- und Schiffszeremoniell sowie das diplomatische Zeremoniell anlässlich des Westfälischen Friedenskongresses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob Zeremonielle in der Frühen Neuzeit eher zur Befriedung von Konflikten beitrugen oder selbst Auslöser für neue Auseinandersetzungen waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt einen vergleichenden Ansatz, bei dem primärquellenbasierte Erkenntnisse aus Lünigs „Theatrum Ceremoniale“ mit historischen Analysen zum Westfälischen Friedenskongress gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des maritimen Zeremoniells, das Protokoll auf Friedenskongressen und einen direkten Vergleich der jeweiligen Wirkungsmechanismen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Zeremoniell, Diplomatie, Friedenskongress, symbolische Kommunikation sowie Rang und Stand.

Warum wird das Seezeremoniell in der Forschung oft als Randthema betrachtet?

Das Seezeremoniell wird seltener untersucht als diplomatische Protokolle an Land, da weniger detaillierte Überlieferungen existieren und es lange als weniger zentral für die staatliche Souveränität angesehen wurde.

Wie unterscheidet sich der Druck auf Akteure auf See von jenem auf einem Kongress?

Auf See müssen Akteure aufgrund der unmittelbaren Begegnung und der fehlenden Möglichkeit zu langwierigen Verhandlungen oft spontan und unter hohem Zwang agieren, während auf einem Kongress kollektiver politischer Druck zur Einigung herrscht.

Welche Rolle spielt das „Segel-Streichen“ für die Zeremoniellgeschichte?

Es dient als prominentes Beispiel für eine maritime Ehrerbietung, die sowohl als Friedensgeste als auch als Provokation dienen konnte, wenn die Anerkennung von Rang verweigert wurde.

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Detalles

Título
Das frühneuzeitliche Zeremoniell. Mittel zur Befriedung oder Auslöser neuer Konflikte?
Subtítulo
Das See- und Schiffszeremoniell in "Theatrum Ceremoniale" im Vergleich mit dem diplomatischen Zeremoniell auf dem Westfälischen Friedenskongress.
Universidad
University of Osnabrück  (Historisches Seminar)
Curso
Hof und Zeremoniell
Calificación
1,0
Autor
Christoph Penning (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
13
No. de catálogo
V430839
ISBN (Ebook)
9783668737891
ISBN (Libro)
9783668737907
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hof Zeremoniell Frühe Neuzeit Seezeremoniell
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christoph Penning (Autor), 2009, Das frühneuzeitliche Zeremoniell. Mittel zur Befriedung oder Auslöser neuer Konflikte?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430839
Leer eBook
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