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Netzwerke und kooperatives Handeln in der Wissenschaft

Bibliometrische Untersuchungen von Kooperationsstrukturen in der Soziologie

Title: Netzwerke und kooperatives Handeln in der Wissenschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 28 Pages , Grade: 1,3 (sehr gut)

Autor:in: Marc Haufe (Author), Jens Petschulat (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Kooperatives Handeln in der Wissenschaft war noch nie so ausgeprägt wie heute. Waren es früher herausragende Einzelwissenschaftler, die das Schaffen einer Disziplin vorantrieben, so sind heute eher Forschergruppen dafür verantwortlich. Kooperationen stellt eine besondere Form sozialer Beziehungen dar. In diesem Beitrag soll daher zunächst der Frage nachgegangen werden, welches die grundlegenden Merkmale sozialer Netzwerke sind (Abschnitt 1). Insoweit diese Frage geklärt ist, ist weiter zu fragen, welches die Struktureffekte kooperativen Handelns in der Wissenschaft sind (Abschnitt 2). Als solche Effekte werden die Entstehung von „Schulen“ und in einer späteren Phase der Entwicklung einer Disziplin von „Invisible Colleges“ betrachtet. Der zweite große Teil der vorliegenden Arbeit setzt sich mit der historischen Entwicklung kooperativen Handelns in der Soziologie auseinander. Dabei werden auf die historischen Rahmenbedingungen und auf die langfristigen Entwicklungen kooperativen Handelns in der deutschen und amerikanischen Soziologie eingegangen (Abschnitt 3 und 4). Dieser Teil der Arbeit stützt sich dabei im wesentlichen auf die Untersuchungen von Jürgen Güdler, der im Rahmen einer Dissertationsarbeit die Kooperation in der Soziologie empirisch untersuchte. Abschließend stellen wir die Ergebnisse Güdlers bei der Untersuchung der „Projektgeneration“ vor. Diese kooperationsorientierte Forschergeneration begann in den späten 70er und frühen 80er Jahren ihre wissenschaftliche Laufbahn und prägte das Bild der deutschen Soziologie maßgeblich.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Erklärungsansätze Netzwerke

2.1 Der Netzwerkbegriff

2.2 Historischer Abriss der Netzwerkforschung

2.3 Netzwerk-Struktur

3. Kooperatives Handeln im Wissenschaftssystem

3.1 Einflussgrößen

3.2 Struktureffekte kooperativen Handelns

3.3 „Invisible Colleges“ und ihre Wirksamkeit

3.3.1 „Strong ties“ und „weak ties“

3.3.2 Element der Steuerung: „Sinn“

3.3.3 Die Rolle des „zentralen Vermittlers“

3.3.4 „Networking“ und sein Einfluss auf die langfristige Plazierung

4. Entwicklung kooperativen Handelns in der Soziologie

4.1. Historische Rahmenbedingungen

4.2. Bibliometrische Analyse

4.2.1. Empirische Forschung und sein Stellenwert

4.2.2. Entwicklungen der Indikatoren und Schlussfolgerungen

5. Kooperationsstrukturen in der Soziologie

5.1 Datenbasis und Untersuchungsmethode

5.2 Kooperation der Projekt-Generation

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung kooperativen Handelns im wissenschaftlichen System, mit einem spezifischen Fokus auf die Soziologie und die sogenannte "Projektgeneration" der 1970er und 1980er Jahre, um zu verstehen, wie soziale Netzwerke wissenschaftliche Fortschritte und Karriereverläufe beeinflussen.

  • Strukturwandel von der Einzelwissenschaft zur kooperativen Forschung
  • Analyse sozialer Netzwerke und "Invisible Colleges" im Wissenschaftsbetrieb
  • Historische Entwicklung kooperativer Strukturen in der deutschen und amerikanischen Soziologie
  • Bibliometrische Untersuchung von Co-Autorschaften, Zitaten und Danksagungen
  • Rolle der "Projektgeneration" bei der Enthierarchisierung und Empirisierung der Soziologie

Auszug aus dem Buch

3.3 „Invisible Colleges“ und ihre Wirksamkeit

Anhand drei zentrale Faktoren bzw. Konzepte lassen sich die Wirksamkeit und die Vorteile von Netzwerken für das wissenschaftliche Arbeiten erklären. Hierbei soll es zunächst um das von Granovetter 1973 entwickelte Kommunikationskonzept der „stärke schwacher Beziehungen“ gehen. Im anschließenden Teil werden wir uns mit der Übertragung von Informationen in Netzwerken beschäftigen, bei der „Sinn“ als Steuerungselement fungiert. Der Einfluss der damit in Verbindung stehenden Selektion auf das kooperative Handeln im Wissenschaftssystem wird dabei im Vordergrund stehen. Wie bereits oben erwähnt, geht mit der Differenzierung und Spezialisierung von Systemen auch die Herausbildung neuer Rollen einher. Besonderes Augenmerk wird auf die Rolle des „zentralen Vermittlers“ gelegt. Er übernimmt die Koordination und Organisation der Wissensvernetzung zwischen den „Invisible Colleges“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der wissenschaftlichen Kooperation und Definition des methodischen Vorgehens anhand von Jürgen Güdlers Untersuchungen zur Projektgeneration.

2. Grundlegende Erklärungsansätze Netzwerke: Theoretische Fundierung des Netzwerkbegriffs und historischer Abriss der Netzwerkforschung unter Berücksichtigung strukturfunktionalistischer Ansätze.

3. Kooperatives Handeln im Wissenschaftssystem: Untersuchung von Einflussgrößen wie Systemwachstum und Struktureffekten, die zur Bildung von "Invisible Colleges" und zur Rolle des "zentralen Vermittlers" führen.

4. Entwicklung kooperativen Handelns in der Soziologie: Analyse der historischen Rahmenbedingungen in Deutschland und der USA sowie bibliometrische Auswertung der Entwicklung empirischer und kooperativer Forschung.

5. Kooperationsstrukturen in der Soziologie: Detaillierte Vorstellung der Datenerhebung und Untersuchungsergebnisse zum Kooperationsverhalten der "Projekt-Generation" zwischen 1978 und 1984.

6. Schluss: Synthese der Ergebnisse zur Bedeutung von Vernetzung und Netzwerkmanagement für die Leistungssteigerung in der Wissenschaft sowie kritische Einordnung möglicher Netzwerkrisiken.

Schlüsselwörter

Soziale Netzwerke, Wissenschaftssystem, Kooperatives Handeln, Soziologie, Projektgeneration, Invisible Colleges, Bibliometrie, Empirische Sozialforschung, Netzwerkanalyse, Strukturfunktionalismus, Zentrale Vermittler, Co-Autorschaften, Wissensvernetzung, Wissenschaftliche Kooperation, Forschungsprojekte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und der Entwicklung von Netzwerken und kooperativem Handeln im Wissenschaftssystem, insbesondere innerhalb der Soziologie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Entstehung von "Invisible Colleges", der Einfluss von Netzwerken auf wissenschaftliche Karrieren und der Wandel der Forschungspraxis durch die sogenannte "Projektgeneration".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung kooperativer Strukturen in der Soziologie bibliometrisch nachzuvollziehen und den Einfluss dieser Kooperationen auf den wissenschaftlichen Fortschritt aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer bibliometrischen Analyse von Publikationsdaten sowie der Auswertung von Datenbanken wie FORIS und SOLIS zur Untersuchung der "Projektgeneration".

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen von Netzwerken, der historischen Entwicklung kooperativen Handelns in Deutschland und den USA sowie der spezifischen Analyse von Kooperationsstrukturen innerhalb der soziologischen Projektarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Soziale Netzwerke, Projektgeneration, Invisible Colleges, Bibliometrie, Kooperation und Empirisierung.

Was ist das Besondere an der sogenannten "Projektgeneration"?

Die "Projektgeneration" der späten 70er und 80er Jahre war maßgeblich an einer stärkeren Empirisierung und Enthierarchisierung der deutschen Soziologie beteiligt.

Welche Rolle spielt der "zentrale Vermittler" in wissenschaftlichen Netzwerken?

Zentrale Vermittler agieren an den Schaltstellen von Kooperationsnetzwerken, koordinieren den Informationsfluss und vernetzen Spezialwissen, was sie zu wichtigen Trägern von Entdifferenzierungsprozessen macht.

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Details

Title
Netzwerke und kooperatives Handeln in der Wissenschaft
Subtitle
Bibliometrische Untersuchungen von Kooperationsstrukturen in der Soziologie
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Soziologie)
Grade
1,3 (sehr gut)
Authors
Marc Haufe (Author), Jens Petschulat (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V43163
ISBN (eBook)
9783638410311
ISBN (Book)
9783638657020
Language
German
Tags
Netzwerke Handeln Wissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Haufe (Author), Jens Petschulat (Author), 2003, Netzwerke und kooperatives Handeln in der Wissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43163
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