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Papstkritik in den Sangsprüchen des Mittelalters. "Ahî wie kristenlîche nû der bâbest lachet"

Título: Papstkritik in den Sangsprüchen des Mittelalters. "Ahî wie kristenlîche nû der bâbest lachet"

Trabajo Escrito , 2015 , 16 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Christopher Domke (Autor)

Filosofía - Filosofía medieval (aprox. 500-1300)
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Die Sangspruchdichtung ist neben dem Minnesang die zweite, wenn auch heute etwas unbekanntere, große Gattung der mittelhochdeutschen Lyrik. Sie beeindruckt vor allem durch die große Vielfalt an Themen: Religion, Politik, Tugend- und Hoflehre, Kunst, Minne, Frau und Ehe, Naturkundliches und Rätsel. Es gibt kaum einen thematischen Gegenstand, der der Sangspruchdichtung fremd wäre.

Diese Arbeit, die im Rahmen des Seminars zur älteren deutschen Literatur, mit Blick auf die Sangspruchdichtung des Mittelalters verfasst wurde, befasst sich mit der Papstkritik in ausgewählten Sangsprüchen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Papstkritik in den Sangsprüchen des Mittelalters

2.1 Die Erste Opferstockstrophe Walthers von der Vogelweide

2.1.1 Präsentation des Textes: Mhd. Text und Nhd. Übersetzung

2.1.2 Walthers Kritik an den Papst: Interpretation der Ersten Opferstockstrophe

2.2 Bruder Wernhers Weckruf an den Papst

2.2.1 Präsentation des Textes: Mhd. Text und Nhd. Übersetzung

2.2.2 Bruder Wernhers Kritik an Papst Gregor IX.

2.3 Meister Sigehers Strophe: Der Papst als Puppenspieler

2.3.1 Präsentation des Textes: Mhd. Text und Nhd. Übersetzung

2.3.2 Meister Sigehers Kritik an Papst Innozenz IV.

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht anhand von drei beispielhaften Sangsprüchen, auf welche Weise Walther von der Vogelweide, Bruder Wernher und Meister Sigeher Kritik am Papsttum üben, welche sprachlichen Mittel sie dabei einsetzen und welche Motive ihrer Kritik zugrunde liegen.

  • Analyse der Papstkritik in der mittelhochdeutschen Sangspruchdichtung
  • Untersuchung der rhetorischen Strategien und Stilmittel der Dichter
  • Gegenüberstellung der Motive und Absichten hinter der Kritik
  • Historischer Kontext der päpstlichen Politik im 13. Jahrhundert
  • Diachrone Betrachtung der Entwicklung von Papstkritik

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Walthers Kritik an den Papst: Interpretation der Ersten Opferstockstrophe

Zunächst fällt deutlich auf, dass Walther von der Vogelweide im Rahmen der ersten Opferstockstrophe die Rolle des Papst Innozenz III. übernimmt, indem er ihn fiktiv sprechen lässt. Bei diesem Walther gezielt eingesetzten Stilmittel handelt es sich um eine sermocinatio. Wie Birkhan anschaulich erläutert, werden die Vorwürfe Walthers gegen Papst Innozenz III. [...] ungemein wirkungsvoll inszeniert [und] er entlarvt seine schlechten Absichten mit seinen eigenen [...] Worten. Zudem lässt sich vermuten, dass er innerhalb einer Performanz-Situation sowohl die Mimik und Gestik, als auch das äußere Erscheinungsbild des Papstes mimte; sich dementsprechend wie der Papst kleidete, um somit ein höheres Maß an Authentizität zu erlangen. Damit möchte Walther in erster Linie die wahren Absichten und Motive des Papstes aufdecken und durch eine authentische Darbietung seiner Opferstockstrophe ist er in der Lage sein Publikum davon zu überzeugen, dass Papst Innozenz III. sich durch das Aufstellen der Opferstöcke selbst bereicherte und das eingenommene Gut der Deutschen nun ihm gehöre: Ich hân sie an mînen stok gemennet, ir gúot is allez mîn, ir tiutschez silber vert in mînens welschen schrîn.

Zu Beginn der ersten Opferstockstrophe leitet Walther sein Publikum in die Thematik ein, indem er in der Rolle des Papstes einführend darauf verweist, dass er etwas angestellt hat: Ich hân alsó gemachet. Bereits zu Beginn dieser Strophe werden die wahren Absichten und Motive des Papstes im Ansatz deutlich, indem Walther auf das christliche Lachen des Papstes verweist, welches man als falsches und hämisches Lachen klassifizieren könnte: Ahí wie kristenlíche nû der bâbest lachet, swánne er sînen Walhen seit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Gattung der Sangspruchdichtung ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Papstkritik dreier ausgewählter Dichter diachron zu untersuchen.

2. Papstkritik in den Sangsprüchen des Mittelalters: In diesem Kapitel werden die ausgewählten Sangsprüche von Walther von der Vogelweide, Bruder Wernher und Meister Sigeher transkribiert, übersetzt und detailliert interpretiert.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analysen zusammen und stellt die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Art und Weise der Papstkritik der drei Dichter heraus.

Schlüsselwörter

Sangspruchdichtung, Papstkritik, Walther von der Vogelweide, Bruder Wernher, Meister Sigeher, Mittelalter, Mittelhochdeutsch, Innozenz III., Gregor IX., Innozenz IV., Opferstock, Kirchenkritik, Kreuzzug, Häresie, Rhetorik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kirchen- und papstkritischen Haltung in der mittelhochdeutschen Sangspruchdichtung des 13. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Kirche, päpstliche Machtansprüche, finanzielle Praktiken der Kirche (Opferstöcke) sowie die Wahrnehmung von häretischen Bewegungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Walther von der Vogelweide, Bruder Wernher und Meister Sigeher ihre Kritik am Papsttum inhaltlich und sprachlich formulieren und welche Motive sie damit verfolgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philologische Analyse der ausgewählten Sangsprüche durchgeführt, die den mittelhochdeutschen Text, die Übersetzung sowie eine interpretative Untersuchung der Stilmittel und des historischen Kontexts umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert jeweils exemplarische Texte der drei Dichter, interpretiert diese vor dem Hintergrund ihrer Zeit und stellt sie in den historischen Kontext der päpstlichen Politik jener Ära.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind neben der Gattung Sangspruchdichtung vor allem die konkreten Dichter (Walther, Wernher, Sigeher) und die kritisierten Päpste (Innozenz III., Gregor IX., Innozenz IV.).

Wie unterscheidet sich Walthers Kritik von der der anderen beiden Dichter?

Walther wählt einen stärker humoristischen und ironischen Zugang, indem er sich durch eine sermocinatio in die Rolle des Papstes begibt, während Bruder Wernher und Meister Sigeher eher metaphorische und ernstere Töne anschlagen.

Welche Rolle spielt die Metaphorik bei Meister Sigeher?

Meister Sigeher nutzt das Bild des Puppenspielers, um die päpstliche Einmischung in die deutsche Königswahl und die Ausbeutung der deutschen Fürsten zu verdeutlichen.

Warum wird Bruder Wernhers Kritik als "Weckruf" bezeichnet?

Bruder Wernher fordert Papst Gregor IX. direkt dazu auf, aus seiner Untätigkeit gegenüber der Häresie zu erwachen und seine Pflichten als geistliches Oberhaupt wieder wahrzunehmen.

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Detalles

Título
Papstkritik in den Sangsprüchen des Mittelalters. "Ahî wie kristenlîche nû der bâbest lachet"
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Fachbereich 05: Philosophie und Philologie – Deutsches Institut)
Curso
SFAL I-IV. – Sangspruchdichtung
Calificación
2,0
Autor
Christopher Domke (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
16
No. de catálogo
V431050
ISBN (Ebook)
9783668739826
ISBN (Libro)
9783668739833
Idioma
Alemán
Etiqueta
Papstkritik Sangspruchdichtung Mittelalter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christopher Domke (Autor), 2015, Papstkritik in den Sangsprüchen des Mittelalters. "Ahî wie kristenlîche nû der bâbest lachet", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/431050
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