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Männlichkeit und Feminität. Soziale Ungleichheit, Dominanz und Unterdrückung

Titre: Männlichkeit und Feminität. Soziale Ungleichheit, Dominanz und Unterdrückung

Dossier / Travail , 2015 , 20 Pages , Note: 3,0

Autor:in: Anna-Lea Fischer (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Maskulinität und Feminität, beziehungsweise Männlichkeit und Weiblichkeit, sind nicht nur unterschiedlich in ihrer Begrifflichkeit, sie differenzieren sich nicht alleine in ihren biologischen Anlagen, sie unterscheiden sich in weitaus mehr Dingen als den klischeehaften Aussagen, wie „Frauen können nicht einparken“, oder „Männer hören nie zu“. Für die genderbezogenen Sozialwissenschaften, als auch die gender bezogenen Bildungswissenschaften, ist das Feld der Geschlechterforschung ein umfassendes, weit verzweigtes Themengebiet, das sich, neben der Forschung der Begriffe in der heutigen Zeit, auch im Hinblick auf die historische Entwicklung untersuchen lässt. In beiden Wissenschaften werden die Begriffe nicht nur separat verstanden und definiert, sondern auch miteinander in Verbindung gebracht. Um Verhältnisse innerhalb der Geschlechter, also wie verhält sich ein Mann gegenüber eines anderen Mannes, oder wie verhalten sich Frauen untereinander, oder in Wechselwirkung mit dem jeweils anderen Geschlecht zu verstehen, ist dieses Forschungsgebiet von existentieller Bedeutung. Mit Hilfe von Ergebnissen geschlechtsbezogener Forschungen lässt sich die konsumorientierte Umwelt der Industrieländer gestalten. Beispielsweise ist es für eine Werbeagentur, die im Auftrag für einen Großkonzern arbeitet, der TV Werbung schaltet, von Bedeutung, einen Werbespot für ein aufgetragenes Produkt attraktiv zu gestalten. Dies funktioniert nur, wenn das Denken der jeweiligen Adressaten begriffen, und demnach zum Kauf des Produktes hin beeinflusst werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung/ Forschungsfrage

2. Theoretischer Hauptteil

2.1. Männlichkeit - Begriffsanalyse

2.2. Historische Entwicklung des Männlichkeits-Begriffs

2.3. Feminität – Begriffsanalyse

2.4. Historische Entwicklung des Feminitäts-Begriffs

2.5. Soziale Ungleichheit zwischen Mann und Frau

2.6. Männer - als Geschlecht der Unterdrückung

3. Praktischer Hauptteil

3.1. Qualitative Umfrage zum Thema gender bezogene Ungleichheit

3.1.1. Vorstellung der Umfrage

3.1.2. Ergebnisse der Umfrage

3.1.3. Analyse der Umfrageergebnisse

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht theoretisch und praktisch die soziale Ungleichheit sowie Dynamiken von Dominanz und Unterdrückung zwischen den Geschlechtern. Im Fokus steht dabei die historische Entwicklung von Männlichkeits- und Feminitätsvorstellungen sowie deren Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft und die Wahrnehmung von Geschlechterrollen.

  • Historische Betrachtung von Männlichkeit und Feminität
  • Strukturen sozialer Ungleichheit im Berufsleben
  • Analyse patriarchaler Machtstrukturen
  • Empirische Untersuchung mittels qualitativer Umfrage
  • Vergleich von medialer Darstellung und persönlicher Erfahrung

Auszug aus dem Buch

2.1.Männlichkeit - Begriffsanalyse

Zu aller erst setze ich mich im theoretischen Teil meiner Hausarbeit mit dem Begriff „Männlichkeit“ auseinander. Ich habe bewusst den Begriff Männlichkeit gewählt, statt dem „Mannes“, da sich dies nicht alleinig auf z.B. die Geschlechtsorgane begrenzt. Stattdessen gibt es noch zusätzlich den Raum für eine Definition; z.B. von dem Gemüt eines Mannes.

Es ist nicht leicht eine komprimierte Explikation zu finden und formulieren, denn Männlichkeit lässt sich nicht alleine am Alter des männlichen Geschlechtes festmachen, oder aber am Körperbau einer Person, denn ebenso ist es denkbar, dass auch Frauen über einen maskulines Äußeres verfügen (zum Beispiel Leistungssportlerinnen, endokrinologisch-erkrankte Frauen). Nahe liegt also, dass Männlichkeit zusätzliche Faktoren beinhalten muss. Beeinflussend kommt gewiss hinzu , wie sich eine Person selbst sieht oder fühlt. Ferner braucht es einen weiteren zu betrachtenden Aspekt, um explizit von Maskulinität sprechen zu können, wenn sich weder Körperbau, noch Empfindung oder Gesinnung als ausreichend erweisen.

Deutlich wird bereits zu diesem Zeitpunkt, dass eine komprimierte Explikation als diffizil gestaltet.

Um jedoch einen weiteren Aspekt mit einzubringen, wären die gesellschaftlichen Faktoren und Eigenschaften von beachtlicher Bedeutung. Um sich davon einen Überblick zu verschaffen und überdies die Begriffsanalyse zu erweitern, müsste man die Historie betrachten, doch wäre man allerdings mitten im nächsten Kapitel, der Historie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung/ Forschungsfrage: Die Einleitung führt in die geschlechterbezogene Sozialforschung ein und stellt die Forschungsfrage zur sozialen Ungleichheit zwischen Mann und Frau.

2. Theoretischer Hauptteil: Dieser Abschnitt beleuchtet die historischen und soziologischen Grundlagen der Begriffe Männlichkeit und Feminität sowie deren Wandel im Zeitverlauf.

3. Praktischer Hauptteil: Hier werden die methodische Vorgehensweise, die Durchführung und die Analyse einer qualitativen Umfrage zum Thema genderbezogene Ungleichheit detailliert dargestellt.

4. Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zusammen und resümiert die Fortdauer sozialer Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern.

Schlüsselwörter

Männlichkeit, Feminität, Soziale Ungleichheit, Geschlechterforschung, Gender-Pay-Gap, Patriarchat, Maskulinität, Unterdrückung, Geschlechterrollen, Qualitative Umfrage, Identität, Soziale Struktur, Machtverhältnisse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den sozialen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern sowie den Dynamiken von Dominanz und Unterdrückung aus soziologischer und historischer Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der historische Wandel von Männlichkeits- und Feminitätsbildern, die Analyse patriarchaler Machtstrukturen und die Untersuchung gegenwärtiger geschlechtsspezifischer Ungleichheiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Geschlechterrollen historisch entwickelt haben und ob Menschen in Deutschland soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern im Alltag wahrnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer quantitativ/qualitativen empirischen Umfrage unter 22 Probanden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Begriffsanalyse und Historie der Geschlechter sowie einen praktischen Teil, der eine Umfrage und deren Auswertung zur Wahrnehmung von Ungleichheit umfasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Soziale Ungleichheit, Männlichkeit, Feminität, Patriarchat, Geschlechterrollen und Gender-Pay-Gap.

Wie unterscheidet sich die Männlichkeitsanalyse bei Hearn und Connell?

Während Hearn Männlichkeit in institutionellen Kontexten und patriarchaler Kontrolle verortet, betrachtet Connell diese stärker durch ein mehrdimensionales Konzept von Macht, Produktion und emotionaler Bindung.

Welche Rolle spielte die Konstellation der Befragten bei der Auswertung?

Die Auswertung berücksichtigte soziale Variablen wie Alter, Religion, sexuelle Orientierung und Geschlecht, um aufzuzeigen, wie diese Faktoren die Wahrnehmung von Geschlechterrollen und Ungleichheit beeinflussen.

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Résumé des informations

Titre
Männlichkeit und Feminität. Soziale Ungleichheit, Dominanz und Unterdrückung
Université
University of Cologne  (Humanwissenschaftliche Fakultät)
Cours
Gender, Bildung, Ungleichheit
Note
3,0
Auteur
Anna-Lea Fischer (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
20
N° de catalogue
V430972
ISBN (ebook)
9783668740761
ISBN (Livre)
9783668740778
Langue
allemand
mots-clé
Gender Bildung Ungleichheit Feminismus Sexismus Maskulinität Geschlecht Unterdrückung Dominanz Gesellschaft Erziehung Männlichkeit Weiblichkeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anna-Lea Fischer (Auteur), 2015, Männlichkeit und Feminität. Soziale Ungleichheit, Dominanz und Unterdrückung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430972
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