Feministischer Aktivismus und Öffentlichkeit in Social Media. Raumfüller oder Vehikel für gesellschaftliche Veränderungen?


Fachbuch, 2018
56 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum Begriff der Öffentlichkeit
2.1 Räsonierende Bürger – Öffentlichkeit in Jürgen Habermas‘ Strukturwandel der Öffentlichkeit
2.2 Medien und Öffentlichkeitsstrukturen

3 3. Öffentlichkeit und das Problem der Macht
3.1 Gender als herrschaftsstrukturierende Kategorie
3.2 Die männliche Aufladung öffentlicher Räume
3.3 Frauen und die massenmedialen Öffentlichkeiten

4 Neue Technologien, neue Räume?
4.1 Soziale Medien und Öffentlichkeitsstrukturen
4.2 Online DIY Kulturen und die Free The Nipple Kampagne
4.3 Ausweichen auf Alternativöffentlichkeiten in Online DIY Kulturen als weibliches Phänomen
4.4 Feministische Gegenöffentlichkeiten im öffentlichen Raum – eine kritische Auseinandersetzung mit den Reaktionen auf Free The Nipple

5 Fazit – Raumfüller oder Vehikel für gesellschaftliche Veränderung?

6 Literaturverzeichnis
6.1 Bibliographie
6.2 Filmographie
6.3 Bildmaterial
6.4 Sonstiges

1 Einleitung

Die Begriffspaare privat und öffentlich, sowie die dazugehörigen Subjekte Privatsphäre, oder Privatheit, und Öffentlichkeit, haben mit der sich rasant verbreitenden Nutzung und ansteigenden Relevanz von Social Media in den letzten Jahren wieder eine zunehmend wichtige Rolle in den Debatten um gesellschaftliche Veränderung eingenommen. Der Begriff des Privaten hat im Zusammenhang mit Social Media vor allem dort an Bedeutung gewonnen, wo es um die Preisgabe bzw. den Verlust privater Informationen geht. Besonders relevant scheint die Unterscheidung zwischen Privatem und Öffentlichem immer dann, wenn etwas öffentlich wird, das nach den vorherrschenden Grenzziehungen zwischen den beiden Bereichen, in den Bereich des Privaten gehört und diesen auch nicht verlassen sollte. Hitzig sind die Diskussionen vor allem bei der Sorge um den Verlust der Privatsphäre und das Öffentlich-Werden von privaten Daten durch sogenannte Daten-Leaks oder unaufgeklärte bzw. naive Nutzung von Social Media Plattformen. Auch die Wissenschaften beschäftigen sich vermehrt mit dem Einfluss von Sozialen Medien auf die klassische Grenzziehung zwischen den bipolaren Sphären. Viel wird das anscheinend wachsende Bedürfnis des Öffentlich-Machens der eigenen Person diskutiert, das mit der Selbstinszenierung auf Social Media Plattformen einhergeht. Die Frage nach dem Zusammenhang zwischen der eigenen Identität und der Darstellung auf Social Media, sowie dem Bedürfnis nach Anerkennung durch ein großes Onlinepublikum und der Akzeptanz des eigenen Selbst, kommt immer wieder auf. ForscherInnen beschäftigen sich auch verstärkt mit dem Einfluss der sich verändernden Dynamik in den Bereichen von Öffentlichkeit und Privatheit auf das KonsumentInnnenverhalten, sowie die verschiedenen Bereichen der Politik. Was dabei allerdings selten betrachtet wird, ist ob, und wenn ja wie, Veränderungen in den Grenzziehungen zwischen den beiden Bereichen sich auf die, auf Kategorisierungsstrukturen basierenden, Machtverhältnisse auswirken könnten. An diesem Punkt soll in dieser Arbeit angesetzt werden. Spezifisch sollen dabei der Zusammenhang zwischen der Strukturkategorie Geschlecht und Zugang zu, sowie Repräsentation in, Öffentlichkeit betrachtet werden. Social Media werden dabei in zweierlei Hinsicht relevant. Zum einen soll die Untersuchung einer feministischen Social Media Kampagne als Indikator für ein, immer noch vorherrschendes, Ungleichgewicht im Geschlechterverhältnis in Relation zu Öffentlichkeit dienen und dementsprechend untersucht werden. Zum anderen soll dieselbe Kampagne auch beispielhaft für die Einflussmöglichkeiten von Social Media auf geschlechterspezifische Öffentlichkeitsstrukturen analysiert werden. Dabei soll den folgenden zwei Thesen nachgegangen werden:

1. In den aktuellen Gesellschaftsstrukturen gibt es nach wie vor ein Geschlechtergefälle, sowohl im Zugang zu, als auch in der Repräsentation in Öffentlichkeit. Frauen wird traditionell der Bereich des Privaten zugewiesen und der Zugang zur Öffentlichkeit erschwert. Ein Erscheinen in der Öffentlichkeit ist damit nur unter sehr spezifischen Voraussetzungen möglich. Social Media dienen sowohl als Indikatoren für diese Ungleichheit, als auch als Vehikel um diese Erkenntnis weiterzuverbreiten und zu kritisieren.

2. Social Media haben Einfluss auf die Grenzziehungen zwischen den Sphären der Dichotomie von öffentlich und privat. Damit besitzt das Medium die theoretischen Voraussetzungen auch auf die zugrunde liegenden geschlechterspezifischen Machtstrukturen einzuwirken.

Um beide Thesen akkurat überprüfen zu können, soll in dieser Arbeit wie folgt vorgegangen werden: Zunächst soll die Dichotomie von Öffentlichkeit und Privatsphäre als ein gesellschaftliches Konstrukt entlarvt werden. Dazu wird eine kurze Einführung in die Entwicklungen der Begrifflichkeiten gegeben, die die Bedeutungsschwankungen und die damit einhergehende Instabilität und Kontextabhängigkeit des Begriffspaares, vor allem aber den Begriff des Öffentlichen, nachvollziehbar offenlegen soll. Im Anschluss werden die klassischen Theorien und Gedanken zur Struktur der Öffentlichkeit zusammengefasst, da diese zum einen nach wie vor die Grundlage für die meisten aktuellen wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit der Thematik bilden, zum anderen aber auch die konstruierte Natur des bipolaren Begriffspaares sowie dessen Abhängigkeit von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und medialen Veränderungen bereits in Ansätzen deutlich machen. In dem darauffolgenden Abschnitt wird speziell auf den Zusammenhang zwischen Medien und der Grenzziehung der Sphären der Öffentlichkeit und Privatheit eingegangen, da die Beeinflussbarkeit eben jener Grenzziehungen durch mediale Entwicklungen die essentielle Grundlage der Annahme, dass sich mit dem Aufkommen von Social Media neue Formen von Öffentlichkeiten entwickelt haben, bildet. Im nächsten Themenblock der Arbeit soll die Verflechtung machthierarchischer Strukturkategorien mit dem öffentlichen Raum näher dargestellt werden. Es wird argumentiert, dass die Unterteilung in privat und öffentlich nicht nur emanzipatorisches Mittel gegenüber unrechtmäßigen Eingriffen der Staatsgewalt ist, sondern es sich auch um ein patriarchales Konstrukt handelt, das Frauen in der Privatsphäre verortet und so dazu beiträgt, dass sie als Gruppe aus gesellschaftspolitischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen werden. Die Analyse dieser Arbeit legt den Fokus auf feministischen Aktivismus auf und mithilfe von Social Media Plattformen. Dazu wird die Free The Nipple Kampagne als DIY Kultur identifiziert und in den Kontext der, durch die Sozialen Medien initiierten, Veränderungen zwischen der privaten und der öffentlichen Sphäre gesetzt. Der zweite Teil der Analyse beschäftigt sich mit den Reaktionen auf die Okkupation des öffentlichen Raumes durch die Social Media Bewegung. Es wird der Frage nachgegangen, ob die Kampagne ihr subversives Potential nutzen kann, oder inwiefern eventuelle Neutralisierungsmechanismen zum Tragen kommen.

Wenn in dieser Arbeit von Männern und Frauen gesprochen wird, dann wird dies getan, da die gesellschaftlichen Strukturen, inklusive der Trennung zwischen privat und öffentlich, auf der historisch kulturellen Vorstellung von Zweigeschlechtlichkeit basieren und den Geschlechtern entsprechende gesellschaftliche Normative zugesprochen wurden. Nicht, weil diese Arbeit zur Festigung einer binären Geschlechtervorstellung beitragen möchte.

Die Arbeit ist aus eurozentristischer Perspektive verfasst worden und beschäftigt sich mit geschlechtshierarchischen Strukturen und Technologie induzierten Veränderungen der westlichen Gesellschaft. Sie erhebt nicht den Anspruch gesamtgesellschaftliche Wirklichkeiten repräsentieren zu können.

2 Zum Begriff der Öffentlichkeit

Der Begriff Öffentlichkeit hat in seiner Begriffsgeschichte einige Bedeutungswandel durchgemacht. Doch erst „die zunehmende Politisierung der Gesellschaft […] führt dann auch zu einer Politisierung des Ausdrucks ‚Öffentlichkeit‘ und damit [zu] seiner eigentlichen Begriffsbildung.“[1] Im Verlauf seiner Entwicklung sind dem Begriff Öffentlichkeit, bzw. dem Attribut öffentlich dabei vier grundlegende Bedeutungen zugekommen, die auch heute noch aktuell sind. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes bezieht sich auf eine Beschreibung des allgemein Zugänglichen. Im 17. Jahrhundert dann kam außerdem die Bedeutung des Gemeinnützigen auf, das sich durch die Abgrenzung vom individuellen – also dem privaten - Interesse, definierte. Öffentlichkeit als Bezeichnung von Staatlichkeit im Gegensatz zum Privaten etablierte sich dann mit der Bildung des modernen Staates im 18. Jahrhundert. Seit dem 19. Jahrhundert trägt der Begriff Öffentlichkeit außerdem auch die Bedeutung von Publizität im Sinne einer Wahrheits- und damit Gerechtigkeitssicherung, sowie medial vermittelter öffentlicher Meinung. Voraussetzung für die Konstruktion politischer Öffentlichkeit ist eine Gesellschaft, die kollektive Regeln für ein gemeinsames, reguliertes Miteinander etabliert hat. Wie aus der Begriffsgeschichte deutlich wird, sind „Privatheit und Öffentlichkeit […] durch ihren Bezug aufeinander bestimmt“[2]. Es handelt sich um ein gesellschaftliches Konstrukt. Die Konstruktion von öffentlich und privat betrifft dabei mindestens vier Dimensionen. Die räumlich-topologische Dimension, die zeitliche Dimension, die sachliche bzw. thematische Dimension und die soziale Dimension.[3] In Abhängigkeit von diesen vier Dimensionen entscheidet sich wer, wann, wo und wie, an Öffentlichkeit teilnehmen darf und welche Sachverhalte Inhalte des öffentlichen Diskurses sein können. Mittlerweile ist Öffentlichkeit eine zentrale Kategorie zum Verständnis von Gesellschaft und ein Grundbegriff politischer Kommunikation.

2.1 Räsonierende Bürger – Öffentlichkeit in Jürgen Habermas‘ Strukturwandel der Öffentlichkeit

Die Vorstellung von BürgerInnen, die durch öffentliche Diskussion an ihrer Regierungsform teilhaben, entstand bereits im alten Griechenland. Dort können die Bürger aus ihrem Privathaushalt heraus in die Sphäre der Agora treten, um an den Strukturen der Polis mitzuwirken[4]. Jürgen Habermas basiert seine Untersuchungen zum Strukturwandel der Öffentlichkeit auf dieser seit dem 18.Jahrhundert wieder aktuell gewordenen Vorstellung vom Verhältnis zwischen Staat und Bürgern[5] einer Demokratie. In seiner Konstruktion von Öffentlichkeit verabschiedet er sich allerdings von der Vorstellung von Öffentlichkeit als einem rein physischen Raum, im Sinne der antiken Agora und prägt stattdessen ein Konzept des öffentlichem Raums im Sinne einer metaphorischen Beschreibung für gesellschaftspolitischen Diskurs - als einen Ort der politischen Auseinandersetzung, der nun unterschiedliche Formen annehmen kann.

In seinem Werk erforscht er die Entwicklung der Strukturen und Funktionen der bürgerlichen Öffentlichkeit in Abgrenzung zum Staatsapparat. Voraussetzung für das Eintreten dieser Entwicklungen ist die Gesellschaft der Aufklärung. Er versteht die Sphäre der Öffentlichkeit als ein spezifisches Merkmal erst der bürgerlichen Gesellschaft. Deren Entstehung ist seinen Überlegungen nach auf eine grundsätzliche Veränderung der ökonomischen Verhältnisse innerhalb der modernen Gesellschaft zurückzuführen. Vor allem durch die damit verbundenen Wandel im Bereich des Waren- und Nachrichtenverkehrs kommt es zu einer allgemein gesellschaftlichen Umstrukturierung.

Der moderne Steuerstaat präsentiert sich vermehrt durch seine institutionalisierten Verwaltungsapparate – der öffentlichen Gewalt- und so ergibt sich ein sich immer mehr verstärkender Gegensatz zwischen Staat und Bürgern[6]. Durch Formen der öffentlichen Gewalt wird das bürgerliche Publikum, also die rezipierende Gruppe von Staatsbürgern, über herrschaftliche Reglementierungen informiert. Erst durch die Verfestigung dieser Gegensätze und in Abgrenzung zur öffentlichen Gewalt wird sich das Bürgertum zunehmend seiner eigenen Interessen bewusst und bedarf eines öffentlichen Raumes, um sich frei über diese auszutauschen. Das bürgerliche Interesse betrifft als Folge der kapitalistischen Wirtschaftsorganisation allerdings nicht nur unternehmerische Gebiete, sondern auch Bereiche der Kultur und Politik, wie etwa das öffentliche Interesse an der privaten Sphäre. Durch den Austausch über gesellschaftliche Thematiken wandelt sich das Bürgertum vom rezipierenden Lesepublikum zu einer räsonierenden Öffentlichkeit.[7] Die bürgerliche Öffentlichkeit, als Ort des räsonierenden Publikums, etabliert sich dabei in unterschiedlichen Institutionen der öffentlichen Sphäre. Eine der ersten Institutionen dieser öffentlichen Sphäre sind die Tischgesellschaften der Kaffeehäuser und Salons, in denen um die Jahrhundertwende des 18.Jahrhunderts eine zunächst unpolitische, ‚literarische Öffentlichkeit‘ entsteht.

Die reife Form und eigentliche Funktion der politischen Selbstgesetzgebung mit dem Anspruch der Vernünftigkeit findet die bürgerliche Öffentlichkeit allerdings erst in Gestalt der politischen Öffentlichkeiten - Parteien, Interessenverbände, Parlament; politische Tageszeitungen und Zeitschriften.[8]

In den Zusammenkünften der bürgerlichen Öffentlichkeit werden Privatinteressen und Ungleichheiten zugunsten des Gemeinwohls vorübergehend ausgesetzt, sodass sich Gespräche unter Gleichen führen lassen. Die Voraussetzung der Gleichheit wiederum ermöglicht rationale Diskussionen über Fragen der Staatspolitik und des gesellschaftlichen Handelns[9]. Öffentlichkeit ist also als Sphäre der zum Publikum versammelten Privatleute zu verstehen[10], deren Austausch zur Entstehung einer öffentlichen Meinung führt, die dann wiederum in Zeitungen und Zeitschriften ihren Ausdruck findet[11]. Habermas konstruiert dabei eine Form von Öffentlichkeit, die sich auf politische Debatten konzentriert und entsprechend als politische Öffentlichkeit verstanden werden kann. Das Habermassche Konzept von politischer Öffentlichkeit und deren Verbindung mit dem notwendigen Nutzen der Ratio formt damit auch das Verständnis dessen, was politisch ist und als politisch relevant angesehen wird. Habermas kreiert Öffentlichkeit als einen Ort, der durch herrschaftsfreien Austausch rationaler Argumente zu einer konsensorientierten politischen Deliberation der Bürger verhilft. Basis des vernünftigen rationalen Austauschs ist der aufgeklärte Bürger.

Öffentlichkeit, auch in Form medialer Öffentlichkeit, wird damit für Politik bzw. politische Prozesse zentral. Öffentlichkeit wird zur Vermittlung von Information, zur Deliberation über politische Themen und zur Transparenz von Entscheidungsvorgängen benötigt[12].

Kritische Auseinandersetzungen mit Habermas Überlegungen zur bürgerlichen Öffentlichkeit – Nancy Frasers Alternativmodell

In der Auseinandersetzung mit Habermas Überlegungen zur Struktur der Öffentlichkeit wird deutlich, dass es sich bei den Sphären des Privaten und des Öffentlichen um ein Konstrukt handelt. Dieses Konstrukt ist in seiner Unterscheidung zwischen den bipolaren Sphären von ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklungen abhängig. Besonders den Medien kommt dabei eine zentrale Rolle in der Struktur der öffentlichen Sphäre zu[13]. Trotz seiner, für die Beschäftigung mit der Rolle von Öffentlichkeit im modernen Staat, wesentlichen Überlegungen, wurde die doch relativ eindimensionale Öffentlichkeitsstruktur seiner Theorie oft und vielschichtig kritisiert.

Die verschiedenen Kritikpunkte an den Charakteristiken der Öffentlichkeit nach Habermas richten sich vor allem an die Voraussetzungen seiner Überlegungen. Kritik an Habermas Theorie betrifft zum einen seine historische Verankerung von Öffentlichkeit in der Zeit vor den Massenmedien des 20.Jahrhunderts und das Idealisieren dieses Zustandes. Zum anderen betrifft die Kritik aber auch vor allem die Grundannahme einer bürgerlich liberalen Öffentlichkeit, die eine Sphäre der allgemeinen, vernünftigen und herrschaftsfreien Verhandlungen bilden soll, da diese Öffentlichkeit einerseits ihre eigene Exklusivität übersieht und andererseits Räsonnement als Medium für politische Entscheidungsfindung überschätzt[14].

Eine der wichtigsten Kritikerinnen von Habermas Öffentlichkeitsmodell ist die amerikanische Philosophin Nancy Fraser[15], die in ihrer Auseinandersetzung mit seinem Werk feststellt, dass in seiner Vorstellung von einer allgemeinen Öffentlichkeit über Status-Differenzen hinweggesehen wird, wodurch diese nicht aufgelöst, sondern reproduziert werden[16]. Die Vorstellung, dass Statusunterschiede schlicht ausgeklammert werden können, um eine Auseinandersetzung unter vermeintlich Gleichen zu ermöglichen, ist eine von vier Annahmen, die Nancy Fraser als zu kritisierende Prämissen von Habermas Modell identifiziert[17]. Damit bezieht sie sich auf Bordieu[18], der feststellt, dass Ungleichheiten durch kulturelle Hierarchien des Alltagslebens weiter bestehen, auch wenn sie zu überkommen versucht werden. Die Methoden der bürgerlichen Öffentlichkeit, wie etwa rationales Debattieren, sind soziale Praktiken, die dem Bürgertum vorbehalten sind. Soziale Gruppen, die mit diesen Praktiken nicht vertraut sind, werden so von vorneherein von der Teilnahme an der bürgerlichen Öffentlichkeit ausgeschlossen. Die von Habermas vorausgestellte Annahme von Gleichheit in der bürgerlichen Öffentlichkeit verschleiert also lediglich soziale Ungerechtigkeiten und reproduziert sie erneut.

Basierend auf der Zugangsproblematik zur bürgerlichen Öffentlichkeit stellt sich die Frage nach der Richtigkeit der Annahme, dass eine einzelne Öffentlichkeit mehreren Öffentlichkeiten zu bevorzugen ist, was Nancy Fraser als Habermas zweite Prämisse versteht. Nach Fraser wären aufgrund der Unzulänglichkeit der Methode des Ausklammerns von Ungleichheiten eine Vielzahl von parallel existierenden Öffentlichkeiten nicht nur eine akkuratere Beschreibung des Ist-Zustands, sondern durchaus erstrebenswert[19]. Dazu erarbeitet sie ein Konzept alternativer Öffentlichkeiten und untergeordneter bzw. subalterner Gegenöffentlichkeiten [20]. Diese Sphären der Öffentlichkeit werden von ihr implizit als identitätsbasierte, homogene Gruppen gedacht, die in einem konkurrierenden Verhältnis zueinander stehen. Im Idealfall wären alle diese parallel existierenden Öffentlichkeiten gleichwertig und würden als individuelle Sphäre dienen, in der die gruppeninternen Interessen herausgearbeitet und für die Präsentation in einer allumfassenden Öffentlichkeit vorbereitet werden. De facto unterscheiden sich die Öffentlichkeiten allerdings qualitativ und quantitativ und sind damit auch in politische Praktiken unterschiedlich eingebunden. Die unterschiedlichen Öffentlichkeiten stehen also in einem kompetitiven Verhältnis zueinander, in dem Macht (power) der entscheidende Faktor für die Hör- und Sichtbarkeit der Interessen dieser Gruppen darstellt. Öffentlichkeiten können demnach in schwach (weak) und stark (strong) unterteilt werden. Da Emotionen sowohl bei der Identitätsfrage, als auch im Wettkampfverhältnis dieser identitätsbasierten Öffentlichkeiten zueinander eine große Rolle spielen, ist nicht davon auszugehen, dass Öffentlichkeiten Bereiche der Rationalität sind oder sein können. Damit können auch private Interessen nicht aus dem Bereich der Öffentlichkeit ausgeschlossen werden, womit Fraser Habermas‘ dritte Grundannahme wiederlegt[21]. Weiter geht sie davon aus, dass es in einer Gesellschaft, die sich durch unterschiedliche Schichten und Gruppierungen auszeichnet, nur ein sehr begrenztes gemeinsames Interesse geben kann, da die Interessen der Gruppen sich häufig gegenseitig widersprechen. Die Suche nach dem Allgemeininteresse in einer allgemeinen Öffentlichkeit ist damit zwecklos[22]. In einer sich als liberal demokratisch verstehenden Gesellschaft ist allerdings der Gerechtigkeit willen das Sichtbarwerden all dieser Interessen notwendig. Dafür bedarf es entsprechender Plattformen und der Solidarität anderer stärkerer Öffentlichkeiten. Entsprechend spielen Emotionen also nicht nur bei der Herausbildung der verschiedenen Öffentlichkeiten und ihrer Interessen eine zentrale Rolle, sondern auch bei der gerechten Vertretung dieser durch andere Öffentlichkeiten. Damit kommt den Emotionen in Zusammenhang mit Öffentlichkeit eine zentrale Position zu. Emotionen würden so aus dem Bereich der Privatheit ‚befreit‘ und im Bereich des Öffentlichen nicht nur zugelassen, sondern wären entscheidender Faktor bei ihrer Konstituierung. Die Dichotomie von Emotion und Rationalität mit ihrer Zuordnung zu den respektiven Sphären würde aufgehoben und nicht mehr für die Unterscheidung der beiden Bereiche dienen[23].

Im Bezug auf die Relevanz von Medien im Diskurs um Öffentlichkeit weist Fraser zunächst Habermas vierte Grundannahme, nämlich die unbedingte Trennung von Staat und medialer Öffentlichkeit, zurück und argumentiert, dass staatliche Regulierung bis zu einem gewissen Grad notwendig ist, um zu verhindern, dass sich einzelne Interessen aufgrund der gesellschaftlichen Machtverhältnisse konsequent gegenüber anderen Interessen durchsetzen und so demokratische Prinzipien gefährden. Die Notwendigkeit dieser Unterteilung in Habermas Modell entstammt aus seiner Verortung im 18.Jahrhundert, als die Macht privater Wirtschaftsinteressen verhältnismäßig klein war und der gesamte Bereich der Öffentlichkeit ausschließlich vor der Kontrolle des Staates geschützt werden musste. Heute können allerdings sowohl der Staat als auch Kooperationen eine demokratische liberale Öffentlichkeit bedrohen. Erstere indem sie die Interessen des Staates über das der BürgerInnen stellen, letztere, indem sie ausschließlich Firmeninteressen vertreten. Für eine funktionierende Öffentlichkeit würde also sowohl das Separieren des Staates vom Bereich der Massenmedien, als auch das Regulieren privater Medien notwendig.

Das von Habermas konstruierte Ideal bürgerlicher Öffentlichkeit ist und war nie mit dessen Realität identisch. Bereits sein Konzept von Staatsbürgerschaft unterliegt von vornherein Ausschlüssen, die eine Unterrepräsentation der ausgeschlossenen Gruppen begünstigen, und damit zu einem ungleichen Machtverhältnis innerhalb des Staates führen. Habermas übersieht die Tatsache, dass es sich bei den Bürgerinnen und Bürgern nicht um eine homogene Gruppe handelt, sondern um verschiedenen identitätsbasierte Gruppierungen. Nach Fraser konstituiert sich der öffentliche Raum demnach aus pluralistischen Öffentlichkeiten. In Anlehnung an Frasers Kritik kann außerdem davon ausgegangen werden, dass Habermas die Rolle von Medien in einer Demokratie zu eindimensional betrachtet. Vor allem die Nutzung, und gerechte Interessenverteilung innerhalb der jeweiligen Medien, bedingt ihre demokratische Relevanz.

2.2 Medien und Öffentlichkeitsstrukturen

Wer heute über Öffentlichkeit spricht, meint damit mehr und mehr die mediale, oder genauer gesagt, die massenmediale Öffentlichkeit. Diese spielt eine wichtige Rolle innerhalb der politischen Prozesse einer Demokratie. Bildend für Öffentlichkeit sind auch in Anlehnung an Habermas, kommunikative Prozesse, die aus medial vermittelter und direkter Kommunikation bestehen. Traditionelle liberale Politiktheorien, wie die von Habermas argumentieren, dass die Medien innerhalb einer Demokratie drei Funktionen halten. Zuallererst dienen sie als unabhängige ‚Watchdogs‘ bzw. Aufpasser, die über den Staat wachen und die Rechtschaffenheit der demokratischen Abläufe kontrollieren. Zweitens agieren sie als Informationsvermittler und drittens als Stimme des Volkes, um Bürgerinnen und Bürgern so die Teilnahme an ihrer Demokratie zu ermöglichen. Medien werden hier als Verbündete der BürgerInnen verstanden, die die demokratische Regierung durch öffentliche Meinung überwachen. Solche Theorien sind allerdings in der Realität des 18. Jahrhunderts verankert[24].

Durch die Etablierung von Massenmedien verändert sich die Konstruktion von Öffentlichkeit(en): Es können mehr Menschen schneller und flächendeckender erreicht werden, während sich außerdem die Grenzen zwischen der öffentlichen und der privaten Sphäre verschieben. Damit kommt es zu einer Vermischung der traditionell getrennten Bereiche[25]. Miriam Hansen stellt diese Entwicklung am Beispiel des frühen Stummfilms dar. In ihrem Aufsatz Early Silent Cinema: Whose Public Sphere? geht sie basierend auf Negts und Kluges Modell einer dezentrierten, pluralistischen Öffentlichkeit[26] der Frage nach Öffentlichkeit im frühen Stummfilm nach. Sie bezieht sich auf Judith Mayne, wenn sie davon ausgeht, dass das Kino die Beziehung zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen grundlegend verändert hat, indem privater Verbrauch in einer gigantischen öffentlichen Dimension organsiert wurde[27]. Indem das menschliche Leben zu kommerziellem Material für die Leinwand gemacht wird, entwickelt sich eine neue Art von Öffentlichkeit[28]. Durch die Verbreitung des Kinos vermischen sich die Sphären von privat und öffentlich zum einen räumlich, zum anderen verändert sich dabei der Fokus der für die Öffentlichkeit relevanten Themen und Privates rückt in den Vordergrund. Gleichzeitig sucht die Öffentlichkeit in Form von kapitalistischen Produktionsinteressen dabei immer auch Zugang zum Bereich des Privaten.

Lange Zeit wurde das Öffentliche noch mit dem Politischen gleichgesetzt, durch die radikalen Verschiebungen der Öffentlichkeit durch mediale Neuerungen ist dies allerdings nicht mehr so einfach möglich und es entwickeln sich vermehrt medienkritische Positionen. Auch Habermas steht den modernen Massenmedien kritisch entgegen und sieht in ihnen den Verfall der bürgerlichen Öffentlichkeit[29]. Vor allem die Cultural Studies, sowie die feministische Wissenschaft haben allerdings schon früh darauf aufmerksam gemacht, dass auch Unterhaltungsformate und Populäres zum Bereich des Politischen zählen. Es wurde außerdem betont, dass das Private nicht grundsätzlich als nicht politisch bzw. nicht politikfähig verstanden werden kann[30].

Massenmedien wie das Fernsehen verschieben die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem, indem sie die in der Öffentlichkeit verhandelten Themen auch in die Privathaushalte hineintragen. Im Fernsehen veröffentlichte Inhalte können damit als einem breiten Publikum bekannt vorausgesetzt werden und deswegen anschließend in soziale Kommunikationsprozesse einfließen[31]. Innerhalb der verschiedenen Medienformate werden außerdem Identitäten verhandelt, wodurch unter anderem die Entwicklung von identitätsbasierten Gegenöffentlichkeiten gefördert wird[32]. Durch die Inklusion neuer Gruppen von BürgerInnen werden durch das Unterhaltungsformat außerdem Bürgerrechte erprobt, „auch wenn die Ausübung auf eine Weise erfolgt, die Zoonen […] mit ‚entertain the citizen‘ beschreibt“[33]. Die Identifikation mit den Geschehnissen und Charakteren innerhalb der Medien ermöglicht eine, wenn auch nur temporäre, Inklusion marginalisierter BürgerInnen, die aus dem Konzept der bürgerlichen Öffentlichkeit ausgeschlossen sind. Medien erweitern damit nicht nur den Bereich des Öffentlichen und öffentlich Verhandelbaren, sondern auch das Verständnis dessen, was als Politisch gilt und damit demokratierelevant ist. Durch und innerhalb von Medien bilden sich Öffentlichkeiten, die durchaus politisch relevant sein können. Anknüpfend an die kritische Auseinandersetzung mit Habermas Öffentlichkeitskonzept in Teil 3 dieser Arbeit muss deswegen betont werden, dass konzeptionell auch innerhalb des medialen öffentlichen Raums von mehr als einer Öffentlichkeit ausgegangen werden muss.

Dennoch operieren vor allem bei massenmedialen Öffentlichkeiten starke Ausschlussmechanismen, die bestimmten Personengruppen den Zugang zu diesen Öffentlichkeiten verschließen oder gruppenspezifische Thematiken aus Öffentlichkeiten ausschließen. Vor allem das Fernsehen und andere Elemente der traditionellen Massenkommunikation gehorchen ökonomischen Motiven der Profitmaximierung, die Information als Ware betrachten, die als „Element der Kulturindustrie produziert, gehandelt und verkauft wird“[34]. So werden die thematischen Felder enorm eingeschränkt und mediale Inhalte neigen dazu die dominante, normative Realitätsvorstellung zu reproduzieren. Zusätzlich erschwerend hinzukommt, dass der Prozess der Informationsverteilung ein einbahniger ist, wodurch die Reaktionsmöglichkeiten der Rezipienten enorm eingeschränkt sind, und sich thematische Änderungen als Folge von Kritik so nur schwer ergeben. Medieninhalte werden also von einer Kulturindustrie produziert, deren Interesse die Vertretung ihrer eigenen politischen und ökonomischen Interessen ist. Diese Ingroup agiert dabei nicht nur als Gatekeeper für die Thematisierung bestimmter gesellschaftlicher Aspekte in Massenmedien, sondern auch als Hüter der Exklusivität ihrer Ingroup, die den Zugang für Vertreter anderer Interessen erschwert, wenn nicht sogar gänzlich blockiert[35].

[...]


[1] Jürgen Schiewe: Öffentlichkeit. Entstehung Wandel in Deutschland. Paderborn 2004, S.60f.

[2] Ralph Weiß: Vom gewandelten Sinn für das Private. In: ders./Jo Groebel (Hrsg.): Privatheit im öffentlichen Raum. Medienhandeln zwischen Individualisierung und Entgrenzung. [Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen. Band 43] Opladen 2002, S.27-88, S.29.

[3] Max Preglau: Öffentlichkeit versus Privatheit: Grenzziehungen und –Verschiebungen in geschlechterkritischer Beleuchtung. In: Erna Appelt/Brigitte Aulenbacher/Angelika Wetterer (Hrsg.): Gesellschaft. Feministische Krisendiagnosen. [Schriftenreihe der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Band 37] 1. Aufl. Münster 2013, S.146-166, S.147.

[4] Vgl. Jürgen Habermas: Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft. Frankfurt/M. 1990, S.56ff.

[5] Die Beschränkung auf die männliche Form ist so aus den theoretischen Überlegungen des Originals übernommen und soll an dieser Stelle der Arbeit auch so weitergeführt werden, da Habermas Theorie, wie im Verlauf der Arbeit deutlich wird, auf einer geschlechterblinden Prämisse basiert.

[6] Vgl. Jürgen Habermas: Strukturwandel der Öffentlichkeit, S.72ff.

[7] Vgl. ebd. S.83; Vgl. Jürgen Schiewe: Öffentlichkeit. Entstehung Wandel in Deutschland, S.254 f.

[8] Preglau: Öffentlichkeit versus Privatheit. Grenzziehungen und –Verschiebungen in geschlechterkritischer Beleuchtung, S. 149.

[9] Vgl. Richard Butsch: Introduction: How are the Media Public Spheres? In: ders. (Hrsg.): Media and Public Spheres. Hamshire/New York, N.Y. 2007, S.1-14, S.4.

[10] Vgl. Jürgen Habermas: Strukturwandel der Öffentlichkeit. S.86.

[11] Vgl. Preglau: Öffentlichkeit versus Privatheit. Grenzziehungen und –Verschiebungen in geschlechterkritischer Beleuchtung, S.149.

[12] Vgl. Ricarda Drüeke: Öffentlichkeiten im Umbruch – theoretische Überlegungen zu Online- Öffentlichkeiten und Geschlechterverhältnissen In: Birgit Riegraf/Hanna Hacker/Heike Kahlert/Brigitte Liebig/Martina Peitz Rosa Reitsamer (Hrsg.): Geschlechterverhältnisse und neue Öffentlichkeiten: Feministische Perspektiven. [Forum für Frauen- und Geschlechterforschung. Schriftenreihe der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Band 36.] 1. Aufl. Münster 2013, S.92-111, S.96.

[13] Natürlich sind Medien an sich auch gesellschaftlich kreierte Institutionen, die ihrerseits nicht nur Einfluss nehmen, sondern auch beeinflusst werden können. Dies zeigt sich besonders deutlich in Habermas Kritik an der kapitalistischen Entwicklung im Hinblick auf Massenmedien. Die Wechselwirkung zwischen Gesellschaft und ihren Hervorbringungen findet sich in so gut wie jedem Aspekt der verschiedenen Bereiche wieder. Eine genaue Untersuchung aller Verflechtungen ist sicherlich erstrebenswert, würde das Ausmaß dieser Arbeit allerdings bei weitem übertreffen. Deswegen soll zunächst nur der direkte Zusammenhang zwischen Medienentwicklung und Öffentlichkeitsstrukturen betrachtet werden.

[14] Vgl. Birgit Riegraf/Hanna Hacker /Heike Kahlert/Brigitte Liebig/Martina Peitz/Rosa Reitsamer: Zur Einleitung: Geschechterverhältnisse und neue Öffentlichkeiten. Feministische Perspektiven. In: dies. (Hrsg.): Geschlechterverhältnisse und neue Öffentlichkeiten. Feministische Perspektiven. [Forum für Frauen- und Geschlechterforschung. Schriftenreihe der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Band 36.] 1. Aufl. Münster 2013, S.7-17, S.7f.

[15] Vgl. Nancy Fraser: Rethinking the Public Sphere: A Contribution to the Critique of Actually Existing Democracy, In: Craig Calhoun (Hrsg): Habermas and the Public Sphere. Cambridge/Massachusetts 1992, S.109-142, S.117f.

[16] Vgl. Preglau: Öffentlichkeit versus Privatheit. Grenzziehungen und –Verschiebungen in geschlechterkritischer Beleuchtung, S.149.

[17] Vgl. Nancy Fraser: Rethinking the Public Sphere: A Contribution to the Critique of Actually Existing Democracy, S.117f.

[18] Pierre Bourdieu: Distinction: A Social Critique of The Judgment of Taste. Cambridge/Massachusetts 1984.

[19] Vgl. Nancy Fraser: Rethinking the Public Sphere: A Contribution to the Critique of Actually Existing Democracy, S.122.

[20] Vgl. ebd. S.123/S.125.

[21] Vgl. Nancy Fraser: Rethinking the Public Sphere: A Contribution to the Critique of Actually Existing Democracy, S.129ff.

[22] Vgl. ebd.

[23] Vgl. Richard Butsch: Introduction: How are the Media Public Spheres?, S.6.

[24] Vgl. Richard Butsch: Introduction: How are the Media Public Spheres, S.7.

[25] Vgl. Dirk Hermanns/Andrea Koenen/Betram Konert/René Michalski: Werkstattbericht: Interdisziplinärer Diskurs über den Wandel der Privatheit und die Rolle der Medien. In: Ralph Weiß/Jo Groebel (Hrsg.): Privatheit im öffentlichen Raum. Medienhandeln zwischen Individualisierung und Entgrenzung. [Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen. Band 43] Opladen 2002, S.549-612, S.565f.

[26] Vgl. Oskar Negt/Alexander Kluge: Öffentlichkeit und Erfahrung: Zur Organisationsanalyse von bürgerlicher und proletarischer Öffentlichkeit. Frankfurt/M. 1972.

[27] Vgl. Miriam Hansen: Early Silent Cinema: Whose public sphere? In: New German Critique.The Origins of Mass Culture: The Case of Imperial Germany (1871-1918) (1983), H.29, S.147-184. Eingesehen als Onlinequelle: URL: http://www.jstor.org/stable/487793, (21.08.2016), S.154.

[28] Vgl eb.d S.155

[29] Vgl. Richard Butsch: Introduction: How are the Media Public Spheres, S.4.

[30] Vgl. Ricarda: Drüeke: Öffentlichkeiten im Umbruch, S.96ff.

[31] Vgl. Dirk Hermanns/Andrea Koenen/Betram Konert/René Michalski: Werkstattbericht: Interdisziplinärer Diskurs über den Wandel der Privatheit und die Rolle der Medien, S.570.

[32] Vgl. Miriam Hansen: Early Silent Cinema: Whose public sphere? S.150/S.164.

[33] Drüeke, Ricarda: Öffentlichkeiten im Umbruch, mit Verweis auf Zoonen 2005, S.97.

[34] Alfred von Liechtenstein: Öffentlichkeit-Transformation eines politischen Konzepts durch Technik? In: ders. (Hrsg.): Internet und Öffentlichkeit [Wiener Vorlesungen. Konservatorien und Studien. Band 13], Wien 2002, S.11-34, S.13.

[35] Vgl. Alfred von Liechtenstein: Öffentlichkeit-Transformation eines politischen Konzepts durch Technik?, S.21ff. ; Vgl. Richard Butsch: Introduction: How are the Media Public Spheres?, S.8f.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten

Details

Titel
Feministischer Aktivismus und Öffentlichkeit in Social Media. Raumfüller oder Vehikel für gesellschaftliche Veränderungen?
Autor
Jahr
2018
Seiten
56
Katalognummer
V431381
ISBN (eBook)
9783960953708
ISBN (Buch)
9783960953715
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Öffentlichkeit, Feminismus, Social Media, Feministischer Diskurs, Feministische Theorie, Habermas, Öffentlichkeitsdiskurs, Aktivismus, Social Media Aktivismus, Feministischer Aktivismus, Öffentlichkeitstheorie, Soziale Medien, Medienkulturwissenschaft, Medienkulturwissenschaften, Medienwissenschaft, Medienwissenschaften, Kulturwissenschaften, Kulturwissenschaft, Feminismustheorie, Medien, Medientheorie, Medien und Öffentlichkeit, Gegenöffentlichkeit, Gegenöffentlichkeiten, Feministische Gegenöffentlichkeit, Feministische Öffentlichkeit, Social Media Theory, Social Media Theorie, Alternativöffentlichkeiten, Alternativöffentlichkeit, Free the nipple, Feministische Onlinekampagne, Feministischer Onlineaktivismus, Onlineaktivismus, Feministischer Online Aktivismus, Öffentlicher Raum, Gendertheorie, Gender Studies, Massenmedien, Öffentlichkeit und Massenmedien, Öffentlichkeitsstrukturen, Medien und Öffentlichkeitsstrukturen, Bürgerliche Öffentlichkeit, Nancy Fraser, Machtstrukturen, Geschlecht und Macht, Privatheit, Privatsphäre, Geschlechterstudien, Geschlechtswissenschaften, Strukturkategorien, Gesellschaftsstrukturen
Arbeit zitieren
Jana Wienken (Autor), 2018, Feministischer Aktivismus und Öffentlichkeit in Social Media. Raumfüller oder Vehikel für gesellschaftliche Veränderungen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/431381

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