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Resourcendiversifizierung im Rohölbereich - Europa- und wirtschaftsvölkerrechtliche der Energielieferungen vom Kaspischen Meer in die EU

Titre: Resourcendiversifizierung im Rohölbereich - Europa- und wirtschaftsvölkerrechtliche der Energielieferungen vom Kaspischen Meer in die EU

Dossier / Travail de Séminaire , 2002 , 16 Pages , Note: 14 Punkte

Autor:in: Désirée Kleiner (Auteur)

Droit - Droit communautaire/européen, Droit international, Droit privé international
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Nach der Ölkrise im Jahr 1973/74 änderten die westlichen Staaten ihre Energiepolitik grundlegend, um eine Wiederholung solcher Ereignisse zu vermeiden. In der EG wurde darüber nachgedacht, wie man die Abhängigkeit von den OPEC- Ländern senken könne. Zu den in den 80er Jahren ausgearbeiteten und bis heute verfolgten Strategien für den Energiebereich gehören u.a. die Senkung des Energieverbrauchs, die Förderung der Forschung zu erneuerbaren Energieträgern, aber auch die Diversifizierung der Energiequellen herkömmlicher Art und der Lieferländer. Denn auch in Zukunft wird es nicht möglich sein, den europäischen Energiebedarf ohne die herkömmlichen Energieträger decken zu können.
Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die Entdeckung neuer Erdölvorkommen in der Region um das Kaspische Meer rückte die kaukasischen Länder und v.a. die Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres Anfang der 90er Jahre verstärkt ins Rampenlicht. Ein Fördergebiet, daß eine Alternative zur Golfregion bieten würde war von großem Interesse für alle Länder, die von Erdölimporten abhängig waren. Es bildeten sich schnell interessierte Ölkonsortien, die mit den Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan, Iran und Rußland in Verhandlungen traten.
In dieser Arbeit sollen v.a. die rechtlichen Fragestellungen der Erdölimporte aus dem Kaspischen Meer in die EU erörtert werden. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem Vertrag über die Energiecharta, den u.a. alle acht Staaten der Region um das Kaspische Meer und die EU unterzeichnet haben und von dem man sich erhebliche Erleichterungen im Handel und Transport mit Primärenergieträgern zwischen den Unterzeichnerländern verspricht. Dieser Vertrag stützt sich v.a. in seinem Teil über den Handel auf GATT- Regelungen. Die wichtigsten Prinzipien und Bestimmungen des GATT können hier jedoch nur in aller Kürze angeführt werden, da eine ausführliche Behandlung den Rahmen dieser Arbeit weit übersteigen würde.
Im letzten Teil der Arbeit soll eine Verbindung zwischen der rechtlichen Lage, d.h. dem theoretisch Möglichen und der realen Lage vor Ort hergestellt werden. Die politischen und wirtschaftlichen Problemstellungen und Interessenlagen in der Region um das Kaspische Meer können nicht außer acht gelassen werden, da von ihnen abhängt, ob Pipelines und sonstige für den Handel notwendigen Projekte realisierbar sind.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der Vertrag über die Energiecharta

1. Hintergrund

2. Inhalt

2.1 Handel

2.1.1 Grundprinzipien des GATT

2.2 Wettbewerb und Transit

2.3 Schutz von Investitionen

2.4 Streitbeilegung

III. Einfuhren in die EU

1. Die EU und das GATT- Abkommen

2. Zollbestimmungen der EU

IV. Rechtliche Streitfragen und geostrategische Interessen

1. Der Legale Status des Kaspischen Meers

2. Das Problem der Transportwege

V. Schlußbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen und die geostrategischen Herausforderungen bei Erdölimporten aus der Region des Kaspischen Meeres in die Europäische Union, wobei insbesondere der Einfluss des Energiecharta-Vertrags sowie die GATT-Regelungen im Fokus stehen.

  • Rechtliche Grundlagen des Energiecharta-Vertrags
  • Anwendung des GATT auf den Energietransport
  • Rechtliche Unsicherheiten zum Status des Kaspischen Meeres
  • Geopolitische Interessenkonflikte bei Pipeline-Projekten
  • Herausforderungen der Rohöl-Diversifizierung

Auszug aus dem Buch

1. Der Legale Status des Kaspischen Meers

Grundsätzlich erkennen im „Vertrag über die Energiecharta“ alle Vertragsparteien „die Souveränität des Staates und seine souveränen Rechte über die Energievorkommen an. Sie bekräftigen, daß diese in Übereinstimmung mit den Regeln des Völkerrechts und nach Maßgabe dieser Regeln ausgeübt werden müssen.“27 Hier ergibt sich im Zusammenhang mit dem Kaspischen Meer jedoch noch immer ein Problem. Der legale Status des Kaspischen Meeres konnte bis heute völkerrechtlich nicht vollständig geklärt werden und damit ist nicht klar welche Anrainerstaaten über welche Energievorkommen ihre Souveränitat ausüben dürfen.

Das Kaspische Meer ist mit seinen über 370.000 km² von Land umschlossenen Gewässerfläche ein äußerst komplizierter Fall. Die Anrainerstaaten vertreten verschiedene Auffassungen, über die Frage wie es rechtlich zu behandeln sei: Rußland und der Iran sehen das Kaspische Meer als einen See an und wollen es mit den anderen Anrainerstaaten gemeinsam verwalten. Aserbaidschan hingegen argumentiert, daß das Kaspische Meer ein Meer sei und unter den Anrainerstaaten in nationale Sektoren aufgeteilt werden müsse.

Rußland zieht verschiedene Verträge zwischen der Sowjetunion und Persien (heute: Iran) heran, um die Unteilbarkeit des Kaspischen Meeres zu stützen. 28 Zu Zeiten der Sowjetunion hörten die Grenzen jeweils am Kaspischen Meer auf und es war keinerlei Aufteilung unterworfen. Rußland beharrt darauf, daß diese Verträge bis heute gültig sind, da sie nie offiziell für ungültig erklärt worden waren.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Energiepolitik seit den Ölkrisen der 70er Jahre und führt in die Relevanz der Erdölreserven des Kaspischen Meeres für die Diversifizierung der europäischen Importe ein.

II. Der Vertrag über die Energiecharta: Dieses Kapitel erläutert den rechtlichen Rahmen für die energetische Zusammenarbeit, insbesondere die Handelsbestimmungen gemäß GATT sowie den Schutz von Investitionen und Mechanismen zur Streitbeilegung.

III. Einfuhren in die EU: Hier wird die Rolle der EU im GATT-System und deren spezifische Zollbestimmungen bei der Einfuhr von Energieträgern aus Drittstaaten analysiert.

IV. Rechtliche Streitfragen und geostrategische Interessen: Dieses Kapitel thematisiert die ungeklärte völkerrechtliche Einstufung des Kaspischen Meeres sowie die konkurrierenden Interessen und logistischen Probleme bei der Erschließung neuer Transportwege.

V. Schlußbemerkungen: Das Fazit zieht eine Bilanz über die Diskrepanz zwischen rechtlicher Absicherung und der realen politischen Instabilität, die eine effiziente Nutzung der Ressourcen derzeit erschwert.

Schlüsselwörter

Energiecharta, Kaspisches Meer, Erdölimporte, Europäische Union, GATT, Meistbegünstigung, Pipelines, Völkerrecht, Investitionsschutz, Transitfreiheit, Energiesicherheit, Geopolitik, Rohöl, Energiediversifizierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die rechtlichen und geopolitischen Voraussetzungen, unter denen Erdölimporte aus der kaspischen Region in die EU realisiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Energiecharta-Vertrag, den GATT-Handelsregeln, dem völkerrechtlichen Status des Kaspischen Meeres und den Konflikten um Transportinfrastrukturen.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den rechtlichen Rahmen für den Energietransport zu bewerten und zu prüfen, inwieweit die dortigen Vorkommen eine reale Alternative zur Golfregion darstellen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse von Verträgen und völkerrechtlichen Gegebenheiten, ergänzt um politikwissenschaftliche Betrachtungen der regionalen Interessenlagen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Energiecharta-Vertrags, die Einfuhrregularien der EU sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem ungeklärten Status des Kaspischen Meeres.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kaspisches Meer, Energiecharta, GATT, Pipeline-Projekte, Energiesicherheit und geopolitische Interessenkonflikte.

Warum ist der Status des Kaspischen Meeres so umstritten?

Es herrscht Uneinigkeit darüber, ob es sich rechtlich um ein Meer (mit Sektorenteilung) oder einen See (mit gemeinsamer Verwaltung) handelt, was die Souveränität über Energievorkommen direkt beeinflusst.

Welche Rolle spielen die USA in der Region?

Die USA fördern aus geostrategischen Interessen die Teilung des Meeres, um den Einfluss Russlands und des Irans zu begrenzen und westliche Ölfirmen zu unterstützen.

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Résumé des informations

Titre
Resourcendiversifizierung im Rohölbereich - Europa- und wirtschaftsvölkerrechtliche der Energielieferungen vom Kaspischen Meer in die EU
Université
University of Freiburg
Note
14 Punkte
Auteur
Désirée Kleiner (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
16
N° de catalogue
V43125
ISBN (ebook)
9783638409988
Langue
allemand
mots-clé
Resourcendiversifizierung Rohölbereich Europa- Energielieferungen Kaspischen Meer
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Désirée Kleiner (Auteur), 2002, Resourcendiversifizierung im Rohölbereich - Europa- und wirtschaftsvölkerrechtliche der Energielieferungen vom Kaspischen Meer in die EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43125
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Extrait de  16  pages
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