Die 54-seitige Diplomdokumentation gibt Hintergründe zu einem möglichen Entwurf zur Erweiterung des Olympiaparks München.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabenstellung
Skizzen
Referenzobjekte Ovale und Brücken
Erläuterung Entwurfskonzept
Wall
See
Insel
Tollwoodgelände
Vegetation
Montessorischule
Beleuchtung
Gesamtkonzept
Modellfotos
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit entwickelt ein städtebauliches und landschaftsarchitektonisches Zukunftskonzept für den Olympiapark München, das auf der Vision 2018 basiert. Ziel ist es, die bestehende Parklandschaft durch eine moderne, ringförmige Formensprache – die Ovale – weiterzuentwickeln, ökologische Aspekte wie die Wasserbewirtschaftung zu integrieren und neue Nutzungen wie Bildungseinrichtungen und Veranstaltungsflächen harmonisch in den historischen Kontext einzubetten.
- Transformation der Parklandschaft durch das Gestaltungselement der "Ovale".
- Konzeption technischer Infrastruktur, insbesondere der Wasser- und Lichtplanung.
- Integration funktionaler Nutzungen wie eines neuen Montessorischul-Campus.
- Aufwertung des Tollwoodgeländes durch räumliche Neuordnung.
- Vegetationskonzept zur ästhetischen und ökologischen Einbindung.
Auszug aus dem Buch
Text zum Gesamtkonzept
Der Olympiapark München zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten und Grünanlagen Münchens und ist durch seine einzigartige (Landschafts)- architektur weit über die Stadt hinaus bekannt. Der Landschaftsarchitekt Günther Grzimek hat sich mit diesem Werk selbst ein Denkmal gesetzt, indem er Ende der 60-er Jahre einen Park kreiert hat, dessen Benutzerfreundlichkeit und ästhetische Qualitäten noch heute seinesgleichen suchen. Vor diesem Hintergrund erscheint die Themenstellung einer Parkerweiterung alles andere als einfach. Es musste eine Lösung gefunden werden, die sowohl dem Erbe Grzimeks als auch einer zeitgemäßen und zukünftigen Entwicklung gerecht wird. Dabei soll das Entwurfsgebiet sowohl eine eigenständige Formensprache aufweisen, als auch mit dem bestehenden Olympiapark harmonieren und als dessen Bestandteil erkennbar bleiben. Zugleich musste bei der Planung der Anschluss an ein zukünftiges Olympiadorf mit einbezogen werden und die Frage nach den Parkrändern geklärt werden. Die Lösung erscheint genauso simpel wie genial. Als einheitliche, wiederkehrende Form wurde das Oval gewählt, welches geometrisch und doch organisch geformt ist und zugleich den Spagat zwischen Klarheit und Präzision auf der einen Seite und Lockerheit und Offenheit auf der anderen Seite schafft. Dabei ist die Form keineswegs neu im Olympiapark. Event Arena und die Aschenbahnen der Sportplätze zeichnen ovale Formen ab, die jetzt auch in den Freiraum projiziert werden. Inhaltlich erhalten die Ovale das, was den Olympiapark heute noch an Freizeiteinrichtungen vermissen lässt. Beispielsweise eine Skateanlage oder einen Abenteuerspielplatz. Durch Großformen, wie etwa das neue Tollwoodgelände oder der neu entstandene Timofei See samt Insel, wird das Planungsgebiet klar strukturiert und erhält eine wiederkehrende, charakteristische Form, die im Zusammenhang mit einem harmonisch geschwungenen Erdwall besonders in Erscheinung treten kann und vielleicht neben Olympiastadion, Turm und Berg ein weiteres Erkennungsmerkmal des Parks werden könnte. Die einzelne Nutzung findet auf oder in einem Oval statt, womit ihre Daseinsberechtigung unterstrichen oder bildlich gesprochen auf dem Präsenter-teller gesetzt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabenstellung: Einführung in die Ausgangssituation und die städtebauliche Herausforderung im Kontext der Münchner Olympiapark-Planungen.
Skizzen: Darstellung früher Entwurfsansätze und konzeptioneller Skizzen zur räumlichen Anordnung.
Referenzobjekte Ovale und Brücken: Analyse bestehender Architekturbeispiele, um die formale Sprache der Ovale und die Gestaltung von Brückenelementen zu fundieren.
Erläuterung Entwurfskonzept: Detaillierte Darlegung der städtebaulichen Vision und der Integration der ovalen Grundformen in den Bestand.
Wall: Untersuchung des Erdwall-Konzepts hinsichtlich seiner Dimensionierung, technischen Daten und gestalterischen Wirkung.
See: Technisches Konzept für den Timofei See, einschließlich Volumenberechnungen und Abdichtungsmöglichkeiten.
Insel: Spezifische Detailplanung der Insel im See, inklusive Bepflanzung und funktionaler Nutzung.
Tollwoodgelände: Entwurf zur Neuorganisation des Festivalgeländes für flexible Nutzung und verbesserte Infrastruktur.
Vegetation: Ausarbeitung eines pflanzlichen Gesamtkonzepts, das auf heimische Arten setzt und die Orientierung im Park unterstützt.
Montessorischule: Entwurf eines neuen Schulcampus innerhalb der ovalen Strukturen mit detaillierter Flächenbedarfsanalyse.
Beleuchtung: Technisches Lichtkonzept zur Akzentuierung der Wege und Bereiche unter Berücksichtigung von Energieeffizienz und Ästhetik.
Gesamtkonzept: Zusammenfassende Darstellung der städtebaulichen Gesamtsituation des Entwurfsgebietes.
Modellfotos: Dokumentation des physischen Architekturmodells zur räumlichen Veranschaulichung des Entwurfs.
Schlüsselwörter
Olympiapark München, Ovale Formensprache, Landschaftsarchitektur, Entwurfskonzept, Timofei See, Erdwall, Tollwoodgelände, Montessorischule, Vegetationskonzept, Infrastrukturplanung, Stadtentwicklung, Freiraumplanung, Masterplan, Wasserbewirtschaftung, Beleuchtungsplanung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit präsentiert eine städtebauliche Vision für den Olympiapark München, die bestehende Strukturen durch ein neues, ovales Gestaltungselement transformiert und erweitert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen in der landschaftsarchitektonischen Gestaltung mittels Ovale, der Integration technischer Infrastrukturen (Wasser, Licht), der Platzierung einer Bildungseinrichtung und der funktionalen Aufwertung bestehender Parkbereiche.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, ein architektonisches Konzept zu entwickeln, das sowohl das historische Erbe des Parks respektiert als auch zeitgemäße, zukunftsorientierte Nutzungen für die Region ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt entwerferische Analysen, bautechnische Berechnungen (z. B. Wasser- und Erdbewegungsvolumina) und städtebauliche Referenzanalysen, um das Entwurfskonzept methodisch zu unterfüttern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Entwurfselemente detailliert, von der Formgebung des Walls über die Konstruktion des Sees und der Insel bis hin zur spezifischen Planung der Montessorischule und der Bepflanzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Olympiapark München, Ovale, Entwurfskonzept, Landschaftsarchitektur, Timofei See und Freiraumplanung.
Wie wurde das Problem der Wasserabdichtung für den geplanten See gelöst?
Es wurden verschiedene Varianten wie Beton, Lehm, Pressschlamm oder Folie abgewogen und gegenübergestellt, um eine dauerhafte und ökonomisch sinnvolle Lösung zu finden.
Welches Konzept verfolgt die neue Montessorischule im Entwurf?
Die Schule wird als Teil der ovalen Struktur geplant, wobei die Raumplanung ein Zentrum mit Mensa, Auditorium und verschiedenen Lernbereichen vorsieht, das sich in die landschaftliche Umgebung einfügt.
Wie trägt die Beleuchtung zur Sicherheit und Atmosphäre bei?
Das Lichtkonzept sieht eine Kombination aus funktionalen Flächenscheinwerfern und akzentuierenden Wege- und Bankbeleuchtungen vor, die sowohl für Sicherheit bei Nacht sorgen als auch die ovale Formensprache betonen.
- Quote paper
- Florian Hanusch (Author), 2008, Olympiapark Vision 2018, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432111