Diese Arbeit befasst sich mit der Kontroverse um den Beginn der Beziehungen zwischen Rom und Rhodos, wobei hier besonders die konträren Meinungen von Droysen und Holleaux herangezogen werden. Des Weiteren wird die Vertiefung der Beziehung im zweiten makedonischen Krieg dargelegt. Das Hauptaugenmerk wird allerdings auf die Wende der politischen Beziehung dieser beider Staaten im dritten Makedonischen Krieg gelegt.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Beginn politischer Beziehungen zwischen Rhodos und Rom
III. Der zweite Makedonische Krieg
IV. Zwischenkriegszeit 197 v. Chr. bis 171 v. Chr.
V. Der Krieg gegen Perseus
VI. Die Konsequenzen für Rhodos
VII. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der politischen Beziehungen zwischen der Seemacht Rhodos und dem aufstrebenden Römischen Reich. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der Gründe, die zum Bruch zwischen den beiden Mächten während des dritten Makedonischen Krieges führten, und beleuchtet die langfristigen Folgen für Rhodos.
- Entwicklung des diplomatischen Verhältnisses zwischen Rhodos und Rom
- Rolle der Neutralitätspolitik der Rhodier
- Einfluss militärischer Konflikte wie der zweite Makedonische Krieg und der Krieg gegen Perseus
- Auswirkungen römischer Machtpolitik auf rhodische Territorien und Wirtschaft
Auszug aus dem Buch
V. Der Krieg gegen Perseus
Als Perseus im Jahr 179 v. Chr. die Herrschaft über Makedonien übernahm, war die römisch-rhodische Beziehung auf Grund der eben genannten Gründe bereits gewissen Spannungen ausgesetzt gewesen. Zusehends verschärfte sich die Lage, als Eumenes den römischen Senat vor Perseus warnte und im gleichen Zuge erneut Bedenken gegenüber der Loyalität der Rhodier vorbrachte. So stand laut Eumenes die Gefahr eines Zusammenschlusses des Makedonenkönigs mit den Griechen gegen Rom bevor. Appian berichtet weiter, dass folglich Perseus und ebenso die Rhodier Gesandte nach Rom schickten, um den aufkeimenden Argwohn der Römer zu schlichten. Die von dem rhodischen Gesandten vorgetragene Rede brachte den Senat aber nur noch mehr gegen die Rhodier auf. Der Gesandte aus Rhodos, so schreibt Appian, hatte sich einer zu forschen und ungeduldigen Sprache bedient.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und der Quellengrundlage, insbesondere durch Polybios und Livius, zur Analyse des Verhältnisses zwischen Rhodos und Rom.
II. Beginn politischer Beziehungen zwischen Rhodos und Rom: Diskussion der konträren Forschungsmeinungen von Droysen und Holleaux bezüglich des Zeitpunkts und der Art der ersten Kontakte.
III. Der zweite Makedonische Krieg: Analyse der zunehmenden militärischen Kooperation zwischen Rhodos und Rom infolge der Bedrohung durch Philipp V. von Makedonien.
IV. Zwischenkriegszeit 197 v. Chr. bis 171 v. Chr.: Untersuchung der Periode zwischen den Kriegen, in der Rhodos trotz formeller Neutralität in ein enges, wenngleich oft spannungsreiches Verhältnis zu Rom geriet.
V. Der Krieg gegen Perseus: Darstellung der Verschlechterung der diplomatischen Beziehungen, die in einem Vertrauensbruch und einer Fehlkalkulation seitens der rhodischen Gesandten gipfelte.
VI. Die Konsequenzen für Rhodos: Erläuterung der politischen und wirtschaftlichen Strafmaßnahmen Roms gegen Rhodos sowie der erzwungenen Abkehr von der bisherigen Neutralitätspolitik.
VII. Zusammenfassung: Resümee über den Transformationsprozess von einer positiven, losen Verbindung hin zur Unterordnung unter die römische Hegemonie.
Schlüsselwörter
Rhodos, Rom, Imperium Romanum, Außenpolitik, Neutralität, Polybios, Livius, Makedonische Kriege, Philipp V., Perseus, Eumenes II., Hegemonie, Antike, Diplomatie, Wirtschaftsgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den historischen Wandel der politischen Beziehung zwischen der Insel Rhodos und dem Römischen Reich von einer zunächst freundschaftlichen Koexistenz hin zu einer Unterordnung nach dem dritten Makedonischen Krieg.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den zentralen Themen gehören die Neutralitätspolitik der Rhodier, die Auswirkungen militärischer Bündnisse, der Einfluss römischer Machtpolitik auf griechische Territorien sowie die Folgen wirtschaftlicher Sanktionen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, die Gründe für den Bruch zwischen Rhodos und Rom im Kontext des dritten Makedonischen Krieges zu identifizieren und zu erläutern, wie die Rhodier ihre ursprüngliche Unabhängigkeit verloren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse. Hierbei werden insbesondere antike Berichte von Polybios und Livius herangezogen und mit modernen Forschungsmeinungen (etwa Droysen und Holleaux) kontrastiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von den ersten Kontakten im 3. Jahrhundert v. Chr. über die Makedonischen Kriege bis hin zu den direkten politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen für Rhodos, wie etwa der Ernennung von Delos zum Freihafen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rhodos, Rom, Neutralitätspolitik, Makedonische Kriege, Hegemonie und diplomatische Beziehungen definieren.
Warum wird der Streit zwischen Droysen und Holleaux thematisiert?
Dieser Streit ist essentiell für die Datierung des ersten Kontakts. Während Droysen von einer langjährigen Tradition ausgeht, vertritt Holleaux die Ansicht, dass der Kontakt erst mit den Makedonischen Kriegen von Bedeutung wurde.
Welche Rolle spielte Delos für den wirtschaftlichen Niedergang von Rhodos?
Die Ernennung von Delos zum Freihafen durch Rom entzog Rhodos einen Großteil seiner Einnahmen aus Hafenzöllen, was nach Schätzungen zu einem drastischen Rückgang der jährlichen Einnahmen führte und den wirtschaftlichen Ruin einleitete.
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- Stefanie Zimmermann (Author), 2014, Rhodos und Rom. Politische Verhältnisse im Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432071