Berufliche Bildung im Ländervergleich zwischen Deutschland und Österreich


Masterarbeit, 2018
92 Seiten, Note: 11

Leseprobe

Inhalt

1. Grundlegendes
1.1. Einleitung
1.2. Themenfindung
1.3. Das Forschungsinteresse

2. Das österreichische Bildungssystem im Überblick

3. Der aktuelle Forschungsstand
3.1. Die duale Ausbildung – Ein Überblick
3.2. Lernortkooperation Deutschland
3.3. Lernortkooperation in Österreich

4. Ziel der Lernortkooperation aus betrieblicher Sicht

5. Stellenwert der Lernortkooperation aus betrieblicher Sicht

6. Probleme der Lernortkooperation

7. Lernortkooperation aus pädagogischer Sicht

8. Die Unternehmen
8.1. Die Volkswagen OTLG
8.1.1. Das Vertriebszentrum Rhein-Main
8.2. Die Fuchs-Gruppe
8.2.1. Der Standort Thalgau

9. Die Wahl der Methode
9.1. Qualitative Forschung
9.2. Was sind Experten und welche Probleme gibt es mit Ihnen?
9.3. Begründung der Experteninterviews
9.4. Datenerhebung
9.5. Anonymisierung
9.6. Auswertung & Transkription

10. Ergebnisse

11. Fazit
11.1. Ausblick

12. Literaturverzeichnis

13. Anhang
13.1. Interviewleitfaden
13.2. Transkript Fuchs Petrolub
13.3. Transkript Volkswagen OTLG

1. Grundlegendes

1.1. Einleitung

„Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginnt nicht in der Fabrikhalle oder im Forschungslabor. Sie beginnt im Klassenzimmer.“[1]

Ford erkannte schon früh die Wichtigkeit eines soliden Grundstocks für die Berufs- und Arbeitswelt. Dieser hört nie auf zu wachsen, da die Gesellschaft bedingt durch den ständigen Fortschritt einem lebenslagen Lernen unterliegt. Das Lernen beginnt bereits im Mutterleib, wenn die ungeborenen Babys lernen, Stimmen zu unterscheiden; sie erinnern sich sogar an Gedichte oder Geschichten, die sie vor der Geburt von einem Elternteil vorgelesen bekommen haben. Im Hinblick auf die Stimmunterscheidung ist das Baby sogar in der Lage, die Stimme der Mutter zu identifizieren. Dies fördert nachweislich die Entwicklung der Neugeborenen deutlich positiv.[2]

Weitere wichtige Stationen stellen der Kindergarten, die Grundschule und die folgenden weiterführenden Schulen dar. Im Anschluss daran erfolgt gegebenenfalls, wenn durch die Schulbildung möglich, die Entscheidung zwischen Studium, einer dualen, oder vollzeitschulischen Ausbildung. Ich möchte mich bei dieser Arbeit mit der dualen Ausbildung, genauer gesagt mit der Lernortkooperation aus betrieblicher Sicht, beschäftigen. Dies soll im Ländervergleich mit Österreich stattfinden, welches ebenfalls das duale System in der Ausbildung verwendet. Jedoch sind beide Systeme unterschiedlich. Sie besitzen Gemeinsamkeiten, wie die Lernortkooperation, aber zum Beispiel ist die gesetzliche Regelung in Österreich eine andere als in der Bundesrepublik Deutschland. Es sollen in dieser Arbeit die unterschiedlichen Nuancen herausgearbeitet und analysiert werden, welches System in diesen Unterschieden besser funktioniert, beziehungsweise den größten Nutzen hat.

1.2. Themenfindung

Die Idee dem Thema ‘‘Berufliche Bildung im Ländervergleich zwischen Deutschland und Österreich‘‘ wurde durch ein Forschungskolloquium geboren, in welchem man die Möglichkeit hatte, sich aus dem Katalog der ‘‘Jahrestagung der Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft‘‘ erfolgte Arbeiten anzuschauen und eventuelles Interesse daraus abzuleiten. Dieses Kolloquium weckte mein Interesse an diesem Themenkomplex, der anschließend weiter eingegrenzt wurde, auf das jetzige Thema. Da für die Befragung von Berufsschülerinnen und Berufsschülern eine Forschungsgenehmigung notwendig gewesen wäre, was einen extremen Aufwand von Formalitäten bedeutet hätte, habe ich mich dazu entschlossen, die Thematik von der beruflichen Seite aus zu beleuchten. Dies soll mittels Interviews geschehen, welche mit den Ausbilderinnen und Ausbildern der Lehrlinge geführt und anschließend ausgewertet werden. Befragt werden sollen nur die Mitarbeiter, welche direkt an der Ausbildung beteiligt sind und keine Auszubildenden, um die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten. Durchgeführt werden die Interviews mit jeweils einem Unternehmen aus Deutschland und einem aus Österreich. Der Interviewpartner in Deutschland ist ein zur Volkswagen AG gehörendes Tochterunternehmen, die Volkswagen OTLG (Nähere Informationen in Kapitel 8 – „Das Unternehmen“).

Die Ergebnisse, welche aus den ausgewerteten Daten hervorgehen, sollen als verbesserungswürde Aspekte der dualen Ausbildung im Kontext der Lernortkooperation betrachtet und an die zuständigen Stellen in den Unternehmen weitergegeben werden. Dies soll zum einen die Ausbildung für das Unternehmen und die Auszubildenden verbessern und zum anderen soll es eine Entschädigung für die aufgewendete Zeit des Ausbildungsbetriebes sein, welcher mit seiner Unterstützung maßgeblich zum Gelingen dieser Arbeit beigetragen hat.

1.3. Das Forschungsinteresse

„Das Berufsbildungsgesetz verpflichtet den Ausbildungsbetrieb, den Auszubildenden für die Teilnahme am Berufsschulunterricht nicht nur freizustellen, sondern ihn sogar zum Besuch der Berufsschule anzuhalten. Diese klare Zuordnung von Betrieb und Schule zueinander im Rahmen der dualen Berufsausbildung verhindert jedoch nicht, daß zwischen diesen beiden Systemen Abgrenzungs- und Koordinierungsprobleme vorhanden sind.“[3]

Konflikte und Probleme entstehen immer dort, wo mehrere Akteure zusammenarbeiten müssen. Zu den Akteuren in Deutschland zählen die beruflichen Schulen, die Kultusminister der Länder, welche den Lehrplan bzw. die Lernfelder vorgeben, die Industrie- und Handwerkskammern, die Gewerkschaften und Arbeitgebervertreter.[4]

Im Gegensatz dazu treten im österreichischen System völlig andere Akteure auf. Beteiligt sind hier das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ), das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) und der Bundes-Berufsausbildungsbeirat, in welchem die Lehrer und die Sozialpartner zusammengefasst sind.[5]

Das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend ist verantwortlich für die betriebliche Seite der Ausbildung. Es erlässt das Berufsausbildungsgesetz und die Ausbildungsverordnungen für die einzelnen Lehrberufe.

Dem gegenüber steht das Ministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, welches für die schulische Seite verantwortlich ist. Es regelt die Rahmenlehrpläne und die Schulorganisation. Der Berufsausbildungsbeirat wird in der Regel nur tätig, wenn das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend eine neue Ausbildungsverordnung erlässt. Er legt dann zur entsprechenden Verordnung ein Gutachten vor.[6]

Durch die Erhebung der Daten soll geklärt werden, welches der beiden Länder über die bessere Lernortkooperation aus betrieblicher Sicht verfügt. Anhand dessen sollen für das jeweilig andere System Tipps und Verbesserungsvorschläge abgeleitet werden und diese als Empfehlungen in dieser Arbeit dargelegt werden.

2. Das österreichische Bildungssystem im Überblick

Das österreichische Bildungssystem ist sehr facettenreich. Die Betreuung von Kindern findet je nach Alter in Kinderkrippen, Kindergärten oder der Schule statt. Kinder ab null bis drei Jahren können entweder in die Kinderkrippe oder zu Tagesmüttern gebracht werden. Kinder ab drei Jahre können in Österreich in den Kindergarten aufgenommen werden. Ab fünf Jahren ist es möglich, eine Vorschule zu besuchen. In Österreich herrschst ähnlich wie in Deutschland auch eine Schulpflicht. Diese beträgt in der Alpenrepublik neun Jahre (erste bis neunte Schulstufe).[7]

Auf den Kindergarten folgt für vier Jahre der Besuch der Volksschule (Grundschule / Primarstufe). Danach stehen den Schülerinnen und Schüler drei mögliche Wege offen: die Hauptschule, die Neue Mittelschule und die Allgemeinbildende höhere Schule (Unterstufe). Alle drei Formen dauern vier Jahre und eröffnen nach ihrem Abschluss wiederum vier Wahlmöglichkeiten, die Allgemeinbildende höhere Schule (Oberstufe), die Berufsbildende höhere Schule, die Berufsbildende mittlere Schule und die Polytechnische Schule.[8]

Die Allgemeinbildende höhere Schule (Oberstufe) und die Berufsbildende mittlere Schule dauern jeweils vier Jahre an. Fünf Jahre müssen die Schüler der berufsbildenden höheren Schule absolvieren. Die Polytechnische Schule hingegen dauert lediglich ein Jahr, nach welcher man in eine Lehre einmündet. Eine Besonderheit an dieser Stufe ist jedoch, dass es noch eine weitere Wahlmöglichkeit gibt. Es ist möglich, aus der Allgemeinbildenden höheren Schule (Oberstufe) in eine Ausbildung des Gesundheitswesens einzumünden, welche drei Jahre dauert. Dies ist ebenfalls von der Berufsschule aus möglich. Des Weiteren existiert die möglich, von den Berufsbildenden mittleren Schulen an die Berufsbildenden höheren Schulen zu wechseln, oder nach dem Abschluss die Studienberechtigungsprüfung / Berufsreifeprüfung zu absolvieren, um anschließend ein Studium an einer Hochschule aufzunehmen. Die Allgemeinbildende höhere Schule und die Berufsbildende höhere Schule ermöglichen einen direkten Zugang zum Hochschulsystem. Der Abschluss der Berufsschule ermöglicht es, sich zum Techniker, Meister oder ähnlichem fortzubilden oder ebenfalls seine Studienberechtigungsprüfung / Berufsreifeprüfung abzulegen und so Zugang zum Hochschulsystem zu bekommen. Neben diesen komplexen Formen existiert ein eigenes Sonderschulsystem, welches in die Polytechnische Schule, oder die Berufsausbildung einmündet. Es gibt die Möglichkeit, Zugang zu dem System der höher qualifizierenden Schulen zu erlangen.[9] Jedoch gibt es bei der Studienberechtigungsprüfung einige wichtige Grundlagen, welche es zu beachten gilt: Die Studienberechtigungsprüfung wurde bereits im Hochschulgesetz von 1939 erwähnt und 2010 in einem eigenen Gesetz verabschiedet. Dies regelt den Zugang zu den Universitäten durch die zusätzliche Prüfung. Trotz der fünf Prüfungsteile wurde die Attraktivität der Prüfung erhöht. Dies geschieht durch eine größere Auswahl an möglichen Studienfächern, welche die erfolgreichen Prüflinge belegen können. Früher war es nur mit der bestandenen Studienberechtigungsprüfung möglich, Studiengänge zu wählen, welche mit der Vorbildung verwandt oder gleich waren. Mittlerweile besteht hier die Möglichkeit, aus einer Studienrichtungsgruppe zu wählen.[10]

Jedoch bringen diese Änderungen auch Nachteile mit sich: Der wohl größte Nachteil stellt die nicht mehr einheitliche Regelung der Prüfung für Österreich dar. Jede Fachhochschule oder Universität darf nun selbst entscheiden, welche Prüfungsanforderungen und Prüfungsmethoden sie verwenden möchte. Die einzelnen Prüfungsteile dürfen zweimal wiederholt werden. Meister- oder Technikerprüfungen werden angerechnet. Die Entscheidung darüber trifft jede Universität selbst.[11]

Die Berufsreifeprüfung hingegen ermöglicht das Studium aller Fächer und ist somit für Viele, die noch in der Entscheidungsfindung sind, welches Fach sie später studieren wollen, die bessere Alternative. Bei dieser Prüfung müssen vier Teilprüfungen absolviert werden. Seit April 2017 wird eine zentrale Berufsreifeprüfung eingeführt. Zuerst sollten alle Teilprüfungen, welche bis zu diesem Datum absolviert waren, verfallen, was jedoch am Widerstand der Arbeiterkammer Oberösterreich scheiterte. Mit Deutschland, Italien / Südtirol besteht die Übereinkunft, dass Abschlüsse anerkannt werden. Somit ist ebenfalls ein Studium in einem dieser Länder möglich.[12]

3. Der aktuelle Forschungsstand

Die Literatur zu dieser Thematik befasst sich in der Regel mit dem Vergleich der Länder Österreich, Schweiz und Deutschland. In einigen Arbeiten werden auch noch andere Staaten wie Dänemark oder die angelsächsischen Länder miteinbezogen. Des Weiteren haben unterschiedliche Bundesministerien, allen voran das Bundesministerium für Bildung und Forschung, am meisten zu dieser Thematik veröffentlicht. Neben den Bundesministerien forschen in Österreich vor allem die privaten Institutionen, die von Interessenverbänden getragen werden. In den letzten Jahren haben sich in Österreich auch mehrere private Vereine gegründet, welche in der beruflichen Bildung forschen. Dass Österreich hier Verbesserungsbedarf hat, wird deutlich dadurch, dass nur eine Universität über einen Lehrstuhl für Berufsbildung verfügt. Seit 2002 wird von den Interessenverbänden gefordert, weitere universitäre Lehrstühle zu schaffen.[13]

3.1. Die duale Ausbildung – Ein Überblick

Im 19. Jahrhundert begann die hohe Nachfrage nach Fachkräften im Zuge der Industrialisierung, sodass große Unternehmen Lehrwerkstätten gründeten um ihre Auszubildenden bestmöglich vorzubereiten und auszubilden.

Schließlich kam nach Ende des Ersten Weltkriegs die Forderung des Gewerkschaftsbundes nach einem Gesetz zur Regelung der Ausbildung auf. Dies wurde im Jahr 1927 dem damaligen Reichstag durch Ministerialrat Ernst Schindler vorgelegt.[14]

Der Begriff der dualen Ausbildung wurde jedoch erst 1964 durch den ‘‘Deutschen Ausschuss für das Erziehungs- und Bildungswesen“ eingeführt. Dieser nutzte den Begriff ‘‘dual‘‘ für die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Jedoch gab es Ansätze der dualen Ausbildung bereits früher. Dies zeigt sich dadurch, dass Lehrlinge der verschiedenen Betriebe die sogenannten Fortbildungsschulen besuchten, ein Vorgänger der heutigen beruflichen Schulen.

Das Jahr 1969 stellte für die Berufsbildung mit der Verabschiedung des ersten Berufsbildungsgesetzes ein Meilenstein dar. Dieses regelte erstmals die bis dahin die im Betrieb gelegene Selbstverwaltung der Ausbildung. Somit gibt es nun ein detailliertes und umfangreiches Werk, welches die Verantwortung der öffentlichen Institution zeigt und sichert. Des Weiteren wurde mit diesem Gesetz das Mitspracherecht von Arbeitgebern und Arbeitnehmern verankert. Diese besetzen Gremien und Ausschüsse, welche die duale Ausbildung weiterentwickeln und gestalten sollen.[15]

In den 1970er und 1980ern nahmen die Zahlen der Auszubildenden stark zu. Der Grund hierfür waren die geburtenstarken Jahrgänge Anfang der 60er Jahre. Dies führte zu einem Anstieg der Auszubildenden auf 1,8 Millionen.[16]

Seit 1973 ist das Ministerium für Bildung und Forschung für die duale Berufsausbildung verantwortlich. Jedoch fällt die Anerkennung der verschiedenen Ausbildungsberufe den unterschiedlichen Fachministerien zu. Der Einfluss der Arbeitgeber auf die duale Ausbildung musste einem System der differenzierten Verantwortung, welches sich aus den Gewerkschaften, den Bundesländern und teilweise, jedoch sehr eingeschränkt, auch den Lehrkräften der beruflichen Schulen zusammensetzt, fast gänzlich weichen. Seit 1977 erscheint nun jährlich der Berufsbildungsbericht, welcher Auskunft über die Nachfrage und das Angebot der einzelnen Ausbildungsberufe gibt und die wahrscheinliche Weiterentwicklung der Ausbildungsplätze in den nächsten Jahren prognostiziert.[17]

3.2. Lernortkooperation Deutschland

„Die Umsetzung der Neuordnung der Berufe stellt hohe Anforderungen an die Dualpartner Schule und Betrieb. Die größte Offenheit in der Struktur und Formulierung von Curricula erfordert von den Akteuren vor Ort neue Verfahren, die gegebenen Potenziale verantwortlich und kompetent zu nutzen. Insbesondere die Implantation des eher grobmaschigen Lernfeldkonzepts führt zu Verunsicherung und wirkt z. T. auf die Akteure ‚befremdlich‘, da die Begrifflichkeiten unscharf und z. T. quer zu den Ausbildungsprofilen der Akteure liegen. Hinsichtlich der Arbeit in Lernfeldern ist es zudem oft unumgänglich, dass ehemalige ‚Einzelkämpfer‘, die bis dato ihre pädagogische Aufgabe weitgehend isoliert von anderen wahrgenommen haben, nun in ein Team-System eingebunden werden müssen.“[18]

Dieses Zitat zeigt, wie wichtig eine funktionierende Lernortkooperation in der beruflichen Bildung ist.

„Wesentliches Merkmal des Dualen Systems der Berufsausbildung ist das Zusammenwirken (überwiegend) privater Betriebe einerseits und öffentlicher Berufsschulen andererseits. Dieses Zusammenwirken ist gesetzlich geregelt.“[19]

Die Lernortkooperation im dualen System ist im Berufsbildungsgesetz, Paragraph zwei verankert. In Absatz eins wird definiert, was Lernorte sind, wie zum Beispiel Betriebe der Wirtschaft, des öffentlichen Rechts oder vergleichbare Einrichtungen außerhalb der Wirtschaft. Ebenfalls wird auf die Angehörigen freier Berufe (Bsp.: Künstler, Heilberufe, etc.)[20] und Auszubildenden in Haushalten (Bsp.: Hauswirtschafterin)[21] in diesem Abschnitt gleichberechtigt eingegangen. Im Anschluss daran wird die Berufsschule als schulischer Lernort genannt. In einem weiteren Unterpunkt werden neben den Schulen auch noch außerschulische Lernorte miteinbezogen.

Der Absatz zwei des Gesetztes lautet: „Die Lernorte nach Absatz eins wirken bei der Durchführung der Berufsbildung zusammen (Lernortkooperation).“[22]

Am Ende des Gesetzes, im Kontext der Zulassung zur Gesellenprüfung (Paragraph 43, Absatz 2, Punkt 3) wird auf die zu erlernenden praktischen beruflichen Fähigkeiten eingegangen, welche man im Sinne der Lernortkooperation im Ausbildungsbetrieb erwerben sollte.[23]

Die gesetzliche Verankerung ist wichtig, damit alle Partner in der dualen Ausbildung, speziell die Partner der Lernortkooperation, Schule und Ausbildungsbetrieb, wissen, welchen Spielraum sie haben und an welche Regeln sie sich halten müssen. Auch bietet es bei Problemen in der Kooperation die Möglichkeit, dieses mithilfe des Gesetzeswerks zu klären.

Jedoch wird der Begriff Kooperation oft im falschen Kontext benutzt, da die Partner oft nur unabhängig nebeneinander herlaufen und nur die wichtigen Termine wie Schultage und Prüfungstermine abstimmen. Dies stellt aber hauptsächlich koordinatorische Arbeit dar und keine richtige Kooperation. Diese beinhaltet das gemeinsame Planen von Projekten, dem Abstimmen von wichtigen Inhalten in den einzelnen Lernfeldern und vielem mehr. Dieser letzte Aspekt wurde Mitte / Ende der 1960er Jahre aufgegeben.

Auch gibt es in der Lernortkooperation aus betrieblicher Sicht Punkte, die kritisch betrachtet werden müssen. Beide Parteien haben ihre jeweiligen Kritikpunkte an dem jeweils anderen Partner. Die Lehrer der beruflichen Schule und die Ausbilder der jeweiligen Betriebe bemängeln hier einen schlechten oder gar nicht vorhandenen Kontakt zueinander. Interessant ist in diesem Kontext, dass die betriebliche Seite der Schule vorwirft, zu wenig über betriebliche Abläufe zu wissen um auf diese akkurat einzugehen. Ähnlich sieht es auf der schulischen Seite aus. Die Pädagoginnen und Pädagogen unterstellen den Betrieben zu wenig Interesse an schulischen Belangen und sehen die pädagogischen Fähigkeiten der Betriebe als nicht ausreichend an. Des Weiteren stehen sie großen Betrieben kritisch gegenüber, da hier die Angst eines Missbrauchs für die betrieblichen Zwecke der Großbetriebe vorliegt, da sie mehr Druck ausüben können als kleinere Betriebe.

Interessant in diesem Kontext ist, dass die betriebliche Seite die Lehrer nach ihren Fächern differenziert sieht. Ein Lehrer mit einem beruflichen Fach wird hier weniger bemängelt als eine Lehrkraft, welche kein berufliches Fach studiert hat.[24] Dass dies nicht förderlich für die Lernortkooperation ist muss hier dringend Abhilfe geschaffen werden. Dies ist jedoch aufgrund der vielen Ausbildungsbetriebe und der unterschiedlichen Ansprechpartner keine leichte Aufgabe.

Ein weiterer Knackpunkt der Lernortkooperation stellt in Deutschland die hohe Fülle von Anforderungen an einen Ausbildungsbetrieb dar. Ein Berufsbild ist heute sehr vielfältig – zum Beispiel die Ausbildung zum Elektroniker mit der Fachrichtung Energie und Gebäudetechnik: Die Ausbildungszeit beträgt dreieinhalb Jahre und der Lehrling wird in einem Handwerksbetrieb ausgebildet. Im Idealfall deckt dieser alle geforderten Ausbildungsfelder des Berufes ab und die Lehrlinge durchlaufen im Rahmen ihrer Ausbildung all diese Felder. Jedoch ist nicht jeder Betrieb so ideal aufgestellt, was dazu führt, dass einzelne Felder nicht ausgebildet werden können, was zur Folge hat, dass sich die Ausbildungen von Betrieb zu Betrieb unterscheiden. Zum Beispiel reparieren kleine Betriebe oftmals keine Haushaltsgeräte (Waschmaschinen, Trockner, Kühlschränke, etc.)[25], während größere Betriebe in der Regel eine Kundendienstabteilung unterhalten. Dies führt dazu, dass Auszubildende eventuell nicht in allen beruflichen Feldern ausgebildet werden und somit über eine blinde Stelle verfügen. Die vorgeschlagenen betriebsindividuellen Abschlüsse führen hier jedoch auch zu keiner Lösung, da diese die Vergleichbarkeit der Abschlüsse verhindern würde. Dies hätte zur Folge, dass der Wechsel in andere, ähnlich gelagerte Berufe erschwert würde.[26]

3.3. Lernortkooperation in Österreich

Die Basis für die Lernortkooperation in Österreich stellt ein Lehrvertrag dar. Der Lehrvertrag ist analog zum Deutschen Berufsausbildungsvertrags. Auch hier findet der fachtheoretische Unterricht in den beruflichen Schulen statt und der Praxisteil erfolgt in den Ausbildungsbetrieben.[27]

Der Unterricht kann in unterschiedlichen Organisationsformen angeboten werden. Möglich ist hier, den Unterricht in einem kompletten Schuljahr zu absolvieren, oder auf Blöcke in Form von Wochen aufzuteilen und gegebenenfalls den Unterricht so saisonal zu verteilen. Ebenfalls möglich ist der wöchentliche Schulbesuch, der in der Regel eintägig erfolgt.[28]

Ein Sonderfall stellt in Österreich die sogenannte Berufsbildende Mittlere Schule dar. Sie befähigt zu einem direkten Einstieg in das Berufsleben nach bestandener Abschlussprüfung. Die Ausbildung findet hier vollzeitschulisch und ausschließlich am Lernort Schule statt. Die benötigte Praxis wird ebenfalls in der Schule durch geeignetes Personal vermittelt. Die Vorteile sind die Fachstudienberechtigung oder das Führen eines eigenen Betriebes nach einer Zusatzprüfung.[29]

Wie in der Bundesrepublik Deutschland gehen in Österreich die Zahlen der jungen Menschen, die sich für eine Lehre entscheiden, seit 1980 stark zurück. Dem wurde 1996 versucht, mit einer Lockerung der Rahmenbedingungen für die Betriebe und einer umfangreichen staatlichen Förderung entgegenzuwirken. Der gewünschte Erfolg blieb jedoch aus. Dies liegt zum Teil daran, dass sich die Menschen höher qualifizieren, um somit einer möglichen Arbeitslosigkeit oder einer Tätigkeit im Niedriglohnsektor vorzubeugen. Interessant ist in diesem Kontext die Tatsache, dass Österreich über eine breite mittlere Qualifikationsschicht verfügt, jedoch nur einen Akademikeranteil von sieben Prozent hat, gemessen an der Gesamtbevölkerung.[30]

In Österreich werden Ergebnisse von Forschungsstudien zur dualen Ausbildung und Lernortkooperation im Bundesqualitätsbericht veröffentlicht. Im Bericht von 2011 wird ein Rückgang bei den Ausbildungsbetrieben von ca. 37000 auf nun noch knapp etwas über 35000 verzeichnet. Um die Zusammenarbeit mit den Betrieben zu verbessern und die Lernortkooperation zu fördern, wurde in diesem Kontext der ‘‘Bundesschwerpunkt Individualisierung‘‘ weiter für die Jahre 2013 bis 2015 gefördert. Dieser soll zu mehr Absprache zwischen den Lernorten führen und auch an der Entwicklung neuer Kompetenzorientierter Lehrpläne mitwirken.[31]

Der neueste Qualitätsbericht kann hier nur wenige bis keine Daten ausweisen, da viele der Lehrbetriebe nicht an der Entwicklung zur Förderung der Lernortkooperation mitgewirkt haben. Somit sind die gewonnen Daten nicht repräsentativ für Österreich.[32]

Die Lehrabschlussprüfung (in Deutschland Gesellenprüfung) ist verbunden mit einem hohen Lernaufwand für die Auszubildenden. Damit ihnen die Vorbereitung leichter fällt, haben im Rahmen der Lernortkooperation die Beruflichen Schulen und die Lehrbetriebe gemeinsam ein Vorbereitungsmodul entwickelt, das den Lernenden ermöglicht, sich bestmöglich von betrieblicher und schulischer Seite auf die Lehrprüfung vorzubereiten. Somit ist auch die Zeit zwischen Ende der Berufsschule und Beginn der Prüfungen überbrückt. Die Berufsschule endet, anders als in Deutschland, nicht mit Bestehen der Prüfung, sondern schon davor.[33]

Auf Empfehlung der Kommission der Europäischen Union und des Rates führt Österreich als Mitgliedsstaat den empfohlenen eigenen Qualitätsrahmen ein. Dieser nennt sich in Österreich ‘‘Nationaler Qualifikationsrahmen‘‘ (kurz NQR). Somit verfügt nun auch Österreich seit 2016, ähnlich wie Deutschland, über einen eigenen nationalen Qualifikationsrahmen, welcher an den Europäischen Qualifikationsrahmen (kurz EQR) angelehnt ist. Durch die Schaffung des Nationalen Qualifikationsrahmens in Anlehnung an das europäische Vorbild, wird versucht, einen europäischer Bildungsraum zu schaffen um die Ausbildung eines Arbeitnehmers / Auszubildenden transparent und vergleichbar darzustellen.[34] Neben Österreich verfügen unter anderen Deutschland, Dänemark und Schweden über einen eigenen Qualifikationsrahmen, welcher an den Europäischen Rahmen angelehnt ist. Aber auch einige Staaten, welche auf die Aufnahme in die Europäische Union hoffen, arbeiten bereits an einem eigenen Qualifikationsrahmen, was die Bedeutung eines eigenen Rahmens aufzeigt.[35]

4. Ziel der Lernortkooperation aus betrieblicher Sicht

„Der Begriff des ‚dualen Systems‘ konnotiert, daß zwei Subsysteme im Interesse eines übergeordneten Ganzen zusammenwirken bzw. sich einem gemeinsamen Ganzen unterordnen. Für die beiden Lernorte Schule und Betrieb wird aus dieser Dualität weitgehend selbstverständlich die Notwendigkeit einer möglichst engen Kooperation abgeleitet.“[36]

Aus Sicht der Betriebe / Wirtschaft[37] ist die Kooperation der beiden Lernorte Schule und Betrieb oft mangelhaft und sehr unflexibel, was schädlich für die Lernortkooperation ist, wie das nachfolgende Zitat aufzeigt:

„Der Erfolg des dualen Ausbildungssystems hängt davon ab, dass seine Träger, die Ausbildungsbetriebe und die beruflichen Schulen, zusammenwirken. Ein Gegeneinander gefährdet die gemeinsame Sache. Auch ein Nebeneinander, in dem jeder sich damit begnügt, dem anderen seinen Zeitanteil an der Ausbildung zuzuerkennen, reicht nicht aus.“[38] Somit wird deutlich, dass von den Betrieben eine wesentlich höhere Bereitschaft zur Kooperation gewünscht wird. Diese Kooperation sollte in Form eines Zusammenwirkens stattfinden. Das heißt, dass die Lehrkräfte beispielsweise ihren Unterricht flexibel nach den Anforderungen der jeweiligen Betriebe gestalten, um den Auszubildenden einen bestmöglichen Lernerfolg zu gewährleisten.

Eine interessante Facette stellt das unterschiedliche Verständnis der Lernortkooperation dar:

Das eine Lager sieht in der Lernortkooperation die Chance, das duale System effektiver zu machen, es von Dopplungen zu bereinigen und diese in Zukunft zu vermeiden. So wollen sie ein effektiveres und schlankeres duales System erzeugen, welches die ihm zu Verfügung stehenden finanziellen und personellen Ressourcen besser nutzt. Der Nutzen soll zu qualitativen und kürzeren Ausbildungen führen.

Deregulierung – das wäre der passende Begriff für die andere Betrachtungsweise. Hier wird der Abbau von Hürden und eine Anpassung an die Gegebenheiten vor Ort gewünscht. In diesem Modell sollen sich die Lernorte individuell abstimmen und das ganze regional entscheiden, damit die Bedürfnisse beider Seiten bestmöglich befriedigt werden können. Dies würde bedeuten, dass Verantwortung und Kompetenzen stärker auf regionale Partner übertragen werden. In diesem Kontext ist eine neue Ordnung der teilweise noch bestehenden Rahmenlehrpläne, des Lernfeldkonzepts und Ausbildungsordnungen notwendig.[39]

Zu der Einbindung von regionalen Aspekten wurde bereits ein Projekt und mehrere Modellversuche durchgeführt, wie zum Beispiel ‘‘INTRALOK‘‘ (Innovationstransfer in der Lernortkooperation – Bedingung für die Intensivierung und Verstetigung von Lernortkooperation) in Baden-Württemberg, oder das Projekt ‘‘IT-KiDS“ (Informationstechnologisch gestützte Kooperation im Dualen System) in Nordrhein-Westfalen. Der Modellversuch ‘‘kobas‘‘ (Verbesserung der Kooperation zwischen Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen im dualen System der Berufsausbildung) fand von 1996 bis 2000 im Bundesland Bayern statt.[40]

Am interessantesten und ergebnisreichsten war der Modellversuch INTRALOK. In diesem Modellversuch wurden für drei Ausbildungsberufe, dem KFZ Mecha-troniker, dem Fachinformatiker und dem Industriemechaniker Projekte in kooperativer Natur von Lehrern und Ausbildern geplant und dokumentiert. Eine wissenschaftliche Begleitung erfolgte ebenfalls. Damit dieser Modellversuch einen bestmöglichen Start erlebt, wurden gemeinsame Fortbildungen mit Lehrern und Betriebsangehörige durchgeführt um die Abstimmung innerhalb des Projektes entscheidend zu verbessern und den Austausch zwischen den beiden Lernorten zu intensivieren.

Um eine bessere Kooperation zu ermöglichen, sollte eine sogenannte Koopera­tionsstelle eingerichtet werden um neue Informationen oder auch Veränderungen zu kommunizieren. Dies gelang zwar in der Theorie, aber in der Praxisphase wurde recht schnell deutlich, dass sich unterschiedliche Arten der Kooperation ausbildeten, die die Arbeit der Kooperationsstelle extrem erschwerte. Bei den In­dustriemechanikern klappte der Modellversuch am besten. Am schwierigsten stellte sich die Situation bei den KFZ-Mechatronikern dar. Die Gründe hierfür sind die vielen klei­nen Handwerksbetriebe, welche in der Regel einen oder zwei Auszubildende ausbilden und somit nicht über hauptamtliches Ausbildungspersonal verfügen, wie es in großen Firmen der Fall ist. Oft mussten die Inhaber kleinerer Betriebe durch die Lehrkraft erst vom Sinn dieses Modellversuchs überzeugt werden, wenn nicht oftmals zuerst überhaupt eine Kommunikation etabliert werden musste. Daher wurde hier erst einmal auf die Kontaktpflege und die Kommunika­tion zwischen Betrieb und Schule Wert gelegt, da das Projekt so nicht durchführ­bar war. Erreicht wurde während des Modellprojekts eine gute Kommunikations­basis, aus der es möglich war, gemeinsam Abstimmungen und Maßnahmen zu relevanten Ausbildungsinhalten zu planen. In Verbindung mit dem Be­rufsbildungszentrum (BTZ) Mannheim gelang es schließlich doch, erste gemein­same Ausbildungsprojekte durchzuführen.

Eine ebenfalls interessante Lage bietet sich bei den Fachinformatikern. Hier gibt es mit SAP einen großen Partner, neben vielen kleineren Firmen, ähnlich den KFZ-Mechatronikern. Hier bestand das Problem darin, die unterschiedlichen Standards und Leistungsunterschiede unter einen Hut zu bringen. Die Kooperationsstelle wurde an eine Schule angegliedert, damit auch mittlere und kleine Betriebe die Möglichkeit haben, an diesem Versuch teilzunehmen, da sie sonst aufgrund von mangelnden Personalressourcen nicht dazu in der Lage gewesen wären. Bei den Industriemechanikern war das kooperative Projekt ein voller Er­folg. Dies wurde jedoch aufgrund des Betriebes, der Heidelberger Druckmaschi­nen, erreicht, der seine Ausbildung sehr gut strukturiert hat und aufgrund seiner Größe über genügend Personalressourcen verfügt. Dies zeigt alleine schon die Anzahl der Auszubildenden, welche drei komplette Berufsschulklassen füllen.[41] Des Weiteren besteht bereits seit Jahren eine enge Zusammenarbeit zwischen Ausbildern und Lehrkräften der beruflichen Schulen. Die Kooperation erfolgte zum überwiegenden Teil in der be­ruflichen Schule im gemeinsamen Kontext zwischen Lehrkräften und Ausbildern. Ebenfalls gab es solche Meetings auch im betrieblichen Umfeld der Heidelberger Druckmaschinen. Dieser Zusammenarbeit geht eine langjährige Phase der Vorarbeit voraus, aus der sich die Lehrkräfte und die für die Lehrlingsausbildung zuständigen Mitarbeiter bereits gut kennen.[42]

Die Lernortkooperation ermöglicht „[…] auch ein Lernen von- und miteinander und erleichtert den Auszubildenden das Lernen, weil die beiden Teile der Ausbildung aufeinander abgestimmt werden.“[43] Eine Abstimmung der Lernorte erleichtert nicht nur den Auszubildenden komplexe Lernarrangements zu verstehen, sondern spart auf betrieblicher Seite auch Kosten ein. Dies ist durch die bessere Planung von Arbeitsprozessen, in welche die Auszubildenden integriert sind und durch eine gezieltere Vorbereitung auf Prüfungen und ähnliches zu erreichen. Bedingt durch die bessere Prüfungsvorbereitung wäre auch ein Rückgang der Ausbildungsabbrüche annehmbar, was jedoch noch nicht nachgewiesen wurde. Jedoch würde dies dem Steuerzahler, den Betrieben und den Abbrechern selbst wertvolle Zeit und auch Geld sparen. Auch bedeutet dies für einen Betrieb eine Planungssicherheit bei seinem Mitarbeiterstamm und daraus folgend einen reibungslosen Arbeitsablauf. Ebenfalls wirkt sich dies auf die Qualität, Produktivität und Zufriedenheit der einzelnen Mitarbeiter aus, welche bei einer guten Ausbildung / Kooperation sicher mit den an sie gestellten Aufgaben umgehen können, diese schneller und besser lösen können. Ein weiterer Aspekt ist in diesem Kontext auch die Zukunftsicherheit der Ausbildungen, welche sich unter dem Kontext der Forschung ständig neuen Herausforderungen anpassen muss. Auch hier ist für die Betriebe eine kommunikative und gute Lernortkooperation mit den beruflichen Schulen unabdingbar.[44]

„Als handlungsfähig schlechthin gilt, wer imstande ist, selbstständig mit möglichst vielen Situationen fertig zu werden, in die sein Leben ihn hineinführt, weil er die darin vorfindbaren Probleme eigenständig zu lösen fähig ist.“[45]

Auch dieses Ziel, die selbständige Handlungsfähigkeit, ist ein essentieller Aspekt für den Ausbildungsbetrieb. Spätere Mitarbeiter, welche nicht im Stande sind, Probleme oder die ihnen übertragenen Aufgaben selbstständig zu lösen und abzuarbeiten, werden auf dem späteren freien Arbeitsmarkt nicht lange bestehen können. Damit dies nicht geschieht und die Sozialsysteme durch diesen Faktor noch zusätzlich belastet werden, ist Lernortkooperation von immenser Wichtigkeit. Unter diesem Aspekt steht nicht nur die Belastung der sozialen Systeme, sondern auch das Klima innerhalb des Betriebes, beziehungsweise die Erziehung hin zum mündigen Bürger.

„Heranwachsende bei der Entwicklung zu mündigen Bürgern mit Mut und Gestaltungskompetenz in globaler Verantwortung zu fördern, ist der pädagogische Kernauftrag der Schule. Dazu brauchen Menschen Erfahrungsräume. Gemeinsinn stiftende Erfahrungen geschehen konkret vor Ort in der Auseinandersetzung mit Menschen, Anliegen, Situationen. Lernen durch Handeln in der aktiven Übernahme von Verantwortung in Ernst- und Echtsituationen fördert zivilgesellschaftliche Kompetenz, die für die Zukunft gebraucht wird.“[46]

Nicht nur der Betrieb profitiert von den Auswirkungen der Lernortkooperation, sondern auch die Gesellschaft. Neben einer Wertschätzung fördert es auch die ‘‘zivilgesellschaftliche Kompetenz‘‘, was bedeutet, dass sich die Auszubildenden weiterentwickelt haben, zum Beispiel in den Themen Frieden, Austausch / Verständigung, Kommunikation und gesellschaftliche Verantwortung. Diese Schwerpunkte sind für eine funktionierende gesellschaftliche Ordnung wichtig und unverzichtbar. Dies trifft jedoch nicht nur alleine auf die Gesellschaft zu, sondern auch auf die Ausbildung und Arbeit innerhalb eines Betriebes. Auch dort ist Kommunikation, betrieblicher Frieden und der Austausch untereinander unerlässlich, damit die Wertschöpfung in hoher Qualität und Zuverlässigkeit funktioniert.[47]

5. Stellenwert der Lernortkooperation aus betrieblicher Sicht

„Zwischen 50 und 60 Prozent der Auszubildenden würden nach der Lehre von den Betrieben übernommen. Da die Zeit der Ausbildung eine ,Testphase für die Arbeitgeber‘ sei, ließen die Abschlüsse viel genauere Vorhersagen zu, wie produktiv die Absolventen tatsächlich sind.“[48]

Dieses Zitat zeigt, wie hoch der Stellenwert der Kooperation der Lernorte ist. Die Unternehmen haben nach dem Bewerbungsgespräch und der Probezeit die Chance, ihre Auszubildenden kennenzulernen. Das gilt natürlich auch für die Auszubildenden selbst. Somit ist nach der Lehrzeit eine Bewertung über die bisherige Zusammenarbeit im Ausbildungsverhältnis möglich. Aufgrund dieser ‘‘Testphase‘‘ können beide Parteien entscheiden, ob ein weiteres Bestehen des Arbeitsverhältnisses sinnvoll ist oder ob sich beide Vertragspartner nach der Absolvierung der Ausbildung trennen sollten. Der lange Beobachtungszeitraum ermöglicht eine viel genauere Aussage als eine Prognose aus einem Vorstellungsgespräch oder den eingereichten Bewerbungsunterlagen.

Ein weiteres wichtiges Stichwort, welches den Stellenwert der dualen Ausbildung aufzeigt, ist der „‚Ernstcharakter‘ der Ausbildung“.[49] Dies bedeutet, dass die Inhalte, die in der Ausbildung zum Beispiel im schulischen Kontext behandelt werden, in der Realität selbst unter Aufsicht eines Ausbilders oder eines Ausbildenden (der Ausbilder kann seine Pflichten an einen Ausbildenden transferieren) durchzuführen. Das führt zu der gewollten Vereinigung von Theorie und Praxis, was bereits der chinesische Philosoph Konfuzius (551-479 v. Chr) erkannte, von dem der berühmte Satz stammt: „Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere, lass es mich tun und ich verstehe.“[50] Dieses Zitat zeigt, wie wichtig die aktive Arbeit der Auszubildenden im Sinne der Lernortkooperation ist. Eine Arbeit in der Theorie erklärt zu bekommen, ist etwas komplett anderes, als diese in der Praxis auszuführen. Es gibt viele Dinge, welche trotz der besten theoretischen Vermittlung nicht so gelehrt werden können, wie wenn ein Auszubildender etwas selbst durchführt und aus seinen eventuell unterlaufenen Fehlern lernt. Ein Beispiel ist hier das Verlöten von Leitungen aus dem Berufsfeld Elektrotechnik. Dies kann zwar theoretisch vermittelt werden, aber die Praxis ist hingegen um einiges schwieriger als die Theorie. Hier zeigen sich Probleme, die selbst der beste Theoretiker nicht vermitteln könnte, wie zum Beispiel die Zeitdauer, mit der die Lötstelle mit dem Lötkolben berührt werden muss, damit der Lötzinn in ausreichender Menge in die Verbindung aufgenommen wird. Es soll verhindert werden, dass es zu einer kalten Lötstelle oder ähnlichem kommt. In der Praxis sollte das Löten mehrmals geübt werden, da es nicht durch eine theoretische Unterweisung erlernbar ist.

„Für 83 Prozent der ausbildenden Betriebe ist die Qualifizierung von Fachkräften, die langfristig im Betrieb eingesetzt werden sollen, ein wichtiger bzw. sehr wichtiger Grund für die Ausbildung […]. Diese Betriebe sehen die Ausbildung als eine Investition in die Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs, um zum Beispiel Vakanz zu vermeiden.“[51] Die Sicherung von Fachkräften ist ein wichtiger Aspekt um die deutsche Wirtschaft zu stärken und Arbeitsplätze in diesem Land zu halten. Fachkräfte sind wichtig, damit die Betriebe in der Zukunft arbeitsfähig bleiben und der ausländischen Konkurrenz nicht hinter herhinken. Schon aktuell kommt es dazu, dass Lehrstellen aufgrund nicht vorhandener oder qualitativ zu ungeeigneten Bewerbern unbesetzt bleiben. Dies wird sich in den nächsten Jahren aufgrund des demographischen Wandels noch verschärfen, da die Zahl der Auszubildenden rückläufig sind. Ein weiterer problematischer Punkt ist in diesem Kontext auch, dass sich immer mehr junge Erwachsene für ein Studium statt einer Lehre entscheiden. Somit müssen die Betriebe hier flexibel und schnell attraktive Strukturen schaffen und sich frühzeitig um ihren Fachkräftenachwuchs kümmern.[52]

2015 wurde bedingt durch den Konflikt in Syrien eine große Flüchtlingswelle ins Rollen gebracht. Viele dieser Flüchtlinge nahmen lange Wege nach Deutschland und in die anderen EU-Staaten auf sich. Einige Betriebe bauen nun auf das Know-How, beziehungsweise die Motivation der Flüchtlinge:

„Menschen die auf der Flucht vor Krieg und Unterdrückung sehr weite Wege zurückgelegt haben, verfügen über Ausdauer und Willenskraft. Viele Unternehmen wie zum Beispiel die Firma Stumbaum […], berichten von der hohen Motivation und Leistungsbereitschaft Geflüchteter, die auch ihnen in der Ausbildung nutzen können.“[53] Dies zeigt, wie die Betriebe den Einsatz von Geflüchteten bewerten und ihn als positiv verorten. Die Flüchtlingswelle könnte im Kontext des Fachkräftemangels und der Stärkung der dualen Ausbildung ein wesentlicher Aspekt sein. Wichtig ist hier eine schnelle Reaktion der Politik um den Betrieben hier die Sicherheit zu geben, dass ein Geflüchteter, welcher eine Ausbildung begonnen hat, im Anschluss auch in der Bundesrepublik bleiben darf.

Die Ausbildung wäre hier ein exzellenter Weg, diesen Personenkreis in Deutschland zu integrieren. Ebenfalls bringen sie andere Ansätze für die Lösung von Problemen mit und erweitern somit die Flexibilität eines Betriebes. Ein weiterer wichtiger Aspekt besteht darin, dass viele der Geflüchteten bereits die Volljährigkeit erreicht haben und somit nicht mehr dem Jugendschutzgesetz unterliegen, was eine deutliche Erleichterung für den Betrieb darstellt. Ebenso zeigt dies die Offenheit des Unternehmens gegenüber anderen Kulturen und deren Eigenheiten auf, was das Unternehmen / den Betrieb für Mitarbeiter oder Geschäftspartner anderer Nationen interessant werden lässt, da er sich weltoffen zeigt.[54]

„Betriebliche Ausbildung lohnt sich, sei es, weil die Auszubildenden bereits selbst (mit)produzieren und Werte schaffen, oder sei es, weil spätere Einarbeitungs-, Einweisungs- und Anlernkosten entfallen bzw. minimiert werden (Kosten-Nutzen-Kalkül).“[55] Die Kosteneinsparung durch die Kooperation der beiden Lernorte hebt den Stellenwert der Lernortkooperation aus betrieblicher Sicht erneut an. Nicht nur die Kosten werden minimiert, sondern auch das Gefüge der Mitarbeiter ist besser, da die Auszubildenden die Arbeitsabläufe und die Kommunikationswege innerhalb des Lehrbetriebes kennen und es somit zu keinen Problemen kommt. Ebenfalls sind sie mit den vorhandenen Maschinen vertraut, kennen bereits die Vernetzung des Betriebes und sind in der Lage, eigenständig ohne Anleitung durch eine weitere Person die ihnen übertragenen Aufgaben zur Zufriedenheit des Betriebes / der Chefetage umzusetzen.

„Und schlussendlich auch die Unternehmensstrategie und auch den Spirit in einem Unternehmen kann man natürlich sehr gut in der Ausbildungszeit vermitteln. Dadurch, dass in der Ausbildung sehr viele Bereiche durchlaufen werden, können die Azubis das Unternehmen auch ganz anders einschätzen und dann auch ganz anders tätig werden als jemand, der von außen kommt.“[56]

„Mit der Lernortkooperation wird zunächst eine Distanznahme zu den bisherigen Erfahrungen inszeniert und ermöglicht, mit der ein neuer biografischer Spielraum, ein neuer Anfang, eröffnet wird. Von diesem kann vor allem ein neues Kompetenzerleben erwartet werden, auf dessen Grundlage die Entwicklung von Eigenständigkeit, Lernmotivation und Lernleistung möglich ist. Es wird deshalb zu beobachten sein, ob und wie diese Distanznahme und der Neuanfang im Sinne eines veränderten Kompetenzerlebens genutzt werden für den Aufbau von Eigenständigkeit im Lernverhalten, zur Schaffung eines motivationalen Fundaments zum Weiterlernen sowie zur Verbesserung von fachlichen Lernleistungen.“[57]

Mit der Einmündung in das System der dualen Ausbildung, dem Kennenlernen der Lernortkooperation, beginnt für die ehemaligen Schülerinnen und Schüler ein neuer Lebensabschnitt. Dieser ist verbunden mit einem fundamentalen Wechsel, weg von der behüteten Schule, welche bisher in den allermeisten Fällen der einzige Lernort war. Die neuen Auszubildenden erwartet nun eine völlig neue Welt, die Berufs- und Arbeitswelt. Ihre bisherigen Erfahrungen aus der Schule sind geprägt von vermehrt frontalen Phasen, welche sich Gruppenarbeits-, Selbstarbeits- und andere Unterrichtsformen anschließen. Die duale Ausbildung bietet hier jedoch eine völlig neue Chance, da die neuen Auszubildenden sehen, beziehungsweise merken, dass sie ihr in der Berufsschule erlerntes Wissen direkt im Ausbildungsbetrieb anwenden können. Damit beginnt eine Erfahrung für die Auszubildenden, welche sie motiviert, fleißig und effizient zu lernen.

6. Probleme der Lernortkooperation

Durch eine schlechte Vernetzung von beiden Lernorten, Schule und Ausbildungsbetrieb, kann es auch zu Problemen, beziehungsweise Defiziten, in der Lernortkooperation kommen.

Können die Auszubildenden die schulischen Inhalte auf der betrieblichen Seite nicht wiederfinden oder nur verzerrt, so kann dies dazu führen, dass es zu Problemen bei der Disziplin und der Lernbereitschaft der Auszubildenden kommt. Somit besteht hier ein akutes Transferproblem, deren Ursache sehr vielfältig sein kann, wie unter anderem mangelnde Kommunikation von Schule und Betrieb, oder auch fachliche Spezialisierung einzelner Betriebe, welche im Detail so nicht in den beruflichen Schulen behandelt werden können. Neben diesen Ursachen gibt es noch viele weitere Knackpunkte, die diese Situation ebenfalls auslösen können.[58]

Ein weiterer Aspekt stellt die zeitliche Ausstaffierung der Ausbildung dar. Zeit ist in unserer modernen Welt ein kostbares Gut. Der oftmals sehr intransparente Umgang mit Arbeitszeiten oder Prüfungen / Fertigkeiten, welche bis zu einem gewissen Zeitpunkt erreicht sein müssen, führt zu einer Überforderung und damit zu einer Destabilisierung der Auszubildenden. Dies kann in extremen Fällen sogar zum Abbruch der Ausbildung führen, da sich die Auszubildenden nicht durch Strukturen und Gesetze, welche die duale Ausbildung regeln, geschützt fühlen.[59]

Ebenfalls beklagen viele Betriebe mittlerweile die fehlende Ausbildungsreife der Bewerber. Dies hat zur Folge, dass immer weniger qualifizierte Nachwuchsarbeitnehmer in das duale System und somit in die Lernortkooperation einmünden. Viele der wenig oder unqualifizierten Jugendlichen landen somit im Übergangssystem. Dieses birgt ein weiteres Problem, den sogenannten Maßnahmen-dschungel. Die absolvierten Maßnahmen werden in Deutschland größtenteils nicht auf eine spätere Ausbildung angerechnet, da die Maßnahme oft nicht zu dem späteren Ausbildungsberuf passt.[60] Österreich verfolgt hier seit 2017 eine neue Strategie, die sogenannte ‘‘Ausbildungspflicht‘‘.

„Die Ausbildungspflicht ist eine Art Sicherheitsnetz. Denn nur wer eine Ausbildung hat, kann einen guten Job bekommen. Jugendliche ohne Ausbildung können später leichter arbeitslos werden, nur wenig verdienen und die Chance verpassen, einfach dazuzugehören – ihr Leben lang.“[61]

Diese Ausbildungspflicht ist von allen minderjährigen Schulabgängerinnen und Schulabgängern zu erfüllen, bis zum Erreichen ihrer Volljährigkeit. Es können hier verschiedene Tätigkeiten verrichtet werden, wie zum Beispiel eine Ausbildung bei der österreichischen Armee oder auch eine Ausbildung im Ausland und noch viele andere. Zu beachten ist jedoch, dass die Tätigkeit anerkannt sein muss. Unternimmt der Jugendliche, beziehungsweise seine Erziehungsberechtigten, nichts in diese Richtung, müssen die Eltern empfindliche Strafen berappen, welche nach zeitlicher Länge der Verstöße gestaffelt sind. Der erste Verstoß kostet beispielsweise zwischen 100 und 500 €.[62]

Ob sich dieses System durchsetzen wird, werden die ersten Ergebnisse zeigen. Jedoch gilt es anzumerken, dass die Sozialisation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen oft im Elternhaus stattfindet und die Eltern somit eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Kinder haben. Außerdem werden die Strafen auch viele Eltern abschrecken und sie werden zusehen, den Nachwuchs in Lohn und Brot zu bringen.

Ein weiteres Problem des dualen Systems ist die fachliche Eignung der Ausbilder auf betrieblicher Seite. In Deutschland muss ein Betrieb, der ausbildet, entweder einen Meister mit Ausbildungsberechtigung beschäftigen, oder ein Mitarbeiter muss einen Lehrgang nach der Ausbildereignungsverordnung vorweisen können. Dieser Personenkreis ist rechtlich dazu befugt, die Ausbildung durchzuführen, jedoch können Sie ihre Tätigkeiten an andere Mitarbeiter ohne diesen Sachkundenachweis delegieren. Ob diese Personen fachlich oder auch sozial in der Lage sind, Lehrlinge auszubilden, obliegt allein der Prüfung des Ausbilders, welcher über die erforderlichen Nachweise verfügt. Somit ist die offizielle Anzahl der Personen, welche offiziell ausbilden dürfen, sehr gering, da die Betriebe die Aufgaben delegieren. In diesem Kontext sollte ebenfalls bedacht werden, dass ein Lehrgang einen Mitarbeiter nicht dazu befähigt, komplette pädagogische Konzepte für die Auszubildenden seines Betriebes zu entwickeln.[63]

[...]


[1] Ford, Henry amerikanischer Großindustrieller

[2] Vgl.: Seiderer 2013

[3] Klause 1978, S. 44

[4] Vgl.: Ebner 2013, S. 67f.

[5] Vgl.: Tritscher-Archan 2010, S. 13f.

[6] Vgl.: Ebner 2013, S. 68f.

[7] Vgl.: (Hrsg.) Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz und Bundesministerium für Inneres 2017

[8] Vgl.: Kirchschläger 2014, S. 19

[9] Vgl.: (Hrsg.) Bundesministerium für Bildung et al. 2017, S. 1

[10] Vgl.: Wurzer 2014, S. 34

[11] Vgl.: (Hrsg.) Arbeiterkammer Oberösterreich

[12] Vgl.: (Hrsg.) Arbeiterkammer Oberösterreich 2017

[13] Vgl.: (Hrsg.) Verzetnitsch et al. 2004, S. 17

[14] Vgl.: Fromme 2014, S. 11

[15] Vgl.: (Hrsg.) Arnold 2000, S. 4f.

[16] Vgl.: Lohmüller et al. 2008, S. 25

[17] Vgl.: (Hrsg.) Arnold und Lipsmaier 2006, S. 504f.

[18] (Hrsg.) Euler 2003, S. 23

[19] (Hrsg.) Arnold 2000, S. 1

[20] Vgl.: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

[21] Vgl.: Berufenet 2017b, S. 1

[22] Bundesinstitut für Berufsbildung 2005, S. 5

[23] Vgl.: Bundesinstitut für Berufsbildung 2005, S. 5

[24] Vgl.: Euler und Berger 1999, S. 9ff.

[25] Vgl.: Berufenet 2017a

[26] Vgl.: (Hrsg.) Prager und Wieland 2010, S. 161

[27] Vgl.: TU Graz 2017b

[28] Vgl.: TU Graz 2017a

[29] Vgl.: Kepler 2015

[30] Vgl.: (Hrsg.) Verzetnitsch et al. 2004, 19ff.

[31] Vgl.: Meschnigg und Zauner 2013, S. 14

[32] Vgl.: Meschnigg et al. 2015, S. 25

[33] Vgl.: Meschnigg et al. 2015, S. 17

[34] Vgl.: Bundesministerium für Bildung 2017

[35] Vgl.: Hoffschröer 2014, S. 1

[36] Euler 1999, S. 6

[37] Mit Wirtschaft sind hier die Spitzenverbände der Wirtschaft und die Gewerkschaften gemeint.

[38] (Hrsg.) Euler 2004, S. 169

[39] Vgl.: Euler 1999, S. 14f.

[40] Vgl.: (Hrsg.) Euler 2003, S. 388f.

[41] Vgl.: (Hrsg.) Euler 2003, S. 392

[42] Vgl.: (Hrsg.) Euler 2003, S. 392ff.

[43] (Hrsg.) Euler 2004, S. 181

[44] Vgl.: Deitmer 2007, S. 37

[45] Petersen 2015

[46] Rasfeld und Breidenbach 2014, S. 45

[47] Vgl.: (Hrsg.) Universität Osnabrück 2017

[48] Zickgraf 2013

[49] Schelten 2010, S. 73

[50] Rappenglück 2010

[51] Schönfeld et al. 2016, S. 145

[52] Vgl.: (Hrsg.) Bundesministerium für Bildung und Forschung 2009, S. 16fff.

[53] Batsching und Riedel 2017, S. 102

[54] Vgl.: Batsching und Riedel 2017, S. 102ff.

[55] (Hrsg.) Arnold 2000, S. 10

[56] (Hrsg.) Bundesministerium für Bildung und Forschung 2015, S. 49

[57] Bastian et al. 2007, S. 33

[58] Vgl.: Wamser 2003, S. 10

[59] Vgl.: Quante-Brandt und Grabow 2008, S. 96

[60] Vgl.: (Hrsg.) Huber 2010, S. 99

[61] Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz 2017

[62] Vgl.: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz 2017

[63] Vgl.: (Hrsg.) Bertelsmann Stiftung 2010, S. 144f

Ende der Leseprobe aus 92 Seiten

Details

Titel
Berufliche Bildung im Ländervergleich zwischen Deutschland und Österreich
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Thesis-Modul
Note
11
Autor
Jahr
2018
Seiten
92
Katalognummer
V431069
ISBN (eBook)
9783668739512
ISBN (Buch)
9783668739529
Dateigröße
896 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ausbildung, Duales System, Deutschland, Österreich, Berufsausbildung, Lernortkooperation
Arbeit zitieren
B.A. Andreas Gottwald (Autor), 2018, Berufliche Bildung im Ländervergleich zwischen Deutschland und Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/431069

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